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Oliver Jensen 7. Januar 2009

Lexikon: Finanzen

Wer sich mit dem Finanzwesen auseinandersetzt, wird mit einer Fülle an Fachwörtern konfrontiert. Während die Experten genau über die Bedeutungen dahinter informiert sind, fühlt sich der Laie schnell überfordert. Grund genug, um allen unerfahrenen Interessenten dieses Finanzlexikon zur Verfügung zu stellen. Von A wie „Abrufkredit“ bis Z wie „Zahlungsstörung“ sind alle geläufigen Fachbegriffe mit einfachen Wörtern beschrieben.

Abrufkredit: Ein Abrufkredit ist quasi die Alternative zum Dispositionskredit. Ein externer Anbieter entscheidet anhand des Einkommens über den Kreditrahmen und der Kunde kann innerhalb dieses Rahmen jederzeit eine Zahlung anfordern. Vorteil gegenüber dem Dispositionskredit sind die geringeren Zinsen.

Absatzfinanzierung: Von Händlern angebotene Finanzierungsmaßnahmen (wie zum Beispiel Ratenkauf oder Leasing) werden als Absatzfinanzierung bezeichnet. Bei einer direkten Absatzfinanzierung wird die Finanzierung direkt zwischen Händler und Kunden vereinbart und bei einer indirekten Absatzfinanzierung läuft die Finanzierung über ein hinzugeschaltetes Kreditinstitut.

Bargeldlose Zahlung: Sowohl der Käufer als auch der Verkäufer benötigen bei der bargeldlosen Zahlung ein Konto, weil das Geld von Konto zu Konto transferiert wird. Zu den bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten zählt daher Überweisung, EC-Kartenzahlung, Kreditkartenzahlung und Zahlung per Verrechnungsscheck.

Barzahlung: Bei der Barzahlung wird das Geld (in Form von Geldmünzen und/oder Geldscheinen) direkt übergeben, so dass keine der beiden Parteien ein Konto benötigt.

Bereitstellungszinsen: Sobald ein Bankinstitut ein Darlehen bewilligt, wird sie die vereinbarte Summe (zum Beispiel durch den Verkauf von Pfandbriefen) aufbringen und zur Verfügung stellen. Sollte der Kreditnehmer zu diesem Zeitpunkt das Geld noch nicht beanspruchen, es also bei der Bank „liegen lassen“, fallen Bereitstellungszinsen an. Im Kreditvertrag wird genau festgelegt, von welchem Zeitpunkt an diese Zinsen anfallen.

Bonitätsprüfung: Durch eine Bonitätsprüfung wird die Kreditwürdigkeit eines Kunden geprüft. Anhand der Schufa-Auskunft und des Einkommensnachweis (teilweise spielt sogar die berufliche Qualifikation eine Rolle) wird also beurteilt, ob der Kunde seiner Zahlungsverpflichtung langfristig nachkommen kann. Solch eine Prüfung ist vor der Bewilligung eines Kredits, aber auch vor Abschluss sonstiger Vertragsverhältnisse (z.B. Handy-Vertrag) üblich.

Bürgschaft: Bei einer Kreditvergabe mit mangelnden Sicherheiten verlangen Kreditgeber oftmals eine Bürgschaft. Ein Dritter (also der Bürge) verpflichtet sich vertraglich dazu, die Schulden zu übernehmen, sollte der Schuldner seiner Zahlungspflicht nicht mehr nachkommen können.

Cap: Cap ist die Fachbezeichnung für die Zinsobergrenze beziehungsweise für das Zinssicherungsinstrument. Bei einem variablen Darlehen wird dadurch festgelegt, welche Grenze der Zinssatz nicht überschreiten darf.

Dauerauftrag: Ein Dauerauftrag ist für regelmäßige Überweisungen gedacht. Der Inhaber eines Girokontos legt fest, in welchen zeitlichen Abständen ein bestimmter Betrag überwiesen wird.

