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Jan Metzmacher 15. März 2010

Einblick in das CMS „TYPOlight“

Soll eine Website ohne Programmier-Kenntnisse gepflegt werden, kommt man um den Einsatz eines Content-Management-Systems (CMS) fast nicht herum. Content-Management-Systeme wie WordPress oder Typo3 sind recht bekannt und weit verbreitet. WordPress ist allerdings nicht für jedes Webprojekt geeignet. Auch beim Einsatz von Typo3 steht dem Entwickler zunächst etwas Arbeit bevor. Für den schnellen und einfachen Einsatz empfiehlt sich ein „leichtgewichtiges“ CMS, so wie etwa TYPOlight.

Das Content-Management-System TYPOlight erschien erstmals 2004. Der Name lässt annehmen, dass dieses CMS eine abgespeckte Version von Typo3 darstellt, dies ist allerdings nicht der Fall. TYPOlight ist ein komplett eigenständig entwickeltes System und keine Abspaltung oder eine Unter-Version eines anderen CMS. Bei TYPOlight handelt es sich um ein Backend-basiertes System. Die gesamte Administration der Seite und die Bearbeitung der jeweiligen Inhalte geschehen somit über eine spezielle Verwaltungsoberfläche. Wird eine Seite bearbeitet, kann das tatsächliche Erscheinungsbild, so wie es die Besucher später im Browser sehen, jederzeit über einen entsprechenden Button im Backend angezeigt werden.

Installation

Die Installation des Systems ist über das Installationsskript ein Kinderspiel. Insgesamt sind dazu nur sieben Schritte notwendig. Der erste und sicherlich wichtigste Schritt, ist die Vergabe eines neuen Passwortes für das Installations-Tool.


TYPOlight Installtool

Im zweiten Schritt verlangt das Installationsskript einen Sicherheitsschlüssel. Dieser Schlüssel wird bei TYPOlight zur verschlüsselten Datenspeicherung genutzt. Das entsprechende Feld muss allerdings nur ausgefüllt werden, wenn es bereits verschlüsselte Daten gibt. Wird das Feld bei der Installation leer gelassen, so generiert das Skript einen zufälligen Schlüssel.

Die nächsten drei Schritte befassen sich mit der Datenbank. Zunächst müssen selbstverständlich die Zugangsdaten zu der gewünschten MySQL-Datenbank eingegeben werden. Anschließend wird die Kollation – das heißt die Anordnung der Datenbanktabelle – festgelegt und dann die Tabellen für das CMS importiert.

Ist bereits ein Template für das System vorhanden, kann es nun ausgewählt und gespeichert werden. Vorteilhaft ist, dass von TYPOlight ein Default-Template (eine fiktive Music Academy) zum Antesten mitgeliefert wird.

Zum Schluss der Installation wird nur noch der eigene Administratoraccount angelegt. Das Content-Management-System ist nun bereits in vollem Umfang funktionsbereit.


TYPOlight Musterseite Music Academy

Erweiterungen und Templates

Natürlich lässt sich das Content-Management-System TYPOlight auch mit Plugins erweitern. Zwar ist die Fülle der angebotenen Erweiterungen bei weitem nicht so groß wie etwa bei WordPress, dennoch lassen sich einige auf der Extensionseite von TYPOlight finden. Auch fertige Templates werden von den Herausgebern des CMS angeboten. Diese sind allerdings nicht kostenlos, sondern ab 49,00 Euro erhältlich. Kostenlose Templates lassen sich bisher leider nur vereinzelt etwa über Google finden.

Funktionsweise

Die Verwaltung der Webseite ist seitenbasiert und hierarchisch aufgebaut. So ist die Grundlage zum Einfügen von Inhalten eine Seitenabfolge, die je nach Wunsch unterschiedlich strukturiert werden kann. Der Inhalt einer Seite wird über so genannte Artikel gepflegt. Dabei können mehrere Artikel auf einer Seite eingefügt werden. Ein Artikel besteht wiederum aus einem oder mehreren Inhaltselementen wie beispielsweise Text, Aufzählungen, Tabellen, Akkordeon, Code, Bilder, Galerie, Formular oder sonstigen Modulen.

