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Dieter Petereit 1. August 2013

Hojoki: Die fehlende Verbindung zwischen Ihren Cloud-Apps ist da!

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Kennen Sie das Gefühl? Sie sprin­gen zwi­schen einem hal­bem bis einem Dutzend Cloud-Apps hin und her und fra­gen sich, wann und wo genau eigent­lich die Produktivität ver­lo­ren ging? Aufgaben koor­di­nie­re ich über Trello, Texte und Tabellen lagern im Google Drive, krea­ti­ve Projekte spei­che­re ich in der Dropbox, Notizen wan­dern zu Evernote und Kurznachrichten wer­den via Twitter aus­ge­tauscht. Und das ist nur ein Teil mei­ner Liste an täg­lich wich­ti­gen Cloud-Apps. Wäre es nicht groß­ar­tig, wenn man einen Dienst hät­te, der alle ande­ren Services inte­grier­te? Einen ein­zi­gen gro­ßen Stream, der alle rele­van­ten Informationen aus den ver­schie­de­nen Cloud-Apps aggre­gier­te? Soll ich Ihnen was sagen? Den gibt es schon…

hojoki-landingpage

Der Dienst, mit dem wir uns im fol­gen­den befas­sen wer­den, heißt Hojoki. Ich wet­te allein der Name hat Sie bereits eini­ge Male an die­sem Dienst vor­bei­zie­hen las­sen, ohne auf die Idee zu kom­men, dar­auf einen Gedanken zu ver­schwen­den. In der Tat hät­ten Sie schon vor knapp zwei Jahren Erleichterung ver­spü­ren kön­nen, denn damals star­te­te Hojoki. Aber gut, bes­ser spät als nie.

Lassen Sie uns den ulki­gen Namen direkt mal bespre­chen, dann haben wir das Thema aus dem Weg. Hojoki ist japa­nisch und bedeu­tet zu deutsch: Aufzeichnungen aus mei­ner Hütte. Es han­delt sich um den Titel eines Buches, das im Jahre 1212 voll­endet wur­de und zu den Klassikern japa­ni­scher Literatur gehört. Der Titel “Aufzeichnungen aus mei­ner Hütte” passt, wenn man es weiß, ganz gut zu dem Leistungsumfang des Web-Services. Wichtiger noch ist indes eine der wesent­li­chen Metaphern des Buches, die da (frei über­setzt) lau­tet:

Der Strom des Flusses ist immer gleich und doch führt er nie­mals das­sel­be Wasser.

Japanische Schulkinder ken­nen Hojoki im Schlaf, ich muss­te zunächst Wikipedia bemü­hen. Allerdings, wer sonst hät­te das getan? In Zeiten, in denen neue Dienste an jeder Ecke lau­ern, soll­te man schon dar­auf ach­ten, sein Angebot so zu benen­nen, dass man dar­aus zumin­dest ein­fach Rückschlüsse auf den eigent­li­chen Sinn der Sache zie­hen kann. Ratespiele spielt bes­ser und sicher­lich auch erfolg­rei­cher der Jauch… (Hojoki ist sich indes der Problematik bewusst und ver­sucht sich hier an einer Erläuterung)

So, dann las­sen Sie uns begin­nen. Schauen Sie zunächst mal das fol­gen­de Video an

http://vimeo.com/69233381

und fah­ren mit die­ser Tour fort. Jetzt kann’s los­ge­hen…

Hojoki: Aggregator für (fast) alle Ihrer cloud-basierten Dienste

Hojoki erle­digt eine rela­tiv tri­vi­al wir­ken­de Aufgabe. Es aggre­giert alle Dienste, die Sie ansons­ten frag­men­tiert fre­quen­tie­ren, zu einem gro­ßen, umfas­sen­den Nachrichtenstrom; fügt also die gan­zen klei­nen Streams zu einem zusam­men. Für eine ers­te Idee stel­len Sie sich Hojoki viel­leicht ein­fach als eine nach innen gerich­te­te Version von Hootsuite oder eine gewal­tig auf­ge­bohr­te Version von Yammer vor. Wenn Sie sich in der Tiefe mit Hojoki beschäf­tigt haben, wer­den Sie fest­stel­len, dass man es eigent­lich nicht wirk­lich mit einem ande­ren Dienst ver­glei­chen kann.

