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Denis Potschien 27. Juli 2010

Gallery: Ein Content-Management-System für Fotos

Content-Management-Systeme wie zum Beispiel TYPO3 bieten viele Funktionen – gerade auch durch Erweiterungen. Aber wenn es um die Darstellung und Verwaltung von Fotos geht, sind die Möglichkeiten oft bescheiden. Mit Gallery gibt es jedoch ein Content-Management-System, das ganz auf Fotos spezialisiert ist. Mit der Version 3, die es derzeit als Release Candidate gibt, wurde das System komplett überarbeitet und bietet eine ganze Reihe neuer Funktionen.

Alternative zu Flickr und Co.

Dank der Fotoportale wie Flickr und Picasa stellt sich die Frage, ob sich die Mühe lohnt, ein CMS wie Gallery einzusetzen, wenn es doch bequemere Möglichkeiten gibt. Wer jedoch seine Fotos nicht in einer „Community“ teilen sondern selbst entscheiden möchte, wie seine Fotos dargestellt werden sollen, hat mit Gallery eine tolle Alternative.

Außerdem ist man unabhängig von den großen Portalen und kann nach Belieben die Features von Gallery ein- und ausschalten bzw. anpassen. Gallery ist sowohl optisch sehr ansprechend als auch einfach und intuitiv zu bedienen. Von Hause aus bringt es eine Vielzahl von Funktionen mit. Darüber hinaus lässt sich der Funktionsumfang durch Module um zahlreiche Features erweitern. Zudem ist Gallery kostenlos und einfach zu installieren.

Installation

Voraussetzung für die Installation von Gallery sind PHP und eine MySQL-Datenbank. Allerdings werden PHP und MySQL in der jeweils aktuellen Version 5 benötigt. Außerdem wird für die interne Bildbearbeitung die GD Library benötigt; alternativ sind auch ImageMagick oder GraphicsMagick möglich.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Installation

Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Installation

Nach der Installation ist Gallery direkt betriebsbereit. Unterschieden wird zwischen dem Galeriebereich, in dem Fotos dargestellt und von angemeldeten Benutzern Fotos hochgeladen und z. B. in Alben verwaltet werden können und dem Adminbereich. Im Adminbereich lassen sich u. a. Benutzer, Themen und Module verwalten.

Das Aussehen von Gallery lässt sich dank Themen verändern. Auf den Galerie- und den Adminbereich lassen sich unabhängig voneinander unterschiedliche Themen anwenden. Der Galeriebereich kann somit ein anderes Aussehen haben als der Adminbereich. Das hat den Vorteil, dass Themen nicht für das ganze System angepasst werden müssen. Man kann sich also auf das Aussehen des Galeriebereichs beschränken.

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Zahlreiche fertige Themen lassen sich herunterladen und installieren. Wer das Aussehen seiner Galerie lieber selbst anpassen will, kann eigene Themen entwickeln. Die komplexe Architektur der Themen macht es jedoch nicht ganz einfach, sich mit dem „Theming“ vertraut zu machen. Grundsätzlich lässt sich auch das Aussehen der Dialogfenster und Pulldown-Menüs gestalterisch anpassen.

Gallery kommt mit mehren Sprachpaketen, u. a. auch deutsch. Die Sprachen lassen sich nach Belieben hinzufügen. Angemeldete Benutzer können eine bevorzugte Sprache auswählen. Dank des Übersetzungs-Modus lassen sich nicht übersetzte Texte (z. B. bei Modulen) bequem von jedem Benutzer in die eigene Sprache übersetzen. Ein manuelles Anpassen von Sprachdateien ist nicht nötig.

Die Benutzerverwaltung ist einfach. Es wird zwischen einfachen Benutzern und Administratoren unterschieden. Außerdem lassen sich Benutzergruppen einrichten.

Es lassen sich auch mehere Bilder gleichzeitig hochladen

Es lassen sich auch mehere Bilder gleichzeitig hochladen

Bedienung

Die Bedienung von Gallery ist schnell und einfach. Dank Ajax-Technologie sind die meisten Änderungen sichtbar, ohne dass die Seite neu geladen werden muss. Für jedes Foto lässt sich ein Titel sowie eine Beschreibung angeben. Außerdem lassen sich Fotos per einfachem Klick drehen.

Es lassen sich Alben anlegen, in die Fotos per Drag-and-Drop verschoben werden können. Die Sortierreihenfolge der Fotos eines Albums lässt sich individuell einstellen. So lassen sich Fotos nach Aufnahme- oder Hochladedatum oder manuell sortieren. Für Alben lassen sich zudem Zugriffsrechte einrichten. Auf diese Weise können für Benutzergruppen Rechte für das Anzeigen, Bearbeiten und Hinzufügen von Fotos zugewiesen werden.

