Dieter Petereit 3. Januar 2018

Nicht nur für Designer: Resourcy sammelt Sammmlungen mit Ressourcen

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Ressourcen und deren Sammlungen gibt es inzwischen viele. So viele, dass du kaum noch den Überblick darüber behalten kannst. Hier kommt das neue Resourcy ins Spiel.

Sammlungssammlung aus Argentinien

Argentinien ist nicht unbedingt das Land, das du gedanklich mit Netzinnovationen verbinden wirst. Dennoch gibt es auch dort Webentwicklung auf der Höhe der Zeit bei weitgehend gleichen Problemlagen wie bei uns.

Janva, der Entwickler oder die Entwicklerin unserer heutigen Neuvorstellung Resourcy, lebt und arbeitet in Buenos Aires. Auf Twitter war er oder sie erst drei Mal aktiv, obwohl der Account dort schon seit über vier Jahren besteht. Das erinnert aus deutscher Sicht fast schon an die Schweizer Mentalität ;-)

Um Weihnachten 2018 brachte Janva das neue Projekt Resourcy bei Producthunt unter und erreichte damit eine gewisse Öffentlichkeit. Nach der Selbstbeschreibung ist Resourcy eine Sammlung von Sammlungen mit Ressourcen zu Design, Entwicklung, Marketing. Freelancing, Startups und etlichem mehr.

Resourcy: Startseite. (Screenshot: Dr. Web)

Dabei wirkt der Themenumfang auf mich durchaus einigermaßen beliebig, denn auch Kryptowährungen und „Verschiedenes“ finden sich unter den abgedeckten Bereichen. Zu der etwas kruden thematischen Ausrichtungen gesellt sich ein Design, dass ich positiv als brutalistisch oder negativ als „Die Neunziger haben angerufen. Sie wollen ihr Design zurück“ bezeichnen würde. Grauenhaft würde es eventuell auch treffen.

Resourcy ist inhaltlich breit und tief aufgestellt

Aber, lassen wir uns nicht von Äußerlichkeiten abschrecken. Inhaltlich hat die Sammlungssammlung durchaus Qualität. Im Segment Design finden sich aktuelle Eintragungen, im Bereich Entwicklung ebenfalls. In letzterem gibt es sogar außergewöhnlich viel zum Thema „Künstliche Intelligenz“. Allein dafür hat sich der Besuch für mich schon gelohnt.

Die einzelnen Oberthemen hat Janva weiter unterteilt, so dass du dich immer tiefer und fachspezifischer reinklicken kannst. Mindestens zwei Ebenen gibt es in den meisten Fällen. So lässt sich in der Kategorie Entwicklung noch gezielt etwa in das Thema Web eintauchen. Darin unterteilt sich die Sammlung noch weiter, nämlich in Frontend, Backend und CMS.

Neben der Filterung mittels Kategorien und Unterkategorien setzt Resourcy auf Tags, die kategorieübergreifende Zusammenstellungen auflisten. Damit du erkennst, welche Eintragungen aus der Community eingereicht wurden und welche handkuratiert oder sogar empfohlen sind, ergänzt Janva jeden Eintrag um die Tags „Submissions“, „Curated“ oder „Recommendations“. Willst du dich nicht zu den Sammlungen durchklicken, ist die Freitextsuche von der Startseite aus die interessanteste Herangehensweise.

Für registrierte Nutzer scheint es eine Art Upvoting-Möglichkeit zu geben, die allerdings nirgends ordentlich dokumentiert ist. Nur auf Verdacht und ohne konkrete Kenntnis der dadurch entstehenden Vorteile wollte ich mich allerdings nicht registrieren, so dass ich hierzu nichts näheres sagen kann.

Jede Ressourcensammlung ist mit einer eindeutigen URL versehen, so dass du sie direkt verlinken könntest. Ebenso ist es möglich, die Einträge direkt bei Facebook oder Twitter zu sharen. Die eindeutige URL aufzurufen ergibt ansonsten wenig Sinn, denn die Einzelansicht bietet keine Informationen, die nicht schon in der Listenansicht zu sehen gewesen wären.

Fazit: Immer noch besser als Google

Rein aufgrund des Sammlungscharakters habe ich Resourcy in meine Bookmarks aufgenommen. Die nachhaltige Nutzwertigkeit wird sich in den nächsten Wochen und Monaten erst noch erweisen müssen. Da sich die Google-Ergebnisse jedoch immer weiter verschlechtern, sind wir auf Angebote wie Resourcy angewiesen, wenn wir zielgerichtet nach Informationen oder Inspirationen suchen.

Bei der Gelegenheit: Glückwunsch an die Content-Marketing-Fuzzis. Ihr habt den Google-Index innerhalb kürzester Zeit verwässert.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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