Dieter Petereit 29. Juni 2018

Visuelles Design-Tool für WordPress: Mit Elementor gestaltest du nicht nur Seiten, sondern dein komplettes Theme

Das recht junge Design-Tool Elementor für WordPress kann schon mehr als 900.000 aktive Installationen für sich verbuchen. Ich habe mir den Senkrechtstarter für dich angesehen.

In diesem Monat feiert das, ursprünglich als Page-Builder gestartete, Design-Werkzeug aus dem Hause Pojo Me Digital Ltd. seinen zweiten Geburtstag. Seitdem hat sich das Plugin etabliert und gehört zu den Marktführern dieser recht überschaubaren Branche.

Mittlerweile ist Elementor kein reiner Page-Builder mehr, sondern ist in der Lage, auch Bereiche deiner Site zu designen, die du bislang ohne Coding nicht erreichen konntest. Insofern ist es gerechtfertigt, von einem waschechten Theme-Builder zu sprechen.

Da diese fortgeschrittene Funktionalität jedoch der kostenpflichtigen Variante namens Elementor Pro 2 vorbehalten ist, wollen wir uns im folgenden doch zunächst intensiver mit den Page-Builder-Features befassen. Auf den Theme-Builder komme ich weiter unten im Beitrag ausführlicher zurück.

Page-Builder-Plugins, die Homepage-Baukästen für WordPress

Page-Builder für WordPress entsprechen in weiten Teilen dem Konzept des klassischen Homepage-Baukastens, nur eben bezogen auf die Verwendung innerhalb des meistgenutzten CMS der Welt. Wie in einem Homepage-Baukasten klickst du Seiten Element für Element zusammen und befüllst die Elemente danach mit Inhalten. Dafür sind keine Code-Kenntnisse und ebenso wenig Designkenntnisse erforderlich. Beides ist allerdings hilfreich.

Page-Builder sind nicht zu verwechseln mit Themes, obwohl sie prinzipiell die gleiche Aufgabe erfüllen. Während ein Theme eine statische Schablone für die Anzeige deiner Inhalte ist, die nur eingeschränkt über den WordPress-Customizer verändert werden kann, bietet dir ein Page-Builder eine weitaus höhere Flexibilität, was die Gestaltung und Präsentation deiner Inhalte betrifft.

Wie der Name schon sagt, kannst du mit Page-Buildern WordPress-Pages, zu Deutsch Seiten bauen, aber keine Posts, also Beiträge. Page-Builder sind somit nur für die statischen Bereiche deiner Website zu gebrauchen. Weiter unten wirst du sehen, wie Elementor diese Beschränkung zu Fall gebracht hat.

Um die Verwirrung komplett zu machen, sollte durchaus erwähnt sein, dass du weiterhin ein Theme benötigst, um einen Page-Builder nutzen zu können. Die Standard-Themes aus WordPress eignen sich gut. Die Macher hinter Elementor haben selbst mehrere im Portfolio, auch ein Basis-Template als Grundgerüst ist dort zu finden.

Damit indes nicht genug. In Elementors Bibliothek kannst du inzwischen aus über 100 Themes auswählen, die die Entwickler speziell für die Verwendung im Elementor Design-Tool erstellt haben.

Elementor: Von Null auf über 900.000 Installationen in zwei Jahren

Elementor startete im Jahr 2016 unter der Open-Source-Lizenz, was für ein Plugin dieser Art überaus ungewöhnlich war. So verwundert es nicht, dass Elementor vom Start weg eine hohe Aufmerksamkeit und ein entsprechendes Wohlwollen entgegengebracht wurde, zumal der Hersteller Pojo versprach, dass sich an der Kostenfreiheit auch nachhaltig nichts ändern würde.

Die Entwicklung schritt rasant voran. Im wöchentlichen Rhythmus wurden neue Features implementiert. Der Funktionsumfang lässt heutzutage kaum Wünsche offen. Seit einiger Zeit bietet Pojo eine kommerzielle Variante des Page-Builders unter dem Namen Elementor Pro an, die ebenfalls inzwischen in Version 2 vorliegt.

Neue Features werden seitdem für die kostenfreie Version, wie auch für die kommerzielle Version entwickelt. Pojo scheint Wort zu halten. Auch die kostenlose Version wird weiterhin mit neuen Features versorgt.

