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Peter Müller 30. Oktober 2012

Das ist neu in Contao 3

Contao 3.0 - Backend - Startseite

Heute ist Contao 3.0 offiziell erschienen und bringt viele neue Features mit. In diesem Artikel möchte ich alte und neue Highlights kurz vorstellen, auch wenn eine solche Feature-Beschreibung nur einen unzureichenden Einblick in den Charme des Systems gibt. Im Werkzeugkasten eines Webworkers ist Contao als CMS übrigens in vielerlei Hinsicht eine fast perfekte Ergänzung zu WordPress.

Contao 3.0 - Backend - Startseite

Contao 3.0 – Backend – Startseite

Klassische Features: Der Kern von Contao

Contao ist ein seitenbasiertes CMS und Kern einer Contao-Installation ist ein Seitenbaum, mit dem sich auch mehrere hundert Seiten leicht verwalten lassen. Erweiterungen wie Nachrichten und Kalender ergänzen diese Seitenstruktur.

Der Inhalt einer Seite wird auf Artikel und Inhaltselemente verteilt. Mit Hilfe der Inhaltselemente fällt es auch nicht webaffinen Redakteuren leicht, komplexe Layouts mit neben dem Text positionierten Bildern, gut aussehenden Bildergalerien oder per Mausklick ein- und ausklappbaren Abschnitten („Akkordeon“) zu erstellen.

Ein leistungsfähiger Formulargenerator gehört ebenso zum Core von Contao wie eine detaillierte Rechte- und Benutzerverwaltung und die Möglichkeit, eine mehrsprachige Website zu erstellen. Über die im Backend integrierte Erweiterungsverwaltung kann man die Funktionalität fast beliebig erweitern.

Und das ist neu in Contao 3.0

In der neuen Version 3.0 gibt es einige sehr gelungene neue Features, von denen ich hier einige kurz vorstellen möchte:

  • Datenbank-gestütztes Dateisystem: Ordner und Dateien in der Dateiverwaltung können nachträglich umbenannt oder verschoben werden und Verknüpfungen in Inhaltselementen und Modulen bleiben erhalten.
  • Inhaltselemente auch für Nachrichten und Kalender: Dadurch sind Bildergalerien, Akkordeons, Code-Beispiele und vieles mehr in News-Beiträgen und Terminen kein Problem mehr.
  • Versionsvergleich mit DIFF-Ansicht: Eine Versionierung, mit der man zu älteren Versionen von Inhaltselementen, Modulen und Stylesheets zurückkehren kann, hatte Contao schon, aber jetzt kann man sich die Unterschiede zwischen verschiedenen Versionen direkt im Backend anzeigen lassen.
  • Mobile Websites: Die mobile Version einer Website hat meist nicht nur ein anderes Layout, sondern benötigt auch andere Funktionen zum Beispiel zur Navigation. Contao 3 vereinfacht das, indem es ein separates Seitenlayout für mobile Webseiten ermöglicht.
  • Neues CSS-Framework: Das integrierte CSS-Framework ist jetzt responsive und basiert auf dem Holy-Grail-Prinzip, sodass der Inhalt im Quelltext vor den Seitenspalten steht. Besonders auf Mobilgeräten und für Suchmaschinen ist das von Vorteil.
  • jQuery für das Frontend: Mit MooTools und jQuery unterstützt Contao die beiden beliebtesten JavaScript-Frameworks.

Außerdem gibt es hierarchische URLs („Folder-URL“), eine einfachere Einbindung externer Stylesheets und zahlreiche kleine Usability-Verbesserungen, die das Arbeiten im Backend noch angenehmer machen. Und last but not least ist Contao 3 aufgrund einiger Optmierungen im Core noch schneller als die sowieso schon ziemlich flotte 2er-Version.

Weitere Informationen und Downloads zu Contao gibt es auf contao.org (oder auf der Projektseite bei Github).

Ende November 2012 erscheint übrigens auch die dritte Auflage von „Websites erstellen mit Contao“. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Website zum Buch.

Peter Müller

Peter Müller

Ich bin Autor, Dozent und Webworker. Meine Spezialität ist es, komplizierte und 'trockene' Sachverhalte auf einfache und unterhaltende Weise darzustellen. Sie kennen mich vielleicht durch meine Bücher wie "Einstieg in WordPress", "Flexible Boxes" oder "Einstieg in CSS".
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20 Kommentare

  1. Hallo Peter.
    Ist es eigentlich möglich, einer Bilddatei in den Meta-Infos einen lightbox-data Link zuzuweisen?
    Gibt die neue Dateiverwaltung sowas her?
    Gruß Thorsten

  2. Hallo,

    wie kann ich im Contao3 eine Datenbank einfügen und diese möglichst einfach ausgeben. Die Datensätze sollten nur neu eingefügt werden , bearbeitet, oder gelöscht werden können.

    Bitte um baldige Antwort.
    Danke :)

  3. „Ergänzung zu WordPress“ ist vieleicht ein kleinwenig Missverständlich –
    es ist eher eine „Alternative zu WP“

  4. Danke für denn informativen Bericht.Ich werde Contao ausprobieren.

  5. Sehr schöner Artikel, Peter! Die neue Version habe ich mir in regelmäßigen Abständen schon von GitHub geholt und angesehen und ich bin nach wie vor begeistert. Allerdings muss ich wegen des nun responsiven Frameworks an den Layouts bestehender Seiten noch einiges schrauben, damit es dann auf mobilen Geräten gut aussieht und ich updaten kann, also ein Projekt für die nächste vorlesungsfreie Zeit. :D

  6. Zitat: »Inhaltselemente auch für Nachrichten und Kalender: Dadurch sind Bildergalerien, Akkordeons, Code-Beispiele und vieles mehr in News-Beiträgen und Terminen kein Problem mehr.«

    Es wurde schon viel über die Möglichkeiten mit Contao zu bloggen geschrieben. (Für Contao-Nichtkenner – das Nachrichtennmodul kann man zum Bloggen einsetzen und erweitern.) Jetzt wird es richtig cool – mit Bordmitteln kann jeder Blogeintrag schön erweitert werden.

