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Redaktion Dr. Web 10. Dezember 2018

Design oder Marketing: Worin unterscheiden sich User Interface und User Experience?

Das User Interface und die User Experience hän­gen eng zusam­men, sind aber als eigen­stän­di­ge Bereiche zu betrach­ten. Bei gelun­ge­ner Kombination bestim­men sie maß­geb­lich, wie ein Produkt oder eine Dienstleistung von den Usern wahr­ge­nom­men wird. Für die erfolg­rei­che Umsetzung bei­der Komponenten ist es zunächst nötig, sie in ihren Einzelteilen zu ver­ste­hen.

User Interface (UI) – die Oberfläche

Unter dem Begriff User Interface ver­steht man die ver­schie­de­nen Bereiche der sicht­ba­ren Oberfläche, auf der die Interaktionen des Nutzers statt­fin­den. Sie stellt eine Schnittstelle dar, über die eine Person eine Software oder Hardware kon­trol­lie­ren kann. Im Idealfall ist die­se benut­zer­freund­lich pro­gram­miert, so dass die Interaktion auf natür­li­che und intui­ti­ve Weise geschieht.

Im Wireframe muss bereits die künf­ti­ge UX vor­ge­dacht wer­den. (Foto: Picjumbo)

Ziel der Interaktion ist die effek­ti­ve Steuerung der Maschine vom Menschen, der das Feedback der Maschine nutzt, um ope­ra­ti­ve Entscheidungen zu tref­fen. Das User Interface ist also die Plattform, auf der ein Austausch zwi­schen Mensch und Maschine statt­fin­det. Aus mar­ke­ting­tech­ni­scher Sicht ist das Ziel eine mög­lichst effek­ti­ve Steuerung des Geräts durch Nutzer.

Ziel eines effi­zi­en­ten User Interface ist nicht etwa die äuße­re Gestaltung, son­dern die opti­ma­le Nutzbarkeit. Daher beschäf­tigt sich das User Interface mit dem Nutzerverhalten der User, beob­ach­tet und opti­miert es. Das User Interface legt die tech­ni­schen Grundlagen für die User Experience (UX) fest. Um den rei­bungs­lo­sen Austausch zwi­schen Mensch und Maschine opti­mal zu gewähr­leis­ten, wer­den zwei Komponenten benö­tigt: die Hardware als phy­si­schen und die Software als logi­schen Aspekt. Um ein nut­zer­freund­li­ches User Interface zu gewähr­leis­ten, ist es nötig, die zwei Komponenten best­mög­lich zu pro­gram­mie­ren.

Graphical User Interface (GUI)

 Es exis­tie­ren vie­le ver­schie­de­ne Arten von User Interfaces, wobei sich eines ins­be­son­de­re aus­zeich­net. Zum einen ist dies das Graphical User Interface (GUI), wel­ches die gra­fi­sche Nutzeroberfläche beschreibt, die per Maus und Tastatur steu­er­bar ist und auf dem Monitor dar­ge­stellt wird. Die GUI ent­stand auf­grund bes­se­rer Rechenleistungen von Computern und hat sich dau­er­haft eta­bliert. Sie ist eine gra­phi­sche Benutzeroberfläche, die bei gän­gi­ger Software auf­tritt. Der Nutzer inter­agiert mit Hilfe von Maus und Tastatur.

So kann er über die Knöpfe und Menüs des dar­ge­stell­ten Fensters mit dem Programm inter­agie­ren. Dabei tre­ten typi­sche Elemente wie die Toolbar vor, damit auch Betriebssystem über­grei­fend einen in etwa glei­chen Bewegungsvorgang bei gän­gi­gen Interaktionen gewähr­leis­tet ist. Die Gestaltung eines Graphical User Interface kann mit Hilfe des Screen Designs bestimmt wer­den.

Bei der Entwicklung des ers­ten Graphical User Interface wur­den Objekte der rea­len Welt als Vorbild genom­men, um die Bedienung für den User ver­ständ­li­cher zu machen. Die GUI basiert dar­auf, dass der Mensch optisch erkennt, was ein bestimm­tes Icon aus­löst. Daher soll­te bei der Realisierung eines funk­tio­na­len GUI ins­be­son­de­re auf durch­ge­hen­de Konsistenz, auf infor­ma­ti­ves Feedback sowie auf die Nicht-Überforderung des Kurzzeitgedächtnisses des Users geach­tet wer­den.

User Experience wird durch das Interface mit­be­stimmt, aber nicht aus­schließ­lich defi­niert. (Illustration: Depositphotos)

User Experience (UX) – das Nutzererlebnis

Der Begriff User Experience beschreibt das Erlebnis der Anwender bei der Nutzung eines Produktes. Im Internet ver­wen­det man die Bezeichnung über­wie­gend für die Beurteilung der Nutzererfahrung mit einer Webseite. Er beschreibt aber auch das Nutzererlebnis auf einem mobi­len Endgerät. Dann spricht man von der mobi­le UX. Das Nutzererlebnis ist die Summe von Design, Informations-Architektur und ein­wand­frei­er Usability. Je bes­ser die ein­zel­nen Teile umge­setzt wur­den, des­to bes­ser ist das gesamt Nutzererlebnis.

