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Dieter Petereit 28. Juni 2012

Fontello: IcoMoon-Konkurrent hilft beim Zusammenstellen eigener Iconfonts

Nachdem Kollege Denis Potschien sich kürzlich mit dem Iconfont-Kompilator IcoMoon befasst hat, sollte schon der Vollständigkeit halber der direkte Mitbewerber nicht unerwähnt bleiben. Während es IcoMoon bereits seit Ende letzten Jahres gibt, ist Fontello relativ neu auf dem Markt und sieht zunächst wie ein Klon des Erstgeborenen aus. Anders als IcoMoon ist Fontello gänzlich kostenlos. Zudem bindet der Dienst mehr Fonts ein, hat dafür jedoch in anderen Bereichen Schwächen. Wir stellen Fontello kurz vor.


Fontello: In Sachen UI kaum vom Wettbewerber zu unterscheiden…

Fontello: Kein Klon, mehr eine symbiotische Konkurrenzentwicklung

Der wesentliche Unterschied zwischen IcoMoon und Fontello sei gleich zu Beginn noch einmal verdeutlicht: Während IcoMoon ein kommerzielles Angebot mit einer abgespeckten kostenfreien Variante ist, steht Fontello frei als Webservice und auf GitHub unter MIT-Lizenz zum Download bereit. Die verwendeten Fonts fallen nicht unter diese Lizenz, sondern stehen in der Mehrzahl unter SIL Open Font respektive CC-BY-SA. Die Entwickler Fontellos passten die Iconsets aufeinander an, sodass der Dienst nicht die jeweils aktuellsten Varianten integriert. Das ist nicht kritisch, sollte man aber im Vorhinein wissen.

Fontello entstand zu einer Zeit, in der IcoMoon nur über ein stark limitiertes Iconset verfügte und Zusatzfunktionen, wie etwa den Import von SVG noch nicht im Angebot hatte. Dem setzte Fontello von Beginn an eine breitere Palette fertiger Iconfonts entgegen. Ebenso integrierte der Dienst vom Start weg Font Hinting, ein Feature, das IcoMoon noch immer nicht besitzt. Sowohl bei Fontello wie auch bei IcoMoon kann das für das einzelne Icon zu verwendende Unicode-Zeichen frei angepasst werden. Auf der Habenseite von IcoMoon steht eine erweiterte Möglichkeit, die Symbole zu editieren, etwa zu spiegeln oder hinsichtlich ihres Bildausschnittes zu variieren. Ein weiteres Zusatzfeature besteht darin, eigene Sets im SVG-Format hochzuladen und so mit in den individuellen Font verpacken zu können. Über die Definition der Private Use Area für die Unicodes des Fonts ist eine Unterstützung für Screenreader möglich. IcoMoon ist nicht auf die Erstellung von Fonts limitiert, wie das bei Fontello der Fall ist, sondern kann die gewählten Icons auch ganz klassisch als Grafikdateien zum Download anbieten.


Die UI von IcoMoon zum Vergleich

Aktuell integriert Fontello die Fontsets Entypo, Iconic, Font Awesome, Typicons, Modern Pictograms, Web Symbols und Brandico. Letzteres bringt Symbole für die gängigen sozialen Netzwerke mit. Damit liegt Fontellos kostenfreies Angebot bei über 700 Icons. Icomoon integriert neben dem auf 300 Icons limitierten eigenen Set namens IcoMoon ebenfalls Entypo und Iconic, sowie die sehr schicken Meteocons von Alessio Atzeni.

Beiden Wettbewerbern kann man bescheinigen, dass die Auswahl der Symbolsätze sehr integrativ erfolgt. Man kann die Icons bedenkenlos mischen, alles passt sehr gut zueinander. Auch der Umfang der Downloadpakete beider Dienste ist überzeugend und enthält eine Demo.html, die Fonts als Woff, SVG, TTF und EOT, sowie das entsprechende CSS. Ob man sich nun für IcoMoon oder Fontello entscheidet ist letztlich Geschmackssache. Ich mag den Gedanken, der hinter offener Software steht. Deshalb ist für mich Fontello der Dienst der Wahl. Benötigt man den Symbolsatz als Grafikdatei, bleibt von diesen beiden Wettbewerbern nur IcoMoon.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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