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Dieter Petereit 17. April 2015

Homepagebaukasten Squarespace 7: Revolution mit Ansage

Kein Beitragsbild

Squarespace ist einer der führenden Anbieter im Markt für Homepage-Baukästen. Profis halten zwar von diesen Systemen oft nicht so viel – das Unternehmen selbst sieht jedoch seine Zielgruppe keinesfalls nur bei den Einsteigern, sondern durchaus auch bei Designern, Entwicklern und Agenturen. Aufbauend auf ihrer soliden Erfahrung von über zehn Jahren im Online-Geschäft ist Squarespace jetzt ein großer Wurf gelungen: Squarespace 7 präsentiert eine völlig neue Benutzeroberfläche, kombiniert mit einem vielseitigen Content Management System. Ohne Übertreibung kann man wohl sagen, dass im Bereich der Online-Seitengestaltung sich daran zukünftig alle anderen messen lassen müssen.

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Homepage-Baukästen: Von der Ersatzbank aufs Spielfeld

Unzählige Bytes sind durch die Datenströme geflossen auf dem weiten Weg der Homepage-Baukästen, angefangen bei Geocities und NetObject Fusions mit ihren eingeschränkten Funktionen, bis zu den standard-konformen und stabilen Webseiten-Editoren von heute. HTML, CSS und JavaScript haben am Ende Flash und andere proprietäre Technologien weggefegt. Und schließlich wurde uns durch den Siegeszug des mobilen Internet der Übergang zu einer Standard-Konformität um fünf bis zehn Jahre früher beschert als gedacht.

Website Builder, Homepage-Baukästen oder Online-Webdesign-Software – wie auch immer Sie es nennen, all diese Lösungen sind heute mit ähnlich vielen Funktionen ausgestattet wie ein lokal installiertes Programm. Mehr noch, betrachtet man sie als SaaS-Lösungen (Software as a Service), kommen sie sogar weit flexibler daher, sind leichter auf dem neuesten Stand zu halten und auch mit Drittanbietern kommen sie besser zurecht als es eine lokale Software je könnte.

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Squarespace 7: Bearbeiten Sie Ihre Seite direkt im Frontend

Wer mit zeitgemäßen Online Design-Lösungen arbeitet, bekommt in jedem Fall WYSIWIG. Natürlich ist das kein neues Konzept, aber ein WYSIWIG aus den Anfangsjahren ist eben meilenweit von den heutigen Tools entfernt. Squarespace 7 geht da sogar noch einen Schritt weiter, indem es die Bearbeitung einer Seite direkt vom Frontend erlaubt. Dieses Feature ist auch bei einem der besseren Website-Builder heute durchaus kein Standard.

Wer sich durch das Frontend klickt, bekommt flexible Funktionsleisten für die Gestaltung angezeigt

Eine Werkzeugleiste mal genauer betrachtet

Mit Squarespace 7 surfen Sie einfach zu Ihrer Webseite und bearbeiten diese fast im Vorbeigehen oder ändern Schreibfehler, sobald sie in Ihr Blickfeld gelangen. Eigentlich so ähnlich wie MS Word, nur eben für Webseiten statt für Dokumente. Und meiner Meinung nach die intuitivste Art, um Seiten zu bearbeiten. Die Bearbeitung im Frontend ist dabei nicht auf Textänderungen oder ähnlich einfach gelagerte Fälle beschränkt. Selbst Produkte eines Online-Shops können direkt geändert werden. Zweifellos ist dieses Feature die aufsehenerregendste Neuerung innerhalb des Squarespace Tools, das ja ohnehin mit allerhand Funktionen ausgestattet ist.

Device View im Einsatz: Der direkte Blick auf das Gerät

Wenn Sie an „responsive designs“ interessiert sind – und falls nicht, sollten Sie diesen Standpunkt dringend überdenken – dann dürfte Ihnen die neue Geräteansicht gefallen. Verändern Sie einfach Ihr Browser-Fenster, dann sehen Sie wie Ihre Webseite auf anderen Geräten angezeigt wird.

