Andreas Hecht 15. März 2019

Forever Young! So erschaffst und erhältst du Evergreen-Content

Die besten Inhalte, die du erschaffen kannst, sind jene, die nicht an Aktualität verlieren, die also, wie die Tanne im Winter, immergrün bleiben, den sog. Evergreen-Content. Sicherlich hast du das bereits getan, aber vermutlich nicht konsequent und planmäßig. Der größere Teil deiner Inhalte ist sicherlich eher tagesaktuell und somit bald wertlos. In diesem Artikel zeige ich dir Möglichkeiten, wie du jene Inhalte schreiben kannst, von denen deine Website noch in zehn Jahren profitiert.

Was ist Evergreen-Content?

Der Begriff Evergreen stammt aus der Musik und bezeichnet einen Song, der immer aktuell ist. Er wurde vor langer Zeit gehört, er wird heute gehört und man wird ihn noch in zwanzig Jahren hören. Genau das müssen wir mit unseren Inhalten erreichen. Wir müssen Inhalte verfassen, die immer aktuell sind und insofern immer wieder mit Berechtigung als relevante Inhalte in Googles SERPs auftauchen.

Tech-Blogs haben es schwer

Evergreen Content ist zeitlos, immer aktuell. Das funktioniert allerdings nicht mit allen Inhalten. Techblogs und News-Schreiber werden es sehr schwer haben, zuviel ändert sich.

Evergreen-Content oder nicht

Wenn du allerdings Anleitungen schreibst, etwa zum Thema „Wie schreibe ich ein Produkt-Review”, dann schreibst du potenziellen Evergreen-Content. Wenn du hingegen eine Anleitung zu den Tastaturkombinationen von Windows oder Mac schreibst, ist es kein Evergreen-Inhalt, zumindest nicht automatisch.

Die Art, ein Produkt-Review zu schreiben, wird sich auch in zehn Jahren nicht von der heutigen unterscheiden. Allerdings könnten in nur zehn Jahren sich die Tastaturkombinationen der Betriebssysteme durchaus ändern.

Das heißt nicht, dass du mit deinem Text über die Tastaturkombinationen keinen Evergreen schaffen kannst. Du musst nur wissen, wie. Übrigens, die Vorteile liegen auf der Hand:

evergreen-content-analytics

Zeitlose Inhalt verschaffen dir auf Dauer sehr viele Page-Views.

Evergreen-Inhalte können gezielt erschaffen werden

Nicht jeder Artikel ist dafür geeignet, ein Evergreen zu werden. Viele jedoch sind es mit etwas Aufwand. Google Analytics oder die Analyse-Software deiner Wahl ist dein bester Freund für diesen Job.

Denn, wenn du schon längere Zeit Inhalte erstellst, dann verfügst du über einen großen Fundus von Artikeln. Mach dir eine Liste von älteren Beiträgen, die immer noch sehr gut besucht sind. Nimm sie genau unter die Lupe und prüfe, ob du sie aktualisieren kannst.

Wenn ja, dann tue es. Deine meist besuchten Beiträge sollten immer aktuell und frisch gehalten werden. Zudem kann es sehr vorteilhaft sein, wenn du das Datum der Aktualisierung ausgibst.

Es existiert ein sehr gutes Plugin für diesen Job. Es nennt sich Last Modified Timestamp. Gib besser immer das Datum der letzten Aktualisierung heraus und nicht das Datum, an dem der Post ursprünglich veröffentlicht wurde. So kann ein Besucher gleich erkennen, dass der von ihm gefundene Inhalt noch immer aktuell ist.

Natürlich kannst du auch das VÖ-Datum auf das aktuelle Datum anpassen und unter dem Text einen Vermerk setzen, der über das ursprüngliche Erstveröffentlichungsdatum, sowie darüber, dass dieser Beitrag aktualisiert wurde, informiert.

