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  • CMS
Dieter Petereit 1. Februar 2018

Diese CMS nutzen die Leser(innen) des Dr.Web-Magazins im Alltag

Das Thema “CMS” ist beliebt, dabei aber in der Anwendung weit weni­ger kon­tro­vers, als es bis­wei­len in Diskussionen den Anschein hat. Heute erfahrt ihr, wel­che Content Management Systeme unse­re Leserinnen und Leser tat­säch­lich in ihrem Projektalltag ver­wen­den.

Als wir am 17. Januar 2018 die Frage stell­ten, wel­ches CMS du für dei­ne eige­nen und jene dei­ner Kunden ein­setzt, war uns schon klar, dass ver­mut­lich WordPress wie­der ein­mal klar als Sieger aus der Sache her­vor­ge­hen wür­de. Insofern über­rascht es nicht, dass sich die­se Annahme bewahr­hei­tet hat. Interessanter sind daher die Nennungen, die nicht den gro­ßen Platzhirschen betra­fen.

So sieht unser Umfrageergebnis aus:

Mit 38,2 Prozent, also mehr als einem Drittel aller Nennungen, liegt WordPress klar an ers­ter Position. Joomla setzt sich mit 15,6 Prozent dahin­ter. Das hät­te ich bei­spiels­wei­se schon nicht erwar­tet. Immerhin gibt es deut­lich moder­ne­re Systeme als das jah­re­lang eher schläf­rig fort­ent­wi­ckel­te Projekt.

Auf Platz 4 folgt das ewig prä­sen­te Typo3 mit 13,1 Prozent, dicht gefolgt vom ehe­ma­li­gen Namensverwirrer TypoLight, jetzt als Contao bekannt und beliebt. Einigermaßen nen­nens­wer­te Anteile konn­ten über­dies nur Drupal (2,9 %) und Grav CMS (1,3 %) errei­chen. Alle ande­ren Systeme, dar­un­ter vor allem die gro­ßen Website-Builder, die seit Jahren Unmengen an Werbedollars aus­ge­ben, um den Markt der Designer auf­zu­bre­chen, blei­ben bedeu­tungs­los.

Aber schau­en wir uns noch ein­mal etwas genau­er unse­ren Platz 3 an, die “Sonstigen”. Wir hat­ten zwar gedacht, wir hät­ten für die rele­van­tes­ten CMS da drau­ßen bereits eige­ne Abstimmungseinträge erstellt, dabei aber offen­bar die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

So sieht die Verteilung der Nennungen unter “Sonstige” aus:

Ganz klar setzt sich mit fast 34 Prozent das CMS ProcessWire durch, das wir hier bei Dr. Web bis­lang noch gar nicht auf dem Schirm hat­ten. Das wird sich natür­lich umge­hend ändern. Danach fol­gen MODX (11,8%), das wir nicht mehr als rele­vant ein­ge­stuft hat­ten, das daten­bank­lo­se Kirby CMS (8,7%) und Redaxo (7,9%). Einige wei­te­re Nennungen haben wir als Einzelnennungen aus­sor­tiert. Sie hät­ten das Ergebnis ohne­hin nicht mehr beein­flus­sen kön­nen.

Einstige Hoffnungsträger, wie etwa Concrete5 oder SilverStripe, sowie das nach eige­nen Angaben in DACH mit­füh­ren­de Contenido sind aus unse­rer Umfrage mit jeweils einer ein­zel­nen Nennung her­vor­ge­gan­gen.

Zu wel­chem CMS wür­dest du ger­ne mehr bei Dr. Web lesen? Sollen wir uns auch um weni­ger bedeu­ten­de Systeme, wie Kirby, Redaxo und MODX küm­mern?

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

12 Kommentare

  1. Ich but­ze seit etwa einem Jahr Processwire und schaue seit­her nicht mehr auf WP und Typo3 zurück. Fast wöchent­li­che „wie geil ist dass denn“
    Erlebnisse! Kann nur raten es trotz nicht so frisch anum­ten­der Optik der Webseite aus­zu­pro­bie­ren.

  2. Ui … von Joomla haben wohl mitt­ler­wei­le alle die Schnauze voll. Oder? Ich bin Freund von Contao und schaue aber auch ger­ne über den Tellerrand.

