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Sven Schannak 15. Januar 2013

GitLab 4.0: Github-Alternative zum Selberhosten

Gitlab Projektübersicht

GitLab ist mitt­ler­wei­le in der Version 4.0 erschie­nen. Dabei han­delt es sich um eine “Git-Management-Software” für das loka­le Netzwerk, die zunächst wie ein GitHub-Klon wirkt, aber mit jeder Version ste­tig mehr Features bekommt. So wird GitLab mehr und mehr zu einer vali­den Alternative für GitHub-User, denen es lie­ber wäre, wenn die Projekte nicht im Weltennetz gepflegt wer­den müss­ten. Wer will sei­ne Investition schon einem öffent­li­chen Service anver­trau­en, wenn er es ver­mei­den kann?

Mit Hilfe von GitLab kön­nen Git-Repositories erstellt und ver­wal­tet wer­den. Ähnlich wie bei GitHub kann dabei der ver­än­der­te Code ange­zeigt und teil­wei­se bear­bei­tet wer­den. Eine Syntax-Hervorhebung, Unterschiede zwi­schen den ein­zel­nen Commits und Darstellungen von Verzweigungen der Branches sind nur eini­ge Features, wel­che die eigent­li­che Arbeit mit Git enorm erleich­tern.

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Rege Entwicklungstätigkeit: Neue Features mit jeder GitLab-Version

In der neu­es­ten Version wer­den nun auch Nutzer-Gruppen unter­stützt. Gruppen kön­nen Repositories anle­gen und so den Mitgliedern der Gruppe auto­ma­tisch Rechte für die neu­en Repositories ver­lei­hen; eine Arbeitserleichterung, spe­zi­ell bei grö­ße­ren Gruppen. Darüber hin­aus bie­tet GitLab ein klei­nes Ticket-System (Issues), sowie ein ein­fa­ches, aber funk­tio­na­les Wiki und eine über­sicht­li­che Administration. Über die Oberfläche kön­nen außer­dem die SSH-Keys der Nutzer ein­ge­bun­den wer­den. Auch die Abbildung einer Nutzer-Hierarchie in Git ist mög­lich. Merge-Requests kön­nen zum Beispiel direkt in GitLab bear­bei­tet wer­den.

GitLab ist ein sehr schö­nes Frontend für Git-Nutzer, die schnell eine Übersicht über den Status eines Projektes bekom­men wol­len. Das Design erin­nert stark an die übli­chen Bootstrap-Seiten, was jedoch den Vorteil birgt, dass man sich sehr schnell zurecht fin­det. Das Featureset erschlägt einen nicht unbe­dingt, bie­tet aber alles, was man land­läu­fig so benö­tigt. Für die Arbeit in Projekten und in der agi­len Softwareentwicklung ist dies voll­kom­men aus­rei­chend. Für Dokumentationen kann zum Beispiel das inte­grier­te Wiki genutzt wer­den.

Gretchen-Frage: GitHub oder GitLab?

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob es Sinn ergibt, den Aufwand für Hosting und Administration der Software zu über­neh­men. Daten müs­sen gespie­gelt und zusätz­lich Backups erstellt wer­den. Ist es also nicht bes­ser auf das zuver­läs­si­ge GitHub zu set­zen? Im Endeffekt kommt es auf die eige­nen Bedürfnisse an. Wie streng intern müs­sen mei­ne Daten und mei­ne ent­wi­ckel­te Software behan­delt wer­den? Will ich wirk­lich, dass mei­ne Investition auf frem­den Servern liegt?

Wenn für die Einbindung von GitLab und Git erst noch Expertise ein­ge­kauft wer­den muss, das Team nicht zu groß wird und man extra jeman­den mit der Administration beauf­tra­gen muss, soll­te man wohl eher GitHub nut­zen. Einen nen­nens­wer­ten Kostenvorteil darf man bei kei­nem der Systeme erwar­ten.

Gerade für grö­ße­re Unternehmen kann es sinn­voll sein, auf GitLab zu set­zen. Erfahrenen Unix-Administratoren geht die Einbindung und Installation schnell von der Hand, da GitLab auf Rails und Gitolite basiert. Sicherheitskritische Probleme sind bis­her eher sel­ten auf­ge­tre­ten, dürf­ten aber auch kaum eine Rolle spie­len, da GitLab in der Regel nur im inter­nen Netz erreich­bar sein wird. Der Administrationsaufwand ist eher als gering ein­zu­stu­fen. Updates kom­men zwar öfter, sind aber rela­tiv ein­fach zu appli­zie­ren.

Mit jeder Version erschie­nen bis dato immer wie­der neue hilf­rei­che Features. Auf Anregungen der Community wird eben­falls schnell reagiert. Da GitLab intui­tiv nutz­bar ist und leicht, aber zuver­läs­sig admi­nis­triert wer­den kann, spricht kaum etwas dage­gen, die Github-Alternative zumin­dest ein­mal aus­zu­pro­bie­ren.

GitLab ist Open-Source, steht unter der libe­ra­len MIT-Lizenz und stellt eine sinn­vol­le Erweiterung für die eige­ne Software-Umgebung dar. Wer sich erst­mal ein Bild von GitLab machen will, kann sich einen kos­ten­lo­sen Account auf GitLab.com, der Hostingplattform zu GitLab.org, anle­gen. GitLab.com wur­de dezi­diert zu dem Zweck ins Leben geru­fen, den Einstieg in die Nutzung von GitLab zu erleich­tern.

Links zum Beitrag:

  • Self hosted Git manage­ment soft­ware – GitLab.org
  • Eine Fremdhostinglösung steht eben­falls bereit – GitLab.com

(dpe)

Sven Schannak

ist ein leidenschaftlicher Web-Entrepreneur, freiberuflicher Web-Entwickler und stolzer Coding-Monkey.

2 Kommentare

  1. Hi ja wir haben Gitlab jetzt ca 1 Monat im ein­satz und bist jetzt ist alles Positiv.
    Die Entwicklung ist Strukturierter auch in zusam­men Arbeit mit GIT FLOW, bzw beson­der in zusam­men Arbeit mit “GIT FLOW”.

    Das ein­zi­ge was noch gefehlt hat­te sind Benarichtigungen bei Issue Zuweisung oder einem Mergerequest.
    Welches ja aber mit der neu­en Version wie ich gehört habe dazu gekom­men ist.

  2. Hat GitLab jemand im Einsatz? Mich wür­den Erfahrungsberichte freu­en.

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