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Dieter Petereit 15. Mai 2013

Jetzt einsatzbereit: Mozillas X-Tags sollen das Web-Development beschleunigen

Vor einem knappen Jahr stellten wir Ihnen an dieser Stelle das Mozilla-Projekt X-Tags vor. X-Tags sollte der Standardisierung vorgreifen und Web Components (teilweise) bereits zum jetzigen Zeitpunkt in modernen Browsern verfügbar machen. Vor zwei Tagen nun war es soweit. Im offiziellen Mozilla-Blog wurde der Startschuss gegeben. Seit unserer ersten Vorstellung hat sich einiges getan im Projekt X-Tags.

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x-tag-homepage

X-Tags: Eigene HTML-Elemente definieren

Auf den ersten Blick erscheint X-Tags wie ein weiteres Framework. Alles, was man mit X-Tags erreichen kann, lässt sich auch mit jQuery oder anderen Werkzeugen schaffen. Dennoch ist X-Tags etwas besonderes, denn es setzt direkt auf kommenden Standards auf.

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Jeder, der sich intensiver mit Web-Entwicklung beschäftigt, wird schon mal die Begriffe Web Components und Custom Elements als Untermenge gehört haben. Bei den Custom Elements geht es im Wesentlichen darum, im HTML-Markup Elemente zu deklarieren, die bestimmte Funktionalitäten aufweisen, ohne dass es zusätzlichen Codes im Markup bedürfte. Da Custom Elements weder standardisiert, noch implementiert sind, bietet Mozilla mit der X-Tags JavaScript-Bibliothek eine Übergangslösung an.

Diese Übergangslösung greift die Syntax des kommenden Standards auf und macht ihn via JavaScript funktionsfähig. Mit dem erfolgreichen Fortschreiten der Standardisierungsbemühungen wird sich das Projekt so schrittweise obsolet machen.

Ein Beispiel mag verdeutlichen, was X-Tags tut:

modal-demo

Sie sehen ein modales Fenster. Keine große Sache, denken Sie sicher. Grundsätzlich nicht, aber schauen Sie jetzt bitte mal, welches Markup dieses modale Fenster definiert hat:


  

Modal 2 Demo

Hello, I'm an auto-magical modal, how do you do?

Ein Custom Element aus der X-Tags Library zeichnet dafür verantwortlich. Von diesen Elementen gibt es einige. Die sog. X-Registry macht bislang sieben verschiedene Elemente verfügbar. Entwickler sind eingeladen, eigene über die Registry zur Verfügung zu stellen. Jedes Element ist hinsichtlich seiner Funktionalität eine eigene JavaScript-Datei. So wird das Beisteuern neuer Elemente extrem vereinfacht.

Das sog. X-UI Toolkit definiert gängige UI-Elemente vor und sieht derzeit so aus:

x-ui-toolkit

Aufgrund der Umsetzung mit JavaScript lassen sich bereits jetzt eine ganze Reihe von Browsern zuverlässig mit den zukünftigen Fähigkeiten nach W3C-Standard versorgen. Nach Entwicklerangaben läuft X-Tag mit Firefox ab Version 5 (auch mobil), Chrome ab 4, Android ab 2.1, Safari ab 4 (auch mobil), dem IE ab Version 9 und Opera ab 11 (auch mobil).

X-Tags wird bei Mozilla von Daniel Buchner und Arron Schaar entwickelt. Beide sind ebenfalls am Standardisierungsverfahren der W3 Spezifikationen beteiligt.

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Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

3 Kommentare

  1. Finde die Idee nicht schlecht. Google kommt auch mit neuen Tags. Wurde Gestern bei der Google IO in den Keynotes kurz angerissen.

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