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Dieter Petereit 25. Juli 2013

Einmal hin, alles drin: Munee verwaltet und optimiert Website-Assets auf Basis von PHP

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Cody Lundquist, Australier mit schwedisch klingendem Namen, stellt mit Munee ein kostenlos verwendbares Asset-Management auf der Basis von PHP 5.3 vor. Der Funktionsumfang des Tools ist durchaus beachtlich, verlangt aber eine entsprechende Anpassung der eigenen Web-Projekte. Mit Munee kann nahezu jedwede Form von denkbarem Asset, seien es Bilder und andere Dateien, JavaScript, CSS, LESS, SCSS oder CoffeeScript verwaltet werden.

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Munee: Caching als Herzstück

Munee ist in der Lage, viele SEO-relevante Fragestellungen zufriedenstellend zu bearbeiten. So kombiniert es auf Wunsch etwa sämtliche JS- und CSS-Dateien in jeweils eine einzelne Datei und stellt diese minified und gzipped zur Verfügung. Ebenso ist es möglich, LESS und SCSS ohne vorherige Kompilierung bereitzustellen und die Erstellung des CSS Munee zu überlassen. Gleiches erlaubt Munee mit Blick auf CoffeeScript. Dieses kann zur Laufzeit nach JavaScript übersetzt werden.

Alle Dateien werden auf Client- und auf Server-Seite gecacht. Im Falle des Aufrufes checkt Munee die Aktualität der Caches und liefert nur im Veränderungsfalle neue Versionen aus.

Mit Blick auf Bilddateien liefert Munee noch mehr Möglichkeiten. Bilder können zur Laufzeit nach verschiedenen Kriterien in der Größe verändert werden. Die so veränderten Bilddateien werden wiederum im Cache gehalten. Neben der Größenveränderung ist zusätzlich die Verwendung gängiger Fotofilter vorgesehen. Möchte man seine Designs zunächst nicht mit echten Bildern, sondern lediglich mit Platzhaltern versehen, so kann man ebenfalls zu Munee greifen, welches verschiedene Platzhalter-Services zu integrieren imstande ist.

Munee: So funktioniert’s

Einmal installiert und per Rewrite-Rule verfügbar gemacht, steht Munee serverweit zur Verfügung. Die Funktionalität wird über entsprechende Parameter angesprochen. So würde man etwa folgendes schreiben, wollte man ein SCSS zu CSS machen und minifiziert ausliefern:

Parameter lassen sich kombinieren, wie dieses Beispiel eines größenreduzierten und mit einem Fotofilter bearbeiteten Bildes zeigt:

Die Kombination mehrerer CSS oder auch LESS/SCSS oder gemixt in ein auszulieferndes CSS-File erledigt man, indem man alle Dateien in eine einzige Script-Source-Angabe schreibt und dabei mit Komma trennt:

Entsprechendes gilt für den Einsatz von mehreren JavaScript-Dateien.

Munee sollte am sinnvollsten via Rewerite in der .htaccess getriggert werden. Alternativ ist es ebenso möglich, bei jedem Aufruf den Pfad zu Munee beizugeben. Das sähe dann beispielsweise so aus:

Munee steht unter MIT-Lizenz auf Github zur freien Verwendung in privaten, wie kommerziellen Projekten bereit.

Munee: die Zielgruppe

Schön und gut. Das Featureset von Lundquists PHP-Tool ist nicht schlecht. Aber es ist natürlich nicht alternativlos.

Fangen wir beim CSS an und nehmen JavaScript auf dem Weg gleich mit. Sicherlich, Munee nimmt CSS, LESS und SCSS, kompiliert wo erforderlich, schreibt in eine Datei und liefert minifiziert aus. Das klingt nicht schlecht. Wie oft jedoch ändern wir was an unseren CSS-Dateien und was hindert uns daran, LESS und SCSS vorab zu kompilieren. Wieso sollten wir die Ergebnisse dann nicht in einer Datei zusammenführen und auch noch einen Minifier drüber jagen?

Ebenso verhält es sich mit JavaScript und CoffeeScript. Warum soll mein CoffeeScript erst zur Laufzeit nach JavaScript kompiliert werden, wenn ich das genauso gut vorab manuell erledigen kann?

Das sind im Normalfall einer kleinen Website Tätigkeiten, die man ein einziges Mal zu leisten hat und die dann Bestand haben. Gut, Munee verspricht, im Zweifel serverseitig zu cachen und den Cache auszuliefern. Man kann also vermuten, wenn alles funktioniert, dass auch Munee weitgehend einmalig kompilieren wird.In überschaubaren Projekten würde ich jedoch vom Gefühl her stets die manuelle Methode vorziehen.

Zum Thema Resizing von Bildern im responsiven Webdesign gibt es ebenfalls Alternativen, noch dazu standardkonforme. Munee kann da schon deshalb nicht mithalten, weil es gar nicht vollresponsiv arbeiten kann. Hier sehe ich außer dem Caching im Grunde keine Vorteile auf Seiten des PHP-Tools.

Was bleibt? Es bleiben größere Websites, die von verschiedenen Personen bearbeitet werden, aber dennoch weitgehend optimiert erscheinen sollen. Ich betreue selbst ein entsprechend passendes Projekt. Dort werden fünf verschiedene Bereiche unter einer gemeinsamen Oberfläche von Designern und Developern verantwortet, die sich teils nicht einmal kennen.

Wenn hier eine Zusammenführung der unterschiedlichen Bemühungen via Munee erfolgte, wäre allen damit geholfen, denn hier wäre sonst der zentrale Projektverantwortliche immer wieder gefragt, die beschriebenen Tätigkeiten manuell zu erledigen, vor allem deren Erfordernis zu überwachen. Munee kann hier dafür sorgen, dass etwaige Veränderungen zur Laufzeit berücksichtigt werden, ohne dass man sich untereinander verständigen würde müssen.

Wie sehen Sie das? Können Sie sich Munee im Einsatz in einem Ihrer Projekte vorstellen?

Links zum Beitrag

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

3 Kommentare

  1. Hi and thank you for the article :).

    BTW, I’m originally from the United States, but am now also an Australian Citizen. But you are correct in assuming my name is Swedish. A few generations back, my family emigrated out of Sweden and into the United States.

    Please let me know if you have any feature requests or any issues!

    Cheers,
    cody

  2. Danke für die Vorstellung! Für mich sieht das so aus wie zwei Jahre zu spät: Ich halte zum Behufe des Zusammenfassens von einzelnen Scripten das altehrwürdige SSI für ein sehr unterschätztes (und vergessenes) Werkzeug. Die Client Caches lassen sich mit dem Zeitstempel-im-URL-Trick und mod_rewrite ganz prima im Zaum halten. Bleibt noch das Minifying, für das ich PHP bemühen kann – aber nicht muss, denn jedes weggelassene JPEG spart mehr „Leitung“ als jedes Minifying.

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