Dieter Petereit 1. September 2012

Beta jetzt verfügbar: Firefox 16 fokussiert ganz klar den Webentwickler

Eben erst hat Firefox 15 Final das Licht der Netzöffentlichkeit erblickt, schon schiebt Mozilla die Betaversion des Firefox 16 nach. Seit dem 30. August kann die Browserbeta für alle üblichen Plattformen herunter geladen werden. Diesmal fokussiert Mozilla die Webentwicklergemeinde mit verbesserten Developertools und der Möglichkeit, einige wichtige Funktionen nicht mehr prefixen zu müssen.

Mozilla Firefox 16: Hyperaktive Entwickler coden wie verrückt

Der schnelle Releasezyklus des Firefox-Browsers führt in der Tat zu erhöhter Innovationsgeschwindigkeit. Wenn man bedenkt, wie relativ langsam die Entwicklung bei Mozilla voranschritt, bevor Googles Chrome eine neue Zeitrechnung einläutete, erscheint einem Firefox heute so, als würde jemand permanent das Gaspedal durchtreten. Wollen wir uns mal nicht beschweren, schlechter ist das Produkt dadurch bislang nicht geworden.

Eher selten indes fokussierte eine Firefox-Version so klar die Zielgruppe der Webentwickler wie die nun verfügbare Beta des Firefox 16. Übrigens steht die Beta nicht nur für die diversen Desktop-Betriebssysteme bereit, sondern auch für Androidnutzer, die ebenfalls eben erst eine deutlich performantere Firefox-Version 15 mit schicker Tablet-UI in Empfang nehmen durften.

Firefox 16: Unprefixing etlicher CSS-Eigenschaften

CSS3 hält weiterhin beschleunigt Einzug in den Mozillabrowser. Mit Version 16 können Webentwickler auf das leidige Vendorprefixing der folgenden Eigenschaften verzichten:

  • CSS3 Animations
  • Transforms
  • Transitions
  • IndexedDB
  • Battery- und Vibration API
  • Image Values (Das Image Values Module definiert, wie Eigenschaften auf Bilder per URL verweisen. Alle Eigenschaften, welche Bilder als Werte annehmen, z. B. “background-image” und “list-style-image”, nutzen diese Syntax.)
  • Values and Units (Values and Units beschreiben die geläufigen Werte und Einheiten, die CSS-Eigenschaften annehmen können.)

Firefox 16: Developer Tools mit Kommandozeilen-Werkzeug

Der Knüller für gestandene Entwickler dürften die Verbesserungen in den Developer Tools sein. Nicht nur wurden diese übersichtlicher zusammengeführt und somit leichter erreicbar gemacht. Vielmehr wurde ihnen mit dem Graphical Command Line Interface (GCLI) ein Befehlszeilentool hinzugefügt, das tastaturaffinen Entwicklern Freudenschreie entlocken könnte.

Über eine Kommandozeile, einblendbar am unteren Browserrand, können Entwickler direkt auf Features der Developer Tools, etwa auf Firebug-Funktionen zugreifen. Zu Beginn wird man sich sicherlich freuen, dass es auch den helfenden Befehl help console gibt, der einem die möglichen Befehle übersichtlich, versehen mit kleinen Erläuterungen, auflistet. Dabei sind die Funktionen mächtiger, als man zunächst annehmen würde, da sie sich auf einzelne CSS-Selektoren und/oder HTML-Elemente direkt anwenden lassen.

Der Befehl pref mit zusätzlichen Parametern ändert direkt Konfigurationsoptionen. Mit dem Befehl resize to können zudem responsive Designs getestet werden. Und sogar Screenshots sind per Kommandozeile möglich. Mozilla verspricht, den Funktionsumfang der GCLI in künftigen Versionen noch deutlich zu erweitern.

Das folgende Video vermittelt einen ersten Eindruck:

Fazit: Webdeveloper sollten sich Firefox 16 jetzt ansehen. Es lohnt sich.

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Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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2 Kommentare

  1. Das Command-Line-Tool ist mal echt genial, speziell die Möglichkeit den Screenshot eines bestimmten Elementes zu erstellen. Firebug ist einfach das Beste!

  2. Das erste was Firefox-Nutzer abstellen ist bekannterweise die ständige Updaterei, denn sonst kommt man sich im ganz normalen Betrieb, ganz ohne jede Beta, wie ein Betatester vor, Plugins stellen ganz plötzlich ihre Arbeit ein, Funktionen wandern von hier nach dort und wieder zurück, die zuletzt aufgerufenen Websites werden – warum auch immer – präsentiert, … Das braucht kein Mensch! Ein Browser muss einfach nur funktionieren.

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