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Dieter Petereit 22. September 2017

Hixle: UI-Design auf dem Seziertisch

Design ist nur bedingt Geschmackssache. Gutes Design lässt sich kon­stru­ie­ren, nicht bloß ersin­nen. Der neue Dienst Hixle hilft dir dabei.

Inspiration ist nicht billig zu haben

Inspiration an sich ist schön und gut. Aber, wenn du bloß den schö­nen Screenshot der App oder Website siehst, bringt dich das ganz prak­tisch nicht viel wei­ter. Im Gegenteil ist es doch so, dass die Inspiration kon­kre­ter gefüt­tert wer­den will.

Mit wel­chen Tools hat der Designer gear­bei­tet? Welche Schriften hat er ver­wen­det? Was ist das für ein Farbverlauf? Welche domi­nan­ten Farben, wel­che Farbpalette liegt dem Design zugrun­de?

Mit die­sen Informationen baust du dir eine Blaupause zusam­men, die du für dein nächs­tes Projekt ver­wen­den kannst.

Hixle liefert dir die Blaupause für deine Ideen

Der neue Service Hixle bie­tet dir genau die­se Hilfestellungen. So ist es kein Wunder, dass Hixles Erfinder sich das Ziel gesetzt hat, den Dienst zu einer Art Starter Kit für neue Projekte aus­zu­bau­en. Dabei soll Hixle sogar kul­tu­rel­le Unterschiede berück­sich­ti­gen. Etwa könn­te in der Zukunft eine Suchanfrage lau­ten: “Zeig mir die­je­ni­gen Farben, die bei US-Amerikanern am ehes­ten mit Freude und Zufriedenheit asso­zi­iert sind”. Das wäre unbe­streit­bar eine groß­ar­ti­ge Sache.

Hixle: Landing Page

Aktuell ist Hixle ein klei­nes, aber fei­nes Projekt auf der Basis einer WordPress-Installation, das manu­ell kura­tiert wird. Hixles Erbauer, der Londoner Produktdesigner Balraj Chana, plant indes, das Projekt für Designer zu öff­nen, so dass sich das Portfolio schnel­ler erwei­tern kann. Zudem ist Design natür­lich stets auch Geschmackssache. In dem Punkt mag viel­leicht nicht jeder Chanas Auswahl zustim­men.

Derzeit bie­tet Hixle ver­schie­de­ne Ansätze, zur geziel­ten Inspiration zu fin­den. Von der Landing Page aus greifst du auf Darstellungen gan­zer Projekte zu. Nach Klick auf eines der Thumbnails öff­net sich ein moda­les Fenster mit den Detailinformationen zum Projekt. Darunter etwa die ver­wen­de­ten Schriften und Tools, soweit Chana die Informationen ver­füg­bar machen kann. Er setzt dabei vor­nehm­lich auf Sourcecode-Analysen. So wer­den etwa die domi­nan­ten far­ben aus dem CSS extra­hiert.

Hixle: Detailinformationen

Paletten, Verläufe, Fonts und Tools für dein nächstes Projekt

Neben die­ser eher glo­ba­len Vorgehensweise bie­tet Hixle direk­ten Zugriff auf Paletten, Verläufe, Fonts und Tools. Der Zugang ist stets der glei­che. Sämtliche Elemente wer­den als Grid visua­li­siert. Du hoverst über die­ses Grid und klickst ein dich inter­es­sie­ren­des Element an, wel­ches sich dann modal öff­net und wei­te­re Details preis­gibt. Hier erfährst du dann auch die Hex-Werte der Farbpaletten und Gradienten, die du in der Projektübersicht ver­geb­lich suchst. Aus dem Modal her­aus greifst du auf die Originalquelle des jewei­li­gen Tools, des jewei­li­gen Font, etc. zu.

Hixle: Sammlungen mit Paletten, Verläufen und mehr.

Jedes gelis­te­te Element lässt sich über dei­ne Social-Media-Kanäle, etwa Twitter, Facebook, LinkedIn und Pinterest jagen. Über ein Upvote-System trägst du dazu bei, dass dei­ne Favoriten die Aufmerksamkeit erhal­ten, die du für ver­dient hältst. Die Teilnahme ist ein­fach, aber nicht jeder­manns Sache. Du kannst dich näm­lich aus­schließ­lich ent­we­der per Twitter oder Facebook OAuth anmel­den. Der Vorteil dar­an: es geht unschlag­bar schnell ;-)

Fazit: Hixle ist einen Bookmark wert

Hixle hat Potenzial. Speziell, wenn es gelingt, wei­te­re Kontributoren, im Idealfall ganz vie­le, zu gewin­nen, kann sich der Dienst zu einer zen­tra­len Inspirationsquelle ent­wi­ckeln. Wenn dir die Authentifizierung nicht geheu­er ist, lass es halt. Du ver­zich­test damit ledig­lich auf die Voting-Teilnahme.

Insgesamt hat sich Hixle einen Bookmark in dei­ner Lesezeichen-Sammlung ver­dient.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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