Gastautor 15. November 2006

Foren: Die Grundlagen der Moderation

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von Barbara Seiler

Es gibt Foren, die lebendig und freundlich sind und Sicherheit ausstrahlen und es gibt Foren, die mehr Ähnlichkeit haben mit einem blutigen Schlachtfeld. Der wichtigste Faktor, der ein Forum zu einem freundlichen oder unfreundlichen Ort macht, ist das Verhalten der Moderatoren.

Moderatoren sind Vorbilder
Wie sich die Moderatoren verhalten, so werden sich auf lange Sicht auch die Gäste und BenutzerInnen des Forums verhalten. Freundliche, faire, konsequente Moderatoren sind die wichtigste Zutat, um ein Forum zu kreieren, in dem sich alle respektvoll und nett verhalten.

Eine ungefähre Übersetzung des Wortes “Moderator” lautet: Eine lenkende Person, die dafür sorgt, dass das rechte Maß eingehalten wird – in Bezug auf Inhalte, vor allem aber in Bezug auf das Verhalten. Wer als Moderator bewusst Vorbild ist und respektvolles Verhalten konsequent, aber freundlich einfordert, wird auf lange Sicht sehr wenig moderieren müssen, weil alles wie von selbst rund läuft – und dann macht Forenleben Spaß.

Menschen nehmen, wie sie sind
Wenn die Welt aus lauter perfekten Menschen bestünde, brauchte es keine Moderatoren. Sie braucht es, weil es immer wieder Menschen mit Fehlern gibt – respektlose, emotionale, wütende, grenzüberschreitende Menschen. Es gehört zur Arbeit eines Moderators, sich mit diesen Menschen auseinander zu setzen. Sei es, um zu vermitteln und sie in die Gemeinschaft zu integrieren, sei es, um dafür zu sorgen, dass sie woanders hingehen. Das ist oft anstrengend und langweilig, doch es gehört zum Job. Wer sich beklagt, macht sich unglaubwürdig.

Regeln
Ein Minimum an Regeln ist nötig und sinnvoll, und es ist Aufgabe des Moderators, diese bei Bedarf auch durchzusetzen. Dies frustriert und ärgert die Betroffenen natürlich hin und wieder. Sie akzeptieren solche Maßnahmen allerdings bedeutend leichter, wenn der Moderator selbst mit gutem Beispiel voraus geht und sich selbst strikt an die Regeln hält.

Transparenz
Klare Begründungen für alle moderativen Handlungen wie Editieren, Schließen oder Löschen von Beiträgen schaffen Transparenz. So erfahren die Nutzer an konkreten Beispielen, wo die Grenzen sind und können sich auf den Stil des Forums einstellen. Dies schafft gegenseitiges Vertrauen, was bei undurchsichtigen, nicht nachvollziehbaren Entscheidungen unmöglich ist.

Privates und Amtliches
Es ist gut und gesund, wenn Moderatoren auch private Kontakte mit Menschen haben, die sie schätzen und mögen. Für moderative Entscheidungen dürfen allerdings die persönlichen Zuneigungen und Abneigungen keine Rolle spielen. Die benachteiligten User werden diese Parteilichkeit früher oder später bemerken und zu Recht bemängeln – und vergessen Sie nicht: eine aufgebrachte Community kann das Leben jedes Mods zur Hölle machen.

Das Beste an effektiver Moderation ist, dass sie sich auf lange Sicht so gut wie überflüssig macht – worauf man sich entspannt und sich friedlich den angenehmen Seiten des Forenlebens widmen kann. ™

Über die Autorin: Barbara Seiler ist Betreiberin von www.in-formations.net

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