Spaces. Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Webprojekte. Loslegen und Spaces testen. Von Mittwald.
Redaktion Dr. Web 12. März 2017

E-Commerce: wie Nutella & Co. ihre Kunden mit personalisierten Artikeln binden

Have it your way“ – mit die­sem Slogan wirbt der Fastfood-Riese Burger King schon seit mehr als 40 Jahren dafür, dass man sich sei­nen Burger genau nach dem eige­nen Geschmack zusam­men­stel­len kann. Die Auswahlmöglichkeiten kön­nen dabei zwar – über­spitzt for­mu­liert – auf „mit oder ohne Gürkchen“ her­un­ter­ge­bro­chen wer­den, den­noch muss man kon­sta­tie­ren, dass der US-Konzern bei sei­nen Kunden schon vor lan­ger Zeit einen Wunsch erkannt hat, der sich auch im momen­ta­nen Konsumverhalten extrem nie­der­schlägt, näm­lich den nach einem indi­vi­du­el­len Produkt. Immer mehr Anbieter kom­men die­sem Wunsch nach, indem sie auf ihrer Webseite das Feature anbie­ten, den gewünsch­ten Artikel zusam­men­zu­stel­len oder gar kom­plett zu desi­gnen. Gibt es die­se Möglichkeit nicht, so soll zumin­dest die Verpackung per­sön­lich gestal­tet wer­den kön­nen.

E-Commerce: wie Nutella & Co. ihre Kunden mit personalisierten Artikeln binden

Die emotionale Ebene bindet Kunden langfristig

Unternehmen bie­ten sich hier gro­ße Chancen, Kunden dau­er­haft an sich zu bin­den. Denn durch das per­so­na­li­sier­te Produkt beschäf­ti­gen sie sich einer­seits mehr mit dem Unternehmen; ande­rer­seits för­dert der psy­cho­lo­gi­sche Aspekt, der sol­chen Artikeln inne­wohnt auch den Wunsch, es wie­der zu kau­fen.

Für den E-Commerce sind per­so­na­li­sier­te Produkte per­fekt zuge­schnit­ten. Denn die Möglichkeit, sie online zu gestal­ten, ist der ein­fachs­te Weg für Kunden, die eige­nen Wünsche an ein Unternehmen her­an zu tra­gen. Ist man als Händler ohne­hin im Internet aktiv, so soll­te es tech­nisch kei­ne all­zu gro­ße Herausforderung sein, ein ent­spre­chen­des Feature ein­zu­bau­en. Und auch die Umsetzung funk­tio­niert in den meis­ten Fällen ohne all­zu gro­ßen Mehraufwand.

Kunden zahlen den Aufpreis gerne

Dass es nicht ganz ohne Mehraufwand funk­tio­niert, schlägt sich in den Preisen nie­der. Je frü­her ein Artikel inner­halb des Produktionsprozesses indi­vi­dua­li­siert wird, des­to höher sind die­se. Ein selbst design­ter Schuh, wie ihn etwa adi­das anbie­tet, bringt natür­lich eini­ges mehr an Aufwand mit sich als die Cola-Flasche, die nach der Abfüllung ledig­lich mit einem Etikett ver­se­hen wird, auf dem der gewünsch­te Name steht.

Der rei­ßen­de Absatz, den per­so­na­li­sier­te Produkte im Moment fin­den, spricht aller­dings stark dafür, dass Verbraucher kein Problem mit die­sen Mehrkosten haben. So kos­tet eine Flasche Cola mit Wunschnamen mehr als das dop­pel­te wie eine regu­lä­re Version. Die Originalität reicht jedoch augen­schein­lich aus, den Kunden dar­über hin­weg­se­hen zu las­sen.

Personalisierte Produkte ziehen sich durch alle Sparten

Neben den oben bereits genann­ten Beispielen gibt es aktu­ell noch diver­se ande­re Firmen, die mit indi­vi­du­el­len Produkten gro­ßen Erfolg haben – sei es als kun­den­bin­den­de Maßnahme oder gleich als Geschäftsmodell. Einige davon sol­len hier noch kurz vor­ge­stellt wer­den:

Nivea


Dass auch eta­blier­te Produkte mit einem ohne­hin schon rie­si­gen Standing durch die Personalisierung noch ein­mal einen Boost in ihren Verkaufszahlen erwar­ten kön­nen, zeigt das Beispiel die­ses Kosmetikherstellers. Die bekann­ten blau­en Dosen kann man mit sei­nem Wunschmotiv – etwa dem Foto der Partnerin – bedru­cken las­sen und ihr so eine ganz indi­vi­du­el­le Note ver­lei­hen.

Nutella

Ähnlich wie bei Nivea wird auch hier eine Marke, die fast schon syn­onym für alle ver­gleich­ba­ren Konkurrenzprodukte ver­wen­det wird, durch die Personalisierung noch­mal näher an den Kunden gebracht. Ob der süße Brotaufstrich tat­säch­lich bes­ser schmeckt, wenn der eige­ne Name auf dem Etikett steht, sei dahin­ge­stellt – dass Kunden die­ses Gefühl haben, steht hin­ge­gen außer Frage.

Vertbaudet


Wer jun­ge Eltern im Freundeskreis hat, kennt es sicher: Fragt man sie, was sie sich bei­spiels­wei­se zum Geburtstag wün­schen, kommt als Antwort: Irgendwas fürs Baby. Will man ein sol­ches Standardgeschenk nicht machen, aber den­noch auf die Bedürfnisse der Eltern, für die sich momen­tan nun mal alles um den Nachwuchs dreht, ein­ge­hen, so kann man bei die­sem Anbieter per­so­na­li­sier­te Artikel für Babys und Kleinkinder erwer­ben. Die sind nicht nur prak­tisch, son­dern auch eine tol­le Erinnerung für spä­ter.

MyMuesli


Wer sich frü­her jeden Morgen dar­über ärgern muss­te, dass der Anteil an Goji-Flocken in sei­nem Lieblingsmüsli viel zu gering ist, fin­det bei MyMuesli Abhilfe. Denn hier kann jeder sei­ne Frühstückscerealien so zusam­men­stel­len, wie er es per­sön­lich am liebs­ten mag. Durch die­se indi­vi­du­el­le Mischung gelingt der Start in den Tag deut­lich bes­ser – denn was ist schlim­mer, als direkt nach dem Aufstehen eine Enttäuschung erle­ben zu müs­sen?

Redaktion Dr. Web

Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.