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Andreas Hecht 6. Juli 2019

Teamwork: So arbeiten Webdesigner und Entwickler erfolgreich zusammen

Designer und Webentwickler sollten bei einem Projekt stets Hand in Hand arbeiten. Das hört sich stimmig an und man könnte meinen, das der Workflow genauso verläuft. Doch leider ist das viel zu häufig nicht der Fall.

Der Designer entwirft das Layout, arbeitet an neuen Buttons oder an der Typografie. Der Webentwickler hingegen sorgt für die Umsetzung des Designs mit seinem Code. Doch hier liegt der Hase im Pfeffer, denn diese Arbeitsteilung kann Probleme verursachen, unter denen auch das endgültige Design leiden wird.

Wenn die beiden Bereiche Design und Entwicklung jedoch von Anfang an zusammenarbeiten, kommt ein Ergebnis mit sauberem Code und großer Ästhetik heraus. Es ist außerdem anzunehmen, dass nur ein Bruchteil der Zeit aufgewendet werden muss, da auf diese Weise kaum Nacharbeiten anfallen werden.

Designer und Webentwickler

Designer und Webentwickler

Designer nutzen in der Regel Programme wie Photoshop, um ein Webdesign zu entwerfen. Webentwickler haben hingegen die Aufgabe, das entworfene Design mit HTML, CSS, jQuery, PHP und anderen Programmier- und Auszeichnungssprachen umzusetzen. In einer Designagentur arbeiten beide häufig im selben Raum, jedoch können sie durchaus auch in verschiedenen Ländern an einem Projekt arbeiten.

Keiner von beiden hat in der Regel ausreichende Fähigkeiten, um eine komplette Website fix und fertig erstellen zu können. Daher sollten beide Berufsgruppen Hand in Hand arbeiten und sich miteinander abstimmen, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

Vorteile der Zusammenarbeit

Die wichtigsten Gründe für eine enge Zusammenarbeit sind sowohl das zügige Vorankommen des Projekts, wie auch ein optimales Ergebnis. Designer sollten schnell erfahren, wenn ein bestimmter Teil eines Layouts technisch nicht umsetzbar ist. Webentwickler hingegen müssen wissen, wie exakt sie arbeiten müssen, um ein gewünschtes Design möglichst eins zu eins umsetzen zu können. Denn auch die Interaktionen eines Webprojekts müssen nicht nur technisch passen, sondern auch ansprechend aussehen.

Falls in dem betreffenden Projekt Interaktions-Designer beteiligt sind, müssen diese ebenfalls mit in das Boot geholt werden. Hat man in einer Agentur alle Mitarbeiter im Haus, kann es Meetings der Kollegengeben. Das ist der beste Fall. Doch selbst wenn Designer, Entwickler und Interaktions-Designer über alle Länder verstreut arbeiten, kann man Skype-Konferenzen abhalten und sich die Dateien per Dropbox oder anderen Services zukommen lassen.

Die Vorteile einer Zusammenarbeit auf einen Blick

  • Ein weiteres Augenpaar kann eventuell vorhandene Fehler aufdecken.
  • Kreatives Brainstorming sorgt für ein durchdachteres Design.
  • Designer und Entwickler lernen die Probleme und Sorgen der jeweils anderen Partei kennen.
  • Ein Design wie aus einem Guss. Alle Dinge passen zueinander, es werden keine Kompromisse sichtbar.
  • Jede der Parteien kann sich viel besser in die andere Berufsgruppe hinein versetzen.
  • Eine Vielzahl von Ideen verschmilzt miteinander zu einem optimalen Ganzen.

Gibt es auch Nachteile einer Zusammenarbeit?

Wer nun glauben würde, es könne keine Nachteile einer Zusammenarbeit zwischen Designer und Entwickler geben, der wäre recht naiv. Denn es gibt sie. Doch es sind nicht viele Nachteile, man bekommt sie schnell in den Griff.

  • Die Kosten eines Projekts können sich etwas erhöhen, besonders natürlich in dem Fall, in dem die Parteien nicht in einer Agentur zusammenarbeiten. Dann braucht es Werkzeuge zum Teilen der Dateien des Projekts, sowie Telefon-Konferenzen. Der Aufwand ist in aller Regel aber zu verschmerzen.
  • Es gibt selbstverständlich auch Menschen, die einfach nicht miteinander können. Jedoch sind wir alle erwachsen und können das demzufolge regeln.

Eine klare Kommunikation

Designer und Entwickler

Alles beginnt mit einer klaren Kommunikation. Webdesigner und Entwickler haben zuerst an das Projekt zu denken, an das große Ganze. Das trifft für alle Entscheidungen über den gesamten Entstehungsprozess der Website zu. Natürlich wirst du nicht jeden Kampf gewinnen können, aber darum geht es auch nicht. Eine gute Zusammenarbeit ist wie eine funktionierende Ehe: du musst immer wieder kleine Kompromisse eingehen und den für beide Parteien gangbarsten Weg wählen.

Sollten sich Designer und Entwickler in einer Agentur an einem Ort befinden, wäre es ein sehr guter Anfang, zusammen zum Essen oder einen Kaffee trinken zu gehen. Lerne deinen neuen »Partner« eingehend kennen, bevor du mit der Arbeit beginnst. Sprich mit ihm Arbeitsabläufe durch und einigt euch auf einen gemeinsamen Ablauf. Denn das kommt beiden zugute.