Debitkarte: Debitkarte ist die offizielle Bezeichnung für EC-Karte, womit Barabhebungen am Geldautomaten und Kartenzahlungen möglich sind.

Dispositionskredit: Ein Dispositionskredit wird auch als Überziehungskredit oder einfach als Dispo bezeichnet. Direkt an das Girokonto gekoppelt, ermöglicht dieser Kredit das Überbrücken kurzzeitiger finanzieller Engpässe. Ohne über ein Guthaben zu verfügen, kann der Kontoinhaber Geld abheben und dadurch ins Minus gehen (das Konto überziehen). Die Höhe dieses Dispositionskredits wird vom Bankinstitut festgelegt und hängt vom regelmäßigen Einkommen ab.
Genauere Informationen zum Dispositionskredit – gerade für Freiberufler und Selbstständige interessant – sind in unserem Artikel zu finden.

Dividende: Eine Aktiengesellschaft zahlt ihren Aktionären eine Dividende aus, wobei es sich um eine erfolgsabhängige Entlohnung je Aktie handelt. Die Höhe dieser Auszahlung hängt einerseits vom Gewinn, andererseits aber auch vom Beschluss der Hauptversammlung ab. In manchen Fällen ist eine andere Gewinnverwendung geplant, sodass zunächst keine Dividende ausgezahlt wird.

Effektivzins: Auch als effektiver Jahreszins bekannt, gibt der Effektivzins die jährlichen Kosten eines Kredits bekannt. Angegeben wird dies stets in Form eines Prozentsatzes. Sollte es sich um einen variablen Zinssatz handeln, sodass die Entwicklung langfristig nicht vorausgesagt werden kann, wird lediglich von einem anfänglichen Effektivzins gesprochen.

Eigenkapital: Eigenkapital kann unterschiedliche Bedeutungen haben. In der Wirtschaft ist die Geldsumme gemeint, mit dem ein Unternehmen haften kann. Im Bereich der Baufinanzierung meint man wiederum jenes Geld, über das der Bauherr selber verfügt und das direkt in die Finanzierung mit einfließt. Nur im Falle eines sicheren und angemessen hohen Einkommens kann es möglich sein, auch ohne Eigenkapital eine Baufinanzierung zu realisieren.

Electronic Banking: Electronic Banking (kurz: E-Banking) ist der Oberbegriff für alle elektronisch abwickelbaren Bankgeschäfte. Dazu zählt das Online-Banking, das Telefonbanking, das SB-Banking und das bargeldlose Zahlen mit einer Karte.

Entgelt: Das Entgelt ist die Gegenleistung für die vereinbarte und erbrachte Leistung. Beispiel: In einem Arbeitsverhältnis wird das Gehalt als Entgelt bezeichnet, da dies die Gegenleistung für die erbrachte Arbeit ist.

Fälligkeit: Als Fälligkeit wird der Zeitpunkt bezeichnet, an dem eine Schuld beglichen sein muss.

Festzins: Ein Festzins ist ein festgeschriebener Zinssatz. Das heißt, unabhängig von der Zinsentwicklung wird der Zins gleich bleiben. Für den Kreditnehmer ergibt sich der Vorteil, dass er von eventuell kommenden Zinserhöhungen unbetroffen wäre. Auf der anderen Seite würde er aber auch nicht von eventuellen Zinsrückgängen profitieren. Im Bereich der Baufinanzierung wird meistens erst einmal ein Festzins vereinbart, der sich nach etwa 10 Jahren in einen variablen Zinssatz umwandelt.

Future: Future wird auch als Börsenkontrakt oder Terminkontrakt bezeichnet. Gemeint ist ein verbindlicher Börsenvertrag zwischen zwei Parteien, bei dem beide die gleichen Pflichten und Rechte haben. Durch solche Verträge kann zum Beispiel die Lieferung und Abnahme bestimmt werden.

