Cartoon: Was macht eigentlich dein Sohn beruflich?

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

In zwanzig Jahren wird es kein Thema mehr sein. Aber heutzutage ist es doch immer noch schwer, seinen Eltern zu erklären, womit wir eigentlich unser Geld verdienen, oder? Meine Mutter pflegte jahrelang immer zu antworten “Irgendwas mit Computern”. Und wer kennt nicht den geflügelten Ausdruck “Irgendwas mit Medien”? Es ist aber auch nicht so einfach mit den modernen Berufen.

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Erst kürzlich marschierte ein Handwerker in mein Büro, um die Klimaanlage zu warten. Ich saß am Computer. Er sprach: “Ach, gut. Ich hatte schon befürchtet, ich würde Sie stören!” Hallo? Otto Normalbürger assoziiert ganz offenbar mit Menschen, die am Computer sitzen, Facebook, Clipfish und YouPorn, aber kein ernsthaftes Arbeiten. Ich wollte erst ansetzen und dem guten Mann erklären, dass er mich sogar überaus deutlich gestört hatte, denn er hatte mich aus dem Flow gerissen. Ich kam zu dem Ergebnis, dass er mich ohnehin nicht verstehen würde und zuckte nur, “Nein, schon gut” murmelnd, mit den Schultern.

Wie erklärst du deinen Eltern, womit du deine Brötchen verdienst? Und glaubst du, sie verstehen das?

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Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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3 Kommentare auf "Cartoon: Was macht eigentlich dein Sohn beruflich?"

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Jens
Gast

Ja, ich kenne das auch. Meine Freundin erklärt das auch immer so “irgendwas mit Computern”. Und wenn man dann auch nur ein klein wenig ins Detail geht, versteht wieder keiner was. Dann heißt es aber immerhin: irgendwas mit Netzwerken

Gastinger
Gast
Naja, wenn man in der IT Abteilung eines größeren Unternehmens arbeitet, welches auch entsprechende Sicherheitsrelevante Software nutzt,asoziiert Otto Normalbürger vielleicht nichtmal ganz zu unrecht Facebook und YouPorn… Wenn man sein Geld mit körperlicher Arbeit verdient, also mit einem Handwerk – vielleicht noch mit einem, in dem man von Zeit zu Zeit gezwungen ist Büromenschen in ihrem Kaffee-Ratsch-“Flow” zu stören, z. B. mit “Sie müssten mal für 5 – 10 Minuten ihren Rechner herunterfahren”, dann bekommt man eigentlich grundsätzlich Dinge zu hören wie: “Oh das passt jetzt aber gerade gar nicht, ich muss grad ne Email schreiben” und “Könnten sie nicht… Read more »
ati
Gast

Habe kürzlich meinen Kindern (6 und 4) die Telefonzelle erklärt. Den Eltern die Web-Entwicklung zu erklären, ist ähnlich. Und ja, man sitzt vor dem “Fernseher” und hat IMMER Zeit. Familie, Freunde, Nachbarn, jeder und alles denkt, Du sitzt nur da und vertreibst Dir die Zeit. Arbeit ist, was Dreck und Lärmt macht, zum Anfassen ist und/oder zum Schwitzen bringt!