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Dieter Petereit 6. November 2018

Design: So beleben animierte Präsentationen den E-Commerce

Text und Bild ist nicht mehr genug. Ton allein ist zu iso­liert. Erst in der Kombination ver­schie­de­ner Medien ent­steht ein erfolg­rei­ches E-Commerce-Design.

Ein-Klick ist nicht genug: Die Ebenen des E-Commerce-Designs

Im E-Commerce-Design bewegst du dich auf meh­re­ren Ebenen. Zum einen musst du natür­lich eine digi­ta­le Shopping- oder Auftragsplattform bau­en, die gut zu bedie­nen ist. Das betrifft die Grundfunktionalität eben­so wie die erwei­ter­ten Features. Ganze Bücher sind zu die­sem Thema bereits erschie­nen.

Wenn es dir gelingt, einen naht­lo­sen Auftragsvorgang zu gestal­ten, der kei­ne Brüche, Ecken und Kanten ent­hält, dann hast du einen Teil der Miete bereits ein­ge­fah­ren. Immerhin gibt es Hunderte, Tausende Plattformen da drau­ßen, die das nicht bie­ten.

Jetzt kannst du dich um das per­fek­te Design der nächs­ten Ebene küm­mern. Deine ein­zel­nen Angebote müs­sen anspre­chend prä­sen­tiert wer­den. Klassischerweise setzt du dabei auf mög­lichst pro­fes­sio­nel­le Bilder und noch pro­fes­sio­nel­le­re Texte, aber gera­de letz­te­re rei­chen immer sel­te­ner aus. Vielmehr setzt sich ein ande­res Element des Multimedia-Mixes mehr und mehr durch.

Video als Bestandteil deines Online-Marketing

Ich sehe es an mei­nen eige­nen Teenagern. Videos sind in, wäh­rend Text eher nicht so gern gele­sen wer­den. Videos kön­nen sie sich den gan­zen Tag anse­hen. Zum Lesen muss ich sie fast schon zwin­gen.

Dabei han­delt es sich bei die­sen Kids um eine durch­aus kauf­kräf­ti­ge Zielgruppe, die noch dazu zu Spontankäufen neigt und im Grunde gar nicht auf­wän­dig über­zeugt wer­den muss. Da ist der Finanzbeamte Mitte 50 ein ganz ande­res Kaliber.

Gehören also jun­ge Leute zur Zielgruppe dei­nes Produkts oder dei­ner Dienstleistung, so soll­test du die Präsentation auf jeden Fall mit Videos unter­stüt­zen. So erhöhst du dei­ne Chance, auch von jün­ge­ren Netznutzern wahr­ge­nom­men zu wer­den.

Die nächstbeste Alternative zum Anfassen

Gut die Hälfte aller Onlineshopper nennt als größ­ten Nachteil des digi­ta­len Einkaufs die feh­len­de Möglichkeit, das Produkt anzu­fas­sen. Schon Anfang der Nuller Jahre expe­ri­men­tier­ten wir daher mit 3D-Darstellungen, die meh­re­re Produkt-Fotos aus ver­schie­de­nen Perspektiven per Java-Applet zugäng­lich mach­ten. Eine ähn­li­che Technologie fin­dest du heut­zu­ta­ge bei fast jedem ernst­zu­neh­men­den Onlineshop.

Noch inten­si­ver kann ein Produkt aber mit einem aus­sa­ge­kräf­ti­gen Video erleb­bar gemacht wer­den. Das Ziel besteht dar­in, den Nachteil der feh­len­den Haptik durch das Ansprechen ande­rer Sinne mehr als aus­zu­glei­chen.

Content-Marketing umfasst auch Bewegtbilder

Das Buzzword „Content Marketing”, aus dem sich mitt­ler­wei­le eine gan­ze Branche ent­wi­ckelt hat, ist ein wei­te­res Argument für den Einsatz von Videos im E-Commerce. Denn – mal ehr­lich – wer soll die gan­zen Texte, die auf­grund die­ses Hypes ent­ste­hen, eigent­lich noch alle lesen? Zumal die meis­ten die­ser Wortansammlungen ohne­hin nur mehr oder weni­ger gut ver­bräm­te Werbebotschaften sind.

Du musst dich von der schie­ren Masse des Wettbewerbs deut­lich abgren­zen. Das funk­tio­niert nur bedingt, wenn du auf die glei­chen Instrumente setzt, die alle ver­wen­den.

Wenn du also dei­nen poten­zi­el­len Kundinnen und Kunden Werbung als inter­es­san­te Geschichte ver­mit­teln willst, dann tu es lie­ber in der Form eines Videos. Das ist schnell geschaut und prak­tisch immer inter­es­san­ter als ein Text, selbst wenn er den glei­chen Inhalt hät­te.