Auf Basis der zentralen Seitenstruktur ist das wichtigste Element des Content-Management-Systems das Zusammenspiel von Seiten, Artikeln, Inhaltselementen und Modulen. Besucher rufen grundsätzlich nur die Seiten der Website auf. Ein Aufruf von einzelnen Artikeln, die Bestandteil einer festen Seite sein müssen, ist hier im Gegensatz zu einem Node-basierten CMS nicht möglich.

Backend

Um das Backend von TYPOlight aufzurufen, muss ähnlich wie bei WordPress und Typo3 ein bestimmter Ordner auf dem Webserver angesprochen werden. Hängt der Administrator /typolight an die URL der Webseite dran, gelangt dieser zum Login-Bereich. Dieser ist natürlich gegen Missbrauch geschützt. Auch dadurch, dass bei drei hintereinander falsch eingegebenen Passwörtern das jeweilige Konto für fünf Minuten gesperrt wird.

Das Backend von TYPOlight ist sehr übersichtlich gestaltet. Es unterteilt sich in zwei Bereiche, links die Navigation und rechts der jeweilige Bearbeitungsbereich. Die Navigation enthält nur die Punkte Inhalte, Layout, Benutzerverwaltung, System, Benutzerfunktionen. Somit ist auch die Navigation sehr schlicht und einfach gehalten.


Startseite vom Backend

Seitenlayouts

Artikel enthalten die jeweiligen Inhalte einer Seite. Das Seitenlayout hingegen legt fest, wie diese Inhalte dem Besucher der Webseite dargestellt werden. Das Design der Website entsteht hierbei durch eine Kombination aus Seitenlayouts und Stylesheets. Das CMS enthält von Haus aus ein integriertes CSS-Framework. Mit dem CSS-Framework-Builder ist es für Administratoren möglich, auch ohne tiefergehende HTML-Kenntnisse ein Layout zu erstellen.

Die Seitenlayouts bestimmen bei TYPOlight den eigentlichen Aufbau einer Seite, also etwa die Gesamtbreite, Anzahl Spalten oder welche Frontend-Module an welcher Stelle angezeigt werden sollen. So wird das Layout mit einigen Klicks nach und nach zusammen gestellt. Über dieses Verfahren können sogar ohne Programmierkenntnisse eigene Stylesheets, RSS- beziehungsweise Atom-Feeds oder die eigene Google Analytics ID und sonstiger beliebiger JavaScript-Code eingebunden werden.


Bearbeitung eines Seitenlayouts

Module

TYPOlight verfügt über eine Sammlung von fertigen Modulen, die in das Seitenlayout eingefügt werden können. So ist es etwa sehr einfach, ein Navigationsmenü, das aus der Seitenstruktur generiert wird, in die Seite einzubinden. Module können aber auch weitere Elemente wie eine Sitemap, ein Login-Formular, ein fertiges Formular zur Registrierung oder zur Bearbeitung von Benutzerdaten oder aber auch eine Suchmaschine, ein Flash-Film oder ein Zufallsbild sein. Natürlich ist es möglich, jedes Modul individuell mit einem Zugriffsschutz zu versehen.

Aber auch aufwändigere Module stehen für den sofortigen Einsatz zur Verfügung. Auf Wunsch kann ein komplettes News/Blog-Modul eingebunden werden. Dieses ist ein Teil der Core-Distribution und unterstützt eine Archivfunktionalität, Kategorien, Kommentare von Besuchern, hervorgehobene Beiträge und natürlich eine RSS- oder Atom-Feed-Funktion.

Auch das direkt in der Core-Distribution integrierte Newsletter-Modul ist sehr interessant. Es unterstützt nicht nur Abonnements über Double-Opt In sondern auch das Verschicken von Nachrichten im HTML- oder Textformat. Ist bereits eine bestehende Liste von E-Mailadressen vorhanden, so kann diese mit der fertigen Importfunktion als CSV-Datei importiert werden.


