Sven Lennartz 21. Januar 2004

Geld von Google

Kein Beitragsbild

Ex Webdesigner und Gründer von Dr. Web, heute ist Sven als Schriftsteller...

AdSense gibt es in Deutschland seit Ende 2003. Als Seitenbetreiber ist hier unter Umständen für Sie etwas für Sie zu holen. Wie zeigen wie es geht und was möglich ist.

Über Google Adwords kauft der werbende Kunde Anzeigen nach einem Gebotsverfahren. Diese beinhalten einen kurzen Text, einen Link und Stichwörter, unter denen die Anzeige erscheinen soll. Im Anschluss legt er das Tagesbudget und den CPC, also den Preis pro Klick, fest. Dieser entscheidet, wie oft und in welcher Position seine Anzeige erscheint. Je höher der CPC, umso öfter und prominenter wird die Anzeige dargeboten.

Am Anzeigenprogramm für Seitenbetreiber – AdSense – darf im Prinzip jeder teilnehmen. Es werden Seiten mit textlichen Inhalten benötigt. Google liest diese Inhalte ein, soweit nicht eh schon geschehen, und liefert themenbezogene Anzeigen aus. Auch wenn das nicht immer zu 100% klappt, in der Regel passen die beworbenen Produkte oder Dienstleistungen tatsächlich zu den Inhalten der jeweiligen Seite. Das ist natürlich besonders praktisch, wenn man mehrere Themen anzubieten hat.

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Google Anzeigen bei Dr. Web

Für Anzeigenblöcke stehen Ihnen diverse Formate zur Verfügung. Dies sind unter anderem:

  • Skyscraper: 120×600
  • Wide Skyscraper 160 x 600
  • Vertical Banner 120 x 240
  • Banner: 468×60
  • Leaderboard: 728×90
  • Inline Rectangle: 300×250
  • Square 250 x 250
  • Button 125×125
  • Half Banner 234×60
  • Small Rectangle 180 x 150
  • Medium Rectangle 300 x 250
  • Quadrat 250 x 250
  • Large Rectangle 336×280

Google erweitert das Angebot laufend und experimentiert mit weiteren Formen. Wer mag, kann AdSense auch in Form von GIFs oder in anderen Grafikformaten bekommen, was in vielen Fällen vielleicht keine gute Idee ist.

Pro Seite sind mehrere Blöcke erlaubt, sofern man seinen Besuchern dies zumuten will. Hintergrundfarben und Rahmen können an das Site-Design angepasst werden, die Größen jedoch nicht.

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Anzeigendesign auswählen

Die Einbindung der Anzeigen erfolgt mittels Javascript. Es ist möglich damit Includes zu bestücken. Sie können anschließend sofort loslegen. Weniger etwas zu suchen haben Google Anzeigen auf den Ergebnisseiten einer internen Suchmaschine, da Google deren Inhalte nicht kennt – verboten ist das aber nicht. Anzeigen sollen nicht in Pop-Up Fenstern, Emails, Fehler-, Registrierungs- oder „Dankeschön“-Seiten platziert werden. Frames sind kein Problem, solange die Anzeige im selben Frame erscheinen wie der Inhalt.

Später wurden die so genannten Anzeigenlinks eingeführt. Die kommen mit ganz besonders wenig Platz aus und verweisen – kontextbezogen – auf andere, von Google bereitgestellt Anzeigenseiten. Bis zu 5 Stichwörter können so mit Anzeigen verbunden werden.

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Box mit Anzeigenlinks in der Menüleiste bei Dr. Web

Nach Anmeldung wird jede Bewerbung geprüft, was im Fall von Dr. Web übrigens rasch vonstatten ging. Einnahmen erzielen kann man nur, wenn auf die eingeblendeten Anzeigen geklickt wird (Cost Per Click = CPC).

Was verdient man?
Je gefragter ein Schlüsselwort ist, desto teurer ist auch die Werbung damit. Dementsprechend werden für einen Klick unterschiedliche Provision an den Programmpartner ausgezahlt. Genauere Angaben darüber macht Google nicht. In einem umkämpften Segment wie etwa Versicherungen oder Reisen liegen die Auszahlungen deutlich höher als auf weniger gefragten Gebieten. Als Richtwert gelten 0,50 bis 2,00 Dollar pro Tausend Seiten (eCPM pro Seite). Damit kommt man im Schnitt bei 100.000 PageViews pro Monat auf 100,- Dollar.

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Nicht erlaubt: Die Aufforderung zum Klick!

Dies ist aber keineswegs sicher und selbstverständlich stark von der jeweiligen Website und deren Themen abhängig. Ebenso gut ist ein eCPM von 0,10 Dollar möglich. Und dann lohnt sich die ganze Sache kaum noch. Nicht vergessen werden darf, das Googles Anzeigen nur auf von Menschen gesehenen Seiten gezeigt werden. Wenn Ihnen eine Logfile-Analyse – sagen wir – 3 Mio. PageViews nachweist, dann gilt dies für AdSense noch lange nicht. Je nach Filter kann die tatsächlich Zahl ganz erheblich geringer ausfallen. Mögliche Einnahmen lassen sich mit dem Online Kalkulator schon einmal ausrechnen.

Ausgezahlt wird 30 Tage nach Ende eines Kalendermonats, sofern man es auf mindestens 100 Dollar gebracht hat. Wurden Anfangs noch Schecks aus den USA zugestellt, ist inzwischen auch eine Überweisung auf ein deutsches Konto und eine Abrechnung in Euro und in anderen Landeswährungen möglich. Wer es eilig hat, wählt den geschützten Expressversand und zahlt dafür 29,00 Dollar an Bearbeitungsgebühr, um schnell an einen Scheck zu kommen.

Die Abwicklung aus den USA ist nicht unkompliziert, es müssen steuerliche Informationen nachgereicht und Formulare ausgefüllt werden. Der derzeit schwache Dollar schmälert die Erträge. Aber dass mag sich zukünftig ändern.

Die Teilnahme am AdSense Programm wirkt sich nicht auf Platzierungen oder den PageRank innerhalb Googles aus. So jedenfalls sagt es die Suchmaschine selbst. Freilich dürfte Google daran gelegen sein, möglichst viele Ihrer Seiten zu indexieren. Dementsprechend gibt man dem GoogleBot einen dezenten Hinweis über die Datei robots.txt:

 User-agent: Mediapartners-Google* 
    Disallow: 

Von Nachteil ist die Teilnahme am AdSense Programm also sicher nicht.

Da niemand gern für die Konkurrenz Werbung macht, werden außerdem Filter angeboten. Bis zu 200 URLs können auf diese Weise ausgeschlossen werden.

Textanzeigen sind im Übrigen für Besucher sehr viel weniger störend als flimmernde Banner oder animierte Unterbrecher. Die Klickraten müssen deshalb aber nicht schlechter sein – der Themenbezug macht es möglich.

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abfrage der Statistik

Eine Live-Statistik gibt jederzeit Auskunft über den Stand der Dinge und die bisher erzielten Klicks und Umsätze. Sie kann jederzeit im CSV Format herunter geladen werden. Leider erlaubt es uns Google nicht, Ergebnisse hier zu zeigen.

Erstveröffentlichung am 21.01.2004

Sven Lennartz

Ex Webdesigner und Gründer von Dr. Web, heute ist Sven als Schriftsteller und Blogger (Conterest) unterwegs. Hol dir sein gratis eBook Wie du mit wenig Zeit viel für dein Blog herausholst. Die Blogpflege Fibel.
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