    Eine kleine, aber feine Neuerung ist die Möglichkeit in einer Galerie die Vorschaubilder per drag-n-drop selber anzuordnen. Also zuerst eine Galerie erstellen und dabei die Sortieroption »individuelle Reihenfolge« auswählen. Danach erscheinen alle Vorschaubilder und man kann sie nach gusto sortieren.

  7. Habe ich eigentlich das CS6-Buch schon gewonnen? ;-)

  8. @Frank
    Änderungen via Dateiverwaltung im Backend von Contao werden automatisch erfasst. Für Änderungen via FTP gibt es die Funktion „Synchronisieren“, die den Dateibestand und die Datenbank abgleicht.

    @alle
    Ein Update von 2.11.* auf 3.0 sollte man nicht einfach mal eben mal so zwischen 12 und Mittag machen. Das ist keine Ein-Klick-Sache. Erst informieren und lesen, ins Forum schauen, und dann an einer Kopie der Installation ausprobieren. Je komplexer die Site, desto komplexer das Update. Wenn die 2.11.* zufriedenstellend läuft, gibt es eigentlich keinen Grund, sofort upzudaten.

    • Danke für die Info. Die Dateiverwaltung macht bei meinen Kunden immer am meisten Probleme da gern Dateien per FTP „sortiert“ werden und dann auf der Webseite Chaos herrscht wenn die Pfade nicht mehr stimmen.

  9. Vielen Dank für den informativen Artikel
    – hab gerade gesehen,dass Contao 3.0 erst vor ein paar min veröffentlicht wurde :-)

  10. Den Punkt „Datenbank-gestütztes Dateisystem“ verstehe ich nicht recht. Ich kann doch jetzt auch schon (v2.11.6) Dateien oder Ordner in der Dateiverwaltung umbenennen ohne das mir der Himmel auf den Kopf fällt :-)
    Oder verstehe ich da etwas falsch?

    Ansonsten klingen die Neuerungen schon sehr fein – freue mich schon auf mein nächstes Projekt, das ich dann mit v3 umsetzen werde.

    • Du kannst Ordner und Dateien auch in Contao 2.* problemlos umbenennen oder auch verschieben, aber danach sind sie im Frontend nicht mehr da und du musst sie in Inhaltselementen neu einbinden.

      In Contao 3 kannst du Ordner und Dateien umbenennen und Contao kümmert sich darum, dass im Frontend alles beim Alten bleibt. Man kann also zum Beispiel seine Medienbibliothek komplett neu organisieren und im Frontend bleibt alles so wie es ist.

      Wird das so deutlicher? It’s magic ;-)

      • Awesome :-)
        Aber im Ernst, ich habe das eben ausprobiert, unter Dateiverwaltung den Ordner „fotos“ in „fotos2“ umbenannt. Die Bilder werden weiterhin angezeigt, automatisch mit /fotos2/ im Dateipfad. Genauso funktioniert es mit einzelnen Bildern. Am Cache liegt es nicht, das Bild lässt sich in einem neuen Tab einzeln mit geändertem Namen anzeigen.

        Es wird aber noch besser …
        Gerade habe ich mal ein Bild (tl_files/theme/content/fotos/Foto) via FTP umbenannt. Nach dem Neuladen der Seite ist das Bild weiterhin vorhanden – allerdings unter dem neuen Namen …

        Ich hole jetzt gleich den Exorzisten ;-)

      • aahhhhhhhhh :-)
        Ich hatte vorher den Ordner-, bzw. Dateinamen der Einfachheit halber nur fix eine Zahl angehängt. Das funktioniert.
        Sobald man allerdings mehrere Zeichen anhängt oder den Namen komplett ändert klappt es nicht mehr und das Bild wird nicht mehr angezeigt.

        PS. ein ganz großer Lob noch für Dein Contao-Buch, nicht nur, dass es sehr informativ und lehrreich ist, es macht regelrecht Spass es zu lesen :-)

      • Ist bekannt ob es eine Möglichkeit zur Migration der bereits verwendeten Dateien gibt?

  11. „eine fast perfekte Ergänzung zu WordPress“ könnte das Dr.Web Team eventuell mal aufhören so zu tun als wäre WordPress das führendste CMS der Welt. Man bekommt ja schon den Eindruck WordPress hätte ein Cms-Markt Monopol . Dem ist nicht so!

    • Es gibt oben in der Navigation eine Rubrik zu „WordPress“ und eine Menge Dr. Web – Leser arbeiten glaube ich damit. Mit dem Satz „eine fast perfekte Ergänzung zu WordPress“ im Intro habe ich versucht, für diese Leser eine Brücke zu Contao zu schlagen.

      WordPress hat bestimmt kein „CMS-Markt Monopol“, aber rein von der Anzahl der damit betriebenen Websites ist es ziemlich sicher „das führendste CMS der Welt“, unabhängig von der Meinung des Dr. Web Team [Siehe z. B. http://w3techs.com/technologies/overview/content_management/all%5D

      Ansonsten drückt der Artikel ziemlich genau deine Meinung aus, nämlich dass es jenseits von WordPress sehr gute CMSysteme gibt, die ganz sicher einen Versuch wert sind. Und Contao ist meiner Meinung nach eines davon ;-)

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