Forderung: Nach erbrachter Leistung (zum Beispiel eine Dienstleistung oder ein Verkauf) hat der Gläubiger gegenüber dem Schuldner eine Forderung, womit das Entgelt gemeint ist.

Gläubiger: Wer gegenüber einem Schuldner einen Anspruch hat, wird als Gläubiger bezeichnet.

Grundschuld: Eine Grundschuld dient der Sicherung eines Darlehens. Solch ein Grundpfandrecht ist an dem Eigentum eines Grundstückes oder an das Erbbaurecht des Kreditnehmers geknüpft. Sollte dieser seiner Zahlungspflicht nicht mehr nachkommen können, darf der Kreditgeber eine Zwangsvollstreckung anordnen, um durch den Erlös seine Forderung einzuholen.
Unterschieden wird zwischen der Buchgrundschuld und der Briefgrundschuld. Während die Buchgrundschuld nur im Grundbuch eingetragen wird, gibt es bei der Briefgrundschuld zusätzlich einen Grundschuldbrief. Dies ermöglicht eine höhere Flexibilität, da auch ohne Notar beziehungsweise lediglich mit der Übergabe des Briefes die Grundschuld weitergegeben werden kann.

Halbbarzahlung: Zahlungen per Barcheck oder Zahlschein gelten als Halbbarzahlung, da einer der beiden Parteien ein Konto benötigt.

Hypothek: Eine Hypothek ist der Grundschuld sehr ähnlich. Es handelt sich also auch hier um ein dingliches Recht, aus einem Grundstück eine Forderung einzuholen. Unterschied ist nur, dass eine Hypothek ein an die Forderung gebundenes Recht ist, während die Grundschuld nicht an die Forderung gebunden ist.

IBAN: IBAN ist die Abkürzung für International Bank Account Number. Durch die Einführung dieses Kontonummernsystems wurde eine Vereinheitlichung für den internationalen Zahlungsverkehr geschaffen, sodass Überweisungen ins Ausland einfacher sind.
In Deutschland setzt sich die IBAN-Nummer aus DE (Abkürzung für Deutschland), einer zweistelligen Prüfziffer sowie der Bankleitzahl und der Kontonummer zusammen. In anderen Ländern sind wiederum andere Zusammensetzungen üblich.

Inkasso: Inkasso ist die Fachbezeichnung für den Einzug fälliger Forderungen. Genau 30 Tage nach Erhalt beziehungsweise Fälligkeit einer Rechnung befindet sich ein Schuldner im Zahlungsverzug, sodass Inkassomaßnahmen eingeleitet werden dürfen. Für diese Aufgabe sind Rechtsanwälte, Banken und private Inkassounternehmen zuständig.

Weitere Informationen zu den Leistungen und den Kosten eines Inkasso-Unternehmen sind in diesem Artikel zu finden.

Kapitalanlage: Geldanlagen wie Fonds, Aktien, Festgeld oder Immobilien werden als Kapitalanlage bezeichnet. Der Anleger legt das Kapital möglichst langfristig an und erhofft sich dadurch eine gute Rendite beziehungsweise einen hohen Gewinn.

Kredit ohne Schufa: Ein Kredit ohne Schufa unterscheidet sich von einem herkömmlichen Kredit, da vor der Kreditbewilligung keine Auskünfte der Schufa eingeholt werden und auch keine Informationen an die Schufa herausgegeben werden. Dennoch ist eine ausreichende Bonität Grundvoraussetzung für eine Kreditbewilligung. Der Antragsteller sollte seit mindestens 12 Monaten in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen und höchstens 58 Jahre alt sein. Da der Zins bei schufafreien Krediten recht hoch ist, sollte er nur beantragt werden, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt.