Jeder, der am Projekt beteiligt ist, sollte auch von Zeit zu Zeit checken, ob das Projekt noch den „roten Faden“ hat und innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens liegt. Falls Kritik angebracht ist, ist es wirklich wichtig, diese so konstruktiv wie nur möglich vorzubringen. Es soll niemand mit der Kritik verletzt werden, sie gilt stets dem Projekt. Sei daher auch selber stets für Feedback und konstruktive Kritik offen. Sie wird dich und das Projekt nur verbessern.

Wichtige Tipps für Designer und Entwickler

5 Tipps für den Designer

  1. Gebe dem Entwickler eine kurze, aber prägnante Einführung in die Design-Theorie des Projekts. Das wird dem Webentwickler helfen zu verstehen, woher die Ästhetik kommt.
  2. Betrachte die interaktiven Elemente stets vollständig. Alle Stadien der Interaktivität müssen gestaltet sein.
  3. Nur vollständig entwerfen. Erwarte nicht von dem Entwickler, dass er Dinge kopiert und dann bearbeitet. Wenn etwas nicht vorhanden ist, kann es der Entwickler auch nicht umsetzen.
  4. Bitte um Hilfe. Wenn du dir bei einer bestimmten Schriftart oder ähnlichem nicht sicher bist, frag einfach! Dein Entwickler wird es dir danken.
  5. Liefere alle Dateien stets in einem für den Entwickler nutzbaren Dateiformat und achte auf eine ausreichende Auflösung.

5 Tipps für den Entwickler

  1. Bringe dir die Grundbegriffe des Designs bei. Eine Grundlage im Design mit den wichtigsten Fachbegriffen ist eine gute Sache, um mit dem Designer besser arbeiten zu können.
  2. Sei ehrlich zu dir selbst und gestehe ein, wenn du gewisse Dinge einfach nicht umsetzen kannst. Lasse es den Designer besser früher als später wissen.
  3. Stehe für Fragen zur Verfügung und hilf deinem Kollegen während des gesamten Designprozesses.
  4. Sei von Anfang an in den Designprozess involviert. Hilf beim Brainstorming auch mit Designideen aus, wenn dir etwas dazu einfällt. Gerade beim Design einer Benutzeroberfläche sind solche Ideen stets willkommen.
  5. Halte dich an die Integrität des Designs. Das gilt auch für Teile oder Bereiche, die dir nicht gefallen. Ändere keinen Punkt des Layouts ohne Rücksprache, ansonsten machst du dir Feinde. Geändert wird nur nach Rücksprache und aus technischen Gründen.

Diese Fähigkeiten sollten Designer und Entwickler haben

Webentwicklung

Um die Lücke zwischen Designern und Webentwicklern ein klein wenig zu schließen, sollten beide Berufsgruppen einen kleinen Teil der Fähigkeiten des anderen übernehmen und auch deren Sprache sprechen. Webdesigner und Entwickler sollten Ihre Fähigkeiten ergänzen. Damit wir uns richtig verstehen, es wird kein Studium der Fähigkeiten des Anderen erwartet, nur ein solides Basiswissen, welches man sich schnell aneignen kann, zumindest mit etwas Unterstützung der jeweils anderen Berufsgruppe.

Jeder Designer und jeder Entwickler sollte über folgende Fähigkeiten verfügen:

  • Verständnis der Prinzipien des Designs – wie Farben, Whitespace und Typografie
  • Optimale Bildformate und Dateigrößen
  • Ein Basiswissen zu HTML und CSS
  • Nutzung von Webfonts
  • Trends im Bereich Design und Entwicklung
  • Verständnis, was Nutzer wollen und  benötigen
  • Kenntnisse im Bereich Grids, Frameworks und Wireframing

TLDNR: Es geht nicht anders

  • Das Endprodukt wird bedeutend besser. Ideen fließen zusammen und bilden ein optimales Ganzes.
  • Der Entwicklungsprozess geht schneller, wenn sich Designer und Entwickler absprechen. Jede Änderung im Design oder Code kann zügig auf das Projekt abgestimmt werden.
  • Eventuelle Fehler werden schneller gefunden und können daher schneller behoben werden.
  • Designer und Entwickler wachsen aneinander. Das birgt große Potenziale.
  • Jedes Teil der Website wirkt wie aus einem Guss.
  • Es entstehen weniger Probleme, weil sich jeder in den anderen „Hineinversetzen“ kann.
  • Eine optimale Zusammenarbeit spart Geld. Der Entwicklungsprozess beschleunigt sich spürbar.

Mein Fazit

Die Frage ist nicht wirklich, ob und warum Webdesigner und Webentwickler zusammenarbeiten sollten, sondern wie. Das klärt nämlich gleichzeitig die Frage, wie der Entstehungs-Prozess einer Website oder Webanwendung verbessert werden kann. Nur wenn wir die Aufgaben des Anderen verstehen, können wir effektiv, zügig und zielgerichtet miteinander arbeiten.

Denn am Ende eines Tages haben beide – Entwickler wie Designer – nur ein Ziel: eine sehr gute Website zu erstellen. Der Prozess dahingehend ist jedoch fließend. Denn Webdesign ist Webentwicklung und Webentwicklung ist Webdesign. Das muss in die Köpfe hinein.

Die Entwicklung einer wirklich guten Website ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden. Eine gute Website zu erstellen, bedeutet einen großen Aufwand. Die Konkurrenz schläft nicht und die Kundenanforderungen werden immer höher. Doch wenn wir Hand in Hand arbeiten, meistern wir diese Aufgabenstellung optimal.

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.

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