Dieter Petereit 5. April 2018

Design: Was du über die Farbe Rot noch nicht wusstest!

Da liegst du nun, in der ersten Windel, die man dir umgebunden hat und blinzelst in die Welt. Zunächst erkennst du nur Schwarz und Weiß und die Welt sieht ziemlich trostlos aus. Aber da, plötzlich sticht ein bunter Fleck hervor. Du siehst näher hin und weißt es zwar noch nicht zu benennen, aber diese erste Farbe, die du wahrnimmst, ist Rot.

Da liegst du nun in der vielleicht letzten Windel, die man dir nach deiner Hirnverletzung, die zu einem weitgehenden Kontrollverlust geführt hat, umband und blinzelst in die Welt. Zunächst erkennst du nur Schwarz und Weiß und deine Einschätzung, die Welt halte für dich nur noch Trostlosigkeit bereit, scheint sich zu bestätigen. Aber da, plötzlich sticht ein bunter Fleck hervor. Du siehst näher hin und tatsächlich, die Farbe, die du siehst, ist Rot. Es beginnt, dir besser zu gehen.

Rot ist die für den Menschen wichtigste Farbe im Farbspektrum

Rot ist eine Farbe von essenzieller Bedeutung für uns Menschen. Sowohl Neugeborene, wie auch Genesende eines Hirntraumas, können diese Farbe als erste nach Schwarz und Weiß erkennen. Alle anderen Farben kommen weit dahinter, dann in der Reihenfolge Grün, Gelb und Blau. Auf keine andere Farbe reagieren Menschen auch nur annähernd so stark wie auf Rot.

Rot weist die längste Wellenlänge aller Farben auf. Rote Objekte erscheinen visuell näher als sie tatsächlich sind. So ist es kein Wunder, dass Rot unsere Aufmerksamkeit als erstes bindet. Deshalb wird Rot als sehr effektives Ampelsignal für Stop weltweit gern genutzt.

Psychologen haben herausgefunden, dass die Farbe Rot unseren Fight-or-Flight-Reflex auslösen kann. Das ist die evolutionär bis in die Anfänge der Menschwerdung zurückgehende Kampf-oder-Flucht-Reaktion, die uns das Überleben in hochgefährlichen Situationen ermöglicht hat. Sie wird vollständig am Verstand vorbei von unserem autonomen Nervensystem gesteuert.

Nimm das Wissen mit ins Design

Ach kuck, kommt dir das nicht bekannt vor? Es ist kein Zufall, dass das RGB-Farbmodell, mit dem wir am Bildschirm stets arbeiten nach den Primärfarben Rot, Grün und Blau benannt ist. Die Wahrnehmung der Grundfarben beeinflusst die Wahrnehmung der darauf basierenden sonstigen Farbwerte.

Rot, Grün und Blau, vor allem aber Rot als Eintrittskarte der Menschen in das Farbsehen, spielen eine wichtige Rolle im Design von Produkten. Dabei ist es nicht ein bloße Frage von Psychologie, sondern sogar eine knallhart physiologische Tatsache, die irgendwo in uns evolutionär fest verdrahtet ist.

Diese Beziehung ist so stabil, dass du sie als Designer problemlos belasten kannst.

(Dieser Beitrag erschien zuerst im Dr. Web-Newsletter #328, erschienen am 30.01.2018. Wenn du dir ebenfalls exklusive Inhalte zeitlich deutlich vor den übrigen Leserinnen und Lesern sichern willst, kannst du dich hier kostenlos und unverbindlich für den Newsletter anmelden.)

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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5 Kommentare

  1. Schade, dass hier mit großen Worten nach Aufmerksamkeit gesucht wird, aber gleichzeitig ein – im Kontext Design und Farben – relevantes Detail nicht genannt wird: die sog. Rot-Grün-Blindheit (10% aller Menschen)

  2. Der Artikel bietet keinerlei Mehrwert. Hier werden viele Worte um einen Fakt gemacht, den man als Schüler schon lernt.

  3. Aha. Und nun? Kommt da noch was? Was für ein sinnbefreiter Abschlusssatz…

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