Ich gebe zu, dass mich die Idee Hojokis zunächst nicht erreicht hat. Ich klick­te ein biss­chen hin und her, fand aber nicht so recht den Anker. Es woll­te mir ein­fach nicht klar wer­den, wofür ich Hojoki benö­ti­gen könn­te. Als ich dann so weit war, zumin­dest eine Idee vom poten­zi­el­len Nutzen zu gene­rie­ren, dau­er­te es eine wei­te­re Weile, bis mir der tat­säch­li­che Wert des Dienstes für mei­ne per­sön­li­che Produktivität klar wur­de.

Jetzt, nach­dem ich Hojoki etwas län­ger als eine Woche inten­siv nut­ze, hän­ge ich am Haken. Es ist wie mit einem intel­li­gen­ten Song. Erst sperrt er sich etwas gegen das Ohr, aber wenn er erst ein­mal drin ist, bekommt man ihn nicht mehr raus. Ich möch­te wet­ten, dass es auch Ihnen so gehen wird, wenn Sie eine der fol­gen­den Fragen für sich mit Ja beant­wor­ten kön­nen.

  • Sind Sie ein Power-User der Dienste Dropbox, Google Drive, Basecamp, Trello, Twitter, Google Calendar oder auch Github und Bitbucket (wei­te­re fin­den Sie hier)?
  • Haben Sie sich schon mal gewünscht, Sie könn­ten den Informationsfluss bes­ser steu­ern und wahr­neh­men, ohne stän­dig mit X Logins zu han­tie­ren?
  • Haben Sie sich schon gewünscht, den Designentwurf mit dem Kunden und ande­ren Beteiligten OHNE E-Mail, direkt als Thread am Entwurf dis­ku­tie­ren zu kön­nen?
  • Wäre es nütz­lich für Sie, wenn Sie über Änderungen an – sagen wir – Kundenlogo.psd infor­miert wür­den, ohne dass der Veränderer es Ihnen sagen muss?

Das und mehr kann Hojoki für Sie leis­ten. Lassen Sie mich in kur­zen Worten skiz­zie­ren, wie das abläuft. So kön­nen Sie sich das müh­se­li­ge Reinfrickeln spa­ren:

  • Sie ver­bin­den Hojoki mit allen Diensten, die Sie nut­zen (sofern Hojoki die­se unter­stützt)
  • Hojoki holt sämt­li­che Meta-Daten aus den ver­bun­de­nen Diensten ab und aggre­giert sie zu einem ein­zel­nen chro­no­lo­gi­schen Stream.
  • Optional laden Sie Team-Mitglieder zu die­sem Stream ein, damit alle auf dem glei­chen Stand blei­ben.
  • Alle Elemente des Streams erhal­ten eine Kommentarfunktion, so dass Sie sogar Dropbox-Inhalte im Team dis­ku­tie­ren kön­nen.
  • Jedes Element im Stream wird mit einer Task-Funktion aus­ge­stat­tet, so dass Sie etwa die bespro­che­nen Änderungen an logo.ai an den Illustratoren als Task dele­gie­ren kön­nen. Hojoki unter­rich­tet Sie über die Erledigung.
  • Die meis­ten Kommentarvorgänge kön­nen mit den Herkunftsdiensten syn­chro­ni­siert wer­den, so dass ein in Hojoki hin­ter­las­se­ner Kommentar zu einer Trello-Aktivität auto­ma­tisch auch bei Trello aktua­li­siert wird. Auf die­se Weise blei­ben auch Kollegen, die nicht in Hojoki hin­ter­legt sind, an der Konversation betei­ligt. Deren Kommentare in Trello etwa wer­den auto­ma­ti­siert in Hojoki ange­zeigt. Das Syncing erfolg­te in mei­nen bis­he­ri­gen Tests ver­zö­ge­rungs­frei. Hojoki spricht von bis zu 10 Minuten, je nach API.
  • Mobile Apps für iOS und Android sor­gen dafür, dass Sie auch unter­wegs kon­ti­nu­ier­lich auf dem Laufenden blei­ben, was in Ihrer Hütte so alles an Aufzeichnungen anfällt ;-)