Lastschriftverfahren: Durch das Lastschriftverfahren kann der Zahlungsempfänger die vereinbarte Summe direkt vom Konto des Zahlungspflichtigen abbuchen und dem eigenen Konto gutschreiben lassen. Unterschieden wird zwischen dem Abbuchungsverfahren und der Einzugsermächtigung. Beim letzteren Verfahren erteilt man dem Zahlungsempfänger schriftlich das Recht zur Abbuchung. Beim Abbuchungsverfahren wird wiederum gegenüber der Bank schriftlich erklärt, dass der Zahlungsempfänger zur Abbuchung berechtigt ist.

Lombardkredit: Ein Lombardkredit wird auch als kurzfristige Kreditüberlassung bezeichnet. Es handelt sich gewisser Weise um eine Verpfändung, da eine bewegliche Sache oder ein verbrieftes Recht als Sicherheit hinterlegt wird. Am meisten verbreitet ist der sogenannte Effektenlombardkredit, bei dem Wertpapiere als Pfand dienen.

Mahnverfahren: Sollte sich der Schuldner im Zahlungsverzug befinden, kann ein Mahnverfahren eingeleitet werden. Die Forderung wird dann ohne Erhebung einer Klage durchgesetzt. Nur wenn der Schuldner die Forderung nicht anerkennt, wäre eine gerichtliche Auseinandersetzung nötig.

Mitschuldner: Sollten zwei Personen (zum Beispiel Ehepartner) gemeinsam einen Kredit aufnehmen, wird von einem Hauptschuldner und einem Mitschuldner gesprochen. Zusammen bilden sie den Gesamtschuldner. Der Mitschuldner ist ebenfalls zur Begleichung der Schuld verpflichtet, sodass er eventuell für den Hauptschuldner einspringen muss. Vorteil an der Kreditaufnahme zweier Personen ist, dass eine bessere Bonität vorliegen kann und dadurch der Finanzierungsspielraum höher wäre.

Mobile TAN: Mobile TAN (auch bekannt als SMS TAN) zählt zu den sichersten Verfahren beim Online-Banking. Nach Ausfüllen einer Überweisungsformulars kriegt der Kontoinhaber eine Transaktionsnummer per SMS geschickt, die er dann in das dafür vorgefertigte Feld eingibt. Nach derzeitigem Wissenstand bietet das Mobile TAN für Betrüger kaum eine Angriffsfläche.

Nominalzinssatz: Kreditgeber werben öffentlich für Finanzierungsangebote, bei denen der Zinssatz direkt angegeben wird. Dabei handelt es sich aber lediglich um den Nominalzins, bei dem die Nebenkosten (wie zum Beispiel der Bereitstellungszins) nicht berücksichtigt sind. Daher wird eine Finanzierung meist teurer als es dem Angebot zu entnehmen war.

Online Banking: Durch das Online Banking hat der Kunde über Internet einen direkten Zugriff auf den Rechner der Bank, sodass er zum Beispiel seine Kontostände abfragen oder Überweisungen tätigen kann. Um vor einem Missbrauch zu schützen, gibt es verschiedene Sicherheitsverfahren. Am meisten verbreitet ist das PIN&TAN-System.

Optionen: Eine Option ist in der Wirtschaft ein bedingtes Termingeschäft. Es wird festgelegt, zu welchem Preis ein Produkt gekauft beziehungsweise verkauft werden kann. Da dies aber lediglich eine Option ist, kann man dieses Recht auch verstreichen lassen. Die eine Partei bindet sich also an die festgelegten Konditionen, während die andere Partei keine direkte Verpflichtung eingeht.

Rendite: Die Rendite ist der Gewinn einer Geldanlage und wird meistens in Prozent angegeben.

SB-Banking: SB-Banking ist der Oberbegriff für alle Kundenselbstbedienungen im Bankwesen. Hierzu zählt die Nutzung eines Geldautomaten, eines Überweisungsterminals und das Ausdrucken von Kontoauszügen

SCHUFA: Die Schufa -ein privates Unternehmen aus Wiesbaden- möchte ihre Vertragspartner vor Forderungsausfällen schützen. Dafür wurden bereits 362 Millionen Datensätze von 62 Millionen Bundesbürgern gesammelt, sodass sich jeder Kreditgeber über die bisherige Zahlungsmoral des Kreditnehmers informieren kann. Der Aufbau des Schufa-Bestandes ist auf ein Geben-und-Nehmen-Prinzip zurückzuführen. Die Vertragspartner liefern Informationen zum Kreditverhalten eines Verbrauchers und erhalten im Gegenzug Informationen über einen neuen Antragsteller.

