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Annemarie Lennicke 15. Dezember 2018

E-Mail-Marketing und DSGVO: Das solltest du als Seitenbetreiber wissen

Datenschutz ist ein Begriff, der inzwischen sehr wichtig ist. Gerade in der heutigen Zeit sind für viele Menschen der Schutz der Privatsphäre und der personenbezogenen Daten von besonderer Bedeutung. Personenbezogene Daten sind alle Daten, mit denen eine natürliche Person bestimmbar gemacht werden kann. Dazu zählen nicht nur Name, Geburtsdatum oder Anschrift, sondern auch beispielsweise die IP-Adresse. Um einen besseren Datenschutz zu gewährleisten, trat im Mai die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft.

Was es damit auf sich hat und was es alles zu beachten gibt, weiß Annemarie Lennicke von Newsletter2Go. – Der folgende Beitrag dient nur zu Informationszwecken und ist ausdrücklich nicht als rechtliche Beratung zu verstehen.

Was ist die DSGVO?

Die neue Datenschutz-Grundverordnung ist eine gesetzliche Richtlinie der Europäischen Union welche dafür sorgt, dass der Datenschutz in der EU vereinheitlicht wird. In allen Ländern soll zukünftig das gleiche Schutzniveau für personenbezogene Daten gelten. Die DSGVO ist seit dem 25. Mai 2018 gültig und enthält insgesamt 99 Artikel.

Alle Personen und Unternehmen, die personenbezogene Daten übermitteln, speichern oder bearbeiten, müssen sich mit der Datenschutz-Grundverordnung auseinandersetzen.

Was ändert sich mit der neuen DSGVO?

Vor dem Inkrafttreten der DSGVO war das Bundesdatenschutzgesetz gültig. Dieses gilt in der jetzigen Form nicht mehr. Stattdessen gibt es neben der DSGVO das “BDSG neu”. Das BDSG wurde in weiten Teilen umgeschrieben und enthält 84 Paragraphen.

Seit dem 25. Mai 2018 muss man sich also sowohl mit der BDSG neu als auch mit der EU-DSGVO auseinandersetzen.

Die Harmonisierung des Datenschutzes innerhalb der Europäischen Union kommt sowohl den Endverbrauchern, als auch den Unternehmen zugute. Nutzer müssen sich nicht mehr mit unterschiedlichen Gesetzen in den verschiedenen Mitgliedstaaten auseinandersetzen, sondern bewegen sich in einem Rechtsraum. Unternehmen können Kunden aus unterschiedlichen Ländern gleich behandeln und sparen so viel Zeit. Dadurch werden die internen Prozesse erheblich vereinfacht.

Auswirkungen auf das E-Mail Marketing

Da das Datenschutzniveau in Deutschland bereits auf einem sehr hohen Niveau ist, gibt es für deutsche Unternehmen keine fundamentalen Änderungen.

Wie bereits erwähnt, gilt die EU-DSGVO anstelle des BDSG. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass das UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) nach wie vor noch gültig ist. Hier ist hauptsächlich geregelt, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um personenbezogene Daten rechtskonform zu erheben und wirtschaftlich zu verwenden.

Folgende Dinge sollten allgemein im Datenschutz unbedingt beachtet werden:

Verbot mit Erlaubnisvorbehalt: Jede Datenverarbeitung bedarf einer gesetzlichen Erlaubnis.
Datensparsamkeit: Die Datenverarbeitung muss dem Zweck angemessen und sachlich relevant sein.
Zweckbindung: Die Daten dürfen nur für den Zweck genutzt werden, für den sie erhoben wurden.
Datensicherheit: Ein Schutz vor Datenmissbrauch muss gewährleistet sein.
Transparenz: Betroffene sollten wissen, dass und welche Daten von ihnen erhoben wurden.

Bei Nichteinhaltung der Richtlinien kann mit Konsequenzen, wie Bußgeldern in Höhe von 20 Millionen Euro oder 4% des jährlichen weltweiten Umsatzes gerechnet werden – je nachdem welcher Wert höher ist.