  3. Euer Text ist, wie ich auch schon bei Facebook kom­men­tiert habe, wirk­lich gut recher­chiert und auf­be­rei­tet.
    Erschreckend wie hoch der Anteil von WordPress ist. ich nut­ze es zum Bloggen natür­lich auch.
    Für rei­ne Websites, die dem Kunden-Business die­nen, set­ze ich auf indi­vi­du­el­le Redaxo-Systeme. Unvergleichlich, was man damit alles erstel­len kann.
    Die Community kennt sich seit Jahren und trifft sich jähr­lich bei Redaxo-Tagen in wech­seln­den Städten. Geholfen wird sich gegen­sei­tig im Forum und im Slack-Channel. Außerdem wächst die Doku zur aktu­el­len 5er Version. Absolut klas­se.
    Ich wür­de mich natür­lich freu­en, wenn mehr öffent­lich über das CMS berich­tet wird.

    Gruß
    Ralf

  4. Danke für die Umfrage,

    freut mich sehr, dass ProcessWire Gehör bei euch gefun­den hat :) Es hat – wie jedes System – Stärken und Schwächen. Zu den Stärken zäh­len bestimmt nicht gutes Marketing… Dafür aber ist es extrem fle­xi­bel und robust (sicher). Ich set­ze es mitt­ler­wei­le seit 2014 für sämt­li­che Web-Projekte von simp­len Websites bis hin zu kom­ple­xen, indi­vi­du­el­len CRM-Systemen ein.

    Sollte es irgend­je­mand der Leser hier aus­pro­bie­ren wol­len und Hilfe brau­chen: Schaut ein­fach ins Forum, da gibt’s eine extrem freund­li­che und hilfs­be­rei­te Community :)

  5. Schön das Processwire so weit oben mit­spielt… ist ein echt genia­les System, wenn man eine Webseite nicht nur zusam­men­kli­cken will…

    So erhält man ein­fach eine pas­sen­de Seite ohne dass das Admin Panel unüber­sicht­lich wird – ein­fach zu bedie­nen und schnell, so soll es sein ;)

    Wenn man erst­mal weiß wie das System tickt, will man kein ande­res mehr ver­wen­den…

  6. Das WordPress die Nr. 1 ist bei einer Umfrage auf einer Seite ist bei der 99% aller CMS Artikel von WordPress han­deln wun­dert nicht wirk­lich.
    Joomla ist alles ande­re als ein “schläf­rig fort­ent­wi­ckel­tes Projekt”. Wie vie­le ande­re CMS wird es nur nicht so gehy­ped wie WordPress oder WordPress oder WordPress. Es steht zwi­schen WordPress und Typo3, ist von Haus aus Mehrsprachig, lässt sich leicht erwei­tern und anpas­sen. Ich Arbeite beruf­lich mit Joomla und WordPress und pro­gra­m­ie­re für Joomla viel lie­ber als für WordPress.

  7. Für mei­ne Kunden arbei­te ich seit über 10 Jahren mit dem CMS Redaxo. Das ist sehr ein­fach zu pfle­gen, ist zudem sehr schlank und fle­xi­bel. Man kann gut in den Quelltext ein­grei­fen, die Version 5.x lässt sich auch sehr gut updaten. Mit Redaxo habe ich sehr vie­le ein­fa­che Webseiten, Community-Sites, mehr­spra­chi­ge Websites, Multi-Domain-Websites umge­setzt. Ins Backend kommt nur das hin­ein, was hin­ein soll, da ist nichts “über­la­den”.

  8. Meine Kunden und ich nut­zen schon seit Jahren CONTENIDO, inzwi­schen in Version 4.9, und sind mehr als zufrie­den damit. Von Version 4.8 zu 4.9 gab es vie­le Umbauten am Core um das CMS für die Zukunft fit zu machen, was aber zu ein wenig mehr Aufwand beim Upgrade geführt hat.
    Daher habe ich auf Basis der 4.8er Version mein CMS ConLite, inzwi­schen bereits in Version 2.0.2, ins Rennen geschmis­sen. Damit haben Nutzer von CONTENIDO 4.8 die Möglichkeit ihre älte­ren CONTENIDO-Installationen kos­ten­güns­ti­ger für aktu­el­le PHP- und MySQL-Versionen fit zu machen, und kön­nen, wenn sie es wol­len, schritt­wei­se zum kom­pa­ti­blen Upgrade auf 4.9 hin arbei­ten.

    Für mich ist und bleibt aber CONTENIDO 4.9 ein Geheimtipp im CMS-Bereich, gera­de für Projekte die ein ein­fa­ches und über­schau­ba­res Backend und eine hohe Individualisierung benö­ti­gen.

  9. Definitv wöll­te ich ger­ne mehr über klei­ne­re CMS Systeme lesen, grad auch was die Programierung angeht; anstatt die doch manch­mal sehr ein­tö­ni­ge Berichterstattung von WordPress & neu­en WP Modulen.