Übersicht Module

Neben der Blog- und Newsletter-Funktionalität steht dem Administrator auch die einfache Integration eines Kalenders bereit. Dabei unterstützt diese Funktion ganztägige Events, Events mit offenem Ende, mehrtägige Event und wiederholte Events. Auch hier ist möglich, einen eigenen RSS- oder Atom-Feed zu implementieren. Um die verschiedenen Events den Besuchern der Webseite zu präsentieren, stehen verschiedene Ansichten wie zum Beispiel Kalender, Mini-Kalender oder Eventliste zur Verfügung.

Rechteverwaltung

Das Content-Management-System verfügt über ein leistungsstarkes aber trotzdem leicht zu handhabendes Rechte-System. TYPOlight unterscheidet zwischen Mitgliedern und Benutzern, wobei Mitglieder Zugriff auf geschützte Bereiche im Frontend erhalten und Benutzer Zugriffsrechte im Backend.

Durch das aufwändige Rechtesystem kann der Zugriff bis ins kleinste Detail gesteuert werden. Auf diesem Wege ist es dem Administrator möglich, den Zugriff auf die verschiedenen Module sowie die einzelnen Formularfelder genau zu reglementieren. Zugriffsrechte können nicht nur auf Benutzerebenen vergeben werden, sondern auch für Gruppen. So können beispielsweise Redakteure nur Artikel erstellen und bearbeiten, nicht aber das Layout verändern.


Benutzerrechte bearbeiten

Sonstiges

Die Entwickler von TYPOlight haben auf eine Vielzahl verschiedener Aspekte geachtet. So sind beispielsweise sprechende URLs zur Steigerung der Suchmaschinenfreundlichkeit von Haus aus integriert.

Auch eine mehrsprachige Website lässt sich mit diesem CMS realisieren. Dazu wird die fertige Seitenstruktur mit den Inhalten in der Standardsprache, zum Beispiel Deutsch, kopiert. Anschließend werden alle Texte übersetzt. Das Content-Management-System liest beim Besuchen der Webseite die Browsersprache aus und leitet den Besucher automatisch auf die jeweilige Sprachversion um.

Fazit

Das Content-Management-System TYPOlight ist jedem zu empfehlen, der sich nicht mit tiefergehender Programmierung beschäftigen möchte. Die verschiedenen bereits komplett fertig eingerichteten Module können schnell und einfach mit wenigen Klicks auf die Website eingefügt und genutzt werden.

Das CMS erinnert an einen großen Baukasten, bei dem es allerhand verschiedene Bausteine gibt. Diese Bausteine muss der Administrator nur noch je nach Bedarf zusammensetzen.

(mm), ™

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35 Kommentare

  1. Ich möchte einen neuen Blog einrichten und fange gerade erst an Information zu sammeln.

    Danke für diesen sehr informativen Artikel !
    Liebe Grüße, Sabine

  2. Hi zusammen

    ich habe mehrere erfolgreiche TYPOlight Projekte hinter mir. TYPOlight hatte mich gar dazu verleitet, mal die CS4-Upgraderunde statt mit Adobe’s Webedition und staubversetztem Dreamweaver damals mit dem Production Bundle zu beschreiten. ;o)

    Das TYPOlight Usertreffen ist erst richtig verklungen und Contao, so der neue Name von TYPOlight ab der Version 2.9, bringt ein neues Highlight: den Theme-Manager. Hiermit wird es endlich möglich, aus einer Contao-Site nur das Design zu ex- oder importieren, ohne dass der Inhalt davon betroffen ist.

    Mit dem neuen Namen werden sich hoffentlich auch die Gerüchte legen, das CMS sei nur für kleine Seiten ausgelegt oder sei eine Lightausgabe von TYPO3. Contao ist ein modulares Enterprise-System, womit sich durchaus erwachsene Websiteprojekte professionell meistern lassen. ..

