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Dr. Web Team 5. November 2007

Digitalkamera: Licht und Schärfe

Kein Beitragsbild

Mini-Digitalkameras sind einfach praktisch, man kann sie überall platzsparend unterbringen und bei Bedarf kann man schnell knipsen. Doch die Qualität der Bilder ist nicht immer so toll, manchmal sind die Aufnahmen doch arg verwackelt und an eine große, teure Kamera oder ein Spiegelreflex-Modell reicht die Qualität nicht heran. Warum eigentlich?

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Werden die kleinen Modelle nicht stetig verbessert und mit neuen Features ausgestattet, so dass sie ihren großen Verwandten bald in nichts mehr nachstehen dürften? Leider ist das nicht so.

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Zunächst haben die kleinen Kompaktkameras ja durchaus ihre Vorteile. Bildsensoren heutiger Digitalkameras kommen mit sehr geringen Objektiv-Brennweiten daher, wodurch die Gehäuseabmessungen gering gehalten werden können. Wie gesagt, die Kamera ist kaum noch Gepäck. Zudem besitzen die Digitalkameras wegen der geringen Brennweite auch recht gute Makrofähigkeiten. Auch ist dadurch eine große Schärfentiefe gegeben.

Was für Hobbyfotografen noch ein Feature ist, ergibt für Profis hingegen einen „Bug“. Wer gern Unschärfen auf mehreren Ebenen nutzt, um Hintergründe zu gestalten, kann dies mit der kompakten Digitalkamera nicht ohne weiteres. Zwar bieten gängige Modelle einen Portrait- oder Sport- beziehungsweise Action-Modus, mit dem man den Hintergrund unschärfer wählen kann, die absolute Kontrolle über die Schärfe-Ebenen hat man jedoch auch hier nicht.

Neben den häufig im Vordergrund stehenden Angaben in der Werbung für Digitalkameras, wie Megapixel und ISO-Wert, sind aber auch eine möglichst geringe Blendenöffnung und ein ausreichend empfindlicher Sensor in der Kamera für die gute Qualität der Aufnahmen verantwortlich. Wie in der analogen Fototechnik werden auch bei den digitalen Kameras für die Lichtstärken der benutzten Objektive die Blendenwerte als logarithmische Skala angegeben. Je kleiner dabei die Zahl der Blendenöffnung, desto höher ist die Lichtstärke der Kamera.

Mit einer maximalen Blendenöffnung von 2,0 kann man auch unter weniger idealen Lichtbedingungen auch noch ohne Blitz fotografieren. Kameras mit höheren Werten bei der Blendenöffnung schalten häufiger ihren Blitz dazu, weil sie mit schwachen Lichtverhältnissen weniger gut klarkommen. Zudem sorgt eine geringe Blendenöffnung dafür, dass die Bilder nicht so leicht verwackeln. Die Belichtungszeit ist kürzer und somit ist es einfacher, auch von Hand noch Bilder mit ausreichender Schärfe zu knipsen. Sobald die Belichtungszeit jedoch bei lichtschwächeren Modellen, zum Beispiel 1/8 Sekunde erreichen, hat man kaum noch eine Chance dazu und muss ein Stativ benutzen oder die Kamera während der Aufnahme zumindest auf einer festen Auflage fixieren. Sonst verwackelt das Bild höchstwahrscheinlich.

Die Kamerahersteller versuchen hier mit technischen Maßnahmen gegenzusteuern. Bildstabilisatoren in der Digitalkamera sollen hier Abhilfe bieten. Allerdings bieten die integrierten Bildstabilisatoren bei bewegten Bildmotiven keine Lösung, denn Unschärfen, die vom sich bewegenden Motiv herrühren, lassen sich einzig und allein durch eine möglichst kurze Verschlusszeit umgehen. Bei Auswahl eines Portrait- oder Sportmodus kann die Automatik der Kamera eine größere Blende wählen. Die Belichtungszeit ist kleiner und die Gefahr des Verwackelns sinkt.

Eine mögliche Bewegungsunschärfe wird dadurch verringert. Allerdings kann man in diesem Modus wiederum einen unscharfen Hintergrund erhalten;  je nachdem, wie weit man selbst vom Motiv weg ist und dieses wiederum vom Hintergrund entfernt ist. Generell sollte man daher beim Kauf einer Digitalkamera, wenn man sie für professionelle Zwecke nutzen will, auf die darin verwendete Optik und Sensorentechnik größten Wert legen. Vor allem sollte man auf deren ausreichende Größe achten. Sowohl Sensor als auch Linse müssen für wirklich gute Aufnahmen genügend große Abmessungen haben.

Je kompakter die Kameramodelle sind, desto weniger kann diese Voraussetzung jedoch erfüllt sein. Hier gilt leider noch immer die einfache Gleichung: Je größer, desto besser. ™

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