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Redaktion Dr. Web 17. Dezember 2013

Einfach bloggen: Die besten Ressourcen für die neue Ghost-Plattform

Endlich! Es gibt eine neue Blog-Platform, die mal wirk­lich mit WordPress kon­kur­rie­ren kann. Sie hört auf den ange­gru­sel­ten Namen Ghost und wur­de erst vor weni­gen Wochen, genau­er am 14. Oktober, ver­öf­fent­licht. Bislang beweist Ghost, dass es genau das ist, was sich ihr Erfinder, John O’Nolan, vor­ge­stellt hat­te – eine ein­fa­che, klar struk­tu­rier­te, über­sicht­li­che Publikationsplattform für Blogger und ande­re Schreiberlinge. Überflüssigen Overhead gibt es nicht und soll es auch künf­tig nicht geben. Schon haben sich auch ande­re Anwendungsfälle neben der rei­nen Schreiberei gefun­den. Einige der jüngst ver­öf­fent­lich­ten Themes machen sich ganz groß­ar­tig als Portfolio-Website für Fotografen oder ande­re Freiberufler. Dabei ist Ghost nicht nur schlank und ein­fach zu ver­wen­den, son­dern auch noch frei. Ghost wird als Open Source ent­wi­ckelt und so sind auch die meis­ten erhält­li­chen Themes und übri­ge Ressourcen der­zeit noch frei.

Brauchen wir noch eine Plattform?

John O’Nolan muss es wis­sen. Ihn mach­te die Arbeit an und mit WordPress immer­hin ste­tig unzu­frie­de­ner. Nach sei­ner Auffassung woll­te WordPress zu viel und wur­de so zum Gegenteil des­sen, was es einst sein woll­te, eine unkom­pli­zier­te, schlan­ke Blogging-Lösung. O’Nolan beschloss schluss­end­lich, selbst Abhilfe zu schaf­fen und ein System zu erschaf­fen, das die Bezeichnung “schlank” wie­der ver­die­nen wür­de.

Nolan hat­te von Beginn an gro­ße Ambitionen und so launch­te er ein Kickstarter-Projekt, um Geld für die Entwicklung ein­zu­wer­ben. Das Projekt lief über­aus erfolg­reich und brach­te mehr Kapital ein, als ursprüng­lich kal­ku­liert. Mit Hannah Wolfe akqui­rier­te Nolan eine fähi­ge Lead-Developerin und das Projekt Ghost, das nichts gerin­ge­res als die Lösung des welt­wei­ten Blogging-Problems sein soll­te, kam ins Rollen.

Ist Ghost vollständig oder bloß ein Gerippe?

Man mag es kaum glau­ben, aber Ghost ist tat­säch­lich eine voll­stän­di­ge Lösung. Es ver­hält sich voll­stän­dig respon­siv und bie­tet mit Ghost.org bereits zum jet­zi­gen Zeitpunkt eine Plattform, auf der man Plugins, Themes und ande­re Extras fin­den und anbie­ten kann.

Das inte­grier­te Dashboard ist eines, das wirk­lich mal den Namen ver­dient. Denn es bie­tet in der Tat sämt­li­che blog-rele­van­ten Informationen auf einen Blick. Egal ob Traffic, Social Media, News Feeds oder die Performance ein­zel­ner Inhalte – alles ist vor­han­den, nichts muss nach­ge­bucht wer­den. Dabei lässt sich das Dashboard per Drag & Drop arran­gie­ren und so anpas­sen, wie es Ihren Bedürfnissen am ehes­ten ent­spricht..

Im Stile von Dreamweaver zeigt Ghost das Markup links und eine Preview rechts in einem geteil­ten Fenster an. Allein dies bringt so man­chen Produzenten von Texten für das Web zum Tanzen. In der Tat schrei­ben nicht weni­ge Online-Redakteure, spe­zi­ell sol­che, die sich mit Themen der Web-Entwicklung befas­sen, mit Dreamweaver, nur um sich dann über die schlech­te Vorschau-Funktionalität von WordPress schwarz zu ärgern. Gern ver­schluckt der visu­el­le Editor Formatierung und sogar Codeblöcke, ein Krampf. Ghost macht dies­be­züg­lich einen weit­aus bes­se­ren Eindruck.

