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Andreas Hecht 25. August 2016

11 gängige On-Site SEO-Probleme [Infografik]

11 gängige On-Site SEO Probleme

Um ein gutes Ranking in den Suchmaschinen sicherstellen zu können, bedarf es grundlegender Kenntnisse in der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Viele Webseite-Besitzer haben jedoch kein großes Knowhow in der Optimierung von Websites für Suchmaschinen. Heute wollen wir daher das grundlegende Wissen vermitteln, damit deine Website die Chance hat, gut im Ranking dazustehen und erfolgreich zu werden.

11 gängige On-Site SEO Probleme

SEMrush unternahm eine Studie, in der absolut reale Daten gesammelt werden sollten. Hierzu wurden anonyme Daten von circa 100.000 Websites erfasst und ausgewertet. Heraus kamen die elf häufigsten SEO-Probleme auf der technischen Seite, die einen direkten Einfluss auf das Ranking haben können.

Problem 1: Duplicate Content

Der doppelte Content

Google definiert den Duplicate Content wie folgt:

„Duplizierter Content“ sind im Allgemeinen umfangreiche Contentblöcke, die anderem Content auf derselben oder einer anderen Domain entsprechen oder auffällig ähneln. Im Allgemeinen besteht dabei keine Täuschungsabsicht.

Doppelte Inhalte sollen auf mindestens 50 Prozent der untersuchten Websites gefunden worden sein. Google selbst geht zumeist von nicht willentlich produzierten doppelten Inhalt aus. Dementsprechend wird es keine offiziellen Strafen für doppelten Content geben. Doch das bedeutet nicht, dass hier ein Auge zugedrückt wird, denn im Allgemeinen ranken Websites mit doppeltem Inhalt immer noch schlechter als ohne.

Das resultiert daraus, dass die Suchmaschine zumeist nicht klar erkennen kann, welche Version des Inhaltes bevorzugt in den Index aufgenommen werden soll. Zudem wurden die Suchmaschinen entwickelt, um das Web für die Anwender zu einem besseren Ort zu machen, in dem Informationen leicht gefunden werden können. Wertvoller Inhalt ist daher nur derjenige, der auch einzigartig ist.

Weiterführende Informationen:

Teste deine Website mit dem Duplicate Content Checker Tool auf doppelte Inhalte.

Duplicate Content: Definition und Lösungen für doppelte Inhalte

Problem 2: Fehlende Alt-Tags und kaputte Bild-Verlinkungen

Keine Alt-Tags und fehlende, kaputte Bilder

Bilder und Grafiken sind in der heutigen Zeit ein wichtiger Bestandteil des Content-Marketings. Doch sie können auch einen Haufen SEO-Probleme auslösen. Immer noch benutzen viel zu wenige Webmaster die wichtigen Alt-Tags für die Bilder und achten zudem nicht darauf, dass die verwendeten Bilder immer angezeigt werden können. Beides ist jedoch wichtig für die Suchmaschinenoptimierung.

Die Alt-Tags zum Beispiel erfüllen gleich zwei Funktionen. Zum einen erscheinen sie, wenn ein Bild nicht angezeigt werden kann, zum anderen sind sie für die Bildsuche von Google wichtig. Suchmaschinen sind immer noch nicht clever genug, um ein Bild ohne verwendeten Alt-Tag zu interpretieren. Daher sind diese Tags eklatant wichtig, denn sie helfen Google, das Bild anhand der Beschreibung innerhalb des Alt-Tags richtig in bestimmte Kategorien zu sortieren.

Zudem bietet der Tag noch die Möglichkeit, deine SEO-Keywords hinein zu schreiben, denn dadurch machst du es Google nochmals einfacher, die Grafiken einzusortieren. Übrigens können auch sehbehinderte Menschen von einem optimalen Alt-Tag profitieren, denn anhand einer guten Beschreibung verschaffen sie sich eine Vorstellung dessen, was auf dem Bild zu sehen ist.