Theme-Entwickler können die kostenlose Version in ihre Angebote integrieren, während die Pro-Version nur vom Endkunden erworben werden kann. Pojo selbst ist dabei nicht nur Entwickler von Elementor, sondern auch selbst im Vertrieb von Schlüsselfertig-Themes unterwegs. In eben jene Themes integriert das Unternehmen logischerweise ebenfalls seinen eigenen Page-Builder.

Elementor: Installation und Inbetriebnahme

Elementor wird wie jedes andere Plugin installiert. Da es im Repository bereit steht, kannst du es es sogar direkt aus dem WordPress-Backend installieren und aktivieren. Aktuell ist die Version 2.0.16 von Anfang Juni 2018.

Einmal in Aktion, erkennst du die Verfügbarkeit des Page-Builders am prominenten Button oberhalb des Text-Editorfensters.

Dieser prominente Button startet den Editor. (Screenshot: Dr. Web)

Links in der Seitennavigation findest du einen Hauptmenüpunkt namens Elementor. An dieser Stelle setzt du globale Einstellungen und hast Zugriff auf alle einmal angelegten Templates. Werkzeuge zu Wartungszwecken und eine System-Information der wichtigsten Parameter unserer WordPress-Umgebung runden den Leistungsumfang ab.

Elementors eingängiges Bedienkonzept

Betätigst du in Seiten den bereits genannten Button, so öffnet sich bildschirmfüllend ein Bearbeitungsfenster.

Elementor bei der Arbeit an einer Seite. (Screenshot: Dr. Web)

Die Designelemente des zugrundeliegenden Themes werden unverändert und unveränderbar angezeigt. Im abgebildeten Beispiel wirken sich alle Änderungen, die mit Elementor gemacht werden können, ausschließlich auf den für die Seite vorgesehenen Raum aus. So könntest du individuelle Seiten in einer Art und Weise aufwerten, wie man es sonst nur von Printmagazinen kennt.

Die Vorlagen kannst du direkt aus dem Editor nutzen. (Screenshot: Dr. Web)

Wenn dir die eigenen Ideen fehlen, entscheidest du dich für eine der bereits erwähnten über 100 vorgefertigten Vorlagen aus der Bibliothek. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich auch für Einsteiger, denn die einmal eingefügte Vorlage bleibt ja voll bearbeitbar. Auf diese Weise lernst du am lebenden Objekt, wie welches Ergebnis erzielt werden kann. Einen Überblick über alle verfügbaren Templates verschaffst du dir in der Template-Bibliothek.

Elementor kommt mit einem ganzen Haufen professioneller Vorlagen. (Screenshot: Dr. Web)

Neben den Standard-Features, wie dem Einfügen von Texten, Bildern oder Videos, liefert Elementor eine breite Palette weiterer Elemente, genannt Widgets, mit. Darunter finden sich Akkordeons, Slider, Karusselle, Medieneinbindungen oder Tabs. Ebenfalls kannst du aber auf die WordPress-Standards, wie neueste Beiträge, neueste Kommentare und so weiter, zugreifen.

Erscheint ein Design zufriedenstellend, so kannst du es über ein kleines Screen-Icon unten rechts in verschiedenen Auflösungen testen. Zur Verfügung stehen Desktop, Tablet und Smartphone, wobei sich Elementor an die hergebrachten Breakpoints, so etwa 360 Pixel für Smartphones, hält.

Wenn du willst, dass das Layout die Standardansicht des Themes durchbricht, musst du in den Attributen des Beitrags oder der Seite, anstelle des Standardwertes „Standardtemplate“ unter „Template“ den Wert „Elementor Canvas“ wählen.

Ein einfache Änderung der Auswahl zieht massive Auswirkungen nach sich. (Screenshot: Dr. Web)

Elementor wurde mit Hilfe der Community bereits in über 50 Sprachen übersetzt und steht damit in der Top Ten der meist übersetzten WordPress-Plugins. Eine deutsche Übersetzung steht natürlich ebenfalls zur Verfügung.

Mich begeistern besonders zwei aktuellere Neuheiten, die die Bedienung des Page-Builders schon fast revolutionieren. Die eine Neuerung hört auf den Namen History und stellt eine vollwertige Undo-/Redo- und Revisionshistorie bereit. Das ist besonders dann praktisch, wenn du einem Zeitpunkt X merkst, dass du schon zu einem Zeitpunkt P einen Fehler gemacht hast. Anstatt von vorn zu beginnen, greifst du einfach zu Elementors Undo und setzt den Bearbeitungsstand auf die letzte Version vor dem Fehler zurück. Mit Redo kannst du eine Aktion hingegen wiederholen.

