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  • Design
Dieter Petereit 12. Dezember 2017

Nicht nur für Designer: Das DDR-Handbuch begeistert auf ganzer Linie

Designinspiration ent­springt den ulkigs­ten Quellen. Das neue DDR-Handbuch aus dem Taschen-Verlag ist defi­ni­tiv eine, mit der du nicht gerech­net hast.

Heiße Designinspiration aus dem kalten Krieg

Ausgerechnet das DDR-Handbuch soll dich inspi­rie­ren? An sich ver­bin­dest du mit der DDR eher kal­ten Krieg und den alten Witz:

Kommt eine Frau in einen Lebensmittelladen in der DDR und fragt die Verkäuferin: “Entschuldigen Sie, gibt es hier kei­ne Bananen?” Antwortet die Verkäuferin: “Nein, kei­ne Bananen gibt es neben­an. Hier gibt es kei­nen Kaffee.”

Warum also soll­te nun ein Buch über einen unter­ge­gan­ge­nen Staat inter­es­sant für dich sein? Der ers­te Grund ist offen­sicht­lich. Das DDR-Handbuch kommt aus dem Taschen-Verlag. Und eben jener ist ein Kunstbuch-Verlag. Hier geht es also nicht um poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Fragestellungen, obschon sol­che auch vor­kom­men. Sondern hier geht es um die DDR als Anschauungsobjekt.

Das Wende-Museum in Los Angeles als Buch

Das DDR-Handbuch zeigt auf mehr als 800 Seiten mehr als 2.000 Stücke aus der Sammlung des größ­ten Museums zur DDR, näm­lich dem Wende-Museum in Los Angeles. Das Wende-Museum wur­de jüngst umge­baut und mas­siv erwei­tert. Seit dem letz­ten Monat ist es wie­der für den Besucher geöff­net.

Zigarettenschachteln, teil­wei­se in der häss­lichs­ten Farbe der Welt… (Foto: Taschen-Verlag)

Entsprechend zeigt das DDR-Handbuch erwar­tungs­ge­mäß auch Kunstgegenstände aus dem “Osten”. Ebenso fin­dest du aller­dings Alltagsgegenstände, Werbung, Symbole und ande­re Ausdrucksformen des poli­ti­schen Konformismus oder der Opposition, alles in allem ein Sammelsurium aus kurio­sen, tra­gi­schen und wit­zi­gen Elementen.

Das Buch ersetzt übri­gens nicht den emp­feh­lens­wer­ten Besuch des Wende-Museums, denn in eben jenem fin­dest du über 100.000 Exponate, ein Vielfaches des Buches. Wenn du also mal in Los Angeles weilst…

Ist das nicht Material Design? (Foto: Taschen-Verlag)

Ist Material Design am Ende von Honecker?

Mir kamen im Laufe des Buches lei­se Zweifel, ob etwa Material Design tat­säch­lich von Google erson­nen wur­de oder nicht doch schon einen viel frü­he­ren Ursprung hin­ter dem eiser­nen Vorhang gel­tend machen könn­te. Im DDR-Handbuch wird nicht mora­li­siert oder mit dem poli­tisch kor­rek­ten Zeigefinger auf die Vergangenheit gewie­sen. Das Buch dreht sich ein­zig um die visu­el­le und mate­ri­el­le Kultur der DDR, wie sie sich im Alltag der Menschen dar­stell­te.

So macht es auch Wessies wie mir ein­fach Spaß, durch das Werk zu blät­tern, dass es übri­gens mitt­ler­wei­le in einer etwas hand­li­che­ren Form zu weit­aus weni­ger Geld, näm­lich für nur noch 29,99 Euro, gibt.

Inneneinrichtung im DDR-Stil, kom­plett mit Ampelmännchen an der Lampe. (Foto: Taschen-Verlag)

Du musst in kei­ner Weise affin zu Geschichte oder Kultur des soge­nann­ten Ostblocks sein, um mit dem DDR-Handbuch etwas anfan­gen zu kön­nen. Sicherlich kann ich als jemand, der als Kind mehr­mals im Jahr im “Osten” war, eine inten­si­ve­re Beziehung zu so manch gezeig­tem Artefakt auf­bau­en, aber du als an Bildsprache inter­es­sier­ter Designer wirst den­noch einen Nutzen aus die­sem kul­tur­ge­schicht­li­chen Sammelsurium zie­hen kön­nen.