Image by stevepb on Pixabay

Die verschiedenen Formen von Evergreen-Content

Anleitungen habe ich dir bereits als Beispiel für Evergreen-Content genannt, aber auch Rezepte, Fitness-Tipps und ähnliche Posts gehören dazu. Hier gebe ich dir nun einige Anregungen, wie du Evergreen-Inhalte produzieren kannst. Die folgenden Inhalts-Typen gehören einwandfrei dazu.

#1: Häufig gestellte Fragen

Wenn du keine Lust mehr auf die ständig gleichen Fragen hast, oder davon ausgehen kannst, dass du bestimmte Fragen immer wieder gestellt bekommst, dann kannst du eine FAQ-Seite anlegen. Hier schreibst du die Frage mit der passenden Antwort nieder. Das ist ein großartiges Beispiel für nachhaltige Inhalte. Sobald neue Fragen auftauchen, kannst du sie deinem FAQ hinzufügen und bietest deinen Lesern genau das, wonach sie gesucht haben.

#2: Glossare

Als Branchenexperte weißt du natürlich, was die auf deiner Website eingesetzten Begriffe bedeuten. Deine Leser wissen das jedoch oftmals nicht. Entfremde dich also nicht von deinen Lesern, sondern biete ihnen einen Mehrwert, der sie auf eine Stufe mit dir stellt. Erstelle ein Glossar und „übersetze” dort die Fachbegriffe, so dass sie von jedermann verstanden werden können. Niemand mag durch einen Artikel stolpern und nicht klar wissen, worum es wirklich geht. Führe deine Leser also mit einem Glossar ins Licht.

#3: Geschichtsbeiträge

Die Geschichte liegt immer in der Vergangenheit. Sie wird sich nicht ändern. Wenn du über geschichtliche Themen schreibst, wirst du wohl kaum auch nur einen nicht aktuellen Beitrag auf dem Blog haben. Du könntest zum Beispiel über die Geschichte der Industrialisierung schreiben. Oder du gräbst tief und findest einige berühmte Menschen aus den vergangenen Jahren, über die es sich zu schreiben lohnt.

Sollte dein Blog der einzige im deutschsprachigen Internet sein, der sich mit solchen Themen beschäftigt, dann hast du den Jackpot geknackt. Denn er wird einen enormen Wert für Forscher in deiner Nische haben. Und das für viele Jahre.

#4: Checklisten

Checklisten sind so ähnlich wie Anleitungen, nur mit einem offenen Ende. Sie geben dir keine genauen Anweisungen, sondern nur eine Art grundlegenden Überblick, wie etwas zu tun ist. Und doch sind Checklisten beliebt, denn sie bieten Produktivitätsvorteile. Erledigte Aufgaben mögen wir alle. Warum solltest du dann nicht Inhalte rund um diesen Prozess verfassen?

Foto von TeroVesalainen auf Pixabay

#5: Produktivitätsbeiträge

Mit nur wenigen Anpassungen sind Artikel dieser Art immer aktuell. Das Thema interessiert sehr viele Menschen. Wer wünscht sich in der heutigen Zeit nicht, produktiver zu sein? Mit Beiträgen dieser Art kannst du dein Schiff in verschiedene Richtungen steuern. Zuerst könntest du herausarbeiten, wie man mehr Arbeit in weniger Zeit erledigen kann. Für schnelle Beförderungen, zum Beispiel. Ein weiterer Aspekt kann jedoch auch sein, wie man die gleiche Arbeit in weniger Zeit erledigt. Vielleicht um mehr Freizeit genießen zu können.

Fazit

Falls du noch keine immergrünen Artikel veröffentlicht hast, dann solltest du es jetzt tun. Evergreen-Inhalte sorgen für richtig gute interne Links und du solltest nicht müde werden, sie immer wieder zu verlinken. Mit der Zeit baust du dir durch diese Art von Inhalten einen Experten-Status auf, wodurch du dann nochmals mehr Traffic bekommen wirst.

(Dieser Beitrag ist Evergreen-Content. Er erschien erstmals im November 2016 und wird seitdem aktuell gehalten. Das letzte Update erfolgte am 11. März 2019. Das Beitragsbild stammt aus dem Portfolio von Depositphotos.)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.
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