SCHUFA-Auskunft: Vor einer Kreditbewilligung oder einem sonstigen Vertragsverhältnis mit regelmäßiger Zahlungspflicht wird eine SCHUFA-Auskunft eingeholt. Der Kreditgeber beziehungsweise der Vertragspartner wendet sich an die SCHUFA und informiert sich über das bisherige Kreditverhalten des Verbrauchers, um daraufhin zu entscheiden, ob man zu einem neuen Vertragsverhältnis bereit ist. Grundsätzlich darf eine SCHUFA-Auskunft nur eingeholt werden, wenn der Verbraucher hierfür sein Einverständnis gibt. Daher beinhalten die meisten Anträge eine Schufaklausel, sodass man durch die Unterschrift automatisch eine SCHUFA-Auskunft genehmigt.

Schuldner: Wer dem Gläubiger einen Geldbetrag oder eine sonstige Leistung schuldet, wird als Schuldner bezeichnet.

Schuldnerberatung: Für Menschen mit hohen Schulden, ohne Hoffnung diese jemals begleichen zu können, wurden Schuldnerberatungsstellen eingerichtet, wo die Betroffenen rechtlich und psychologisch betreut werden, damit sie aus den roten Zahlen wieder heraus kommen. Deutschlandweit bekannt wurde die Arbeit der Schuldnerberater durch die RTL-Sendung „Raus aus den Schulden.“ Wer ebenfalls eine solche Hilfe in Anspruch nehmen möchte, findet im Schuldnerberatungsstellen-Verzeichnis alle Kontaktdaten.

TAN: TAN ist die Abkürzung für Transaktionsnummer. Es handelt sich um ein Passwort, das bei einer elektronischen Transaktion (zum Beispiel bei Online-Banking-Überweisungen) benötigt wird. Da jede Transaktionsnummer lediglich einmal verwendet werden kann, erhalten die Bankkunden eine TAN-Liste mit bis zu 100 verschiedenen Zahlenkombinationen. Wurden all diese Passwörter verwendet, wird eine neue Liste benötigt, die von der Bank per Post übersandt wird.

TAN-Generator: Ein TAN-Generator generiert auf Basis der Sicherheitsinformationen einer Maestro-Karte beliebig viele Transaktionsnummern. Gefahr ist aber, dass ein Dritter in den Besitz der Karte kommt und dann ebenfalls gültige TANs generieren kann.

Telefonbanking: Telefonbanking wurde bereits in den 1990er Jahren eingeführt, wird vom Online-Banking aber immer mehr verdrängt. Von den Möglichkeiten her unterscheidet sich das Telefonbanking kaum von der Internet-Variante. Auch per Telefon können also Kontostände abgefragt, Überweisungen getätigt oder Daueraufträge eingerichtet werden. Um zu prüfen, ob der Anrufer auch tatsächlich der Kontoinhaber ist, muss stets die Kundennummer und die Identifikationsnummer (PIN) angegeben werden.

Tilgung: Eine Tilgung ist die Rückzahlung einer Forderung. Bei einem Kredit wird daher von einer Kredittilgung gesprochen.

Transferieren: Transferieren stammt vom englischen Wort transfer (deutsch: Übergabe) ab und ist im Bankwesen die Fachbezeichnung dafür, wenn ein Geldbetrag einer anderen Person (zum Beispiel per Überweisung) überbracht wird.

