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Dirk Metzmacher 5. November 2007

Fotografie >> Digitale Fotos – So bekommen Sie die schönsten Ergebnisse

Kein Beitragsbild

Als Schaffender im Bereich Webdesign muss man ein Allroundtalent sein. Grafiker, Programmierer und auch noch Fotograf. Kaum ein Kunde hat die passenden Fotos parat. Man darf dann Mitarbeiterportraits und Außenaufnahmen selber machen, oder muss zweitklassiges, angeliefertes Material aufarbeiten.

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Der berühmte „Rote-Augen-Effekt“
In Räumen mit wenig Licht fotografiert man immer mit Blitzlicht. Das hat den Vorteil, dass die Personen überhaupt zu erkennen sind. Doch leider haben die Fotografierten auf den Bildern die typischen roten Augen, die dadurch entstehen, dass das einfallende Blitzlicht von der gut durchbluteten und dadurch roten Netzhaut zurückgestrahlt werden. In einer dunklen Umgebung ist die Pupille weit geöffnet. Um dem entgegen zu wirken haben die Kamerahersteller reagiert und bieten ihre Modelle oft mit einer besonderen Blitzvariante an. Diese „Rote-Augen-Reduktion“ wird durch einen Vorblitz erreicht. Meistens ist dafür ein eigenes Programm (mit einem kleinen „Auge-Blitz“-Symbol) in der Kamera integriert. Der Vorblitz sorgt dafür, dass sich die Pupillen zusammenziehen. So wird beim eigentlich Foto samt Hauptblitz die echte Augenfarbe sichtbar.

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Ist das Bild schon gemacht, kann nichts mehr verhindert, aber zumindest noch verbessert werden. Dazu gibt es einige Spezialisten, wie etwa das kostenlose Zauber-Tool „RedEye„. Das Programm ist einfach zu bedienen. Nachdem mit der Maus bei gedrückter linker Maustaste genau der Bereich im Auge markiert wurde, der rot ist, kann man die Maustaste loslassen und der Effekt wird sichtbar: Die ursprünglich rote Iris glänzt schwarz. Nun erscheint ein kleines Dialogfenster, in dem mit Hilfe eines Schiebereglers der Effekt verstärkt oder abgeschwächt werden kann. Ein Klick auf „OK“ und das Foto ist fertig bearbeitet. Leider werden nur JPGs untertstützt.

In Photoshop erstellt man über dem Bild eine neue Ebene, stellt den Ebenenmodus auf Farbe um und „malt“ mit dem Airbrush und der ursprünglichen Augenfarbe darüber. In der Mitte sprüht man einfach etwas schwarz für die Pupille. Fertig!

Screenshot
Der unerwünschte „Rote-Augen-Effekt“

Die Sonne macht blass
Wird bei zu starker Sonneneinstrahlung fotografiert, wirken die Bilder blass oder sind überstrahlt. Schon eine andere Tageszeit kann dem entgegenwirken. Die „Goldenen Stunden“ des Fotografen mit den günstigsten Lichtverhältnissen sind kurz nach dem Sonnenaufgang und knapp vor dem Sonnenuntergang. Die warmen Farben der tiefstehenden Sonne sorgen für die schönsten Aufnahmen. Ist man gezwungen zu einer bestimmten Tageszeit zu fotografieren sollte man zuvor einen geeigneten Platz wählen und keine Scheu, haben auch wichtige Personen zu dirigieren. Die Ergebnisse werden Sie belohnen.

Vorteil durch den optischen Sucher
Ihr Akku wird es Ihnen danken wenn das Display ausgeschaltet bleibt und stattdessen der optische Sucher genutzt wird (der Kamerabildschirm ist ein Stromfresser!). Nichts ist peinlicher, als wenn das Shooting unterbrochen werden muss, nur weil der Akku leer ist (oder die zu kleine Speicherkarte voll). Wichtiger ist aber, dass selbst bei starkem Sonnenlicht ihr Motiv gut sichtbar ist. Während der kleine TFT-Monitor immer mehr verblasst zeigt der optische Sucher das Bild so an, wie es später im Rechner landet. So haben Sie schon vorher ein wenig mehr Kontrolle.

Screenshot
Überstrahlt von der Sonne

Bildrauschen verhindern
Verrauschte Bilder sind mit ihren störenden Pixelfehlern in den dunklen Bereichen (dunkelblau, dunkelgrün, schwarz) ein Ärgernis. Dieser unerwünschte Effekt kann durch einen einfachen Trick verhindert werden: Man läßt den Fotosensor abkühlen, indem zwischen den Aufnahmen Pausen eingelegt werden. Außerdem sollte die Kamera nie in der Sonne oder in der Nähe von Wärmequellen liegen. Erwärmt sich der Sensorchip tritt das Bildrauschen stärker auf.

Sonnenschutz
Gegen das Sonnenlicht fotografieren ist nie ratsam. Es gibt aber Situationen, da geht es nicht anders. In dem Fall wird wie früher als Kind beim Cowboy und Indianer spielen das Objektiv mit der Hand abgeschirmt. Profis machen das mit einer Gegenlichtblende. In beiden Fällen werden Schlieren und Farbflecke verhindert.

Screenshot
Gegen die Sonne fotografiert

Nachtaufnahmen
Hier macht es uns die Digitalfotografie einfacher. War es bislang eine Herausforderung, gibt es jetzt in vielen Digitalkameras spezielle Programme, die alle Einstellungen übernehmen. Manche haben das Programm „Feuerwerk“, andere eine Einstellung für eine lange Belichtungszeit. Ist beides nicht zu finden, nimmt man die nötigen Einstellungen selbst vor. Eine große Blende (f2,8) und eine lange Belichtungszeit von einer halben und bis zu 6 Sekunden sorgen für ein leuchtendes Bild. Aber: Durch die lange Belichtungszeit läuft man Gefahr, dass das Bild verwackelt wird. Stellen Sie die Kamera auf eine kleine Mauer oder ähnlichem und nutzen Sie ein Buch, um sie anzuwinkeln. Profis nutzen ein Stativ.

Screenshot
Nachtaufnahme ohne Stativ

Tipp
Werden von den Bildern auch Abzüge auf Papier erstellt, sollte man für 9×13 cm mindestens 1280×960 Pixel, für 10×15 cm 1800×1200 Pixel und für 20×30 cm 2048×1536 Pixel einstellen, was etwa 1, 2 und 3 Megapixel entspricht.

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

2 Kommentare

  1. Nicht gegen die Sonne fotografieren? Damit kann man wunderbar spielen und ist kein Fehler!!

  2. Naja, die Tipps gehören teilweise in die Kategorie „Absolute Basics für 100€ Ritschratsch-Klick Fotografen“ ;)

    Die wichtigsten Punkte sind hier leider völlig außen vor, wie z.B. die Motivwahl (Hintergrund) und Schnitt. Hier sollte man zunächst ansetzen, ungeachtet aller technischen Begebenheiten. Dann bleiben wir lieber im Automodus, haben aber wenigstens ein Bild mit vernünftigem Motiv!

    Und ein schlechtes Bild macht ja bekanntlich durch die direktere Wahrnehmung schnell viel mehr kaputt als jeder Text!

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