Bilder, die aus irgendeinem Grund nicht mehr angezeigt werden, verursachen die gleichen Probleme wie defekte Links. Sie führen in eine Sackgasse. Beide Gründe können dazu führen, dass die Suchmaschine deine Website degradiert, weil sie ein schlechtes Benutzererlebnis bietet.

Problem 3: Title-Tag Probleme

Probleme mit den Title-Tags

Suchmaschinen verwenden die Title-Tags um zu bestimmen, worum es im Text der Seite geht. Die Titel erscheinen in den Suchergebnissen zusammen mit einer kurzen Beschreibung. Doch anhand des Titels wird ein User entscheiden, ob er deine Website oder eine andere besucht. Daher ist der korrekte Title-Tag eines der wichtigsten Elemente deiner Website. Ein Element, dass das Ranking durchaus positiv beeinflussen kann.

Die offensichtlichen Fehler in der Nutzung dieser Tags sind die folgenden:

  • Doppelte Title-Tags – sehr oft vorhanden
  • Zu lange Title-Tags – Relativ oft vorhanden
  • Fehlende Title-Tags sind problematisch, jedoch nicht sehr häufig
  • Zu kurze Title-Tags – kaum vorhanden

Die Länge des Title-Tags ist sehr wichtig, denn davon hängt ab, wie viel von deinem Titel in den Suchergebnissen zu sehen sein wird. Eine Faustregel besagt, dass Google ungefähr 70 Zeichen anzeigen kann. Länger sollte der Titel also keinesfalls sein.

Einige SEO-Tools – wie Yoast SEO für WordPress – helfen dir bei der Optimierung der Title-Tags.

Problem 4: Die Meta Description

Probleme mit fehlender Meta-Description

Die Meta-Beschreibung wird in den Suchergebnissen gleich unterhalb des Titels angezeigt und soll den Usern einen guten Eindruck darüber vermitteln, worum es in dem Artikel geht. Einen direkten Einfluss auf das Ranking soll die Meta-Description nicht besitzen, ich persönlich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass eine gute Beschreibung durchaus das Ranking – wenn auch nur gering – beeinflussen kann.

Allerdings sorgt eine gute Meta-Beschreibung auch für eine bessere Seiten-CTR, was gerade für Webmaster wichtig ist, die Google Adsense einbinden.

Viele Websites besitzen doppelte Meta-Beschreibungen, andere hingegen haben keine expliziten Beschreibungen in Verwendung. Auch hier kann ein SEO-Tool oder ein Plugin für WordPress für Abhilfe sorgen.

Weiterführende Informationen:

How to create the right meta description

Meta Description SEO Best Practices

Problem 5: Fehlerhafte interne und externe Links

Probleme mit fehlerhaften externen und internen Links

Nicht funktionierende Links können ein wirklich großes SEO-Problem darstellen. Ein oder zwei nicht mehr funktionierende Links werden kein Problem sein. Doch wenn deine Website wächst, dann kann es durchaus zu großen Problemen führen. Natürlich lässt sich die 404-Fehlerseite dementsprechend einrichten, doch dann sieht der Besucher diese Fehlerseite anstatt der nützlichen Informationen, die er sich erhofft hat.

Passiert dies öfter, wird auch ein Nutzer deine Website als qualitativ schlecht wahrnehmen. Zudem kommt noch ein wirkliches Problem hinzu. Denn wenn eine Menge von fehlerhaften Links auf deiner Website existiert, dann wirst du Probleme mit den Bots der Suchmaschinen bekommen. Diese crawlen immer einige deiner Seiten und bei einer Häufung von »Broken Links« könnte es durchaus sein, dass diese Seiten nicht mehr in den Index aufgenommen werden. Das schadet der Autorität deiner Website enorm.

SEMrush stellte fest, dass auf 25 Prozent der untersuchten Seiten nicht mehr funktionierende, externe Links vorkamen.

Nutze daher ein SEO-Tool oder Plugin für WordPress, um diese »Broken Links« aufzufinden und das Problem zu beheben.