Squarespace 7: Einfache Erzeugung von One-Page-Designs

One-Page-Designs gehören schon seit einiger Zeit zu den Lieblingen der Gestalter. Kein Wunder, schließlich kann eine einzige schön gebaute und gut geschriebene Seite die perfekte Plattform für ein Portfolio, eine Dienstleistung, eine App oder eine Marke sein. Squarespace 7 hat das verstanden und stellt das nagelneue Cover Pages bereit.

Eine gut gebaute Cover Page ;)

So einfach lassen sich Design und Inhalt bei dieser Cover Page verändern

Okay, Cover Pages erfindet jetzt nicht gleich das One-Page-Konzept völlig neu. Gleichwohl wird deutlich, dass diese Templates eben genau als One-Pager optimiert wurden. Und so ist es erfrischend zu sehen, wie schnell man damit tolle Ergebnisse erzielen kann. Sie brauchen nur ein paar Parameter anzupassen, ein paar Bilder hoch zu laden – und gut ist. Ich bin sicher, dass Designer dieses Feature mögen werden, und sei es nur um hin und wieder eine „Coming Soon“ Ansage zu machen.

Cover Pages sind die perfekte Lösung für viele Zwecke. Aber insbesondere alle Arten von künstlerischen Portfolios, sei es Musik, Audio, Video oder Grafik, werden damit großartig aussehen. Ganz gleich ob Medien- oder Markenpräsentation: Die vorhandenen Templates decken in jedem Fall ein weites Anwendungsspektrum ab.

Squarespace 7: Einbindung von Getty Images und Google Apps

Die perfekten Bilder für die eigene Website zu finden, ist oftmals nervenaufreibend und die Lizenzierung dann teuer. Und nicht nur das, allein schon die rechtlich einwandfreie Nutzung von Bildern erfordert oftmals ein juristisches Staatsexamen. Squarespace hat nun ein Mittel gefunden, dieser Herausforderung aus dem Weg zu gehen und macht es leicht, Bilder von Drittanbietern auf der Seite einzubinden.

Getty Images ist komplett integriert

Dank einer Kooperation mit Getty Images bezahlen Sie über Squarespace gerade mal 10 USD pro Bild, wenn Sie es in Ihrem Design nutzen wollen. Die Suche und die Einbindung der Bilder erfolgt dabei direkt in der Squarespace-Oberfläche. Bei einem Bestand von über 40 Millionen Bildern könnten Sie ja bei Getty Images durchaus Bilder finden, die Ihnen gefallen – egal für welches Projekt. Preisunterschiede gibt es nicht, alle Squarespace-Nutzer bezahlen jeweils 10 USD für ein Bild. Die einzige Einschränkung: Die Lizenz gilt nur für die Online-Nutzung. Erweiterte Lizenzen können allerdings direkt im System erworben werden.

Ist Ihre Webseite das Epizentrum Ihrer digitalen Welt? Dann ist es sicher sinnvoll, sie mit Google Apps for Work zu verbinden. Mit Squarespace geht das – und kostet pro Nutzer noch mal fünf Dollar.

Mit Mobile Squarespace kommen Sie in Fahrt – buchstäblich

Nutzer von Squarespace 7 können den Blog ihrer Website auch von unterwegs aktualisieren, Mitteilungen senden oder die Kennzahlen der Seite abrufen. Das Tool Portfolio ermöglicht es zudem, alle Galerien der Seite auf das iPhone zu übertragen und dort zu speichern. Als professioneller Fotograf hat man so zum Beispiel immer seine Arbeitsbeispiele griffbereit, auch ohne Internetzugang.

Mobile Funktionen für alle digitalen Nomaden

Alle mobilen Features sind schon jetzt für das iPhone erhältlich. Blogs und Notes gibt es nun auch für Android Nutzer.

Squarespace und die Entwickler-Plattform

Ja, natürlich gibt es auch bei Squarespace jede Menge Hochzeits-Templates. Damit haben vor allem die vielen Einsteiger ihren Spaß. Und auch für diese Endnutzer könnte ich eine klare Empfehlung aussprechen: Probiert Squarespace aus, der Funktionsumfang ist umwerfend bei gleichzeitiger leichter Bedienbarkeit.

Mit seiner dedizierten Developer Platform richtet sich Squarespace aber ganz klar auch an professionelle Agenturen. Die Developer Platform macht einige Technologien sichtbar, die dem Normalverbraucher verborgen bleiben (die ihn aber in der Regel auch nicht interessieren), und gibt Entwicklern damit eine größere Kontrolle über Features und Funktionen. So erhalten sie vollen Zugang zu HTML, CSS und JavaScript, einschließlich einer JSON API um die Inhalte des CMS auszugeben.