Kauf dir das Buch direkt beim Verlag. Du wirst dei­ne hel­le Freude am DDR-Handbuch haben.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

56 Kommentare

  1. Ich habe rund 37 Jahre unfrei­wil­lig im soge­nann­ten “DDR-Sozialismus” leben müs­sen. Der Begriff “Sozialismus” wur­de durch den DDR-Staat dis­kre­di­tiert – es gab nur die­se men­schen­ver­ach­ten­de Diktatur. Es gab per­ma­nen­te Mangelerscheinungen. Es gab kei­ne Reisefreiheit. Es gab sel­ten Südfrüchte – meist nur Rot- und Weißkohl in den Läden. Es gab für pri­vi­le­gier­te DDR-Kader ein spe­zi­el­les Versorgungssystem bestand. Viele Leute mit SED-Parteibuch waren Parteimitglieder aus Karrieregründen. Die Schriften von Karl Marx und Friedrich Engels hat die meis­ten SED-Mitglieder wenig bis gar nicht inter­es­siert – sie haben die Losungen der zen­tra­len Parteizeitung “Neues Deutschland” nach­ge­plap­pert, um sich bei Vorgesetzten ein­zu­schlei­men. Als 1989 die Mauer fiel, war­fen 95% die­ser SED-Mitglieder ihr Parteibuch ins Feuer und hin­gen erneut ihr gewen­de­tes Mäntelchen in den Wind des Geschichtssturms.
    Jeder, der hier oder anders­wo über das “inter­es­san­te” Leben und das Design der DDR schwa­dro­niert, hat offen­bar nie in die­ser – gott­sei­dank unter­ge­gan­ge­nen Diktatur – bewußt gelebt. Ich muss­te fast die Hälfte mei­nes Lebens hin­ter der Berliner Mauer leben. 1990 habe ich mit Freude und Genugtuung die Stasi auf­ge­löst und eine neue Politik mit­ge­stal­tet. Auf DDR-Design kann ich für den Rest mei­nes Lebens ver­zich­ten. Jetzt ist die DDR zwar in den Büchern gelan­det – aber lei­der gibt es zu vie­le Zuschauer, die sich nur für die glat­te Design-Oberfläche der Diktatur inter­es­sie­ren.

    • Du hast natür­lich recht. Dieses Buch dreht sich um Gegenständliches aus der DDR, die so gar nicht demo­kra­tisch war. Dass die Lebenswirklichkeit vie­ler Menschen jen­seits der Mauer nichts Nostalgisches hat­te und beim Anblick der Buchseiten kei­ne Freude auf­kommt sei unbe­nom­men.

    • Du kannst einem echt Leid tun. Ich habe auch über 32 Jahre in der DDR gelebt. Ich beto­ne gelebt. Wenn man nur das nega­ti­ve aus einer Sache her­aus­zieht, ist irgend etwas falsch. Ich hat­te eine glück­li­che Kindheit, ich habe mei­ne Jugend herr­lich gelebt. Es gab nicht nur Negatives in der DDR.

  2. Klar kann ich mich erin­nern, .… mein Vater hat im Konsum nur eine begrenz­te Anzahl an Flaschen Bier(glaube 4 Stck.) der Marke Radeberger bekommen.…oder Pioniernachmittage, mei­nen Pionierhalstuch-Knoten hab ich nie so schön hin­be­kom­men, wie die Mädels in der Klasse :) …oder Ferienlager, was von den Betrieben der Eltern bewerk­stel­ligt wurde…gab schon echt tol­le Dinge…