Umschuldung: Eine Umschuldung ist quasi ein Austausch von Schulden. Man nimmt also einen neuen Kredit auf, um auf diese Art und Weise einen anderen Kredit tilgen zu können. Sinn und Zweck einer Umschuldung ist es, in den Genuss günstigerer Konditionen zu kommen. Beispiel: Der Dispositionskredit mit einem Zinssatz von 13 Prozent wurde in Höhe von 5.000 Euro beansprucht. Da ein Ratenkredit einen erheblich günstigeren Zinssatz hat, wird ein Kredit aufgenommen, um den Dispositionskredit damit tilgen zu können.

Umwandlung: Umwandlungen können auch als Änderungen bezeichnet werden. Im Falle einer Umwandlung werden nämlich die Bedingungen (zum Beispiel Zinsen oder Tilgungsraten) bei einem Finanzprodukt geändert.

Variabler Zins: Ein variabler Zins wird in regelmäßigen Abständen der Zinsentwicklung angepasst, sodass der Zinssatz sowohl steigen als auch sinken kann.

Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten sind die ausstehenden Zahlungen gegenüber eines Gläubigers. Daher werden im Rechnungswesen alle unbeglichenen Rechnungen als Verbindlichkeiten bezeichnet.

Vollstreckungsbescheid: Der Vollstreckungsbescheid steht am Ende eines Mahnverfahrens und sichert die Forderung des Gläubigers gegenüber eines Schuldners. Diese Urkunde gibt dem Gläubiger das Recht dazu, über die folgenden 30 Jahre das Geld einzufordern bzw. eine Zwangsvollstreckung zu vollziehen. Sollte der Schuldner die Forderung nicht anerkennen wollen, muss er innerhalb von 2 Wochen Einspruch einlegen. Ansonsten gilt der Vollstreckungsbescheid als rechtmäßig und ist daher unanfechtbar.

Zahlungsstörung: Sollte die Tilgung einer Kreditrate zu spät oder gar nicht erfolgen, wird von einer Zahlungsstörung (auch bekannt als Zahlungsausfall) gesprochen.

Zahlungsverkehr: Alle Übertragungen von Zahlungsmitteln (ob nun per Barzahlung, Halbbarzahlung oder bargeldoser Zahlung) werden dem Zahlungsverkehr zugeordnet.

Zinsen: Das Entgelt für ein Kredit oder ein Guthaben wird als Zinsen bezeichnet. Da diese meist in Prozent angegeben werden, wird oftmals von einem Zinssatz gesprochen.

Zinseszins: Zinseszins ist ein Begriff aus der Finanzmathematik. Sollten die Zinsen einer Geldanlage weiterhin angelegt und daher auch erneut verzinst werden, spricht man bei der nächsten Zinszahlung von einem Zinseszins. Nur durch die Berücksichtigung des Zinseszins kann man ausrechnen, zu welchem Zeitpunkt ein bestimmtes Kapital erreicht ist.

Zwei-Säulen-Prinzip: Die Europäische Zentralbank möchte eine Preisstabilität gewährleisten und beobachtet daher die Geldentwicklung. Neben dem Geldmengenzuwachs werden auch die Lohnentwicklungen, die Zinsentwicklungen und die Messgrößen für die Wirtschaftsfähigkeit berücksichtigt. Die monetären (geldlichen) und die nichtmonetären (wirtschaftlichen) Werte spielen also gleichermaßen eine Rolle, weshalb von einem Zwei-Säulen-Prinzip gesprochen wird. ™

Oliver Jensen

arbeitet als freiberuflicher Texter und Journalist und ist für Zeitschriften, Redaktionen und verschiedene Firmen tätig. Bevor er diesen Werdegang einschlug, konzentrierte er sich auf die dramaturgischen Aufgaben, wobei er ein Theaterstück und Drehbücher für Kurzfilme und Showreels schrieb.

2 Kommentare

  1. oliver hatt sich viel mühe gegeben eine danke muss mann auch sagen danke

  2. danke oliver. ausgedruckt und klebt an der pinnwand! :)

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