Weiterführende Informationen:

5 Steps to Get Your Website Crawled Faster

Problem 6: Schlechtes Text zu HTML-Verhältnis

Ein schlechtes Verhältnis von Text zu HTML-Quellcode

Ein altbekanntes SEO-Problem. Einige Websites haben ein schlechtes Verhältnis von Text zu HTML-Code. Das bedeutet, dass die betreffende Website proportional mehr HTML-Code, als von Menschen lesbaren Text ausgibt. Das kann viele Ursachen haben, zum Beispiel zu kurze Texte, die meist nicht mehr als die von Google geforderten 300 Wörter umfassen.

Allerdings kann auch eine schlecht codierte oder gepflegte Website Schuld sein. Sie könnte viel ungültigen Code aufweisen oder eine übermäßige Nutzung von JavaScript, Inline-Styles oder Flash aufweisen.

Natürlich kann auch eine von Spammern gerne verwendete Technik Schuld sein, indem viel mit verstecktem Text gearbeitet wird.

Behoben werden kann das Problem recht einfach:

  • Entferne den unnötigen Code. Das reduziert die Seitengröße und dient der Geschwindigkeit.
  • Überprüfe deine Plugins, falls du WordPress verwendest. Du musst nicht jede Spielerei anbieten.
  • Lasse JavaScript nur dort laden, wo es benötigt wird.
  • Ergänze deine Texte auf eine brauchbare Durchschnittslänge (mindestens 500 Wörter, besser mehr).

Problem 7: Probleme mit dem <h1> Tag

Probleme mit dem H1 Tag

Dieses Problem ist mir in meiner Praxis sehr häufig untergekommen. Header-Tags – oder auch Überschriften – sind für die Suchmaschinenoptimierung von großer Wichtigkeit. Auf jeder einzelnen Seite einer Website sollte sich zum Beispiel nur eine <h1> Überschrift finden. Auch wenn dieses Dogma durch die Verwendung von HTML5 nicht mehr ganz so wichtig erscheint, so bieten die einzelnen Tags der Überschriften doch eine nützliche Hierarchie für Suchmaschine und Benutzer.

Immer noch werden viele Websites von Entwicklern erstellt oder Themes für WordPress angeboten, welche die Header-Tags und damit die vorgegebenen Überschriften falsch einsetzen.

Zudem erscheint es wichtig zu sein, den Unterschied zwischen den Title-Tags und den Header-Tags zu kennen. Der Title-Tag ist hierbei das, was die Suchmaschine zu sehen bekommt, die Header-Tags sind diejenigen, die deine Besucher sehen. Einen Title-Tag gibt es pro Seite nur einmal, die Header-Tags können mehrfach vorkommen – als Überschrift 1, Überschrift 2 und so weiter.

Wenn das richtige HTML5-Markup genutzt wird, dann kann die <h1> durchaus mehrfach auf einer Seite eingesetzt werden, wenn Abschnitte von gleicher Bedeutung ausgezeichnet werden müssen.

Weiterführende Informationen:

The Truth About Multiple H1 Tags in the HTML5 Era

Problem 8: Zu geringe Wortanzahl

Probleme mit einer zu geringen Anzahl von Wörtern pro Artikel

SEMrush konnte auf achtzehn Prozent der getesteten Websites eine zu geringe Wortanzahl in den Artikel feststellen. Eine offizielle Mindestwortanzahl gibt Google nicht heraus, allerdings weiß man, dass Google mindestens 300 Wörter pro Artikel verwendet wissen möchte.

Doch machen wir uns nichts vor, auch 300 Wörter sind für einen Artikel-Durchschnitt viel zu wenig. Google ist bekannt dafür, dass sie Inhalten mit wesentlich mehr Tiefe einen absoluten Vorrang in den Suchergebnissen gewähren. Zudem bekommt ein Artikel, der sehr tief in eine Materie eintaucht, auch mehr Backlinks. Und damit auch eine bessere Position im Ranking.

Beiträge können durchaus recht einfach umfassender geschrieben werden, wenn man sich Mühe gibt. Ein Artikel mit einer verlinkten Infografik ( wie dieser hier) kann durchaus auch nochmal mit Worten beschrieben werden. Deine Leser werden es zu würdigen wissen.