Den letz­ten Halbsatz darfst du ruhig als Empfehlung ver­ste­hen. Denn es ist gut belegt, dass Menschen lie­ber schau­en und lau­schen als schau­en und lesen. Du darfst also ruhig her­ge­hen und dei­ne text­li­che Darstellung dei­nes Produktes in gestraff­ter Form neu als Video erzäh­len.

Animierte Präsentationsvideos mit Simpleshow

Wie das mit dem Video-Baukasten mys­imp­le­show funk­tio­niert, haben wir dir in die­sem Beitrag bereits aus­führ­lich gezeigt. Sogar eine Schritt-für-Schritt-Anleitung fin­dest du in dem Artikel.

Mit mys­imp­le­show erstellst du dei­ne Videos selbst. (Screenshot: D. Petereit)

mys­imp­le­show ist ein Do-it-yours­elf Online-Tool, das dich in die Lage ver­setzt, eige­ne ani­mier­te Präsentationsvideos zu erstel­len. Es bie­tet eine gro­ße Auswahl an pas­sen­den Illustrationen und auto­ma­ti­schen Sprecherstimmen sowie diver­se Optionen das Video anzu­pas­sen oder selbst zu ver­to­nen. So könn­test du etwa dei­nen Bestellvorgang ein­mal im Video erklä­ren oder zei­gen, wie du Retouren hand­habst.

Möchtest du dein Produkt rich­tig in Szene set­zen, kann anstel­le des DIY-Tool mys­imp­le­show das aus­ge­wach­se­ne Angebot an Video Marketing von Simpleshow die bes­se­re Option für dich sein. Hier wird dein Video von pro­fes­sio­nel­len Zeichnern auf der Basis defi­nier­ter Formate erstellt. Ob es die belieb­ten Hände sind, die erläu­ternd Symbole auf der Präsentationsfläche ver­schie­ben oder ob par­al­la­xe Hintergrundanimationen für Bewegung und Dynamik sor­gen, wählst letzt­lich du.

Zwei Formate außer­halb des DIY. (Screenshot: D. Petereit)

Natürlich kannst du dir auch ein voll­kom­men indi­vi­dua­li­sier­tes Video erstel­len las­sen. Ob das sinn­voll ist, ent­schei­det der Zweck und die Größe dei­nes Budgets. Simpleshow bie­tet jeden­falls ver­schie­de­ne Optionen für Budgets unter­schied­li­cher Größenordnung.

Mit mehr als 200 Mitarbeitern welt­weit, rekla­miert Simpleshow die Marktführerschaft für sich. Ob dem so ist, mag dahin­ge­stellt blei­ben. Tatsächlich fin­dest du so schnell kein ver­gleich­ba­res Angebot, wenn es um die ein­fa­che und gleich­zei­tig anspre­chen­de Erstellung von Video-Marketing-Inhalten geht.

Videos sind nicht auf deine Website beschränkt

Deinen aus­ge­feil­ten Text zum Produkt XY wird nie­mals irgend­je­mand in sei­nem sozia­len Netzwerk tei­len. Das soll­te unstrei­tig sein. Das gilt nicht für dein Video.

Wenn es dir also gelingt, wirk­lich inter­es­san­te Bewegtbilder zu erstel­len oder erstel­len zu las­sen, dann kann es durch­aus pas­sie­ren, dass die­se Videos in den sozia­len Medien ein Eigenleben ent­wi­ckeln. Man spricht dann von Viralität.

Natürlich ver­lässt du dich nicht dar­auf, dass dei­ne Besucher die Filme auf­grei­fen und über ihre Kanäle tei­len. Vielmehr ver­wen­dest du dei­ne Videos aktiv und schickst sie über dei­ne eige­nen Kanäle in die Welt hin­aus. Solche eine ani­mier­te Präsentation ist dann qua­si eine klei­ne Markenkapsel, die allein für dein Unternehmen ste­hen kann. Diesen Umstand hast du natür­lich bei der Erstellung berück­sich­tigt.

Fazit: Video gehört in den Marketing-Mix

Natürlich kann ich dir am Ende nicht garan­tie­ren, dass du mit Videos mehr Umsatz machst. Zumal du beim Erstellen die­ser Videos auch noch eine Menge falsch machen könn­test. Damit befas­sen wir uns in einem sepa­ra­ten Beitrag.

Auf jeden Fall erhöhst du dei­ne Umsatzchancen mit dem zeit­ge­mä­ßen Videoeinsatz maß­geb­lich. Und schon die­se Chance soll­te es dir wert sein.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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