One to many – der Ansatz des E-Mail-Marketing. Manchmal leider auch One too many. (Illustration: Depositphotos)

Auswirkungen auf Newsletter-Anmeldeformulare

Anmeldeformulare sind auch weiterhin ein zentraler Punkt im E-Mail Marketing. Es ist im Rahmen der DSGVO wichtig darauf zu achten, dass der Verwendungszweck der erhobenen Daten klar kommuniziert wird. Also: Wofür genau meldet sich ein Nutzer an. Sie müssen die Zwecke der Verarbeitung der personenbezogenen Daten genau erläutern. Weisen Sie außerdem auf die jederzeitige Abmeldemöglichkeit hin und integrieren Sie einen Verweis auf Ihre Datenschutzerklärung, die der Nutzer mit einem Häkchen akzeptieren muss.

Weiterhin gilt, dass Sie in Ihren Anmeldeformularen nur notwendige Informationen in Form von Pflichtfeldern einholen dürfen. Im Fall von E-Mail Marketing ist dies zumeist nur die E-Mail-Adresse. Natürlich können Sie auch weitere Daten, wie Geschlecht oder Name abfragen. Jedoch dürfen diese Angaben nicht obligatorisch sein. Weisen Sie auf die Freiwilligkeit im Anmeldeformular hin.

Haben Sie die eindeutige Einwilligung Ihrer bisherigen Kontakte, dass Sie ihnen Newsletter zusenden dürfen, müssen Sie keine neue ausdrückliche Erlaubnis anfordern. Wichtig ist, dass Ihre Kontakte einem Newsletterversand auf jeden Fall zugestimmt haben. Ist dies nicht der Fall, so sind Sie dazu verpflichtet eine neue entsprechende Einwilligung einzuholen. Ein Double-Opt-In-Anmeldeformular ist hier der einfachste Weg.

Das Newsletter-Anmeldeformular von Newsletter2Go, Screenshot Webseite

Das Newsletter-Anmeldeformular von Newsletter2Go, Screenshot Webseite

Aussehen eines Anmeldeformulars

Ein Anmeldeformular muss einige Informationen enthalten, um DSGVO-konform zu sein. Einer der wichtigsten Punkte ist der Verwendungszweck. Sie müssen den Kontakt über die Zwecke der Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten aufklären. Außerdem sollten Sie auf die jederzeit mögliche Abmeldung und die Datenschutzerklärung hinweisen. Letztere könnte der Nutzer beispielsweise mit dem Setzen eines Häkchens akzeptieren. Lediglich notwendige Informationen dürfen in Form von Pflichtfeldern abgefragt werden. In diesem Fall wäre das nur die E-Mail-Adresse, da diese für den Versand notwendig ist. Andere Daten, wie Name oder Geschlecht, können jedoch als freiwillige Angabe abgefragt werden.

Achtung Kopplungsverbot!

Unter einer Kopplung versteht man das Koppeln von Newsletter-Anmeldungen mit scheinbar “kostenlosen” Goodies. Solch eine Kopplung muss transparent als Tauschgeschäft kommuniziert werden. Erklären Sie dem Nutzer ganz genau, dass er sich durch die Angabe seiner E-Mail-Adresse auch für einen Newsletter anmeldet. Im Gegenzug bekommt er dann ein Goodie von Ihnen. Passen Sie an dieser Stelle auf, dass Sie dieses nicht als “kostenlos” oder “gratis” deklarieren, denn immerhin bezahlt der Nutzer mit seinen Daten.

Datenschutz im E-Mail Marketing wird mit der DSGVO noch strenger betrachtet. Der Schutz der Verbraucherdaten steht an erster Stelle. Die Anforderungen der DSGVO sollten zwingend eingehalten werden, um horrende Bußgelder zu vermeiden. Informieren Sie sich umfassend zu dem Thema. Wir empfehlen zusätzlich, Fachpersonal zu Rate zu ziehen, um alle Maßnahmen DSGVO-konform und richtig umzusetzen.

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(Artikelbild: Depositphotos)

Annemarie Lennicke

Annemarie Lennicke

Annemarie Lennicke studiert im Master Medienpsychologie und arbeitet seit 2017 bei Newsletter2Go als Werkstudentin im Marketing. Sie schreibt vor allem Fachartikel und Blogbeiträge zum Thema E-Mail Marketing.

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