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Sven Lennartz 12. September 2003

SEO: Brücken nach Babylon

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Den Begriff Brückenseite haben Sie viel­leicht schon ein­mal gehört. Brückenseiten hel­fen, wenn man mehr Besucher über Suchmaschinen bekom­men will. Stimmt das über­haupt? Und wenn ja, wie legt man eine sol­che Brücke an?

Brückenseiten haben vie­le Namen, man kennt sie auch unter Begriffen wie Bridge Page, Trichterseite oder Gateway Page. Dabei han­delt es sich um eine zusätz­li­che Seite, die vor eine ande­re geschal­tet wird. Einen direk­ten Nutzen für den Besucher hat die Seite des­halb auch nur sel­ten. Aber das ist auch nicht ihr Zweck …

Suchmaschinen sehen in etwa das, was ein ziem­lich alter Browser sieht, und das ist nach heu­ti­gen Maßstäben nicht sehr viel. All die Errungenschaften moder­ner Web-Technik stö­ren die Befindlichkeit der Suchmaschinen-Spider. Damit hät­ten wir schon einen Grund, um eine Brückenseite ein­zu­set­zen. Sie wird sehr ein­fach gestal­tet, ent­hält ech­ten Text, wenig Grafik und vor allem kein DHTML, kei­ne Frames, kein Flash und so wei­ter. Statt die eigent­li­che Seite anzu­mel­den, tut man das mit der Brückenseite und bekommt, wenn man dazu noch ein wenig Glück hat, eine bes­se­re Position in der Suchmaschine.

Eine ande­re Anwendung ist pro­ble­ma­ti­scher: Wenn eine Brückenseite gut funk­tio­niert, so sagt sich man­cher Webmaster, war­um dann nicht gleich 5 davon oder eine gan­ze Flotte? Da käme dann ganz schön was zusam­men an Besuchern.

Tatsächlich wird das auch gemacht. Dutzende von an sich wenig nütz­li­chen Seiten wer­den für jede ande­re Seite gestal­tet, manch­mal sogar für jedes (ver­meint­lich) wich­ti­ge Schlüsselwort oder für jede Suchmaschine extra. Für die Suchmaschinen und deren Benutzer ist das kein Vorteil, es gibt immer mehr Seiten mit immer weni­ger Inhalt. Das Finden wird schwie­ri­ger und gute Seiten wer­den in den Hintergrund gedrängt.

Lassen Sie sich nicht ver­rückt machen. Hin und wie­der kann eine Brückenseite eine sinn­vol­le Angelegenheit sein, die bes­se­re Methode jedoch ist es, eine pri­ma Website zu haben, die man auch ohne Tricks gern besucht.

Sven Lennartz

Sven Lennartz

Ex Webdesigner, Gründer von Dr. Web und Smashing Magazine. Heute ist Sven als Schriftsteller und Blogger unterwegs. Schau was er jetzt macht…

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