Elementors History-Funktion hilft dir bei der Fehlerbeseitigung. (Screenshot: Elementor)

Die zweite Neuerung ist das Inline-Editing. Unter Inline-Editing in Elementor-Wording ist zu verstehen, dass du Texte direkt im Frontend bearbeiten, also erstellen und ändern kannst. So bekommst du ein viel besseres Gefühl für die Optik deines Content und wirst dich dabei erwischen, dass du öfter als bisher versuchst, (typo)grafische Ideen umzusetzen.

Was passiert, wenn du Elementor deaktivierst?

Page-Builder gehören zu denjenigen Plugins, die nicht einfach mal eben wieder deinstalliert werden können. Natürlich hindert dich nichts an dieser Maßnahme, nur wirst du dich danach ganz sicher wundern, was mit der Gestaltung deiner Website passiert ist.

Die meisten am Markt befindlichen Page-Builder arbeiten mit Shortcodes, die sie in die Inhalte einbetten. Deinstallierst du ein solches Plugin, bleiben alle Shortcodes erhalten, ergeben aber für WordPress keinen Sinn mehr und zerstören so deine Inhalte. Wieder andere Plugins lassen zwar ihre Shortcodes nicht stehen, nehmen dafür aber alle Inhalte, die innerhalb des Builders entstanden sind, mit in den Orkus.

Elementor ist da ein regelrecht vorbildlicher Vertreter seiner Zunft. Zwar verlierst du auch nach der Deaktivierung von Elementor das gesamte Layout, die Inhalte jedoch bleiben als reines HTML erhalten. Das sieht nicht mehr ganz so schick aus, funktioniert aber noch.

Solltest du glauben, dass ein Page-Builder ein Layout generiert, das danach unabhängig von diesem Page-Builder fort existiert, so täuscht du dich. Deshalb ist die Entscheidung für einen Page-Builder weitreichend, denn auch ein Wechsel ist nicht ganz trivial.

Das liegt daran, dass Page-Builder eben keine Themes, sondern Plugins sind. Hier wird zur Laufzeit ein Gerüst aufrechterhalten, das keinen statischen Unterbau hat, so wie es etwa ein Theme hätte. So betrachtet, bauen Page-Builder eigentlich keine Pages, also Seiten, sondern stellen lediglich eine Art Präsentationsschablone, die bei Bedarf angewendet wird.

Auch die Aussage, Page-Builder würden generell mit jedem Theme arbeiten, ist mit Vorsicht zu genießen. Natürlich soll eine solche Aussage lediglich die Hemmschwelle senken und so suggerieren, dass man sich eben gerade nicht bindet, so man sich für ein Produkt entscheidet. Stimmen tut das nicht uneingeschränkt. Du musst es einfach ausprobieren.

Immer mehr Theme-Entwickler bündeln ihre Themes mit einem Page-Builder. Das wirkt auf den ersten Blick natürlich höchst komfortabel, hat aber neben den genannten Nachteilen auch jenen, dass die Nutzer solcher Kombinationen sich außerhalb des WordPress-Standards bewegen, was sie weniger flexibel im weiteren Umgang mit dem System werden lässt.

Designer werden sich zu Recht daran stören, dass Page-Builder stets mit ihrer eigenen Designphilosophie aufwarten. Die Bedienung dieser Aufsätze hat mit der Bedienung von WordPress ansonsten nicht mehr viel zu tun. Konsistent ist das nicht. Designentscheidungen des WordPress-Teams, die sicherlich aus guten Gründen erfolgen, werden über den Haufen geworfen. Als Verwender sind wir darauf angewiesen, dem Plugin-Hersteller zuzutrauen, eine gute Usability zu entwerfen. Dieses Vertrauen ist zumindest bei Elementor durchaus berechtigt.

Glücklicherweise ist das Risiko, nach einer Weile der Nutzung auf irgendwelche Dealbreaker zu stoßen, bei Elementor gering, denn das Plugin ist in seiner Grundversion kostenlos verfügbar. So kannst du es auf Herz und Nieren testen, bevor du dich endgültig entscheidest. Teste es bitte nicht auf deiner Live-Website, sondern setze zum Beispiel WP-Staging ein, um eine Testumgebung zu schaffen.