Volle Kontrolle über den Quellcode

Mithilfe der Developer Platform können auch eine Reihe von Diensten von Drittanbietern genutzt werden. Dazu gehören Schwergewichte wie MailChimp, Dropbox, Google Drive, Disqus oder Soundcloud. Mit dem Site Manager können Sie zudem die Inhalte Ihrer Kunden komfortabel von einem Punkt aus verwalten.

Dazu kommt die Infrastruktur von Squarespace, die an sich schon mal ein großes Plus darstellt. Statt sich auf Ihren dedizierten Server verlassen zu müssen, können Sie weltweit verteilte Server Cluster und ein robustes CDN nutzen. Der Support für Ihre Kunden wird auch durch Squarespace geleistet. So können Sie das machen, was Ihnen eh am besten liegt: das Gestalten von tollen Designs.

Squarespace 7: Neue Designs und eine tolle Webseite

Ich gebe es zu: Ich bin der visuelle Typ. Ein großartiges Design wird mich immer begeistern. Und ja, die 14 neuen Themes, die Squarespace anlässlich ihrer neuen Version spendierte, sehen meiner Meinung nach fantastisch aus.

Eines der vielen neuen schönen Designs

Nicht unerwähnt lassen will ich hier die Squarespace 7 Webseite. Die Präsentation für die neue Oberfläche von Squarespace ist ein echtes Parallax-Meisterwerk. Hier bewegen sich nicht einfach ein paar Dinge auf dem Bildschirm schneller, während der Rest des Designs still steht. Nein, das ist ein visuelles Feuerwerk. Dinge wechseln flüssig ihren Zustand, aus einer Webseite wird herausgezoomt und dann sieht man ein Gerät, das diese Seite anzeigt. Aus sich bewegenden Elementen entstehen vollwertige Videos. Das fesselt und zieht einen geradezu rein. Und glauben Sie mir, bei aller Leidenschaft für gutes Design, so aufgeregt reagiere ich nicht allzu oft. Aber bei dieser Website musste ich einfach mal Begeisterung zeigen. Sorry. Auch wenn Sie das Konzept Online Website-Design grundsätzlich ablehnen – gönnen Sie sich einen Blick auf die Squarespace-Seite. Nur so zur Inspiration.

Einen guten ersten Eindruck von Squarespace 7 bietet dieser einminütige Clip:

Zum Schluss noch ein Wort zu den Preisen: Diese liegen unverändert bei acht bis 24 USD pro Monat. Sowohl das Professional Abo für 16 USD/Monat als auch das Business-Abo für 24 USD/Monat enthalten den Zugriff auf die beschriebene Developer Platform. Egal, welches Abo für Sie interessant sein sollte, angesichts der Fülle an Funktionen lohnt sich jedwedes Modell.

Wenn Sie sofort loslegen wollen, hier geht´s los. Für die kostenlose 2-Wochen-Testperiode brauchen Sie im Übrigen keinerlei Zahlungsinformationen anzugeben. No risk, 100% fun…

Squarespace: Fortsetzung folgt

Im nächsten Artikel gibt es eine geballte Ladung Praxiserfahrung zum Thema: Wie gestalte und pflege ich eine Webseite mit Squarespace. Also ich bin überzeugt, und Sie?

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

9 Kommentare

  1. Wir arbeiten bei http://www.sssupers.com seit 2012 zu 100% spezialisiert auf und mit Squarespace. Dabei liegt unser besonderer Augenmerk auf Individualisierung und Multilingualisierung. Tatsächlich scheitert der Einsatz der an sich wunderschönen Shop-Lösung des Systems einzig daran, daß ab dem ‚JETZT KAUFEN‘ Button die Abwicklung derart abgesichert im System liegt, daß sie nicht ausgelesen und übersetzt werden kann. Die Event- und Blogbereiche indes übertragen wir inzwischen einwandfrei ins Deutsche, Französische, Chinesische – auf Wunsch auch drei- und fünfsprachig.

