Sven Lennartz 1. Januar 2003

Das Problem der Anpassbarkeit

Kein Beitragsbild

Webdesign kann sich auf die Bedürfnisse der Besucher einstellen. Beinahe individuell sogar, sofern der Designer Möglichkeiten dafür vorsieht. Doch gewichtigen Vorteilen stehen zahlreiche Nachteile gegenüber.

Okay, wir haben es getan. Was Sie hier sehen, ist ein so genannte „Liquid-Design“. Alles ist im Fluss, kann beeinflusst und verändert werden – direkt mit Ihrem Browser.

Verändern Sie die Größe des Browserfensters, passt sich das Layout an. Vergrößern oder verkleinern Sie die Schrifteinstellungen, ändert sich ebenfalls das Layout. Das tut es auch, wenn man Bookmarkleisten hinzu- oder abschaltet oder in den Vollbildmodus wechselt.

Leider ändert sich die Größe der Grafiken nicht mit, so dass man durchaus einen Teil der Kontrolle über seine Website verliert. Jeder sieht sie ein wenig anders. Tricks, das zu ändern, gibt es zwar, doch damit handelt man sich Kompatibilitätsprobleme ein.

Verwendet man größere Abbildungen passt das Layout nicht mehr auf wirklich kleine Bildschirme, es bricht unkontrolliert um und zerfällt. Sind Bildschirm und Browserfenster hingegen groß, entstehen Lücken, bei höherer Auflösung wird kleine Schrift schwer entzifferbar.

Auch hier gibt es Neuentwicklung. Zum Beispiel das CSS Drop Column Layout. Hier brechen quasi die Spalten eines Layouts um. Je breiter das Browserfenster, desto mehr Spalten wandern in die Breite. Ist der zur Verfügung stehende Platz schmal, ordnen sich die Spalten untereinander an.

Screenshot
CSS Drop Column Layout in schematischer Darstellung

„Liquid-Design“ funktioniert also keineswegs so wie Flash, das man wunderbar skalieren kann. Stattdessen schwankt man zwischen großen und kleinen Kompromissen, immer auf der Suche nach der optimalen Lösung, die es natürlich niemals wirklich geben kann.

Erstveröffentlichung 01.01.2003

Sven Lennartz

Sven Lennartz

Ex Webdesigner, Gründer von Dr. Web und Smashing Magazine. Heute ist Sven als Schriftsteller und Blogger unterwegs. Schau was er jetzt macht…
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