Anzeige
Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Projekte.
↬ Loslegen und Spaces testen ↬ Jetzt testen!
Daniel Dubsky 25. September 2007

Datensicherung mit Abakt

Kein Beitragsbild

Ein Backup muss nicht immer auf CD oder DVD lagern. Mit dem vielseitigen Open-Source-Tool Abakt lassen sich Verzeichnisse und Dateien auf ein anderes Laufwerk sichern – mit ausgefeilten Filtern und wahlweise komplett oder inkrementell.

Wix Webseiten — echt superpraktisch. ↬ Mehr erfahren

Wer Betriebssystem samt Anwendungen und persönlichen Dateien sichern will, fährt mit einem Image am besten. Für die regelmäßige, etwa tägliche, Sicherung ist das jedoch unpraktisch, denn die Arbeitsumgebung mit Betriebssystem und Programmen bleibt meist unverändert und landet trotzdem im Image – das zudem bei vielen persönlichen Dateien recht schnell die Kapazitäten einer DVD sprengt.

Anzeige

Am praktischsten ist es daher, eine Komplettsicherung oder nur eine Sicherung der Arbeitsumgebung in etwas größeren Zeitabständen per Imaging-Tool zu erledigen. Die persönlichen Dateien werden regelmäßig mit einem Datei-Backup gesichert, idealerweise auf eine weitere Festplatte und nicht auf CD oder DVD.

Mit Abakt gibt es für das Datei-Backup ein vielseitiges Open-Source-Tool, das allerdings seit kurzem nicht mehr weiterentwickelt wird. Mit Abaktu (sprich: Abakt Two) steht zwar schon ein Nachfolger in den Starlöchern. Da dieser aber noch nicht den gleichen Funktionsumfang wie Abakt bietet, ist das Original derzeit noch vorzuziehen.

Screenshot
Die wichtigsten Einstellungen in Abakt werden über die vier Buttons Source, Filters, Action und Finalize vorgenommen, bevor mit Execute Profile das Backup angelegt wird.

Dateien und Verzeichnisse auswählen

Ist Abakt installiert, wählen Sie unter Source die Verzeichnisse und Unterverzeichnisse aus, die gesichert werden sollen. Hier sollten Sie sich etwas Zeit nehmen, um alle relevanten Ordner aufzuspüren. Denn da nicht alle Anwendungen den Ordner Eigene Dateien nutzen, lagern selbst erstellte Dokumente, Vorlagen und E-Mails meist ziemlich verstreut auf der Festplatte.

Mit Filters können Sie die Auswahl dann noch verfeinern und Dateitypen, Dateien einer bestimmten Größe oder eines bestimmten Alters ein- beziehungsweise ausschließen.

Screenshot
Ein Beispiel: Mit dem Filter im Bild werden alle Word-Dokumente (*.doc) im Verzeichnis d:\arbeit ausgewählt, die größer als 500 Byte und kleiner als 10 MByte sind, nach dem 1. Januar 2007 geändert wurden und die nicht schreibgeschützt sind (R steht für Read Only).

Backup-Typ festlegen

Unter Action wird nun festgelegt, was mit den ausgewählten Dateien und Verzeichnissen geschehen soll. Im Reiter Action Type wählen Sie, ob alle Daten in ein ZIP-Archiv gepackt oder einfach in das Backup-Verzeichnis kopiert werden sollen. Gleich darunter entscheiden Sie sich für eine Backup-Art, ein Vollbackup liefern die Optionen Default und Full. Der Unterschied ist, dass Default das Archiv-Bit nicht ändert, Full löscht es.

Windows setzt das Archiv-Bit, wenn eine Datei verändert wird. Wollen Sie also nach dem Vollbackup beim nächsten Mal nur die geänderten Dateien sichern, um Speicherplatz und Zeit zu sparen, wählen Sie Full und lassen Abakt die Archiv-Bits löschen.

Für die Sicherung der geänderten Dateien können Sie dann zwischen differenziellem Backup und inkrementellem Backup wählen. Beim differenziellen Backup wird das Archiv-Bit nicht gelöscht, die geänderten Dateien werden also beim nächsten Mal wieder mitgesichert. Das Backup wird dadurch mit jeder Sicherung etwas größer, allerdings braucht es nur die Vollsicherung und das letzte differenzielle Backup, um alle Daten wieder herzustellen. Beim inkrementellen Backup müssen Sie unter Umständen recht viele frühere Backups bemühen, um alle Daten zu retten. Denn da das Archiv-Bit nach jedem Backup gelöscht wird, werden wirklich nur die Dateien gesichert, die seit dem letzten inkrementellen Backup verändert wurden. Dadurch sind die Backups aber recht schlank.

Im Reiter Destination geben Sie das Zielverzeichnis an, dann können Sie die Dateisicherung mit Execute Profile starten.

Screenshot
Abakt kann dem Backup-Verzeichnis als Namen den Profilnamen und das aktuelle Datum zuweisen. So wissen Sie später genau, wann das Backup mit welchen Einstellungen angelegt wurde.

Backup automatisieren
Zwar fehlt Abakt ein Scheduler, dennoch lässt sich die Dateisicherung auch automatisieren. Wollen Sie beispielsweise einmal pro Woche ein Vollbackup anlegen und an allen übrigen Tagen ein inkrementelles Backup machen, erstellen Sie Profile für diese Aufgaben. Dann legen Sie für jedes Profil eine neue Verknüpfung an, bei der Sie einige Startparameter mitgeben. Der Aufruf lautet abakt.exe [optionen] dateiname und könnte beispielsweise so aussehen

c:\abakt\abakt.exe –b –m –x c:\abakt\profiles\vollbackup.abp

Der Parameter -b sorgt dafür, dass das Profil – die am Ende stehende ABP-Datei – automatisch ausgeführt wird, -m lässt Abakt seine Arbeit minimiert verrichten und -x schließt das Programm nach dem Backup.

Die Verknüpfungen können Sie dann mit dem Windows-Taskplaner zu den gewünschten Zeiten automatisch aufrufen lassen. ™

Erstveröffentlichung 25.09.2007

Daniel Dubsky

Freier Journalist für Computer-und Internet-Themen. Schrieb unter anderem für verschiedene gedruckte Fachzeitschriften.

2 Kommentare

  1. Was mir in diesem Artikel fehlt ist die Betrachtung der Verschlüsselung der Daten.
    Eigene Daten auf einem fernen Rechner zu sichern, eventuell sogar einem Rechner, der fremden Geheimdiensten direkt oder indirekt zugänglich ist, kann ein kritisches Sicherheitsthema werden.
    Der Quellcode des Clients sollte vorliegen und die „ausreichende“ Verschlüsselung sollte bereits vor dem Upload auf dem eigenen Rechner passieren.
    Hat da jemand Untersuchungen angestellt?

    Für Privatleute, die nichts zu verbergen haben sicherlich eine einfache Lösung, aber nicht jeder möchte seine privaten Bilder und/oder Dokumente in fremde Hände geben. Für Firmen dankbar ungeeignet.

    Ich sach 42, Martin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.