  3. Interessante Lektüre

  4. Es war ein­mal vor mei­ner Zeit – Ideen, die ich nie erlebt habe

  5. Als Trabantfahrer, der zur Wendezeit auf­ge­wach­sen ist sicher eine gute Lecktüre.

  6. Ist auf jeden Fall mal was ande­res :D

  7. Als Kind des wil­den Ostens wür­de ich mich beson­ders über so ein Buch freu­en. Gute Vorstellung, gute Aktion hier.

  8. Leider etwas zu Jung um das rich­tig mit­be­kom­men zu haben. Aber ich weiß, dass das DDR-Sandmännchen das Bessere war :-)

  9. Spannendes Buch! Ein super Geschenk für Weihnachten :)

  10. Ich bin sozu­sa­gen Westberliner und habe eben­falls Werbefernsehen made DDR gese­hen. Ein Spot ist mir bis heu­te in Erinnerung geblie­ben, ein Schmerzmittel mit dem tref­fen­den Namen“Schmerz lass nach”. Da hat sich doch einer wirk­lich Gedanken über die Vermarktung gemacht.

  11. Das hal­be Leben in der DDR ver­bracht. Unvergesslich blei­ben wohl die 5-Pfennig-Brötchen, stin­ken­de Trabis und rosa Papiernelken zum 1. Mai.

  12. DDR-Werbefernsehen war damals ein “Muss”, “Tausend Tele Tipps” am Samstag Pflicht – wegen der kur­zen Trickfilmchen dar­in. Da gab’s die­sel­ben Sachen wie bei uns nur mit lus­ti­gen Namen wie den Rasierapparat “BeBoScher” vom Kombinat Bergmann Borsig.

  13. Ich erin­ne­re mich als unse­re Familie das ers­te Mal ein Auto hat­te, einen Trabant nach nur 10 Jahren Wartezeit gelie­fert 1990, end­lich Freiheit.

  14. Die Frösi war damals die Kinderzeitung… :) Papas Wartburg natür­lich!
    Lange ging es für mich nicht, aber ich war dabei. ;o)

  15. Ich kann mich an alles in der DDR erin­nern, schließ­lich bin ich dort hin­ein­ge­bo­ren, auf­ge­wach­sen und habe da gelebt.
    Die Menschen haben auch gear­bei­tet und sind kame­rad­schaft­li­cher mit sich umge­gan­gen. Wenn wir was nicht hat­ten, haben wir impro­vi­siert oder uns gegen­sei­tig, oft durch Tausch, gehol­fen.

  16. Wie hieß das doch gleich… Grüne Wiese!!! Lecker :P Ich wür­de mich sehr über das Buch freu­en. Ich wüss­te auch schon mit wem ich es anschaue und was wir dazu trin­ken …

  17. Dieses Buch wäre genau die rich­ti­ge Weihnachtsüberraschung für mei­ne Familie und mich, durch­blät­tern, bekann­tes und unbe­kann­tes Entdecken. Ich war damals noch recht klein, aber an paar Dinge kann ich mich noch gut erin­nern, wie z.B. den him­mel­blau­en Trabi, der in der Hofeinfahrt stand oder die Besuche im Konsum mit der Oma auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten.

  18. Auch wenn nur ein Exemplar extre­me Verknappung bedeu­tet – Schenkt es mir! Bitte! Meine Jahresendzeitfigur und ich wür­den vor Freude Luftsprünge machen! Schickts mir das Paket bit­te mit der Aufschrift: “Geschenksendung! Keine Handelsware!” zu. Danke! :-)

  19. Den Sozialismus in sei­nem Lauf hal­ten weder Ochs noch Esel auf! :-D

    — Markus

  20. neh­men ich!

  21. Das muss genau­so wie ein Besuch im DDR-Museum eine tol­le Zeitreise sein! :)

  22. … haben haben haben … wir hat­ten doch nüscht*

    *säch­sisch für: Nicht das, was wir woll­ten, aber trotz­dem über­lebt

  23. Ich war nie in der DDR aber als die Grenzen auf­ge­macht wur­den, da war ich etwa 12J., woll­te ich unbe­dingt einen Trabbi als Auto für mich haben, ich fand ihn damals wie heu­te immer noch KULT

  24. Ich fand die vie­len klei­nen “Stützpunkte” gut, in denen man Getränke & Süßigkeiten kau­fen konn­te. Das war grad bei Radtouren und nach die­sen sehr toll!