Hojoki arbei­tet mit sog. Workspaces, um Themen von­ein­an­der tren­nen zu kön­nen. Ich per­sön­lich nut­ze Workspaces als Projekte mit unter­schied­li­chen Kunden und Kollaborateuren. So ent­spricht es mei­nem Workflow.

Die ver­wen­de­ten Cloud-Apps wer­den pro Workspace mit Hojoki ver­knüpft. So braucht man nicht etwa Google Drive über alle Workspaces zugäng­lich zu machen, wenn man es gar nicht über­all benö­tigt. Damit bleibt der ein­zel­ne Workspace schlank und fokus­siert auf das Wesentliche. Der inte­grier­te Stream pro Workspace erlaubt die Kommunikation quer über alle Dienste ohne etwai­ge Brüche und stellt erst­mals das Projekt, nicht das Werkzeug in den Mittelpunkt des Geschehens. So habe ich das bis­lang noch nicht erlebt.

Der kos­ten­lo­se Account Hojokis erlaubt es, belie­big vie­le Workspaces ein­zu­rich­ten und zu jedem bis zu fünf Teilnehmer (vier plus Sie) ein­zu­la­den. Das wird für vie­le mir bekann­te Freelancer abso­lut aus­rei­chend sein. Es gibt aller­dings auch noch Bezahlfeatures, dazu spä­ter mehr.

Wie bereits erwähnt, dau­er­te es eine Weile, bis Hojoki bei mir zün­de­te. Damit will ich indes nicht sagen, dass der Dienst schwer zu bedie­nen wäre. Ganz im Gegenteil funk­tio­niert Hojoki ins­ge­samt und auch hin­sicht­lich der Ersteinrichtung fast schon intui­tiv.

In vier ein­fa­chen Schritten sichern Sie sich die Möglichkeit, Ihre Produktivität enorm zu stei­gern. Der ers­te Schritt besteht dar­in, einen Account anzu­le­gen. Das geht auf kon­ven­tio­nel­le Weise oder unter Nutzung der Credentials aus Google+ oder Facebook. Ich ent­schied mich für Google+, Facebook asso­zi­ie­re ich so gar nicht mit geschäft­li­chen Begebenheiten.

Nach dem erfolg­rei­chen Login erstel­len Sie Ihr Profil:

hojoki-step1-profile

In Schritt 2, der eigent­lich Schritt 3 ist, defi­nie­ren Sie Ihren ers­ten Workspace. Das Label des Workspace kön­nen Sie spä­ter belie­big ändern, es ist also kei­ne beson­de­re Sorgfalt erfor­der­lich. Schon an die­ser Stelle kön­nen Sie Team-Mitglieder ein­la­den, müs­sen es aber nicht:

hojoki-step2-create-workspace

Im drit­ten Schritt ver­bin­den Sie die gewünsch­ten Apps mit dem Workspace:

hojoki-step3-connect

Was Sie hier ver­bin­den, defi­niert sich natür­lich aus­schließ­lich nach dem Zweck und Ziel des Workspace. Ich nann­te den initia­len Workspace zunächst Hojoki-Review und benann­te ihn dann in dpe um, da ich mich ent­schied, die­sen Workspace rein als Komplettaggregator all mei­ner übri­gen Aktivitäten zu ver­wen­den. Da wird kei­ner ein­ge­la­den, hier geht es ein­zig und allein um mei­ne per­sön­li­che Nachrichtenzentrale. Und, ich sage Ihnen, das ist fan­tas­tisch. So sieht ein Feed in einem Workspace bei­spiels­wei­se aus:

