Dieter Petereit 20. November 2013

Gratisography: Neugeborener Service für kostenlose Fotos

Ryan McGuire von Bells Design ist ein Designer, der sich und andere nicht ernster nimmt als er muss. Von einer tiefen Fröhlichkeit getrieben, scheint er sich auf Mission Awesomeness begeben zu haben. Neben seiner Design-Agentur Bells Design widmet er sich seit drei Wochen dem Projekt Gratisography. Ähnlich Unsplash sammelt McGuire hier kostenlose Fotos unter der Lizenz Creative Commons Zero. Gratisography wächst langsam, aber beständig.

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Gratisography: Radikale Lösung für das Urheberrechtsrisiko

Wie kann man sicherstellen, dass die als kostenlos verwendbar gekennzeichneten Bilder tatsächlich kostenlos verwendbar sind? Diese Frage muss man sich als Verwender, aber natürlich auch als Betreiber eines solchen Services stellen. Ich löse das Problem auf Lebensmittelfotos.com so, dass ich einen Authentifizierungsprozess vorschalte, der das persönliche Kennenlernen der Interessenten beinhaltet. Manches nette Telefonat führte ich seither. Und, auch wenn mir klar ist, dass ein Name, ein Bild, eine Adresse und ein Telefonat noch keinen sicheren Schutz darstellen, so reichte mir diese Vorgehensweise doch, um ein hinreichend gutes Gefühl zu bekommen. Der Erfolg gibt mir bislang Recht. In über fünf Jahren ist es noch zu keiner Urheberrechtsverletzung gekommen. Jedenfalls wurde mir nie eine solche angezeigt.

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Ryan McGuire ist sich dieses Problems ebenfalls bewusst, löst es aber weitaus radikaler als ich. Er fotografiert alle Bilder selbst und stellt sie unter CC0 zum Download bereit. Klar, dass da kein exponentielles Wachstum zu erwarten ist. Derzeit stellt McGuire ein neues Foto täglich bereit, jedenfalls rein rechnerisch und im Einklang mit seinen jeweiligen Vollzugsmeldungen bei Google+, Facebook und Twitter.

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Gratisography: Noch klein, aber oho

Gratisography beherbergt zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Beitrags magere 34 Bilder, die in voller Auflösung von rund 12 Megapixel heruntergeladen werden können. Das ist natürlich nicht wirklich viel, aber betrachten wir es doch perspektivisch. Behält McGuire sein Tempo bei, dann werden wir in einem Jahr schon knapp 400 Fotos vorfinden. Ich persönlich mag diese kleinen, aber feinen Projekte weitaus lieber als die Mammutsammlungen mit Millionen von Bildern durchwachsener Qualität.

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Optisch und thematisch könnten McGuires Bilder durchaus auch auf Unsplash.com zu finden sein. Dieses Projekt kennen Sie als Leser(in) des Dr. Web Magazins schon seit geraumer Zeit. Auch hier wird ein Bild pro Tag zugefügt. Auch hier stehen die Fotos unter CC0. Die Auswahl wusste schon des öfteren zu überzeugen, zuletzt fassten wir die besten Stücke in diesem Beitrag zusammen..

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Alle Bilder in diesem Beitrag stammen von Gratisography. Viel Spaß damit!

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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