Dieter Petereit 5. Januar 2018

Große Umfrage: Diese Design-Tools werden tatsächlich genutzt!

Nie war die Auswahl an Design-Tools so groß wie heute. UX-Designer Taylor Palmer wollte wissen, welche davon tatsächlich genutzt werden. Hier sind die Ergebnisse seiner großen Umfrage.

Auf welchem Pferd sollen wir reiten?

Auch Dr. Web rief kurz vor Weihnachten dazu auf, sich an Taylors Umfrage zu beteiligen. Dieser, seinerseits nebenberuflich Betreiber der Website UXTools.co, versprach nämlich, die Ergebnisse seines “2017 Design Tools Survey” im Januar 2018 öffentlich zu machen.

Schnell durchgeklickt und aufs Ergebnis gewartet. (Screenshot: Dr. Web)

Und genau an dieses Versprechen hat Taylor sich nun gehalten. Schlussendlich konnte er 1.979 Teilnehmer gewinnen, was selbstverständlich nicht zu einem repräsentativen Ergebnis führe kann, aber immerhin ein interessantes Schlaglicht auf das Thema werfen kann.

Alte Bekannte und stabile Neulinge

In den verschiedenen Kategorien gewannen zum Teil erwartungsgemäß alte Bekannte, andere Ergebnisse konnten überraschen. Für mich besonders beruhigend, weil es gewissermaßen alte Handwerkskunst repräsentiert, ist der Umstand, dass in der Kategorie “Brainstorming und Ideenfindung” das Tool “Bleistift und Papier” gewonnen hat. In den designorientierten Kategorien gewannen Sketch und Invision, mit einer Besonderheit.

Da Sketch nur unter macOS funktioniert, konnte das Tool natürlich bei allen Windows-Nutzern (immerhin 283 Teilnehmer), die an der Umfrage teilnahmen, nicht punkten. Hier gewann Photoshop mit leichtem Abstand vor Illustrator. Beide Programme folgen auch unter macOS direkt hinter Sketch.

Ergebnisse aus über 100 Nationen

Insgesamt sind die Ergebnisse sehr US-lastig, denn mit 499 Teilnehmern stellen die Vereinigten Staaten die größte Gruppe. An Platz 2 folgt Deutschland mit 99 Teilnehmern. Insgesamt nahmen Menschen aus über 100 Nationen an der Umfrage teil.

Insgesamt 86 Prozent aller Teilnehmer beschäftigen sich beruflich direkt mit Design, sei es als UX-, Grafik-, Produkt- oder Web-Designer. Und immerhin 25 Prozent gaben an, über Erfahrung in der Größenordnung von zehn Jahren und länger zu verfügen. Weitere 26 Prozent sind zwischen fünf und zehn Jahren tätig und sogar 30 Prozent arbeiten seit zwischen drei und fünf Jahren in der Branche. Somit reflektieren die Ergebnisse die Arbeitsweisen gestandener Berufsträger und sind nicht verwässert durch Scriptkiddies, die auf jeden Hype hüpfen.

Auch die Größe der durchschnittlichen Designteams spiegelt die Wirklichkeit wider, die vorwiegend durch Freelancer und sehr kleine Teams von unter 10 Personen geprägt ist.

Alle Ergebnisse im Einzelnen dokumentiert und diskutiert findest du drüben auf Taylor Palmers UXTools.co

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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Ein Kommentar

  1. Affinity hat eine großartige Antwort auf Adobes Abo-Modell geliefert, besser als Corel es jemals könnte und eingänglicher als Opensource-Software. Mit Affinity von Serif kann habe ich sehr viele Möglichkeiten Designs zu entwerfen, zu entwickeln ohne das ich Photoshop und Co. jemals vermissen werde.

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