Der Aspekt der User Experience fasst ver­schie­de­ne Verhaltensweisen, Emotionen und Ansichten des Users gegen­über einem Produkt, einer Dienstleistung oder eines Systems zusam­men. Die Nutzererfahrung ist sub­jek­tiv und im Laufe der Zeit ver­än­der­bar. Die Bewertung erfolgt dyna­misch und ist von ste­ti­gen Trends sowie indi­vi­du­el­len Erfahrungen im Umgang mit Systemen und wei­te­ren User Interfaces geprägt.

Im Mittelpunkt der User Experience ste­hen Nutzer sowie poten­zi­el­le Kunden. Ziel ist die erfolg­rei­che Erzeugung eines umfas­send, posi­ti­ven Erlebnisses, das sich über alle Kommunikationskanäle eines Unternehmens erstreckt. Hierdurch sol­len mög­lichst posi­ti­ve Gefühle des Nutzers gegen­über Unternehmen, Produkt, Dienstleistung oder Marke kon­stru­iert wer­den. Welches Nutzererlebnis die User einer Webseite erfah­ren, hängt von sub­jek­ti­ven Erwartungshaltungen des Einzelnen ab. Je nach­dem wel­ches Ziel ein User errei­chen möch­te, fällt die Erfahrung posi­tiv oder nega­tiv aus. Unterschiedliche Rahmenbedingungen der User, wie bei­spiels­wei­se das Alter, beein­flus­sen die Erfahrung maß­geb­lich.

Deine User sind kei­ne homo­ge­ne Gruppe. (Illustration: Depositphotos)

Diese Diversität inner­halb der Rahmenbedingungen für die User Experience erschwert eine opti­ma­le Anpassung auf ein­zel­ne Bedürfnisse der User stark. Daher wer­den inner­halb spe­zi­el­ler Analyseverfahren Nutzer klas­si­fi­ziert und bestimm­ten Nutzertypen zuge­ord­net. So kön­nen die User Experience sowie das User Interface ent­spre­chend der Anforderungen der Nutzertypen ange­passt wer­den. Da die Bedürfnisse und Erfahrungen von Nutzern sehr flu­id sind, han­delt es sich dabei um einen fort­lau­fen­den Optimierungsprozess.

Hier bei Dr. Web fin­dest du natür­lich noch eini­ge wei­te­re Artikel zum Thema UX, ins­be­son­de­re aber sogar ein gan­zes Buch dazu.

Fazit: UI und UX müssen eng miteinander verknüpft sein

User Interface und User Experience hän­gen eng zusam­men und bil­den kom­bi­niert die bes­te Basis, Produkte oder Dienstleistungen erfolg­reich zu ver­mark­ten. Während das User Interface einen Teil des Produktes aus­macht, ist die User Experience das gesam­te Erlebnis, das der User erfährt.

Das User Interface ist meist ein wesent­li­cher Bestandteil der User Experience, jedoch kann sie auch ohne ein User Interface exis­tie­ren. Das User Interface ist im Wesentlichen das, was ein Nutzer sieht, wäh­rend die User Experience schlech­ter greif­bar ist, da sie auf indi­vi­du­el­len Emotionen und Erfahrungen begrün­det ist. Setzen Unternehmen auf ein effi­zi­en­tes Zusammenspiel von User Interface und User Experience, schaf­fen sie eine erfolg­rei­che Kombination, mit der sich Zielvorhaben von Unternehmen deut­lich bes­ser errei­chen las­sen.

Die Funktionsweisen der bei­den Bereiche las­sen sich, mit nur wenig Ausnahmen, auf jedes Produkt anwen­den, ori­en­tie­ren sich an den Komfortwünschen des Users und wer­den oft­mals am Design anstatt am Produkt selbst gemes­sen.

Über den Autor

Marian Wurm ist Gründer und geschäfts­füh­ren­der Gesellschafter der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Online-Marketing ist für Marian Wurm und sei­ne 150 Mitarbeiter nicht nur ein Beruf, son­dern eine Berufung. Seit der Gründung im Jahr 2001 wur­den von der Internetagentur bereits über 2.500 Kundenprojekte erfolg­reich rea­li­siert.

An inzwi­schen 10 Standorten im gesam­ten D-A-CH-Gebiet wer­den sowohl SEO-, SEA-, Affiliate-Marketing-, E-Mail-Marketing- als auch Social Media-Strategien für Kunden aller Branchen von der Löwenstark Online-Marketing GmbH ent­wi­ckelt und betreut.

(Artikelbild: Depositphotos)

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Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.

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