  3. Ich bin von der Joomlaecke auf TL umgestiegen und es hat sich wirklich gelohnt. Man muss dennoch sagen egal welches CMS man klickt es sich nicht so einfach zusammen das geht bei keinem CMS da ist es egal ob Joomla, TL, usw. Typolight ist komplett Templatebasiert was im klartext heisst für jedes Element gibt es ein Template was man sich selber anpassen kann. Wer nicht programmieren kann so wie ich ist bei dem System sehr gut aufgehoben. Durch die Inserttags kann man vieles zusätzlich steuern wo man es haben will, selbst Portale werden ja mittlerweile damit umgesetzt. Richtig ist ohne CSS kommt man bei TL nicht weiter das sollte man beherschen und es gibt auch wenige kostenlose Templates dafür was solls dafür hab ich ein System an der Hand was einfach zu bedienen ist mich nix kostet und ich damit machen kann was ich will. Die Templateerstellung ist im übrigen ähnlich wie bei Joomla wer das kann kommt auch mit TL klar. Und wer Geld mit der Erstellung von Websites verdient kann wenn einmal in Typolight eingearbeitet, das ziemlich einfach. Eine einfache Website ist nach meinen Erfahrungen in 1-2 Stunden fertig zum befüllen.

    Gruß Carsten

  4. @ chris. ein wirklich starker Vorteil ist, dass am TL Core nur ein Entwickler arbeitet. Dadruch bleiben dir viele Fehler erspart die man bei Joomla oder WordPress in letzter Zeit hatte.

    Zu dem ist das Umsetzen eines Webprojektes (CSS – kenntnisse vorausgesetzt) mit TL ein Kinderspiel und mit dem eingebauten Framework ist das erstellen von Seitenlayouts super schnell möglich.

    Dann noch die Sache mit den Erweiterungen. Die derzeit zur Verfügung stehenden Erweiterungen sollten einen großteil des normalen Bedarfs an Funktionen für eine z.b. Firmenwebsite/HobbyHomepage oder sonstiges abdecken…

    Lediglich wenn es in Richtung Community geht wird es mit TL ein bisschen schwieriger…

  5. Mich würde interessieren, welche Vor- und Nachteile Typolight gegenüber anderen CMS hat. Warum sollte ich Typolight z.B. Joomla vorziehen? Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass es bei Joomla, WordPress etc. viel mehr Erweiterungen, Module und freie Templates gibt.

  6. @Manuela – #26: Oh sorry, wusste ich nicht. Danke! Das Fazit im anderen Artikel ist durchaus zutreffend. :-)

  7. Ich arbeite inzwischen seit 2 Jahren mit Typolight und konnte damit sämtliche Kundenwünsche Abdeckung. Ob umfangreiches Buchungssystem oder einfache Portfolioseite. Wer sich ein bisschen mit dem Thema und der Technik dahinter beschäftigt kann wirklich schnell und leicht Projekte umsetzen.

    Auch die Community ist der Wahnsinn….wenn man mal hängt hat man im Forum innerhalb kurzer Zeit die passende Antwort bereit.

  8. Muss den meisten Vorrednern zustimmen, dass TYPOlight ein sehr gutes CMS ist und für mind. 90% der normalen Webprojekte ausreicht. Ich habe in der Zwischenzeit auch schon mehrere Websites mit TYPOlight umgesetzt und bin bisher an keine Grenze gestoßen.

    Auch ein großes Kompliment an die fleißigen Hilfer in der Community, die meistens schnell & kompetente Antwort geben.

  9. @Sepp – #15: Zu SilverStripe gibt es einen Testbericht auf Dr. Web: http://www.drweb.de/magazin/silverstripe-cms-test/

    @Vic – #21/@Paloran – #24: Über Tutorials zur PHP-Programmierung von Erweiterungen für SilverStripe sowie Praxisberichte über die Arbeit mit anderen CMS würde die Redaktion von Dr. Web sich freuen – bitte immer her damit ;-).

