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Dirk Metzmacher 2. Juni 2005

Greasemonkey und Firefox – Features en masse

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Greasemonkeys sind Autobastler. Gebastelt wird hier auch, doch dieser Greasemonkey schraubt sich in das Getriebe des Firefox und bietet mittels User Javascripts eine erheblich gesteigerte Funktionsvielfalt.

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Greasemonkey ist eine Erweiterung für Firefox. Ist sie installiert, kann die Darstellung beliebiger Internetseiten im Browser angepasst werden. Dazu bedarf es nur ein wenig Javascript. Solche Javascripts werden auf den angegebenen Seiten automatisch ausgeführt. Unzählige neue Funktionen warten auf ihre Entdeckung.

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So geht’s los
Mit dem Firefox surft man zur Greasemonkey-Website und klickt den Link „Install Greasemonkey 0.3.3“ an. Rührt sich nichts, muss der Download zuerst erlaubt werden (siehe oben rechts: Einstellungen bearbeiten -> Erlauben -> OK). Nach der Installation und einem Neustart des Browsers findet man unter „Extras“ die folgenden Einträge: Install User-Script, Manage User-Scripts und User-Script Commands. Damit hat der Browser aber noch keine weiteren Funktionen. Man muss erst eines der vielen User-Javascripts installieren.

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Neue Einträge im Firefox-Menü

Die größte Zahl dieser User Javascripts findet man auf GreaseMonkeyUserScripts. Dort klickt man eines der Scripts an und geht unter „Extras“ auf „Install User Script“. Bei „Included pages“ stehen die Seiten, auf denen das Script laufen soll. Es können Websites hinzugefügt und wieder entfernt, aber auch Seiten komplett ausgeschlossen werden. Ein * ist der Freibrief für alle Internetseiten. Mit „OK“ wird das User Script noch bestätigt und somit einsatzbereit.

MP3-Player inklusive
Mit Inline Mp3 Player bekommt jeder Link auf der Website, der mit .mp3 endet, einen eigenen „Inline Play Button“ verpasst. Voraussetzung ist allerdings das Flash-Plugin. Sobald der Song läuft, kann er leicht per Stop-Button angehalten werden.

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Jedes MP3-File mit eigenem Player

Ungebunden
Unembed fügt einen Download-Link zu jedem „Embedded Movie“ hinzu. Dem Speichern auf der Festplatte steht nichts mehr im Wege.

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Endlich einfach downloaden

Zeige Feeds
Ist auf einer Website ein RSS-Feed verfügbar, werden die Titel mit Add RSS Index verlinkt und in einer separaten Box angezeigt, die zu Anfang geschlossen ist. Klickt man auf den „Expand“-Button, sieht man den Namen des Feeds und die Überschriften der Artikel. Die Box kann verschoben und auch geschlossen werden.

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RSS-Feeds im seperatem Fenster

Keine Werbung
Sollen alle Bereiche, die mit „Anzeigen“, „Sponsored Links“ oder ähnlichem betitelt sind, verschwinden, nutzt man No Sponsored Links.

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Werbung verboten

Farbenspiel
Der Page Recolorator ändert Text- und Linkfarbe, sowie die Hintergrundfarbe ganz nach den eigenen Vorlieben. Als Standard sind ein weißer Hintergrund, schwarzer Text und blaue Links eingestellt. Sehr praktisch für die Puristen unter uns.

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Endlich die Website mitgestalten

Besuchte Links
Bei mächtigen Linklisten fehlt der Überblick. Welche Seiten habe ich schon besucht und welche noch nicht? Mit Remove Visited Links erhält man die Option, diese einfach verschwinden zu lassen. Wurde einem Link bereits gefolgt, ist er bei der Rückkehr auf die Website unsichtbar.

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Nicht immer nützlich: Links auslöschen

Amazon UK mit Euro-Preisen
Wer öfters mal Raritäten auf www.amazon.co.uk bestellt, kennt die Mühe mit dem Umrechnen des Pfund in Euro. Mit Amazon UK Euro Prices wird diese Arbeit abgenommen und die Euro-Preise automatisch in Klammern hinter dem Pfund-Preis angezeigt.