  25. Ach ja, das kommt ja alles wie­der. Wenn man nur ein­fa­che Mittel zur Verfügung hat, muss man halt krea­tiv sein. Und es kann ja nun kei­ner behaup­ten, dass das DDR-Ampelmännchen nicht nur schö­ner son­dern auch funk­tio­nal bes­ser ist als der West-Kollege.

  26. Ich bin lei­der zu jung um das gan­ze mit­er­lebt zu haben, bin aber durch vie­le “Ostdeutsche” Bekanntschaften viel mit dem Thema in Berührung gekom­men. Und über Bücher freut sich doch jeder ;)

  27. Ich selbst als Wessi habe lei­der kei­ne wirk­li­chen Erinnerungen an die DDR. Aber an den Mauerfall und an David Hasselhoff, da kann ich mich noch dran erin­nern.

  28. Oh ja, da wer­den Erinnerungen wach. Die Lampe mit Sandmann haben wir sel­ber gehabt :-)

  29. Natürlich kann ich mich noch an vie­le Dinge aus der DDR erin­nern, ich bin ja schließ­lich dort auf­ge­wach­sen. Und es gab auch groß­ar­ti­ges Design, ob nun Produktdesign, wie z.B. der Badusan-Fisch, oder Grafikdesign von Rolf F. Müller (u.a. der Goldene Spatz).

  30. als Kind in der DDR war es ein­fa­cher und siche­rer. Bei Dunkelheit soll­ten wir zu Hause sein und im Sommer wur­de es spät dun­kel ;-) Dann bekam ich eine Uhr, die 1. ver­lor ich, die 2. funk­tio­nier­te nicht, die 3. ver­lor ich und dann konn­te ich wie­der bei ein­bre­chen­der Dunkelheit zu Hause sein :-D

  31. Mein per­sön­li­ches Highlight aus der DDR ist eine phy­si­ka­li­sche Formelsammlung im PVC-Einband. Der Inhalt ist abolut geni­al und um Klassen bes­ser als jedes “Westbuch” sei­ner­zeit, aber im PVC war soviel Weichmacher drin, dass er die ganz Wohnung mit sei­nem Gestank erfüll­te. Da half nur in Folie ein­schwei­ßen …

  32. Ha, den Gartenstuhl auf dem Bild hat­ten wir auch! Ich fin­de, dass es im Osten auch vie­le prak­ti­sche Produkte gab, die nicht als sexy gal­ten, aber aus heu­ti­ger Sicht ein­fach zeit­los, schnör­kel­los schön waren.

  33. Meine Erinnerung sind die Erzählungen von mei­nen Papa, der als Monteur immer nach West-Berlin muss­te und dafür durch die Transitzone muss­te. Für ein paar Zigaretten manch­mal auch schnel­ler ;-)

  34. Ich habe mich als Wessi-Kind gewun­dert, dass die da “drie­ben” eige­ne Zahnbürsten haben, wo doch Eigentum Diebstahl war.

  35. Ich erin­ne­re mich an vie­les. Weißkraut, Rotkraut, Cubaorangen und Kartoffeln gab es immer beim Gemüsehändler. Beim Design gab es auch gute Beispiele wie z.Bspl. Stehlampen, Stühle und Tische.

  36. Das “Ampelmännchen” im Bild ist eigent­lich das “Sandmännchen”.
    Ersteres war nor­mal, zwei­tes Kult.

  37. Mein ein­zi­ger Kontakt mit der DDR war die klas­si­sche Klassenfahrt in der 10. nach Berlin und den einen Tag in Ost-Berlin.

  38. Meine Erinnerungen an die DDR sind eher Kulinarischer Natur! Würzfleisch ist nach wie vor etwas sehr lecke­res! Was mich aber beein­druckt hat war die Freundlichkeit und Kontaktfreudigkeit der Leute trotz dem Regiems aus Bespitzelung und Denuziantentum. Da könn­ten sich noch heu­te vie­le Wessis was davon abschnei­den!