Fazit: Wenn Page-Builder, dann Elementor

Im Vergleich zu anderen Vertretern der Zunft der Page-Builder ist Elementor eines der sanftesten Exemplare, was den Eingriff in den WordPress-Standard betrifft. Bedenken musst du, dass das Wechseln zwischen verschiedenen Page-Buildern mit hohem Aufwand verbunden ist. So verlierst du etwa das Layout, wenn du dich irgendwann gegen Elementor entscheiden solltest. Das gilt natürlich für sämtliche am Markt befindlichen Wettbewerber.

Deshalb will ich damit keineswegs sagen, dass Elementor eine schlechte Wahl ist. Das Gegenteil ist der Fall. Die Erwägungen sind eher grundsätzlicher Natur. Wenn du dich entschieden hast, einen Page-Builder verwenden zu wollen, dann ist Elementor das Plugin deiner Wahl. Mit dem neuen Theme-Builder aus Elementor Pro 2 ist die Attraktivität der Lösung noch einmal deutlich gestiegen – dazu gleich mehr.

Enthusiastisches Feedback auf Elementor.com (Screenshot: Dr. Web)

Diese Einschätzung lässt sich über das User-Feedback im Netz verifizieren. Kritische Stimmen zu Elementor sind eher selten, während Begeisterung und Sympathie für das Produkt offen zutage treten. Nach Angaben des Herstellers wird vor allem die Arbeitsgeschwindigkeit, die Kompatibilität zu bestehenden Themes, die Vielfalt an fertigen Templates und das flexible Editing gelobt.

Erweiterte Funktionalität mit Elementor Pro

Neben der kostenlosen Variante gibt es Elementor Pro, das mit exklusiven Features auf potenzielle Poweruser abzielt. Elementor Pro ist eine Erweiterung des kostenlosen Plugins und kann einfach ergänzend installiert werden. Danach arbeitest du nahtlos an deinen Designs weiter, aber mit erweiterten Features.

Elegantes Such-Design für deine WordPress-Site. (Screenshot: Elementor)

Mit der Pro-Version erhältst du komfortable Möglichkeiten, WooCommerce-Elemente in Elementor-Layouts zu integrieren. Das geht in der kostenfreien Variante nicht. Zudem hast du Zugriff auf die stetig wachsende Zahl an Widgets, die sich funktional auf die komplette Seite auswirken, wie etwa das Search Widget oder das Menu Widget. Auch das Widget Animated Headline, mit dem du den populären Text-Flip-Effekt, bei dem sich eigentlich feste Textbestandteile austauschen lassen, sowie der Live-Formular-Editor, ist den Pro-Nutzern vorbehalten. Wenn du dich im Detail über die Unterschiede zwischen Free und Pro unterrichten willst, solltest du diese Übersicht besuchen.

Das Menu Widget in Aktion. (GIF: Elementor)

Die Kosten für die Pro-Version beginnen bei 49 US-Dollar im Personal-Tarif für eine Jahres-Lizenz auf einer Domain. Für 99 US-Dollar kannst du Elementor auf drei und für 199 US-Dollar auf unbegrenzt vielen Domains einsetzen. Das Feature-Set ansonsten ist bei allen drei Plänen identisch. Die Jahres-Lizenz versteht sich dabei so, dass du ein Jahr lang alle Updates nebst Support in Anspruch nehmen kannst. Nach Ablauf des Jahres könntest du nur eine langsam veraltende Version weiter verwenden, aber immerhin das.

Elementor Pro 2 und der Theme Builder

Was besonders an Elementor auffällt, neben den bereits genannten Aspekten, ist die hohe Innovationsgeschwindigkeit der Entwicklung. Es vergeht kaum eine Woche, in der es nicht neue Features, neue Templates oder sonstige Neuheiten gibt.

Im April diesen Jahres brachten die Entwickler den Elementor Theme Builder an den Start. Dieser hebt die Limitierung des Page-Builders auf rein statischen Content auf und erlaubt es dir, auch Bereiche zu gestalten, auf die du bisher ohne Coding nicht zugreifen konntest.

Mit dem Theme Builder erstellt du vollkommen visuell auch Header, Footer, Archiv- und andere Übersichtsseiten, die Suchergebnisse, die 404 und vor allem auch die dynamischen Beiträge deines eigentlichen Blog-Bereichs.

Dabei arbeitet Elementor mit sogenannten Blocks. Blocks sind vorgefertigte Inhaltselemente, die du an deine persönlichen Wünsche designerisch anpassen kannst. Das Konzept hat ein bisschen was von Lego. Deine angepaasten Blocks kannst du dann wiederum als eigene Blocks sichern, so dass du dir langsam, aber sicher eine eigene Baustein-Sammlung aufbaust, die deinen Workflow massiv beschleunigen wird. Im Lieferzustand findest du derzeit bereits 235 fertig einsetzbare Blocks, die sich über die gesamte Anwendungspalette verteilen.