Ebenfalls sehr gut löst Ghost das Thema Theming. Während es unter WordPress immer häu­fi­ger so ist, dass der Wechsel eines Themes auch zum Verlust des Contents, zumin­dest des­sen kor­rek­ter Anzeige, führt, trennt Ghost Inhalte und Code so stark von­ein­an­der, dass ein sol­cher Effekt gar nicht denk­bar, weil tech­nisch nicht vor­ge­se­hen ist. Theoretisch kön­nen Sie auf die­se Weise Ihre Ghost-Themes mun­ter durch­wech­seln und soll­ten dabei kei­ner­lei Probleme mit falsch oder nicht dar­ge­stell­ten Inhalten haben.

Und? Klingt das soweit interessant?

Ich den­ke, ich habe zumin­dest ein Stück weit Ihre Aufmerksamkeit, wenn Sie an die­ser Stelle noch mit­le­sen. Und wenn das so ist, wol­len Sie sich viel­leicht eini­ge der Ressourcen näher anse­hen, die wir im fol­gen­den für Sie zusam­men­ge­stellt haben.

Wollen Sie ein­fach so schnell wie mög­lich mit Ghost blog­gen, blei­ben Sie dran. Wir haben eini­ge schi­cke Themes für Sie. Wollen Sie tie­fer ein­stei­gen? Dann haben wir die bes­ten Tipps und Tutorials für Sie. Damit kön­nen Sie Ihr Beratungsportfolio um Ghost erwei­tern und Ihren Kunden gege­be­nen­falls mal eine inter­es­san­te Alternative vor­schla­gen. Egal, wie Ihre Motivation beschaf­fen ist, Sie wer­den fest­stel­len, dass Ghost kei­ne Enttäuschung ist.

Themes

Der Marketplace auf Ghosts Website ist der­zeit noch der bes­te Ort, um nach Themes zu schau­en. Hier gibt es sowohl kos­ten­lo­se, wie auch Premium-Themes. Suchen Sie nicht, son­dern bie­ten Sie schon, dann rei­chen Sie Ihr Theme hier ein. ThemeForests Ghost Themes kön­nen Sie sich auch mal zu Gemüte füh­ren. Bleiben Sie hier aber vor­erst bei den Exemplaren, für die Bewertungen vor­lie­gen.

Sogar dedi­zier­te Ghost Themes Websites gibt es schon. ThemeSpectre ist eine der bei­den Sites, die sich voll auf Ghost kon­zen­trie­ren. Das Angebot ist nicht son­der­lich groß. Aber eine gute Handvoll schö­ner Themes fin­den Sie dort doch schon. Die ande­re Website im Bunde, Polygonix, bie­tet voll-respon­si­ve Themes mit lebens­lan­gen Updates. Lassen Sie sich im fol­gen­den von eini­gen der nach unse­rer Meinung bes­ten Themes inspi­rie­ren.

Ghostrayder – kostenlos

Ghost Stories – kostenlos

Vapor – kostenlos

Swayze – kostenlos

Ghostwriter – kostenlos

The Ranger

Wudan

Cameraman

Kapow

Ghost Cat

Helios

Writr

StoryLane

Getting Started: Wie legt man los, wechselt Themes durch und so weiter

The Ghost Guide bringt Ihnen alles bei, was Sie wis­sen müs­sen, um einen Blog auf Basis von Ghost zu star­ten. Egal, ob es um Fragen der Installation, der Nutzung, der Konfiguration oder um Themes und Multilingualität geht. Alle die­se Themen wer­den im Guide aus­führ­lich behan­delt. Eine wei­te­re aus­ge­zeich­ne­te Anlaufstelle ist die Beitragskombo aus dem Hause DigitalOcean, die sich mit Content-Management und den Themen Wechsel von Themes und Einstellungsoptionen in Ghost befasst.

Wenn Sie Mac-Anwender sind, wer­den Sie sich mög­li­cher­wei­se für den Beitrag “Installing Ghost on Your Mac” von Thoriq Firdaus inter­es­sie­ren. Jeff Matson lie­fert eben­falls eine sehr aus­führ­li­che Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation des Systems. Linux-Nutzer soll­ten sich die­sen Artikel von Dan Nanni auf jeden Fall anse­hen. Wer schon wei­ter ist, und Informationen sucht, mit deren Hilfe sich der Einstieg in das Theme-Design fin­den lässt, schaut am bes­ten bei “Understanding Ghost: Stages of Design” vor­bei.