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Amazon UK mit Euro-Preis-Auszeichnungen

Ebay gehackt
Hat ein Ebay-Verkäufer nur einige negative unter sehr vielen positiven Bewertungen, ist es schwer und zeitraubend diese zu finden. Interessant ist es vor dem Bieten allemal. Mit eBay Negs wird ein Button im Bewertungsprofil hinzugefügt, mit dem alle positiven Bewertungen ausgeblendet werden können.

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Ein neuer Menüpunkt für negative Bewertungen

Google geknackt
Mit Google Access Keys kann man schneller durch die Ergebnisseiten springen. Dazu einfach die ALT-Taste und ‚.‘ für Vorwärts und ‚,‘ für Rückwärts drücken. Google Search Keys zählt die Resultate jeder Ergebnisseite durch und ermöglicht über die Eingabe der Zahl den Sprung zu dieser Website. Noch schöner, aber leider zu dem genannten Script nicht kompatibel, ist Google Search Ratings. Die Suchergebnisse können über ein Plus- oder ein Minuszeichen gewertet werden. Links die positiv gewertet wurden, werden ab sofort hervorgehoben, negative Erfahrungen unscheinbarer gestaltet. Diese Daten werden sogar gespeichert. Spätere Recherchen zum gleichen Thema fallen leichter aus.

Noch ein kleines Script für Googles Bildersuche: Google Images Re-Linker. Statt zur Internetseite zu verlinken wird das Bild gleich in voller Größe angezeigt.

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Auch Google kann aufgemotzt werden

Rund um den Greasemonkey
Der Greasemonkey Compiler wandelt Greasemonkey User-Scripts zu einzeln installierbaren Mozilla/Firefox Extensions um. Die Installation von Greasemonkey für nur wenige Scripts wird auf diese Weise überflüssig.

Mit GreasemonkIE soll das Konzept der User Scripts auch auf den Internet Explorer übertragen werden. Scripts, die keinen speziellen Firefox-Code nutzen, funktionieren perfekt. Das Projekt selbst liegt aber derzeit auf Eis.

Auch WordPress kann im Kleinen aufgewertet werden. Wann immer man einen neuen Eintrag ins Weblog schreiben möchte, setzt WordPress automatisch ein Häkchen vor der Kategorie, die als Standard festgelegt ist. Oft erscheint ein Beitrag ungewollt zusätzlich in dieser Kategorie, nur weil man vergessen hat, den Haken zu entfernen. Mit dem WordPress Category Deselector wird das nicht mehr vorkommen.

Platypus ist eine auf Greasemonkey aufbauende Firefox Extension, mit der eine Website nach eigenem Geschmack umgestaltet werden kann. Und das dauerhaft. Was nicht gefällt, wird gelöscht. Wo ein Link fehlt, wird er eingefügt. Auch können Elemente an eine andere Stelle verschoben werden. Ist die Erweiterung installiert, kann über „Extras -> Platypus!“ eine Webseite zum „Abschuss“ freigegeben werden. Dann sollte man die folgenden Befehle kennen.

  • Der Mauszeiger: Damit wählt man Elemente aus, die automatisch mit einem roten Rahmen gekennzeichnet werden.
  • E: Löscht das gewählte Element.
  • C: Zentriert den Inhalt der Auswahl.
  • B: Alles innerhalb der Auswahl bekommt eine schwarze Schrift und einen weißen Hintergrund.
  • STRG X: Element ausschneiden.
  • STRG V: Element einfügen.
  • V: Zeige Quelltext an.
  • I: Lösche alle anderen Elemente, ausser dem ausgewählten.
  • R: Entfernt jede feste Größen- und feste Positionsvorgaben der Auswahl.
  • S: Gibt die Möglichkeit, einige Style-Attribute zu ändern.
  • U: Abändern der URL.
  • M: Anpassen des HTMLs.
  • H: Einfügen von HTML.
  • STRG S: Zeigt das selbst erstellte User Script in einem neuen Fenster an. Jetzt kann per „Install User Script“ die eigene Kreation festgenagelt werden.
  • Q: Hat die gleiche Wirkung wie das Aktualisieren der Seite: Quit!

Beispiels

Screenshot
Dr.Web etwas angepasst

Um ein Script kurzzeitig auszuschalten, klickt man im Menü auf „Extras -> Manage User Scripts“. Dort wird das Script ausgewählt und bei „Enabled“ der Haken entfernt. An gleicher Stelle können User-Scripts über „Uninstall“ auch komplett entfernt werden.

Erstveröffentlichung 02.06.2005

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

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