hojoki-feed

Jedes Element des Feed kann in einer Detailansicht geöff­net wer­den, ganz ähn­lich wie in Google+. Das ist ins­be­son­de­re für Elemente mit vie­len Kommentaren nütz­lich und hilft auch, das ein­zel­ne Element abseits des Stream-Geräusches zu fokus­sie­ren.

Ob von inner­halb des Feed oder aus der Detailansicht her­aus, ein Icon steht bereit, um zum jewei­li­gen Herkunfts-Dienst sprin­gen zu kön­nen und das Element direkt dort zu bear­bei­ten.

Neben der Feed-Darstellung fin­den Sie am obe­ren Browserrand zusätz­lich die Möglichkeit, sich eine Übersicht der ver­bun­de­nen Dateien und der ver­ge­be­nen Aufgaben anzei­gen zu las­sen. Gerade die Aufgaben (Tasks) sind ein Feature mit Potenzial, um gemein­sam an Dateien zu arbei­ten. Delegieren Sie die Logo-Änderungen beim Kunden Maier an den Kollegen Jürgens, behält Hojoki die­se Aufgabe für Sie im Auge. Ändert nun Kollege Jürgens etwas am Logo, unter­rich­tet Sie Hojoki über den Zeitpunkt der Änderung. Ist Jürgens fer­tig mit dem Task, mar­kiert er ihn als fer­tig und auch dar­über erhal­ten Sie einen Stream-Eintrag. Vergleichen Sie das mal mit der Kollaboration via E-Mail, ins­be­son­de­re bei einer Vielzahl gleich­zei­ti­ger Projekte…

Einschränkend sei bemerkt, dass gera­de die Task-Funktionalität momen­tan noch sehr rudi­men­tär imple­men­tiert ist. So gibt es etwa kei­ne Deadlines oder Prioritäten. Aber, fin­den Sie erst­mal eine ande­re App, die in der Lage ist, Objekte wie Dateien zu Tasks zu machen oder mit sol­chen aus­zu­stat­ten. Ich ken­ne kei­ne. Wie mir Lutz Gerlach von Hojoki tele­fo­nisch bestä­tig­te, steht das Aufbohren gera­de der Task-Features ganz weit oben auf der – nun – Task-Liste der Entwickler. Es soll in Bälde eine aus­ge­wach­se­ne Aufgabenverwaltung bereit ste­hen..

Hojoki: Was man beachten muss

Im Rahmen der Ersteinrichtung stößt man unwei­ger­lich auf eini­ge Dinge, die es zu beden­ken gilt. Bevor ich dazu kom­me, las­sen Sie mich kurz die gene­rel­le Arbeitsweise Hojokis in Erinnerung rufen.

Hojoki spei­chert kei­ner­lei Dateien auf der eige­nen Plattform. Es stellt ledig­lich Verbindungen zu ande­ren Diensten her und sam­melt dort Meta-Daten, nicht die eigent­li­chen Inhalte, ein. Wenn Sie etwa Ihren Google Drive mit Hojoki ver­bin­den, so kön­nen Sie zwar alle Dateien von Hojoki aus sehen, wer­den aber, sobald Sie eine öff­nen wol­len, zu Google Drive trans­fe­riert. In Hojoki sehen Sie ein Preview-Bild, das ist aber auch alles.

Jeder Dienst, den Sie mit Hojoki ver­bin­den, wird voll in den Informations-Stream inte­griert, der bei Hojoki Feed heißt. Der Feed ist für alle Team-Mitglieder gleich. An die­ser Stelle begin­nen die Überlegungen.