    „Squarespace ist wie Apple für Websites. Plus Google.“

    – das ist unser Thema; jeder unserer Kunden liebt seine Website und pflegt sie – meist sogar ohne vorangehenden Workshop – mit Leichtigkeit selber. Für uns als Entwickler wiederum steht im Vordergrund, daß man an jeder Stelle der Website individuellen Code einfügen kann, um Erscheinungsbild und Funktion exakt anzupassen. Diese Eigenschaft ist in der derzeit explodierenden Vielfalt der WYSIWYG Website-Builder noch immer einzigartig und macht aus unserer Perspektive neben dem Stabilitäts- und Sicherheitsvorteil gegenüber WordPress-Systemen den entscheidenden Unterschied.

  2. Die Template-Engine von Squarespace hatte ich mir vor einem Jahr auch angeschaut. Damals haben wir uns entschlossen in unserem Progrämmchen auch eine neue Template-Engine einzubauen. Im Endeffekt ist es JavaScript mit den üblichen „Spitze-Klammer-Prozent“-Platzhaltern geworden.

    Auch wenn so Engines wie Squarespace, Handlebars & Co. sehr elegant sind fande ich es irgendwie immer wieder als zu weit abstrahiert.

  3. Ich glaub ich bestell den Feed ab… Das ist doch nur Werbung und das ohne Kennzeichnung.

    • Meinungsstark und entscheidungsfreudig bist du schon mal. Jetzt musst du nur noch an der korrekten Einschätzung arbeiten. Sonst driftet man so ziellos durch den Gedankenraum und weiß nie, was ist und was nicht.

    • Ich freue mich auch über solche Artikel, weil sie mir helfen, den Markt und die Wettbewerbssituation einzuschätzen. Artikel, die mich nicht interessieren, lese ich einfach nicht. Das geht ganz leicht … ;-)

    • Es sind keine Referral-Links in dem Artikel und meines Wissens arbeitet Squarespace nicht mit Affiliates. Wo genau soll das also Werbung sein?

      Wieso darf man hierzulande eigentlich nicht einfach mal so begeistert sein von einer Sache? Ohne gleich entrüstete und voreilende Kommentare zu ernten?

      Ich arbeite selber seit Jahren mit Squarespace (ohne von ihnen Geld zu bekommen!), habe zig Seiten damit aufgesetzt und zig Kunden damit glücklich gemacht.

      Ein paar Kleinigkeiten bei der Bedienung sind ein bisschen gewöhnungsbedürftig, ich wünsche mir bei Squarespace deutlich mehr Internationalisierung (im Blog und im Kalendermodul sind einige Stellen auf englisch hardgecoded und der Shop ist in Deutschland überhaupt nicht einsetzbar) und das Wechseln zwischen Templates läuft auch nicht reibungslos, wenn man bereits Styles etc. angepasst hat (sprich, es gibt keine Möglichkeit, seine eingestellten Styles zu ändern) – aber abgesehen davon ist das ein absolut verlässliches Spitzensystem.

    • Erstens ist das keine Werbung, sondern eine tolle Einführung in ein tolles Produkt. Wenn ich den neuen Audi sehr gut finde darf ich auch positiv darüber berichten. Zweitens: Selbst wenn es Werbung wäre, selbst dann sollten Typen wie du mal ganz ruhig sein, das „ich will alles umsonst“ und „ich benutze Adblocker damit Anbieter von freien Inhalten absolut gar nichts mehr verdienen“ führt dazu daß Sponsored Posts oder Affiliate links Normalität werden.

      Also, Ball flach halten und dankbar sein! Wenn’s dir nicht passt, dann geh auf Bild.de und zahle 1.99€ pro Post.

      • Danke für diese starken Worte. Einsatz von Adblockern, regelrechter Werbehass, bei gleichzeitig null Bereitschaft Geld für gute Netzinhalte auszugeben – wäre das der Nutzernormtyp könnten wir das „Geschlossen“-Schild raushängen.

  4. Der Markt verändert sich. Das gilt auch für unseren. Wer sich nicht anpasst – und seine Nische findet – geht unter. Mit der Erstellung einfacher Websites kann man als klassischer Dienstleister langfristig keinen Profit (mehr) machen. Die Aufgaben wachsen – und wir mit. Oder auch nicht … ;-)

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