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Dieter Petereit 7. Januar 2014

DevDocs: Zentrales Nachschlagewerk für Webentwickler

Thibaut Courouble ist wieder da. Der französische Frontend-Entwickler, den wir im Sommer 2012 erstmalig bei Dr. Web vorstellten, meldet sich mit seinem jüngsten Projekt DevDocs zurück. DevDocs will nicht weniger, als das zentrale Nachschlagewerk für Webentwickler sein. Und in der Tat ist die themenübergreifende Bündelung verschiedener Dokumentationen mit einer ebenso übergreifenden Suchfunktion gar keine schlechte Idee.

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devdocs

Courouble: Kein Unbekannter in der Entwicklergemeinde

Thibaut Courouble kennen regelmäßige Dr. Web-Leserinnen und Leser schon seit längerem. Auffällig an ihm ist insbesondere seine philosophische Art, den Menschen und Themen des Netzes zu begegnen. Das mag nicht jedermann Sache sein. Darüber hinaus jedoch ist er ein äußerst talentierter Entwickler mit interessanten Ideen.

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Im August 2012 stellten wir sein damals neues Projekt WebInterfaceLab vor, das er zwischenzeitlich in CSSFlow umbenannte. Am Konzept, CSS Snippets kostenfrei und ganze Interface Kits kostenpflichtig anzubieten änderte sich indes nichts. Einzig die Zahl der angebotenen Elemente ist seither gestiegen. Nach wie vor sollte die Website in keinem Designer-Werkzeugkasten fehlen.

DevDocs: HTML5, CSS, JavaScript, DOM, HTTP und vieles mehr

Mit seinem neuesten Projekt DevDocs geht Courouble ein Problem an, das selbst erfahrene Webentwickler immer mal wieder ereilen wird. Man muss eine Funktion, ein Feature, eine Schreibweise nachschlagen. Dazu gibt es im besten Falle eine schnell auffindbare Dokumentation. Nicht immer ist zumindest das schnelle Auffinden gewährleistet. Ich jedenfalls suchte mir schon mehr als oft einen Wolf in den Weiten des Netzes.

DevDocs ist auf Wachstum ausgerichtet. Courouble bittet um aktive Vorschläge zur Integration weiterer Dokumentationen in seinen Service. Dabei ist die Zahl der verfügbaren Referenzen schon jetzt ganz beachtlich und beinhaltet neben den unabdingbaren Basics, wie CSS, DOM, HTML, HTTP und JavaScript auch Frameworks und Tools wie jQuery, Node.js, Ruby, Sass, Less und weitere.

devdocs-css-snap
Links die Übersicht eines Teils der Themen, rechts die Inhalte

Interessant ist einiges am Konzept der DevDocs. Zunächst können Sie diejenigen Dokumentationen aktiv markieren, die für Sie von Relevanz sind. So schließen Sie irrelevante Informationen von vornherein aus. Eine nun durchgeführte Freitextsuche erstreckt sich über alle Themenbereiche, die Sie zuvor markiert haben. Dabei bietet DevDocs in begrenztem Umfang sogar eine Fuzzy Logic und erkennt ähnliche Ergebnisse. Will man gezielt nur in einer bestimmten Doku suchen, stellt man dem Suchbegriff den Namen nebst einem Tab voran. Die Web-App unterstützt Keyboard-Shortcuts. Auch die Suche über die Adressleiste des Browsers ist vorgesehen. Wer es noch bequemer will, installiert die Chrome App.

devdocs-chromeapp

DevDocs ist kostenfrei unter Open Source Lizenz verfügbar. Man muss allerdings der englischen Sprache mächtig sein, um es sinnvoll zu nutzen. Inwieweit es künftig mehrsprachig zugehen wird, ist nicht klar, aber meines Erachtens nicht zu erwarten, wenn man bedenkt, dass Courouble nicht mal seine eigene Muttersprache berücksichtigt.

Im Ergebnis ist DevDocs eines dieser Projekte, die Webentwickler ihrer Bookmark-Sammlung hinzufügen sollten. Nicht unwichtig ist noch, dass DevDocs ebenfalls für die Anzeige auf mobilen Geräten optimiert ist.

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Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

4 Kommentare

  1. Klasse Ressource! Habe bisher immer die App „Dash“ verwendet: https://itunes.apple.com/de/app/dash-docs-snippets/id458034879

  2. Klasse Artikel und eine wirklich erstklassige Ressource!

    Dank an Dich, Dieter

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