Per Drag-and-Drop lassen sich Bilder spielend in andere Alben verschieben

Per Drag-and-Drop lassen sich Bilder spielend in andere Alben verschieben

Module

Über zusätzliche Module lässt sich der Funktionsumfang von Gallery erweitern. Eine Vielzahl der Module liefert Gallery bereits mit. So gibt es z. B. ein Modul, mit dem man allen Fotos automatisch ein beliebiges Wasserzeichen hinzufügen kann. Dazu wird einfach eine Grafikdatei bestimmt, die bei allen Fotos in eine definierte Ecke des Fotos hineinmontiert wird.

Eine beliebige Grafik lässt sich als Wasserzeichen einsetzen

Eine beliebige Grafik lässt sich als Wasserzeichen einsetzen

Wie es sich für eine zeitgemäße Fotogalerie gehört, lassen sich bei Gallery auch Module zur Kommentierung von Fotos sowie für RSS-Feeds installieren – ganz wie man es von Flickr und Co. kennt. Auch Vorkehrungen gegen Spam (Captcha und Akismet-Filter) sind als Modul vorhanden. Ebenso gibt es die Möglichkeit, sich Fotos in einer Slideshow anzuschauen. Verwendet wird hierbei der Medienbrowser „Cooliris“.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Module, die Gallery mitbringt und die per einfachem Klick installiert werden können. Unter anderem lassen sich EXIF-Daten auslesen und darstellen und es lassen sich Schlagwörter für Fotos vergeben. Bei allen Modulen gilt, dass sie schnell installiert und ohne umständliche Konfiguration sofort einsetzbar sind.

Fazit

Wer Gallery bereits kennt, wird feststellen, dass das CMS mit der neuen Version einen großen Sprung gemacht hat. Aussehen, Bedienung und Funktionsumfang machen anderen Content-Management-Systemen ebenso Konkurrenz wie den diversen Fotodiensten à la Flickr.

Übersicht über Fotos eines Albums

Übersicht über Fotos eines Albums

Das moderne Standard-Thema sowie der Einsatz von Ajax sorgen dafür, dass man sich nicht großartig an die Bedienung von Gallery gewöhnen muss. Und mit den vielen Modulen lässt sich Gallery individuell anpassen, sodass kaum Wünsche offen bleiben.

(mm),

Denis Potschien

Denis Potschien

Denis Potschien ist seit 2005 freiberuflich als Kommunikationsdesigner tätig, seit Anfang 2010 im Kreativkonsulat in Iserlohn, einem Büro für Gestaltung und Kommunikation. Dort betreut er kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie kommunale Körperschaften und Organisationen aus Südwestfalen und dem Ruhrgebiet. Als Webdesigner und -entwickler gehören HTML5 und CSS3 zu seinen Kernthemen, weshalb er dazu 2013 ein Buch geschrieben hat. „Pure HTML5 und CSS3“ richtet sich an alle, die Vorkenntnisse haben, sich aber bisher mit HTML5 und CSS3 nicht oder nur am Rande beschäftigt haben.

4 Kommentare

  1. ich persönlich bin von der Gallerie Photokorn begeistert, auch wenn sie etwas kostet arbeite ich schon länger sehr zufrieden damit.

    Hier mal ein Link http://www.keil-software.de

  2. Ich kannte Gallery nicht, danke für die Info.

  3. Gallery3 ist eine tolle Fotogalerie-Software (derzeit aber noch in der Version RC2), die Aussage im Fazit würde ich etwas differenzierter sehen. Gallery3 macht gegenüber Gallery2 tatsächlich einen großen Sprung, aber in eine andere Richtung. Während G2 noch für große Communitys einsetzbar ist und war, richtet sich G3 eher an Benutzer, die eine persönliche Fotogalerie wollen.

  4. Der Aussage „Wer jedoch seine Fotos nicht in einer „Community“ teilen sondern selbst entscheiden möchte, wie seine Fotos dargestellt werden sollen, hat mit Gallery eine tolle Alternative.“ sollte aber entgegengestellt werden, daß das mittlerweile sehr wohl möglich ist.

    Ob das jQuery Plugin pwi oder andere Tools lesen die bestehenden Alben selektiv aus und zeigen die genauso an, wie ich will.

    Klar, wer zB Google seine Bilder nicht anvertrauen will, muß zwangsweise eine eigene Lösung aufsetzen.

    Aber für den „faulen Bastler“, so wie ich einer bin ;-) tuts auch Picasa und pwi…

    http://code.google.com/p/pwi/

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