Elementor: Das Blocks-Konzept. (Screenshot: Elementor)

Mich begeistert vor allem die Möglichkeit der Gestaltung der dynamischen Inhalte aus dem Blog. Hierzu bietet Elementor Zugriff auf die WordPress-Hooks, die du auch im Wege des Coding einsetzen würdest. Sehr praktisch ist die dynamische Preview, die du mit beliebigem vorhandenem Content füttern kannst, so dass sichergestellt ist, dass deine Beiträge wirklich gut im neuen Design liegen. Anhand eines einzelnen Beitrags beurteilt sich das doch eher schwer.

Mittels Bedingungen legst du fest, wo dein Element überall Anwendung findet. (Screenshot: Elementor)

Einmal fertiggestellt, entscheidest du anhand fein regelbarer Bedingungskaskaden, wo dein frisch gestaltetes Element, etwa dein neuer Header, genau erscheinen soll. Du kannst Designs sogar auf einzelne Seiten oder Beiträge oder andere Taxonomien beschränken. Damit bist du in der Lage, deine Website vollkommen individuell zu gestalten, ohne ein Schnipselchen Code schreiben zu müssen.

Das folgende Video gibt dir einen guten ersten Eindruck in die Fähigkeiten des Theme Builder, wenn auch die Vorführung der Bedienung etwas rasant vonstatten geht:

Klicke auf den unteren Button, um den Inhalt von YouTube nachzuladen.
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Was mit dem Theme Builder nicht geht, ist, ein vollständiges Theme zu erstellen, dass du dann als solches exportieren könntest, um es etwa zu verkaufen. Du brauchst also stets ein Basis-Template auf dessen Grundlage du dann arbeitest. Aber, das erwähnte ich ja bereits.

Das eben gezeigte Video ist übrigens einer von mehr als 100 Filmen, die Elementor zu Supportzwecken für YouTube produziert hat. Inzwischen zählt der YouTube-Kanal schon fast 28.000 Abonnenten. Community-Support findest du in einer dedizierten Facebook-Gruppe, der Elementor Community, die fast 19.000 Mitglieder hat.

Inzwischen stellt Pojo eine komplette Code-Referenz für Elementor zur Verfügung und erleichtert Entwicklern so die Arbeit. Rund 70 Plugins, die in der ein oder anderen Form auf Elementor aufsetzen, zeugen vom Erfolg dieser Maßnahme. Elementor ist, anders als andere Page-Builder kein geschlossenes System mehr, sondern entwickelt sich zu einem offenen Standard, auf den sich viele einigen können. Das ist immer gut. Denn auf diese Weise wird ein Projekt langfristig stabiler und ausgereifter.

Kaufen oder nicht kaufen?

Ich sage es mal so, ich habe Elementor Pro 2 gekauft. Ich werde damit Kundenseiten erstellen, bei denen das Budget nicht zum Anspruch passt. Elementor wird auf diese Weise zu meinem internen Homepage-Baukasten. Die Lizenz erlaubt ausdrücklich die Erstellung von Websites für Dritte, damit bin ich auf der sicheren Seite. Die Alternative bestünde darin, einen dedizierten Website-Builder zu verwenden. Dann müsste ich jedoch verschiedene Skillsets pflegen. So verwende ich einfach WordPress, das ich ohnehin kenne und schätze, und setze ein visuelles Tool zur Beschleunigung des Workflows oben drauf.

(Quellennachweis Artikelbild: Depositphotos)

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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14 Kommentare

  1. Hallo,

    danke für den informativen Artikel, Elementor scheint ja gut zu funktionieren und auch nach dem Deaktiveren hat man keinen Code-Salat.

    Was ich mich aber bei der ganzen Sache frage, wie das dann, wenn ich einen Pagebuilder verwende, z.B. Elementor, mit Gutenberg funktioniert. Braucht man dann noch Pagebuilder? Oder kann man Gutenberg deaktivieren und nur den Pagebuilder vewenden? Was passiert, wenn WordPress 5.0. startet? Wie zukunftsträchtig ist dan mit den Pagebuildern? Oder werden sie dann durch Gutenberg verdrängt werden? Fragen über Fragen….

