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Andreas Hecht 10. April 2015

So gehts: Kostenlose WordPress-Themes optimal vermarkten

Kein Beitragsbild

Hart haben sie an Ihrem WordPress-Theme gearbeitet, haben sich an alle Best-Practices von WordPress gehalten und nun möchten Sie Ihr schönes, neues Theme endlich im WordPress Verzeichnis sehen. Hübsch eingerahmt von den anderen 1741 Themes (Stand 24.03.2015). Bei dieser schieren Anzahl stellt sich jetzt fast sofort die Frage, wie man sein Theme von anderen abheben, unterscheiden kann. Schließlich möchte man so viele Downloads wie nur möglich haben. Wie also beschreibt man das Theme möglichst ansprechend, wie vermarktet man ein WordPress-Theme richtig? Diesen Fragen geht der heutige Beitrag nach.

wordpress-themes-vermarkten-teaser

1. Vermarktung fängt mit dem Design an

Rowling WordPress Theme

Der überwiegende Teil der kostenfreien WordPress-Themes in der WordPress-Bibliothek sieht einfach schlecht aus. Einfallslos, zu viel/zu wenig Whitespace, 08/15 Layout, schreckliche Farben und so weiter. Sollten Ihnen keine eigenen, wirklich schicken Designs einfallen, holen Sie sich Anregungen bei den beliebtesten Themes. Wohlgemerkt: Anregungen. Bitte nicht abkupfern. Das erfreut keinen Designer und bringt mitunter viel Ärger ein.

Ein anständiges Layout ist wichtiger als 595 Funktionen, von denen die meisten User wenig Gebrauch machen. Sobald Sie sicher im Design sind, also gutaussehende Themes entwickeln können, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, mehr Funktionen hinzuzufügen.

Herausragend schöne, kostenfreie Themes kommen vom schwedischen Designer Anders Norén.

2. Schreiben Sie eine wirklich gute Beschreibung Ihres Themes

theme-beschreibung

Neben den Tags ist eine gute Beschreibung eines Themes  wichtig, denn auch danach suchen sich die User ihr Theme aus. Schließlich möchte man wissen, was man bekommt. Preisen Sie Ihr Theme an und heben jeden Punkt seiner Funktionen unbedingt hervor. Hier können Sie ruhig jede einzelne Funktion vorstellen, wie zum Beispiel eine eigene Hintergrundfarbe, eigene Bilder im Header, ein eigenes Logo, eigene Farben, Templates, ob das Theme responsive ist und vielleicht sogar Retina-Ready und so weiter. Haben Sie das Theme auf Kompatibilität mit externen Plugins entwickelt? Dann gehört das ebenso in die Beschreibung. Aver Vorsicht. Versprechen Sie nichts, was das Theme am Ende doch nicht hält. Denn dann geht der Schuss schnell nach hinten los.

WordPress.org: Das Make Theme

3. Wählen Sie die richtigen Tags

Tags

Die Tags sorgen im Gewusel von knapp 2.000 Themes für Auffindbarkeit. Denn anhand dieser Schlagworte lassen sich die Theme-Ergebnisse filtern und man bekommt nur noch diejenigen angezeigt, welche die spezifischen Anforderungen der Suche erfüllen. Auch hier sollte man sehr genau vorgehen. Beschreibung und Tags entscheiden (neben dem Design) darüber, wie oft ein Theme heruntergeladen und installiert wird. Erfassen Sie daher also jede – vielleicht noch so nebensächliche – Funktion oder Eigenschaft und taggen sie. Der obige Screenshot zeigt eine vorbildliche Beschreibung und eine optimale Tagvergabe.

4. Der optimale CSS-Kopfbereich für Beschreibung, Tags und mehr

Ein Klick auf die Grafik öffnet den vollständigen Screenshot
Der optimale CSS-Kopfbereich für ein WordPress Theme

Der optimale CSS-Kopfbereich im style.css enthält einige Muss-Angaben, die WordPress vorgibt. Da wäre zum Beispiel der Theme-Name, der Theme-Autor, die Beschreibung und die Tags. Dazu kommt noch die Angabe zur Lizenz. Ohne diese Angabe wird ein Theme bei WordPress nicht gelistet. Hier ein weiteres Beispiel, der CSS-Header vom Twenty Thirteen Theme:

twenty-thirteen-css-header

Näheres zu den CSS Angaben finden Sie unter „Theme Development“ im WordPress-Codex.