  39. Die Alte Juwel, 2. Schachtel von links im Bild, war unse­re Lieblings-Zigarettenmarke (2,50 Mark der DDR für 20 Stück).

  40. Das ist mein Kommentar – ich will das Buch!

  41. Ich erin­ne­re mich noch gut an mein grü­nes Klapprad…leider auch schmerz­lich, da der vershluss am Konsum geöff­net wur­de und man dann sehr schlecht Kurven fah­ren kann. Na ja…bin trotz­dem groß gewor­den. Die Zeit in der DDR hat­te auch vie­le schö­ne Seiten an denen man sich ger­ne Erinnert.

  42. Ich bin im Westen groß gewor­den und habe die DDR damals direkt nach der Öffnung der Mauer besucht. Vieles war rück­stän­dig, aber auf­grund der unfrei­en Marktwirtschaft waren die DDR-Bürger gezwun­gen, aus einer ande­ren Perspektive zu den­ken. Ich wür­de mich sehr über die­ses Buch freu­en. Eine Zeitreise in Bild und Schrift ist sicher­lich sehr nett …

  43. Ich erin­ne­re mich an Besuche in Rostock in den 80ern. Die Ossi-Kinder waren vor allem an Kaugummi inter­es­siert und konn­ten es gar nicht fas­sen, dass ein Wessi-Kind nicht stän­dig Kaugummi kau­te. Da ich heut­zu­ta­ge auch im Bereich Design unter­wegs bin, wür­de ich mich sehr über die­ses schö­ne Buch freu­en!

  44. Das ist doch mal eine run­de Sache! Obwohl es wenig gab, war Design für eini­ge Produktentwickler kei­ne Fremdsprache im Sozialismus. Wenn auch viel zu oft die Genossen neue Dinge abschmet­ter­ten, sie­he PKW Entwicklung etc. Ich wür­de mich sehr über die­ses Kompendium freu­en, vie­les hat man inzwi­schen ja schon wie­der ver­ges­sen ;)

  45. Ich erin­ne­re mich an die Klassenfahrt 1978 nach Berlin mit obli­ga­to­ri­schem Besuch Ost-Berlins. Zwangsumtausch und nix zu kau­fen…

  46. Ich habe lei­der kei­ne DDR-Erinnerungen aber jeman­dem dem ich das Buch schen­ken könn­te :-)

  47. Ich erin­ne­re mich an mei­ne ers­te Fahrt über die Transitstrecke und dem anschlie­ßen­den ein­tä­gi­gen Besuch in Ost-Berlin bei mei­ner Patentante, inkl. Spiegel unter dem Auto, die teil­wei­se anmu­ti­gen­den (Kriegs-)ruinen den Hoppelasphalt vor den Ampeln, den Besuch im Restaurant (gänz­lich leer) und den Nachbarn von der “öffent­li­chen” Behörde. Das war für ein 13 jäh­ri­gen Bub schon auf­re­gend, spa­nend, etwas be­ängs­ti­gend aber auch vor vol­ler Hochachtung…

  48. Als 1976 in der DDR Geborener kann ich mich sehr gut an vie­le abge­bil­de­ten Dinge erin­nern. Schon sehr inter­es­sant, wie iden­ti­täts­stif­tend die­se Alltagsgegenstände waren und wie wenig sie heu­te prä­sent sind. Dank solch Bücher fühlt man sich nicht ganz so fremd im eige­nen Land – auch ohne allen Pathos und Ostalgie.

  49. Zu jung! Aber der Trabi steht heu­te noch in Garage von mei­nem Vater :D

  50. Das klingt wirk­lich inter­es­sant! Ich kann mich noch an mei­nen aller­ers­ten (und dann his­to­risch letz­ten) Besuch der DDR 1989 im Oktober erin­nern. Abschlussfahrt Stufe 12. Und in Ost Berlin muss­ten wir Champagner trin­ken, um unse­re Devisen los­zu­wer­den…

  51. Meine Erinnerung an die DDR: Die Fahrt als 3-Jähriger zu fünft im engen Trabbi und ein Sturz auf den Boden beim Versuch eine Rutsche auf dem Kinderspielplatz run­ter zu rut­schen.

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