Problem 9: Zu viele interne Links gesetzt

Problem, dass zu viele interne Links gesetzt worden sind

Dieses Problem ist eine harte Nuss. Auf der einen Seite ist es für die Suchmaschinenoptimierung wichtig, seine Artikel untereinander zu verlinken. Auf der anderen Seite hat man schnell zu viele Seiten-Links integriert. Früher gab Google eine Richtlinie vor, wie viel interne Links maximal gesetzt werden sollten. Doch diese Forderung wurde mittlerweile fallengelassen.

Eine gute SEO bedeutet heute, eine natürliche interne Verlinkung zu schaffen, die qualitativ hochwertig ist. Die Verlinkungen müssen relevant und nützlich sein, dann wird Google den Wert zu schätzen wissen und die Seite dementsprechend gut ranken. Stelle daher sicher, dass alle interne Links deiner Website einen Mehrwert für die User aufweisen. Habe immer im Hinterkopf, dass das, was für die User gut ist, auch für die Suchmaschine optimal ist.

Problem 10: Die falsche oder fehlende Sprachdeklaration

Problem: Die falsche oder eine fehlende Deklaration der Sprache

Unser Publikum im Web  ist global. Da jedoch viele andere Völker mit deutschem Content relativ wenig anfangen können, ist es wichtig, die Standard-Sprache zu deklarieren. Die Sprachdeklaration ist für viele Dinge wichtig, zum Beispiel:

  • Sie informiert den Browser über die Sprache des Inhalts – wichtig für Übersetzungen und der korrekten Anzeige der Seiten
  • Sie stellt sicher, dass die Inhalte von Screenreadern und Text-zu-Sprache Konvertern in der korrekten Sprache wiedergegeben werden
  • Sie hilft bei der GEO-Lokalisierung und dem internationalen SEO
  • Sie hilft den wichtigen Relevanz-Score zu verbessern.

Nutze diese Liste der Sprachcodes, um die richtige Sprachdeklaration ausgeben zu lassen.

Weiterführende Informationen:

Problem 11: Temporäre Umleitungen

Falsche Umleitungen - 302- anstatt 301-Redirects

Redirects sind ein hervorragender Weg, die Suchmaschinen wissen zu lassen, dass sich eine Seite »bewegt« hat und unter der alten URL nicht mehr zu erreichen ist. Diese Umleitungen können entweder dauerhaft sein, dann gibt man den Statuscode 301 aus, oder nur zeitlich begrenzt, dann nutzt du den Code 302. Eine dauerhafte Umleitung mit Statuscode 301 wird keinen Verlust an Autorität nach sich ziehen.

Bei einer temporären Umleitung sieht das schon anders aus, unter anderem kann es dazu führen, dass eine veraltete Seite in den Index aufgenommen wird. Die neue Seite könnte hingegen von Google ignoriert werden. Das kann zu einem echten Problem werden. Daher sollte – wenn die Änderung von Dauer ist – immer ein 301 Redirect ausgegeben werden. Das ist auch laut Moz der beste Ansatz.

Google könnte ansonsten annehmen, dass ein 302-Redirect eigentlich eine dauerhafte Umleitung sein sollte und diese dann als 301 interpretieren. Das könnte einen Verlust von Traffic verursachen, also solltest du stets selbst die Kontrolle darüber übernehmen, welcher Redirect wo ausgegeben wird.

Die vollständige Infografik

11 gängige On-Site SEO Probleme - Infografik

Quelle und Infografik
Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.

2 Kommentare

  1. Schöner Artikel, vor allem der ergänzende Beitrag zu der Verwendung mehrerer Tags auf einer Seite in HTML5 ist super. Kennt jemand eine starke Seite, wo mehrere im oder Element zum Einsatz kommen?

  2. Eine nette Auflistung, von wichtigen Faktoren und ansprechend aufbereitet, danke!

    Wenn auch einige nicht allzu ernst genommen werden sollten.
    Sprachcode wird von Google „automatisch erkannt und nicht berücksichtigt“
    Meta Describtion/keywords, wohl veraltet, wenn man sich das Umfeld in den Serps ansieht, haben viele Top Seiten diese nicht mehr in Verwendung

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