  10. @Vic
    Ja Usability ist da wirklich ein großes Problem bei den meisten CMS. Du sprachst von anderen, richtig schön kompakte und sehr eingängige CMS.
    Ich wäre denkbar, wenn Du mir hier ein paar nennen könntest.

  11. Soweit ich weiß produziert Joomla keinen W3C konformen Code. Des weiteren gefällt mir das Backend überhaupt nicht von Joomla.
    @sepp ich kann dir nur zustimmen, man sollte wirklich mehr über SilverStripe berichten! Damit lässt sich so leicht so schönes mit PHP machen….

  12. TYPO3 vs. TYPOlight … wir haben uns als Agentur schnell für TYPOlight entschieden und haben inzwischen über 100 Kundenprojekte erfolgreich umgesetzt.

    Und wer das CMS mit einem voll integrierten OnlineShop nutzen möchte, kann dies auch machen: http://www.typolight-webshop.de

  13. Es geht ja nicht um eine Ja-Nein-Entscheidung für das beste Contentmanagement-System, sondern darum, für jeden Anwendungsfall das geeignetste System auszuwählen.

    Für den Frisör von „umme Ecke“ braucht man sicher keine gigantische TYPO3-Lösung, beim Erstellen einen Onlineshops sollte man aber vom Erfolgsfall ausgehen und auf Skalierbarkeit achten.

    TYPOlight ist einfach, solide und schnell. Somit für kleine und mittlere Webprojekte mehr als geeignet, finde ich.

  14. Ich habe nun schon einige Kundenprojekte mit unterschiedlichen CMS umgesetzt und kann vielen Vorrednern nur zustimmen.

    Meinen Kunden ist vor allem wichtig, dass sie ihre Websites möglichst eingängig und unkompliziert aktualisieren und pflegen können. Wenn dies die Voraussetzung ist, sind sowohl Typolight wie auch TYPO3 und teilweise sogar Joomla völlig ungeeignet. Ich würde nie einem Kunden, der eine Webpräsenz von insgesamt vielleicht 20-30 Seiten erstellen möchte und von Computern/HTML/PHP/CSS nahezu überhaupt keine Ahnung hat, ein TYPO3 System aufsetzen.

    Dafür gibt es andere, richtig schön kompakte und sehr eingängige CMS. Das spart mir und dem Kunden nicht nur Zeit und Nerven, sondern schont beim Hosting auf die Geldbörse des Kunden und die Besucher der Website bekommen eine schnell-ladende, valide Website.

  15. @19: Da ist schon was wahres dran (Absatz 2). Nicht umsonst schicken unsere Kunden ihre Mitarbeiter zu uns damit wir sie im Umgang mit TYPO3 schulen. Das ist auch bitter nötig, leider.

    Bzgl. Absatz 1: Wenn der Frisör es richtig macht sucht er sich einen kompetenten Partner der über eigene Server verfügt die optimal an die Bedürfnisse (TYPOlight, TYPO3 oder wie sie auch immer heißen) angepasst sind.

    Vor ein paar Jahren noch war eine Website kein fester Bestandteil einer Firma, die Zeiten haben sich geändert und auch der Frisör von ‚umme Ecke‘ sollte das Thema so angehen und sich jemanden suchen der mit der Thematik vertraut ist und seinen Kunden nicht an einen Wald- und Wiesen-Hoster verweist.

    Nun gut, wie bereits angeregt soll es sich hier nicht um TYPO3 drehen und wenden. Vielleicht wird dieses CMS ja in Zukunft in ähnlicher Form beleuchtet – einen Vergleich hielte ich eh für unangebracht da beide Systeme verschiedene Richtungen gehen was ganz besonders im Hinblick auf die Skalierbarkeit deutlich wird.

  16. Gegen Typo3 spricht einfach, dass es nicht auf jedem Wald- und Wiesen-Hoster ausreichend performant läuft, außer man holt sich einen unnötigen XXL-Tarif. Der Frisör von Nebenan wird sicher nicht an die Grenzen stoßen. Man könnte es sogar als praktizierten Umweltschutz sehen, wenn man für ein paar Seiten nicht gleich das leistungshungrige Typo3 einsetzt.

