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Dieter Petereit 17. Dezember 2008

Google Labs: Der Aufgabenplaner Tasks

Kein Beitragsbild

Unermüdlich erweitert der Suchmaschinenriese sein Angebot an Zusatzfeatures für den populären Dienst „Googlemail“. Endlich wird auch der lang vermisste Aufgabenplaner vorgelegt, der Googlemail erst zu einem wirklichen PIM zur Verwaltung von Mails, Terminen, Kontakten und Aufgaben machen würde. „Google Tasks“ ist vorerst nur über den experimentellen Labs-Bereich zugänglich und bietet in der Tat, anders als bei Google-Produkten üblich, derzeit wirklich nur experimentellen Nutzen.

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Google Tasks auch für deutsche Nutzer

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Tasks ist nur über die Labs-Section in den Googlemail-Settings zu aktivieren. Diese ist nur in der englischen Sprachversion zugänglich. Dennoch können Sie auch als auf die deutsche Sprachversion angewiesener Nutzer auf Tasks zugreifen. Dazu ändern Sie in den Einstellungen temporär die Spracheinstellung auf „English“, wechseln in den dann zugänglichen Labsbereich, aktivieren Tasks und setzen die Spracheinstellung hernach wieder auf „Deutsch“. In der linken Navigation erscheint nun unter dem Punkt „Kontakte“ der „Google Aufgabenplaner“.

tasks-navigation-deutsch.png

Der Google Aufgabenplaner (GA) funktioniert wie der Chat und das Google Notizbuch als separater Layer. Klickt man GA an, öffnet sich eben dieser Layer rechts unten am Bildschirmrand und GA steht für Eingaben bereit. Die Funktionalität ist sehr rudimentär. Eine weitergehende Einbindung in Mail oder Calendar existiert nicht. Die GUI ist von Notebook übernommen.

tasks-liste.png

Kleine GUI, kleiner Nutzen

Grundsätzlich spielt sich das gesamte Handling GAs in der kleinen Layerbox ab. Lediglich die Übernahme von Mails als „Tasks per Aktionen“-Menü ist vorgesehen. Auf diese Weise könnte man sich an zu beantwortende Mails erinnern. Allerdings kann man das derzeit mit Gmail-eigenen Funktionen wie Tags oder Marks schon effektiver. Jedem Task in GA kann ein Fälligkeitsdatum mitgegeben werden. Dieses führt indes nicht zu weiteren Konsequenzen, wie etwa Erinnerungsmails oder die Übernahme in Calendar. Es wird lediglich in der Taskliste mitgeführt.

tasks-moeglichkeiten.png

Das Planen wiederkehrender Aufgaben ist ebensowenig möglich wie das Vornehmen von Zeitschätzungen, die Angabe von Orten oder schlicht das Tagging. Tagging ist offenbar als Funktion bereits vorgesehen, was man erkennt, wenn man eine Mail als Task übernimmt. Ein so generierter Task erhält nämlich einen Tag (Google sagt zumeist „Label“ dazu) namens „Verwandte E-Mails“, der gleichzeitig als Link zur entsprechenden E-Mail dient.

Aktuell ist es lediglich möglich, Tasks als „erledigt“ zu markieren, das bereits genannte – quasi folgenlose – Enddatum zu definieren sowie eine Notiz zur Aufgabe zu erfassen. Um seine Aufgaben besser zu strukturieren, kann man beliebig viele Listen anlegen. Auch dies ist eine 1:1-Übernahme aus Notebook. Zur Beibehaltung einer gewissen Grundübersichtlichkeit kann man erledigte Aufgaben ausblenden lassen, muss es allerdings nicht. Viel Wert hat Google augenscheinlich noch auf die Formatierungsmöglichkeiten gesetzt. So kann man die Texte beliebig einrücken und verschachteln. Auch das ist übrigens eine Funktion aus Notebook.

Fazit

Im Ergebnis kann GA Taskplanung nicht wirklich. Auf diesem Niveau plant man seine Aufgaben sinnvoller mit Calendar, wenn man unbedingt im Google-Universum bleiben will. Grundsätzlich wird man wohl einräumen müssen, dass GA in der Serienfassung durchaus aufgebohrter verfügbar sein dürfte. Allerdings erscheint mir GA bereits konzeptionell schlecht angesetzt. Die Nähe zu Notebook, respektive die Übernahme dessen GUI macht für einen Dienst, der von der Integration in andere Bereiche lebt, wenig Sinn. Tasks gehört zu den schlechteren Google-Diensten, besonders, wenn man so eine gute Alternative zur Hand hat, wie „Remember The Milk“ (RTM). RTM kann alles, was GA nicht kann, lässt sich in Calendar einbinden und steht über ein Firefox-Plugin auch noch im Googlemail-Arbeitsbereich zur Verfügung. ™

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GA und RTM – Taskplaner in Googlemail: Galerie

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

5 Kommentare

  1. Ich habe mir einige GTD Tools angesehen und bin letztlich bei Todist http://todoist.com/ gelandet. Mit der passenende Firefox-Extension kann man auch direkt Mails in die Taskliste hinzufügen. Auch das hinzufügen von Websiten ist direkt möglich.
    RTM habe ich mir mal angesehen, hat mir aber nicht so gut gefallen.

  2. Genau: RTM kann zu viel. Wie mich das genervt hat, dass die Overdue-Liste immer länger wurde. Wie mich dieses Geklicke auf „Postpone“ für jede einzelne „Overdue“-Aufgabe genervt hat. Wie mich genervt hat, dass es nahezu unmöglich war, eine Aufgabe wie „Unterlagen für 17.12. vorbereiten“ einzutragen, weil RTM den 17.12. als Due Date übernommen hat – vielleicht will man ja die Unterlagen schon 2 Tage vorher fertig haben?

    Tasks ist genau richtig. Und ich bin gespannt, ob sie zusätzliche Features und verbesserte Integration hinbekommen und es trotzdem so schön einfach und schlank lassen können.

  3. Der letzte Screenshot, wie der letzte Satz meines Beitrags dokumentiert die Einbindung von RTM in Gmail (Firefox-Plugin, rechte Seitenleiste…).

  4. „Remember The Milk“ ist nicht nur vom Namen her wirklich besser. Man kann sogar ein Label definieren (bei mir „2do“), das Vergabe automatisch eine neue Task definiert.

    @Dieter
    Ich nutze das Firefox-Plugin für GMail und habe die Tasks rechts in einer Seitenleiste.

  5. Hi Dieter,

    danke für den Milch-Tipp ;-)
    Habe mich gleich angemeldet, und das Zusammenspiel
    mit dem Google Kalender ist wirklich angenehmer.
    Jetzt wäre es noch klasse, wenn man die Tasks in
    gmail in der Seitenleiste anzeigen lassen könnte.
    Und natürlich das aktuelle iPhone, damit man auch
    weiss wo es die Milch gibt ;-)

    lgm

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