  10. Ich freue mich zu sehen, dass ich nicht der ein­zi­ge bin der auf ein “No-Name”-CMS setzt. Ich nut­ze mein eige­nes Programmiertes CMS schaue mir aber sehr ger­ne die oben genann­ten CMS-Systeme im Core an.

    Der Vorteil die­ser klei­nen CMS Systeme liegt für mich klar auf der Hand:
    – klei­ne Dateigröße auch ohne Komprimierung nur 2 – 5MB und vor allem Übersichtlichkeit, gute Daten- u. Dateistruktur
    – ein­fa­che Einarbeitungszeit und Erweiterbarkeit
    – Viel bes­se­res Eingreifen in das SEO mög­lich.
    – Viel indi­vi­du­el­le­res Eingreifen & Entwicklung von Modulen.

    Ich mag die gro­ßen CMS Systeme auf­grund ihrer Komplexität nicht. Grade wenn ich mir WordPress & Joomla anschaue. Grade effi­zi­en­tes Arbeiten ist mit Joomla nicht gra­de mög­lich, wenn ich mir die Erstellung von Modulen anschaue. Das ist sprich­wört­lich mit Kanonen auf Spatzen schie­ßen. Für extrem gro­ße Firmen mögen die­se CMS Systeme ihren Sinn haben, aber nicht für klein- u. mit­tel­stän­di­sche Unternehmen.

    Außerdem braucht der Handwerker neben­an nicht kei­ne Tracking-Zentrale für Kunden & Admins, er möch­te ledig­lich sei­ne Leistungen, Öffnungszeiten und Kontaktdaten online stel­len und durch paar Keywords bei den Suchmaschinen gefun­den wer­den und kei­nen eige­nen vir­tu­el­len Staat auf­bau­en.

    • Hallo,

      wür­de auch gern mehr über ande­re CMS lesen als WordPress (ich hal­te es nach wie vor nicht für ein CMS das man mit den ande­ren “gro­ßen” ver­glei­chen kann, aber gut…). Vor allem über sol­che die eben für klei­ne Kunden / Webauftritte ohne schnick­schnack gedacht sind, viel­leicht sol­che die aus einem fer­ti­gen html Template ein CMS dar­aus machen.

      Ganz wich­tig fin­de ich auch – wie ist das CMS für den Redakteur? Rein aus Redakteur Sicht – also du hast kei­nen blas­sen Schimmer von Irgendwas – in wel­chem Backend fin­dest du dich schnel­ler zurecht? Was ist intui­ti­ver? Was kann ich als Entwickler bestim­men, das der Redakteur sieht – kann ich viel­leicht sogar das BE-Layout anpas­sen?
      Warum ich das wis­sen will? Wir sind Dienstleister – wir kre­ieren was für jemand ande­ren ohne Technischen Verstand (in den meis­ten Fällen) und wir möch­ten doch alle das unser Kunde zufrie­den ist. Außerdem möch­ten wir doch auch, das der Kunde uns am Schluss nicht mit Fragen nerft (wie geht dies oder jenes) usw.
      Wenn man so an die CMS ran geht, fal­len schon 70 80 % raus…

      @Amanda Rasmus
      Ganz zustim­men kann ich dir da nicht (kom­me ausm TYPO3 Bereich). Kleine Systeme haben ihren Vorteil ohne Frage, aber ob man sich damit wirk­lich leich­ter tut – kommt dar­auf an. Ich mei­ne die Community ist klei­ner <- schlech­ter wenn du ein Problem hast. Im Falle eines WP feh­len Vorgaben wie was zu machen ist <- im Gegensatz als Bsp. TYPO3 (bzw. Extbase), hier kannst du dich auch mal in Extensions von ande­ren ein­le­sen und mit­wir­ken oder wei­ter­ent­wick­len – weil jede Extension den sel­ben Aufbau haben muss(!) und die Dateien für gewöhn­lich eine fes­te Ordner-Strucktur haben etc.

      Was man dann schluss­end­lich nimmt – kommt aufs Projekt an, aber zu sagen die Großen CMS wären nicht auch für klei­ne Unternehmen geeig­net ist Falsch, es kommt ja unter ande­rem auch dar­auf an wohin der Kunde in den nächs­ten Jahren will…

      Mit dei­nem Absatz am Schluss meinst du wohl kleinst Unternehmen – so 1 – 3 Mitarbeiter? Bei denen ist die Frage ob die über­haupt ein eige­nes CMS brau­chen… :)

  11. Danke für das Crowd Sourcing. Hab neue Ideen was als WordPress Alternative ein­ge­setzt wer­den kann.
    Für ein­fa­che Endbenutzer ist mir WP ein­fach zu chao­tisch im Admin-Bereich.

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