    TYPOlight hat meiner Ansicht nach aber leider wie 99% aller Systeme (Typo3, Redaxo, Drupal …) große Usability-Probleme. Schon der Einsatz diese vielen kleinen Symbole stellt unbedarfte und vor allem ältere Anwender vor Probleme.

  17. Persönlich kenne ich sowohl TYPO3 als auch TYPOlight und kann bestätigen, dass TYPOlight für viele Webseiten mehr als ausreichend ist. Die Systemanforderungen sind deutlich niedriger und eine reichhaltige Auswahl an Erweiterungen ermöglicht die Umsetzung fast aller Wünsche ohne selbst programmieren zu müssen.
    Für Anfänger ohne tiefere Kenntnisse sind TYPO3 und TYPOlight beide nichts.
    Bei TYPOlight sehe ich allerdings im Vergleich zu TYPO3 jedoch auch noch Nachteile:
    – Der Core von TYPOlight wird aktuell nur von einer Person gepflegt, zwar sehr gut, jedoch ist unklar was zukünftig passiert, falls dieser Entwickler kein Interesse mehr an einer Weiterentwicklung hat. TYPO3 ist durch das größere Team sicherer für langfristige Planungen.
    – Die Rechteverwaltung wird in der Vorschau nicht wirklich angewendet. Jeder Backend-Benutzer kann alle Bereiche einer TYPOlight-Installation einsehen, inklusive unveröffentlichter Elemente, auch wenn er diese nicht bearbeiten darf.
    – In der Vorschau kann nur die aktuelle Internetseite in der aktuellen Sprache des Browsers angezeigt werden. Mehrsprachige Seiten verlangen zusätzliche Tools für den Browser (zur Sprachwahl) und Multi-Domain-Installationen verlangen das wechseln der URL und eine Neuanmeldung zur Vorschau der unterschiedlichen Domains.

    Fazit: Für wen diese Punkte irrelevant sind, der kann mit TYPOlight wirklich glücklich werden.

  18. @Roland: „Hohe Sicherheit“ ist relativ. Kurz vor Weihnachten 2009 wurde eine schwere Sicherheitslücke vom Entwicklerteam bekannt gemacht, die das sofortige Patchen von 2 Dateien erforderte.

    Ansonsten ist TYPOlight bis auf ein paar Eigenarten sehr flexibel und angenehm in der Benutzung.

    Warum man sich so ein spassfreies und kompliziertes Ding wie Typo3 antut, vor allem für mittlere Seiten, hat sich mir noch nie erschlossen.

  19. Ich nutze TYPOlight jetzt auch schon seid längerem, mir gefällt es sehr gut. Eigene Erweiterungen lassen sich auch relativ einfach erstellen, passendes php Vorwissen natürlich vorrausgesetzt.

    Die Typo3 Leute hier verstehe ich übrigens auch nicht, das ist doch ein echtes Schlachtschiff, warum nicht etwas kleines wendiges nutzen? TYPOlight reicht in 90% der Fälle völlig aus. Wenn ich mir die Seiten von einigen großen Unternehmen so anschaue, vermutlich sogar in mehr … ;-)

    Die TL Community ist übrigens wirklich super!

  20. Kann nur bestätigen, dass TYPOlight ein sehr einfaches, aber komplexes CMS ist (klingt schon paradox!). Für kleine bis mittlere Projekte durchaus brauchbar. Für große Projekte dann aber eher ein Typo3.

