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Dieter Petereit 27. März 2019

So schnell erstellst du mit der kostenlosen Web-App Pablo Bilder (nicht nur) für die sozialen Medien

Kleine Helfer, mit denen man schnell und unkom­pli­ziert Bilder für die sozia­len Medien erstel­len kann, haben Konjunktur. Erst vor kur­zem stell­ten wir euch einen gan­zen Haufen die­ser Tools vor. Auch Pablo aus dem Hause Buffer hat­ten wir natür­lich in unse­rer Liste. Es lohnt sich indes, den schnel­len Helfer noch­mal aus­führ­li­cher zu betrach­ten.

Schnell mal ein Bild für Twitter oder Facebook klöppeln!

Gleich ein­lei­tend sei gesagt, dass es weit leis­tungs­fä­hi­ge­re Werkzeuge als Pablo gibt. Ausführlicher stell­te uns Sven Lennartz Canva vor, das wir auch hier bei Dr. Web benut­zen. Neben Canva schau­ten wir uns Crello und Spark in die­sem Beitrag näher an. Wozu soll­te man also über­haupt bei Pablo vor­bei­schau­en?

Pablo bezieht sei­nen Charme ein­deu­tig aus der tota­len Reduktion auf das Wesentliche. So ist Pablo inner­halb von zwei Minuten erlernt. Das ers­te Ergebnis hast du – wenn du es dar­auf anlegst – sogar schnel­ler run­ter­ge­la­den, denn Pablo star­tet direkt mit einem anspre­chend aufbereitetenTemplate vor beein­dru­cken­der Kulisse. Anders als frü­her hat Pablo längst nicht mehr nur Zitate-Vorlagen auf Lager, son­dern eig­net sich vor­züg­lich für die ver­schie­dens­ten Zwecke.

So begrüßt Pablo Neuankömmlinge. (Screenshot: Dr. Web)

Mit einem Doppelklick auf den Text wird die­ser edi­tier­bar. Über eine Auswahl an Google Fonts kannst du die Schriftart in Maßen beein­flus­sen. Die Textformatierung fin­det über ein Kontextmenü statt, dass sich ein­blen­det, sobald du Text mar­kiert hast. Verschieben lässt sich der Text per Drag-and-Drop. Des Weiteren ist es mög­lich, dei­ne Texte fett oder kur­siv zu set­zen und die Schriftgröße klein, mit­tel oder groß zu wäh­len. Pixelwerte sind nicht wähl- oder defi­nier­bar. Das Design muss rein nach Auge erfol­gen.

Texte kön­nen nicht nur weiß oder schwarz gesetzt wer­den. Vielmehr ist es sogar mög­lich, Farben aus dem als Hintergrund ver­wen­de­ten Bild für die Textdarstellung zu nut­zen. Das erlaubt schon sehr pro­fes­sio­nel­le Eindrücke.

Unterschiedlich zu for­ma­tie­ren­de Textabschnitte kannst du erzeu­gen, indem du auf der rech­ten Sidebar links und rechts von Body auch noch Header und/oder Caption akti­vierst. Das ist ganz nütz­lich, wenn du einen Sale oder eine sons­ti­ge Aktion ankün­di­gen willst.

Ich habe mich inner­halb des Templates-Dropdowns aller­dings für das Zitat „Quote” ent­schie­den:

Hier wählst du, was für eine Art von Grafik du erstel­len willst. (Screenshot: Dr. Web)

Letztlich ist die­se Wahl nicht wich­tig, denn du kannst natür­lich jede Art von Grafik erstel­len, egal, wel­ches Templates du vor­wählst. Das jewei­li­ge Template hat eher ein Art Inspirationszweck, denn es ist so vor­be­legt, dass du direkt erken­nen kannst, wor­um es geht. Kreativen wird die­se Vorbelegung nicht viel Mehrwert brin­gen.

