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Dieter Petereit 7. Juni 2019

Coverr: Hunderte kostenloser Videos für deine Website

Jeden Tag ein neues Video, respektive jeden Montag sieben neue Videos – so lautete das Versprechen der Betreiber von Coverr. So wollte man eine Art Unsplash für Video werden. Inzwischen wissen wir, das hat nicht geklappt. Abschreiben sollten wir Coverr deshalb noch lange nicht…

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Übrigens: Wie der Name Coverr schon vermuten lässt, eignen sich die Videos am besten als Covers, also als Hero-Videos für den Webseiten-Background.

Profi-Filmer bauten Video-Plattform Coverr als Side-Project

Coverr wird betrieben von Mitgliedern des ehemaligen Teams von Veed.me. Veed.me ist eine Plattform, auf der Kunden nach geeigneten Filmern für ihre Zwecke suchen und buchen können. Leider wurde dieses vielversprechende Konzept schnell interessant für andere und so gehört Veed.me inzwischen zum Portfolio der Preis-Dumper von Fiverr. Coverr hat aber, trotz der gleichen Dopplung des R im Namen, nichts mit Fiverr zu tun, sondern wird als Side-Project von den Gründern weiter gepflegt.

Coverr: Die Landing-Page setzt auf die Suche. Scrollst du runter, findest du weitere Möglichkeiten. (Screenshot: Dr. Web)

Coverr: Videos finden und downloaden ohne Umwege

Optisch ist Coverr eine runde Sache und auch das Suchen und Finden interessanter Videos ist keine Raketenwissenschaft. Die Website präsentiert inzwischen hunderte professioneller Videos in einem endlos scrollenden Grid, das sich in Form von Kategorie-Tags weiter thematisch filtern lässt.

Klickst du auf eines der Videos, öffnet sich selbiges in einem Popup. Hier wird dir das Video als solches gezeigt. Ebenso besteht an dieser Stelle die Möglichkeit, das Video herunter zu laden oder als Coverr, also als Hintergrund anzeigen zu lassen. Wählst du diese Option, wird das Hintergrundvideo der Coverr-Website gegen deine aktuelle Auswahl ersetzt, so dass du die Tauglichkeit recht gut einschätzen kannst.

Entscheidest du dich für den Download, bekommst du ohne Umschweife ein Zip auf deine Platte gelegt. Das Zip beinhaltet das Video jeweils als MP4 und als JPG-Screenshot.

Wesentlich unkomplizierter kann ein Download nicht sein. (Screenshot: Dr. Web)

Alle Varianten solltest du auf deiner Website einsetzen. Wie das geht, zeigen dir die Betreiber von Coverr ebenfalls. Unter dem Video-Grid findest du drei Snippets in HTML, CSS und JS, die du nur leicht anzupassen brauchst, um das entsprechende Video als Hero-Bereich in deiner Website zu verwenden.

Coverr ist kostenlos

Wie bereits erwähnt, sind alle Kurzfilme kostenlos zu verwenden. Bislang war die gewählte Lizenz die maximal liberale, es handelte sich nämlich um CC Zero, auch als Public Domain bekannt. So lizenzierte Assets gelten als gemeinfrei, können also von jedermann zu jedem Zweck uneingeschränkt und kostenlos eingesetzt werden.

Schlechte Erfahrungen haben die Betreiber bewogen, die CC0 nicht mehr als Lizenz zu verwenden. Ganz schlaue Netzbürger fühlten sich dadurch nämlich animiert, die kostenlosen Videos auch anderen Stock-Video-Sites zugänglich zu machen. Es soll sogar zu Verkäufen gekommen sein.

Nun ist es also eine dedizierte Lizenz, die ganz ähnlich ist, aber es eben verbietet, die Videos als solche zu verkaufen oder sie über eine Konkurrenzplattform verfügbar zu machen. Für den rechtschaffenen Designer ist das kein Problem. Er kann mit den Videos so umgehen, wie er es auch unter CC0 getan hätte.

Coverr 2.0

Kommen wir nochmal zum Eingangsversprechen zurück. Sieben Videos alle sieben Tage haben die Betreiber nicht geschafft. Wäre dem so, müssten wir bereits über 2.000 Videos bei Coverr finden können. Wie es so ist, wenn der Alltag sich in die Dinge einmischt, die du eigentlich viel lieber tätest.

Beispiel für eines der neuen Vertical Videos. (Screenshot: Dr. Web)

Die Coverr-Guys waren immerhin mit der so entstandenen Situation nicht zufrieden und setzten deshalb in 2018 die Version 2.0 des Dienstes um, der sich insbesondere durch Änderungen im Design, das jetzt sehr viel schneller reagiert, auszeichnet. Endlich wurde auch eine eine Suchfunktion implementiert. Die Version 2.0 nutzte man zudem, um hunderte neuer Videos, die sich angesammelt hatten, endlich mal zu implementieren. Ebenso wurde die Möglichkeit, eigene Videos beizusteuern, vereinfacht.

Ganz neu kam ein Portfolio an Vertical Videos, also Videos, die hochkant gefilmt wurden, hinzu. Diese eignen sich besonders für Designs, die für Smartphones gedacht sind.

Im Ergebnis kann ich dir Coverr weiterhin uneingeschränkt empfehlen. Mach dir selbst ein Bild.

Beitragsbild: Pexels / Pixabay

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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