Wollen Sie bei­spiels­wei­se nicht, dass Team-Kollegen Preview-Bilder Ihrer Dateien sehen kön­nen, über­le­gen Sie das, bevor Sie vor­schnell eine App mit dem Workspace ver­bin­den. Immerhin kön­nen Preview-Bilder, etwa sol­che von Kreditkarten-Daten in einer Evernote-Notiz, die vol­le Information bereits beinhal­ten. Hier ist es beson­ders wich­tig, dass Sie genau fest­le­gen, wel­che Ordner und/oder Notebooks oder sons­ti­ge Elemente in den Workspace-Feed flie­ßen sol­len. Weniger ist mehr. Vorsicht ist bes­ser als Nachsicht und so wei­ter…

Hojoki authen­ti­fi­ziert gegen­über den meis­ten Apps via OAuth. Auf die­se Weise müs­sen Sie Hojoki nicht die Zugangsdaten über­las­sen, die dem­entspre­chend dann auch nicht im Service gespei­chert wer­den. Manche App funk­tio­niert noch nicht via OAuth. Hier kämen Sie um die Bekanntgabe der Daten an Hojoki nicht her­um. Überlegen Sie, ob Sie die­se Apps dann ver­bin­den wol­len.

Ein wich­ti­ger Punkt betrifft das Verbinden der Apps in ganz grund­sätz­li­chem Maße. Google Drive, Dropbox, Evernote – um nur die wich­tigs­ten zu nen­nen – authen­ti­fi­zie­ren Hojoki stets für den Vollzugriff. Sie kön­nen in einem wei­te­ren Schritt die für den Feed auf­zu­be­rei­ten­den Informationen auf bestimm­te Ordner oder Evernote-Notebooks beschrän­ken, aber Hojoki als Dienst hat den­noch vol­le Rechte. Mitarbeiter des Dienstes könn­ten theo­re­tisch auf alle Ihre Daten Zugriff neh­men. Andererseits, Mitarbeiter von Evernote, Dropbox oder Google kön­nen das eben­falls…

Wenn Sie Ihre Dropbox ver­knüp­fen, stel­len Sie vor­ab sicher, dass der Ordner, den Sie ver­knüp­fen wol­len, bereits exis­tiert. Es gibt näm­lich trotz des Vollzugriffs aus Hojoki her­aus kei­ne Möglichkeit, Ordner anzu­le­gen. Auch an die­sem Punkt wird laut Lutz Gerlach gear­bei­tet. Aber, nicht dass wir uns da falsch ver­ste­hen. Hierdurch wird nicht das Problem mit dem Vollzugriff gelöst.

Im Gespräch erläu­ter­te Lutz Gerlach mir gegen­über, dass es ihnen eben­falls weit lie­ber wäre, wenn es eine ein­ge­schränk­te­re Möglichkeit der Authentifizierung, beschränkt auf ein­zel­ne Ordner oder Notebooks gäbe. Leider sei­en die APIs der Diensteanbieter so nicht gestal­tet. Es ist also nicht Hojoki, der Vollzugriff haben will, son­dern es sind die exter­nen Dienste, die nichts ande­res anbie­ten kön­nen.

One more thing ;-) Wie ich bereits erwähn­te, sieht der Feed für alle ein­ge­la­de­nen Mitglieder iden­tisch aus. Das bedeu­tet jedoch nicht, dass auch alle auf die dort gezeig­ten Elemente Zugriff haben. Hierfür sind nach wie vor die exter­nen Dienste zustän­dig. Wollen Sie den Team-Mitgliedern tat­säch­lich Zugriff auf Dateien Ihrer Dropbox geben, so muss das von inner­halb Dropbox erfol­gen. Das gilt ana­log für alle übri­gen Dienste.