Bild mit Text gemischt – fertig ist das Social Image

Pablo ist an die Bilddatenbank von Unsplash ange­bun­den und bie­tet dir auf die­se Weise über 600.000 kos­ten­lo­se Bilder, die du bequem aus Pablo ein­fü­gen, aber auch fil­tern kannst. Dazu gibst du einen Suchbegriff ober­halb der Bildleiste ein und klickst auf das Lupen-Icon.

Über „Upload Image” kannst du auch eige­ne Fotos hoch­la­den und ent­spre­chend als Hintergrund ver­wen­den. Dabei soll­test du dar­auf ach­ten, dass die Bilder für ver­schie­de­ne Auflösungen brauch­bar sind. Pablo unter­schei­det hier nur ganz grob in „Tall” (für Pinterest), „Square” (für Instagram) und „Wide” (für Facebook und Twitter).

Einfluss auf den Bildfokus und den Beschnitt kannst du neh­men, indem du ober­halb des Bearbeitungsfenster auf „Reposition” klickst. Damit bist du in der Lage, den Bildausschnitt zu ver­schie­ben oder per Zoom bild­wich­ti­ge Bestandteile zu ver­grö­ßern.

Eine gan­ze Reihe wähl­ba­rer Effekte erlaubt die Individualisierung des schnel­len Social-Media-Bildes. Dabei steht vor allem die Lesbarkeit im Vordergrund. So legst du Weichzeichner, Farbebenen und eini­ge ande­re Effekte zwi­schen Bild und Text und sorgst so für eine gute Darstellung des Textmaterials.

Social Image voll indi­vi­du­ell. (Screenshot: Dr. Web)

Interessant ist noch das Hinzufügen eines eige­nen Logos über den Schalter „Insert Logo or Graphic”. Ein Klick dar­auf öff­net den Dateiauswahldialog. Hier wählst du ein JPG oder PNG, Vektorformate funk­tio­nie­ren lei­der nicht, das nach dem Upload über dem Hintergrundbild mit­tig ein­ge­fügt wird.

Ist das eige­ne Logo erst­mal hoch­ge­la­den, wer­den unter dem Schalter zwei Schieberegler ein­ge­blen­det. Mit dem obe­ren kannst du die Größe des Logos in Pixeln ver­än­dern. Die Position des Logos änderst du ein­fach per Drag-and-Drop des Logos sel­ber.

Der unte­re Schieberegler namens „Radius” erlaubt das Anrunden der Ecken des hoch­ge­la­de­nen Logos. Das emp­fiehlt sich indes nur bei JPGs, da sich der Radius bei PNGs auf alle im Bild ver­füg­ba­ren Kanten aus­wirkt, was in den sel­tens­ten Fällen beab­sich­tigt sein dürf­te.

Nützlich ist noch die Möglichkeit, das Logo per Klick auf „Hide” zu ver­ber­gen. Möglicherweise möch­test du nicht auf allen Grafiken das Logo dar­stel­len. In frü­he­ren Versionen von Pablo muss­test du das Logo in die­sem Fall ent­fer­nen und spä­ter ganz neu hoch­la­den. Das ist jetzt nicht mehr erfor­der­lich.

Schneller kannst du dir ein hüb­sches Social Image nicht bau­en als mit Pablo. (Screenshot: Dr. Web)

Damit ist Pablos Funktionsumfang abschlie­ßend beschrie­ben. Zu guter Letzt ent­schei­dest du noch, was mit dei­nem Instant-Meisterwerk gesche­hen soll. Über „Share and Download” kannst du es direkt zu Twitter, Facebook, Instagram, Pinterest oder in dei­nen Buffer schie­ben. Wie du dir den­ken kannst, führt ein Klick auf „Download” dazu, dass das Bild her­un­ter­ge­la­den wird. Der Dateiname ist nicht wähl­bar und lau­tet stets pablo.png.

Da das Bild trotz foto­gra­fi­scher Hintergründe als PNG gelie­fert wird, ist es natür­lich nicht eben ein Leichtgewicht. Mein Testbild hat­te 0,9 Megabyte. Du soll­test es vor der Verwendung also durch­aus noch­mal durch einen Verkleinerer jagen. Einige haben wir in die­sem Artikel vor­ge­stellt.