    LG

  2. Hi, wie machst du unter den Fotos dieses coole Kamera Zeichen?

    Lg

  3. Die Pro und Contra Page Builder Diskussion läuft ja bereits einige Jahre. Ich sehe zwar sofort ein, dass ein Webdesign-Profi kein solches Plugin benötigt, aber der einfache WordPress Anwender, der seine Seite aufpeppen möchte kann mit einem passenden Page Builder halt kostenschonend und in Eigenregie Vorhaben umsetzen, die er sonst nicht verwirklichen könnte.

    Sicherlich sollte sich jeder vorher des Lock-in-Effekts bewusst sein, dass ein Wechsel des Page Builder Plugins meist entweder einen größeren Verlust an Inhalten oder viel Arbeit für die Neugestaltung beinhaltet. Aber wer das Risiko abgewogen hat, kann gerade bei den gängigeren Page Builder Projekten wie Divi, Elementor und den Beaver Builder sicher sein, dass diese noch jahrelang weiterentwickelt und gepflegt werden und so normalerweise kein Grund für einen Wechsel entsteht.

    Ein oben noch nicht genannter eventueller Nachteil ist, dass die Page Builder Plugins zwar meist Übersetzungen für das WordPress Backend anbieten, aber nach einer deutschsprachigen Dokumentation oder Support sucht man meist vergebens. Wer also mit englisch nicht gut zurechtkommt, wird vermutlich Probleme bekommen den jeweiligen Page Builder auch wirklich vollumfänglich nutzen zu können.

  4. Auch ich bedanke mich für den informativen, sehr verständlichen Artikel!

  5. Wie schaut es mit dem kommenden WP 5er Version aus,
    geht die Entwicklung nicht dahin dass man keinen Pagebuilder als Plugin mehr benötigt?

  6. Wirklich hilfreicher, gut strukturierter Artikel, um einen guten Überblick über Elementor-Tools zu bekommen. Gute Arbeit.

  7. Hallo Peter!
    Ich verwende seit längerem das Plugin ELEMENTOR FREE von http://www.wordpress.org
    und bin damit sehr zufrieden.
    Frage verwendest du ELEMENTOR alleine oder hast du auch Elementor Erweiterungen
    z.B. Livemesh Addons for Elementor, usw. installiert?
    Danke
    LG Alexander

  8. während die Pro-Version nur vom Endkunden erworben werden kann

    Das ist ziemlich missverständlich. Die Pro-Version kann auch von „Entwicklern“ für Kundenprojekte eingesetzt werden. Die Anzahl der Kunden ist nur durch die Art der Lizenz begrenzt. Mit dem unlimitierten Plan kann man mit einer Lizenz also unbegrenzt Kundenprojekte erstellen.

  9. Und wenn er doppelt so gut wäre, würd ich ihn nicht benutzen. Mich nervt das ungemein, Lizenzen zu kaufen, pflegen abzurechnen, zu verwalten… Ich mach doch nicht bei 30 Domains updates mit der Hand?? Mich nervt das schon mit den ganzen Themes gewaltig!
    Selbst das UNLIMITED-Paket gilt nur für ein Jahr. Und lohnen tut sich das auch nur, wenn man viele viele Seiten damit machen würde…
    Ich wills auch nicht geschenkt haben, aber so isses mir nicht komfortabel genug.

  10. Hallo!

    Ich habe mich vor kurzem daran gesetzt meine erste Homepage zu gestalten. Ich nutze WordPress und auch das hier vorgestellte Plugin.

    Mir hat der Artikel hier total gut gefallen, der Aufbau, welche Punkte angesprochen wurden (dass auch die Nachteile ausführlich erläutert wurden) und dass auch ich als Laie gut folgen konnte ohne durch zu viele Fachbegriffe einen Knoten im Hirn zu bekommen oder wegen eines zu trockenen Schreibstils mit der Stirn auf dem Tisch zu landen.

    Ein großes Lob an den Autor, ich fühle mich schon viel schlauer :-)

  11. Danke für den ausführlichen Bericht nett zu sehen was die Dinger schon alles können.

    Ich selber bin kein Fan von Page Buildern – egal welche. Grundsätzlich sollten Personen die Inhalte abfüllen eben auch nur das tun und nicht plötzlich anfangen zu „layouten“ – das zerstört (meine Ansicht nach) in sehr kurzer Zeit die komplette Konsistenz eines Layouts.

    Wenn es mal eine Sonderfunktion braucht kann man mit einem Page-Templates, Shortcodes, etc schnell selber etwas bauen – und das zusätzliche CSS (oder JS Code) so einbinden wie man es braucht.

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