Hojokis Premium-Angebote

Teams zwi­schen einem ;-) und fünf Mitgliedern kön­nen Hojoki in der Standard-Ausführung kos­ten­frei nut­zen. Die Standard-Ausführung ist wie folgt limi­tiert:

  • maxi­mal 5 Mitglieder pro Workspace
  • nur ein Account pro Cloud-App kann ver­bun­den wer­den
  • Abrufe und Syncs erfol­gen nicht inner­halb garan­tier­ter Zeiträume
  • Support gibt es, wie Zeit ist

Der Premium-Account für 5 Dollar plus Umsatzsteuer im Monat hebt im Wesentlichen die genann­ten Limitierungen auf. Besonders inter­es­sant: Sie kön­nen meh­re­re Accounts pro App, etwa unter­schied­li­che Twitter-Accounts hin­ter­le­gen. Zudem kön­nen Sie belie­big vie­le Kollaborateure ein­la­den. Für das Abrufen und den Sync erhal­ten Sie garan­tier­te Intervalle von längs­tens 15 Minuten und der Support erfolgt mit Priorität.

Organisations-Accounts wer­den im Laufe des August ein­ge­führt, ver­si­cher­te mir Hojokis Lutz Gerlach. Mit die­sen Accounts wird es erheb­lich ein­fa­cher, grö­ße­re Teams auf Hojoki in Gang zu set­zen. Von einer zen­tra­len Instanz aus wer­den Teammitglieder mit Premium-Status aus­ge­stat­tet. Vor allem der Bezahlvorgang mit einer ein­zel­nen Rechnung für alle Mitglieder, anstel­le ein­zel­ner Zahlvorgänge pro Premium-Account wird Unternehmen freu­en. Organisations-Account wer­den zudem wei­te­re admi­nis­tra­ti­ve Möglichkeiten erhal­ten, so etwa das Einbinden von und das Beschränken auf bestimm­te E-Mail-Domains (ana­log Yammer). Preise wur­den bis­lang nicht bekannt gege­ben.

Eine Übersicht der ver­füg­ba­ren Accounts fin­den Sie hier.

Letzte Worte

Wie ich sag­te, sie haben mich. Ich wer­de Premium-Kunde blei­ben und mich wei­ter­hin über eine zen­tra­le Instanz über alle wei­te­ren Dienste unter­rich­tet hal­ten. Mehrere Accounts pro App ist für mich das Killer-Kriterium, das mir den sonst hin­rei­chen­den kos­ten­lo­sen Account ver­miest. Noch erwäh­nen möch­te ich auch die mobi­len Apps, die mich auf den diver­sen Android-Geräten pein­lich genau infor­miert hal­ten. Für iOS gibt es sie auch, sogar iPad-opti­miert. Die ande­ren Apps der Cloud-Dienste habe ich – genau – gelöscht.

Hojoki hat das Potenzial, mein per­sön­li­cher Produktivitäts-Hub zu wer­den und befin­det sich bereits auf genau dem rich­ti­gen Weg. Sie soll­ten Hojoki defi­ni­tiv eine Chance geben. Wenn Sie zunächst nur auf dem lau­fen­den Stand der Entwicklung blei­ben wol­len, schau­en Sie in Hojokis Entwickler-Blog.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

3 Kommentare

  1. Das wur­de aber auch mal Zeit in den gan­zen Dschungel der ver­schie­de­nen Cloud Dienste für Ordnung zu sor­gen und die ver­schie­de­nen Dienste mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen. Ich will gar nicht wis­sen, wie­viel Arbeitszeit das Ganze spart. Tolle Idee

  2. Ganz schön viel Begeisterung. Das Konzept hat sicher gro­ßes Potential von Google auf­ge­kauft zu wer­den, da man so dann doch dienstüber­grei­fend an Daten her­an­kommt. Auch wenn die Daten nicht gespei­chert wer­den, so kann der Datenstrom den­noch gescreent und das Ergebnis gespei­chert und aus­ge­wer­tet wer­den. Also ich ver­traue alle mei­ne Daten und Abläufe sicher nicht einem zen­tra­len Anbieter an, solan­ge man mich nicht dazu zwingt. Wird aber sicher noch kom­men.

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