Dieter Petereit 31. August 2017

Font Review Journal: Gute Schriften von Designern analysiert

Das Erstellen einer Schrift ist eine aufwändige Sache, die Hunderte Stunden an Konzeptionierung und Ausarbeitung erfordert. Im Netz finden wir die Schrift dann lediglich mit einem halben Absatz Text erläutert. Das Font Review Journal will das ändern.

Warum gibt es den Font X und wofür?

Das neue Magazin „Font Review Journal“ (FRJ) ist ein Muss für jeden Typografie-Fan. Gegründet von der US-amerikanischen Designerin Bethany Heck will das FRJ ein Typografie-Magazin von Designern für Designer sein. Derzeit ist Bethany noch die einzige Autorin. Das könnte sich allerdings zügig ändern.

Die Idee für das FRJ kam Bethany, die sehr viel Wert auf Typografie in ihren Designs legt, auf der Suche nach geeigneten Schriften. Warum erfährt der geneigte Kunde kaum mehr über einen beliebigen Font, als dass er existiert und zu welchem Preis er verkauft wird? Warum erklärt der Type-Designer nicht, wie er seinerseits auf die Idee kam, genau diesen Stil zu entwickeln, was ihn inspiriert hat oder für welchen Einsatzzweck er den Font für besonders geeignet hält?

Bethany will genau diese Bereiche mit den Reviews auf ihrem „Font Review Journal“ genauer beleuchten. Und das tut sie wirklich. Die fünf Reviews, mit denen sie das Magazin gestartet hat, sind randvoll mit Informationen zum jeweiligen Font und zudem reich bebildert. Jeder Bericht stellt ein Designwerk in sich dar, von den Inhalten ganz abgesehen.

Jede Woche ein ausführliches Review ist geplant

Bethany plant vorerst, jede Woche einen weiteren Font vorzustellen. Das erscheint wenig, ist aber angesichts des gewaltigen Recherche- und Erstellungsaufwands, den Bethany mit zwanzig Stunden pro Beitrag beziffert, schon ein großes Versprechen. Das FRJ startet zunächst nicht mit einem Geschäftsmodell. Langfristig will Bethany aber wenigstens die Basiskosten über Einnahmen decken. Sponsored Posts und Bannerwerbung will sie allerdings nicht anbieten.

Reviews folgen einem immer gleichen Aufbau.

Bei der Erstellung der Reviews folgt Bethany einem wiederkehrenden Muster, wodurch es für den Leser leicht wird, unterschiedliche Fonts miteinander zu vergleichen. Besonders die historische Einordnung nebst bildhafter Nachweise, sowie die Verwendungsbeispiele in aktuellen Designs finde ich persönlich überaus interessant.

Auch Kritik an den vorgestellten Schriften wird nicht ausgespart. Es handelt sich also nicht um eine Art Schrein für die Glorifizierung von Fonts, sondern um eine praxisbezogene Darstellung der Vor-, aber auch der Nachteile und Eigenartigkeiten der betrachteten Schriften.

Designer, die der englischen Sprache mächtig sind, sollten das „Font Review Journal“ auf jeden Fall in ihre Bookmarks aufnehmen.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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