Das eigene Ghost Theme erstellen

Den Start in das Design des eige­nen Ghost-Theme fin­den Sie wie­der­um am bes­ten direkt im Ghost Guide. Einen guten Startpunkt bie­tet auch die Serie “Building a Ghost Theme from Scratch” drü­ben bei Tuts+. Und unse­re Freunde vom WebDesignerDepot steu­ern einen sehr ver­ständ­lich geschrie­be­nen Artikel unter dem Titel “How to crea­te a the­me for Ghost” bei.

Zvonko Biskup von CodeForest beschreibt sei­ne ers­ten Erfahrungen im Umgang mit dem Themedesign für Ghost. Er nahm dafür WordPress Twenty Thirteen Theme her und bau­te es auf Ghost um. So schwie­rig war es nach sei­nen Worten nicht…

Die letzten Worte…

Ghost ist natür­lich noch in einem ganz frü­hen Stadium und des­halb einem stän­di­gen und schnel­len, teils radi­ka­len Wandel unter­le­gen. Wenn Sie aller­dings auf der Suche nach einem mög­lichst ein­fa­chen System mit CMS-Ansätzen suchen, dann ist Ghost auch jetzt schon hin­rei­chend leis­tungs­fä­hig. Haben wir wich­ti­ge Ressourcen, Tipps, Tutorials ver­ges­sen? Dann ergän­zen Sie unse­re klei­ne Sammlung gern in den Kommentaren. Ich hän­ge schon ein biss­chen an Ghost und hof­fe, dass es sich eta­blie­ren kann. Tun wir, was wir kön­nen, um ihm dabei zu hel­fen!

(Der Beitrag wur­de im eng­li­schen Original geschrie­ben von Tara Hornor und erschien zuerst in unse­rem Schwestermagazin Noupe Design Magazine.)

Redaktion Dr. Web

Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.

4 Kommentare

  1. Also, was dar­an ein­fach sein soll, das muß mir mal jemand sagen. Wer hat denn Lust (und Zeit) eine stun­den­lan­ge Konfiguration vor­zu­neh­men?!

    Nibbleblog als WP-Alternative ist in weni­gen Minuten istal­liert. Und dann kommt jemand und will sich als “schlan­ke WP-Alternative” ver­kau­fen und erfin­det als ers­tes eine so kom­pli­zier­te Installation, daß man in der Zeit ja bald ein Studium abschlie­ßen könn­te:

    http://chamaeleonmedia.ch/allgemein/wordpress-alternative-ghost/

  2. Sehr gute Zusammenfassung der wich­tigs­ten Ressourcen für den Start mit der Ghost Blogging Platform.

    Auf mei­nem (Ghost-)Blog fin­det man dar­über­hin­aus Tutorials zur Installation bei einem deut­schen Hosting-Anbieter, zur Integration von Zusatz-Features wie etwa Kommentar-Funktion oder Impressum und zur Theme-Anpassung. Und natür­lich auch mei­ne Erfahrungen mit dem CMS.

    Kann man euren Ghost-Blog schon betrach­ten?

    Grüße,
    Patrick

  3. Alles schön und toll, lei­der wur­de im Artikel nicht erwähnt das man für das Hosting des Blogs Node.js braucht und einen eige­nen Server, was wie­der mit Kosten ver­bun­den ist. Gut es gibt auch güns­ti­ge VPS Anbieter… Habe Ghost sel­ber schon getes­tet und kann zustim­men das es in der Handhabung sehr ein­fach ist, aber das gan­ze ein­rich­ten auf einen Server ist leder nichts für den Durchschnittsverbraucher. Bleibe erst­mal bei den guten alten WordPress.

    • Na ja, wir haben auch nicht erwähnt, dass man einen Server und eine Internetanbindung braucht. Im Grunde geht es im Artikel um Ressourcen zum Einstieg in das System. Und in den ver­link­ten Ressourcen wie­der­um fin­det man dann auch Voraussetzungen und mehr…

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