5. Legen Sie eine Demoseite Ihres Themes an

Baskerville

Die Theme-Vorschau auf WordPress.org ist leider richtig schlecht. Wenn man sich daran orientieren würde, entginge einem so manche Theme-Preziose. Wenn Sie wollen, dass Ihr WordPress-Theme oft heruntergeladen wird, brauchen Sie definitiv eine Demo Ihres Themes. Bei dieser Demoseite sollten Sie sich Mühe geben. Suchen Sie die ansprechendsten Bilder zusammen für Header und Beitragsbilder, legen Sie für jedes Template eine Seite an, demonstrieren Sie die Fähigkeiten der Navigation und vergessen Sie nicht, eine Seite für alle designten Elemente hinzuzufügen. Machen Sie Werbung für Ihr Theme, polieren Sie es auf Hochglanz. Gute Downloadzahlen werden es Ihnen danken.

Beispiele für gute Theme-Demos: Lovecraft von Anders Norén | FastNews von Kopa Theme

6. Cross Promotion Techniken

Es kann niemals schaden, die Werbetrommel für Ihr neues WordPress-Theme zu rühren. Als erste Maßnahme kommt Ihre eigene Website in Frage – wenn vorhanden. Sollten Sie eine Website / einen Blog besitzen, dann legen Sie eine eigene Seite für Ihr Theme an. Achten sie auf wirklich gute Screenshots, bringen Sie vielleicht einen Slider mit verschiedenen Ansichten des Themes in die Seite und beschreiben genau, was das Theme kann. Ein Link zur Download-Möglichkeit gehört ebenso auf die Seite wie ein deutlicher Link zur Demo des Themes.

Eine gute Theme-Vorstellung auf der Homepage des Entwicklers

Ein Klick auf die Grafik öffnet den vollständigen Screenshot
Die Vorstellungsseite des Lovecraft-Themes

Bringen Sie Ihr Theme in Design Showcases unter

WeLoveWP

Forschen Sie nach Design-Showcases für WordPress-Websites und versuchen Sie, Ihr Theme dort gelistet zu bekommen. Als Beispiel dient uns hier die bekannte Seite WeLoveWP, die neben Live-Websites auch gelungene Themes ausstellt. Von WeLoveWP kommt nach erfolgreicher Einstellung Ihres Themes eine nicht unbedeutende Menge an Traffic auf die WordPress-Downloadseite des WordPress-Themes. Die Downloadzahlen werden erheblich ansteigen. Auch hier bei Dr. Web zeigen wir einen monatlichen Showcase der besten kostenlosen Theme-Neuerscheinungen, dazu gleich mehr.

WordPress-Blogs und Magazine anschreiben

Hongkiat.com stellt freie WordPress-Themes vor

Die meisten Blogs und Magazine, die sich mit WordPress beschäftigen, bringen ab und an auch Vorstellungen neuer WordPress-Themes. Die meisten Redakteure oder Blogger dürften demnach recht glücklich sein, wenn Sie dort Ihr Theme anpreisen. Dann muss ein Theme weniger recherchiert werden, was eine Arbeitserleichterung bedeutet. Fokussieren Sie sich nicht nur auf deutschsprachige Seiten, sondern stellen Sie Ihr Theme auch großen englischen Magazinen vor. Mehr als eine Absage können Sie nicht bekommen.

Auch DrWeb bringt mindestens einmal im Monat einen Theme-Post. Wenn Ihr Theme nach Überprüfung gut erscheint, würden wir es im Rahmen eines Listenbeitrags vorstellen. Allerdings stellen wir nicht jedes Theme vor, es muss den hohen Ansprüchen unserer Leser im Bezug auf Design und Qualität standhalten. Einen Versuch ist es jedoch immer wert, schreiben Sie mich gern an unter der E-Mail-Adresse hecht568 (at) googlemail.com.

Fazit

Mit dieser Liste sollte es keine Probleme mehr bereiten, Ihr WordPress-Theme bekannt und beliebt zu machen. Haken Sie jeden Punkt sorgfältig ab und seien Sie bei der Promotion ein bisschen erfinderisch. Dann wird auch die Bekanntheit Ihres Themes kein Thema mehr sein. Aber nochmal: Versprechen Sie nichts, was Ihr Theme nicht halten kann.

Links zum Beitrag

(dpe)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.

3 Kommentare

  1. Wie du schon erwähnt hast, ist eine Demo Seite von einem neuen Theme unverzichtbar. Weil jeder möchte sich ein Theme vor der installation gerne Live ansehen. Ich selber habe noch nie in Template geholt, welches keine Demo Seite (Vorschau) hatte. Gibt ja genug andere „lach“. Deshalb ist so etwas unverzichtbar, um viele Downloads zu bekommen.

    LG
    Alexander

  2. Wenn ein eigenes kostenloses WordPress Theme gut vermarketet wird, dann kann es selbst zu einem genialen Vermarktungsinstrument werden. Der Aufwand lohnt sich also sicher. Nur Zeit braucht es eben, Zeit die man sich nehmen muss. Vielen Dank für den interessanten Artikel Herr Hecht.

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