    Der Artikel ist übrigens auch sehr schön, würde mich freuen, wenn jemand auch über SilverStripe sowas schreiben würde. ;-)

  21. Was mir an TYPOlight gefällt (ja, ich arbeite seit einigen Wochen damit): Unterstützung von Barrierefreit, hohe Sicherheit und schnelle Fehlerbehebung (trotz oder gerade wegen der kleinen Entwicklergemeinde).
    Was bei einer großen Entwicklergemeinde rauskommt sieht man ja an Joomla (seit wann dümpelt die 1.6 im Alpha-Status rum?) und WordPress. Gerade mit Blick auf Erweiterungen: Wenn man nicht von jedem Plugin, das man installieren will, den Code manuell überprüft, hat man ruckzuck eine Sicherheitslücke im System. Qualitätskontrolle? Fehlanzeige! TYPOlight hat nur eine kleine Entwicklergemeinde. Doch arbeitet diese unglaublich diszipliniert und produziert sehr stabilen Code.
    Und noch etwas: schaut mal ins Forum. So engagierte Leute habe ich bei den anderen CMS-Communities schmerzlich vermisst.
    Und nicht zuletzt: ich steh‘ auf „Made in Germany“ :-)

  22. @Anne-Kathrin: Der Autor hat das CMS so beschrieben, wie es der erste Eindruck vermittelt. Das ist auch gut so, denn so sehen nunmal Erstanwender dieses CMS.

    Und das Fazit fällt ja durchaus gut aus und wenn dann noch weitere positive Eigenschaften wie eben die Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten sowie die Barrierefreiheit hinzukommen, ist es doch nur umso besser.

    Das einige Typo3 oder ein ganz anderes CMS bevorzugen, ist doch auch normal. Ich schwöre zum Beispiel absolut auf WordPress. Einfach weil ich mich damit gut auskenne und mir alles sehr leicht vorkommt und es hunderte Erweiterungen gibt. Das ist vielleicht auch nur eine Frage des Geschmacks und darüber sollte man vielleicht nicht aber könnte man sehr gut streiten. ;)

  23. Hier ging es doch eigentlich um die Vorstellung von TYPOlight. Die finde ich zwar im Fazit mehr als ungenügend, aber das sei mal dahingestellt.
    Was ich nicht verstehe, ist die TYPO3 Nutzer Riege, die hier sofort aufschreien zu müssen glaubt (um hinterherzuschieben, dass TYPOlight ja dann doch wirklich nicht annähernd konkurrenzfähig sei) und was ich ebenso nicht verstehe, ist, dass dann mit modX gleich noch ein weiteres CMS das Bessere sein soll.

    Können wir es, Qualität des Artikels, nicht einfach mal dabei belassen, dass hier jemand ein CMS vorstellen wollte? Eines, das einfach eine andere Philosophie fährt als modX, Drupal, Joomla – ja und auch TYPO3?
    Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie lange es dauert, bis man ein CMS wirklich durchschaut hat und eine qualifizierte Einschätzung abgeben kann.

    Viel interessanter fände ich an dieser Stelle eine Diskussion mit dem Autor, der einige meines Erachtens wirklich wichtige und interessante Aspekte einfach nicht angesprochen hat. Mich würde interessieren, warum.

  24. ich habe es gerade nicht gezählt, aber die mehrheit sagt T3 ist super und warum sollte man dann TL probieren – lasst es bleiben. ihr werdet es nicht verstehen. aber manchmal sieht man den wald vor lauter bäume nicht.

    wer sich allerdings ein bisschen mehr mit der thematik auseinander setzt (wie z.b. mein vorposter) den erwartet ein geniales system, welches nicht alle 6 monate auf der heise seite auftaucht weil es gerade ein modul wieder zu einer tickenden bombe „aufgepäppelt“ hat.

    aber wie schon einer schrieb – lieber mit der 10m limo zum kunden fahren statt mit einer s-klasse. ein typischer *schwanzvergleich* würde ich mal sagen.

    es grüßt
    ein bekennender TL user :)

  25. Das schaut ja ganz interessant aus.
    Das „große“ Typo3 war mir persönlich viel zu mächtig. TypoLight werde ich jedenfalls mal genauer anschauen.
    Wenn sich das ganze so anpassen und gestalten läßt, wie ich es mir wünsche, könnte es in einem meiner Projekte durchaus verwendung finden.
    Thx für den Bericht, der mich auf TypoLight neugierig gemacht hat.