Noch ein Hinweis für Buffer-Nutzer und sol­che, die es wer­den wol­len oder nicht: Obschon man sich bei Pablo mit sei­nem Buffer-Account anmel­den kann, ist das unter kei­nem Aspekt erfor­der­lich oder auch nur nütz­lich. Das Tool funk­tio­niert mit sei­nem kom­plet­ten Funktionsumfang ohne Anmeldung. Selbst das Hochladen eige­ner Bilder und Logos setzt kei­nen Account vor­aus. Nun könn­te man noch hof­fen, dass hoch­ge­la­de­ne Bilder und Logos etwa für ange­mel­de­te Nutzer gespei­chert blie­ben. Das wür­de sicher­lich Sinn erge­ben, ist aber nicht so. Auch treue Bufferer müs­sen stets von vor­ne begin­nen.

Im Ergebnis ist Pablo auch in 2019 sei­nem stark redu­zier­tem Funktionskonzept treu geblie­ben. Es gibt weit stär­ke­re Wettbewerber, aber kaum einen, der ver­gleich­bar schnell zu Ergebnissen führt. Wenn du also mal eben schnell ein Zitat anhüb­schen und über dei­ne Kanäle jagen willst, schau bei Pablo vor­bei. Der Junge ist echt flink.

Übrigens: Wenn du ein ech­ter Pablo-Fan bist und ihn stän­dig um dich haben willst, soll­test du dir even­tu­ell die kos­ten­lo­se Chrome-Extension instal­lie­ren.

(Dieser Beitrag erschien erst­mals im November 2015 und wird seit­dem aktu­ell gehal­ten. Das letz­te Update erfolg­te am 25. März 2019.)

Beitragsbild: TeroVesalainen from Pixabay

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

9 Kommentare

  1. Danke für die­sen Artikel, genau die­ses Tool wer­de ich nun öfter ein­set­zen. Meine Kunden wer­den sich freu­en.
    Grüsse sen­det Daniela

  2. Hallo Dr. Web,

    ich möch­te mal etwas Kritik los­wer­den:
    Ich schaue regel­mä­ßig und ger­ne bei Euch vor­bei und lese ger­ne Eure Artikel. Aber was mich in letz­ter Zeit immer mehr nervt und mir den Spaß an Dr. Web deut­lich schmä­lert ist die immer pene­tran­te­re Werbung!
    Banner über dem Header, Banner zwi­schen Header und Artikelüberschrift, Adsense zwi­schen Artikelüberschrift und dem Text, diver­se Banner in der Sidebar, Affiliatelinks inner­halb der Artikel, … aber das Schlimmste: Popup am unte­ren Bildrand, Popup mit­ten im Bild. Das nervt!
    Ich weiß natür­lich, dass ein biss­chen Werbung sein muss um die Seite zu finan­zie­ren. Aber ist das nicht lang­sam ein biss­chen zuviel des Guten? Mir macht es jeden­falls lang­sam kei­nen Spaß mehr den eigent­li­chen Text zwi­schen den gan­zen Bannern und hin­ter den Popups zu suchen ;)

    Viele Grüße,
    Michel

    • Ja, wir sind uns des­sen bewusst. Manchmal kom­men Kampagnen zusam­men, die nicht so ein­wand­frei pas­sen und die Seite schon ziem­lich bela­den. Aber, es ist ja so, dass man raus gehen muss, wenn es Gold reg­net. Der Zeitpunkt des Wolkenbruchs lässt sich dabei nicht beein­flus­sen.

  3. Wann hat denn das DU hier Einzug gehal­ten? Liegts an der neu­en Führung?

  4. Hallo Dieter,
    coo­les Tool. Das wer­de ich mir für mei­ne Kundschaft mer­ken, die ansons­ten nicht so Grafik-affin sind.
    Gruss
    Martin

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