Dieter Petereit 4. April 2018

CSS in 30 Sekunden: Das versteht jeder

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Anstatt deine Zeit mit Candy Crush zu vertun oder dich durch unwichtige Tweets zu fräsen, könntest du die Zeit in der S-Bahn oder auf dem Klo oder im langweiligen Teammeeting nutzen, um CSS zu lernen oder deine Kenntnisse aufzufrischen. 

Der Werkzeugkasten: Dreh- und Angelpunkt des Designer-Daseins

Wenn du wenigstens gelegentlich liest, was ich so schreibe, dann wird dir aufgefallen sein, dass ich stets viel Wert darauf lege, dass dein Werkzeugkasten in Schuss ist. In meinem Werkzeugkasten befindet sich nämlich im Grunde jedes einzelne Tool, das ich fürs Schreiben, Entwickeln und Gestalten jemals brauchen könnte.

So schaust du aus der Wäsche, wenn dein Werkzeugkasten leer ist. Lass es nicht soweit kommen. (Foto: Pixabay)

Dabei spielen auch Snippets, also Schnipsel eine nicht unbeachtliche Rolle. Ich hatte mal eine riesige Sammlung unterschiedlichster Codeschnipsel in individuellen Txt-Dateien. Das war allerdings in den Nullern. Da gab es die Dienste, die uns heute beim Verwalten unserer Werkzeugkästen unterstützen noch nicht. Und es war nun wirklich alles andere als optimal, Codeschnipsel in der Form einzelner Textdateien ordentlich auf der Festplatte zu lagern. Allein, bis ich gefunden hatte, was ich suchte. Ich mag gar nicht daran zurück denken.

Heutzutage speichere ich Speicherdienste. Voll meta. Sicherlich, einzelne Schnipsel lege ich bisweilen noch ab, dann aber in Evernote. Und in eben diesem Cloud-Service speichere ich auch alle anderen digitalen Tools und Dienste, die ich so zu meinem Werkzeugkasten zähle.

CSS in 30 Sekunden: Lernen im Goldfischmodus

Heute habe ich einen neuen kleinen Helfer hinzugefügt, nämlich die Schnipsel-Sammlung „30 Seconds of CSS”, die der Nutzer mit dem fröhlichen Namen Atomiks auf Github eingepflegt hat. Schnipsel zu 18 gängigen Anwendungsfällen, darunter der immer noch nicht obsolete Clearfix, findest du hier.

Kurze CSS-Happen für zwischendurch. (Screenshot: Dr. Web)

Dabei erhältst du zu jedem Schnipsel den vollständigen Sourcecode nebst Demo-Syntax und ausführlicher Erklärung, sowie der Angabe der Browserkompatibilität. Das Ziel ist es, dass du pro Schnipsel nicht länger als 30 Sekunden brauchst, um ihn vollständig zu verstehen und sicher einsetzen zu können.

Man könnte also sagen, es gäbe hier Fastfood für Seitengestalter. Das ist zwar einerseits richtig, aber andererseits ist die Sammlung nahrhafter und macht länger satt als der durchschnittliche Burger.

Andere mögen einwenden, dass diese Schnipsel ja wohl ohnehin so eine Art Flickzeug darstellen müssen, also Lösungen, die man praktisch immer am Mann hat. Das mag so sein, aber ich persönlich habe dabei nicht den Anspruch, alles immer sofort voller Wissen aus dem Ärmel schlackern zu müssen.

Mir reicht es vollkommen, wenn ich weiß, wo ich nachsehen muss. Und „30 Seconds of CSS” wartet jetzt in meinem Werkzeugkasten auf den Moment, an dem ich darin etwas nachsehen muss.

Machs doch genauso. Übrigens, hier haben wir schon einmal eine CSS-Schnipsel-Sammlung vorgestellt.

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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