  26. Ich finde den Artikel sehr interessant. Wenn man sich auf der Webseite von Typolight umschaut, entdeckt man schnell die Referenzen unter http://www.typolight.org/referenzen.html … sogar die Webseite McFit basiert auf diesem CMS…

  27. @5: Jedem das seine, TYPO3 ist überdimensioniert und IMO nicht total barrierefrei. Wie war das mit den Formularen, wo der Focus weggenommen wird?
    Gegen Typolight spricht, dass es meines Wissens nach eine sehr kleine Entwicklergemeinde hat. Nicht unwahrscheinlich, dass es irgendwann nicht mehr weiter entwickelt wird.

  28. Was Typo3 betrifft so stelle ich mir die Frage, warum Kompliziert (unständliche) wenn auch einfacher geht. Mich stört for allen der Umweg über TypoScript!

    Auch bei TYPOlight sehe ich es nicht anders. Gerade auch was das Templatesystem betrifft.

    Ich setze da mit steigender Begeisterung auf MODx! Es unterstützt von Hause aus alle Webstandards inkl. Web20. Und was mich am meisten fasziniert ist die hohe Flexibilität und Einfachheit!

    http://modxcms.com/

  29. Jetzt würde ich zu dieser Typolight-Geschichte auch gerne mal ein paar Referenz-Seiten sehen. Ich muss mich auch meinem Vorredner anschliessen. TYPO3 nicht zu nutzen ist eigentlich nicht zukunftsorientiert, es sei denn man ist eben nicht sonderlich fit. Wir setzen immer merh auf TYPO3……… und es lohnt sich, ohne wenn und aber……..

  30. Ich persönlich finde das Fazit ziemlich einseitig.

    TYPOlight ist definitiv kein System, mit dem man sich „mal schnell“ seine Website zusammen klickt – und ein bisschen so hört es sich an.
    Umso mehr halte ich TYPOlight für ein anspruchsvolles, sehr flexibles System, wenn auch mit steiler Lernkurve.
    Die Stärke liegt auch, aber bei weitem nicht nur in seinem modularisierten Aufbau, sondern vor allem auch in den Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten.
    Auch dass der Hinweis auf den Anspruch und die Chance (!) Barrierefreiheit hier vollkommen fehlt, ist schade.

  31. Dominik:

    Eine vernünftige Evaluierung natürlich vorausgesetzt!
    Es gibt zahlreiche Beispiele, bei denen auf den ersten Blick klar wird, dass ein Flaggschiff wie TYPO3, niemals an dessen Grenzen gerät.

    Natürlich hat TYPO3 (auch bei mir) seinen Platz, doch einiges lässt sich mit TYPOlight schnell lösen und ich wage auch zu behaupten, schneller als TYPO3.

    Ich halte es so: Für jeden Zweck das passende System und in Sachen Usability kann sich TYPO3 auch noch einige Scheiben abschneiden (nicht nur für Redakteure).

  32. Ein Tipp von einem der täglich damit arbeitet: TYPO3, nicht Typo3. :-)

    TYPOlight sieht ganz nett aus, einen wirklichen Grund warum man dieses System dem TYPO3 vorziehen sollte konnte mir noch keiner nennen. Moderne Server verkraften das Monster und man sollte besser mit Kanonen auf Spatzen schießen als hinterher.. Ok gut, als hinterher dem Kunden ein neues Angebot machen zu müssen weil TYPOlight nicht mehr ausreicht. :)

  33. Woran liegt es eigentlich, dass Joomla hier so konsequent ignoriert wird, wo es doch eine sehr breite Installationsbasis (in DE mehr als WordPress) hat?

    http://www.google.com/trends?q=joomla%2C+typo3%2C+drupal%2C+wordpress&ctab=0&geo=de&date=all&sort=0

  34. Vielen Dank für diese Übersicht.
    Sehr hilfreich.

    Typolight ist sicherlich eine Variante die man sich mal näher anschauen sollte.
    Gruß

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