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Dieter Petereit 20. Oktober 2012

BootMetro: Framework für Websites im Look von Windows 8

Der italienische Frontend-Entwickler Marcello Palmitessa legt mit BootMetro ein kleines Web-Framework vor, mit dessen Hilfe es möglich ist, Websites den typischen Kachellook des kommenden Windows 8 zu verpassen. Das erreicht BootMetro auf der Basis des beliebten Frameworks Bootstrap aus dem Hause Twitter. Wer sich nun an Metro UI CSS von Sergey Pimenov erinnert fühlt, liegt richtig. Palmitessa gibt unumwunden zu, davon inspiriert worden zu sein.

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BootMetro: Auf bewährten Tools basierend

Genau genommen ist es keine reine Inspiration, die Pimenov Palmitessa lieferte. Vielmehr integriert BootMetro das JavaScript und CSS aus Metro UI CSS und ergänzt es um weitere bewährte Tools, wie der HTML5 Boilerplate, Twitters Bootstrap, sowie den Fonts des IcoMoon-Projekts. BootMetro ist erst seit wenigen Tagen verfügbar und liegt derzeit in Version 0.5 vor.

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Bei der Umsetzung der Metro-Optik orientierte sich Palmitessa nach eigenen Angaben an den offiziellen Guidelines aus dem Hause Microsoft, wobei er wohl an einigen Ecken noch nacharbeiten muss. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt ein komplettes Restyling der BootStrap-Elemente auf das Design der Windows-Optik vor, wobei das gesamte Styling mit reinem CSS vorgenommen wurde. Palmitessa will künftige Versionen auf LESS umstellen, um so noch flexiblere Lösungen zu ermöglichen.

Die Roadmap sieht zudem die Erstellung weiterer Demos nebst Dokumentation vor. Bislang besteht die Doku in weiten Teilen aus leicht umgeschriebenen BootStrap-Readmes. BootMetro wird von Palmitessa zwar als „free“ deklariert, kommt jedoch nicht mit einer dedizierten Lizenz daher. Nachdem der wesentliche Bestandteil, nämlich BootStrap unter Apache-Lizenz erhältlich ist, ist davon auszugehen, dass BootMetro künftig eine mindestens ebenso liberale Lizenz erhalten wird.

Für mich persönlich kommt der Windows-Look im Webdesign nicht in Betracht, es sei denn für das gezielte Erstellen von Web-Apps für Windows-Mobilgeräte oder INformationsseiten in Microsofts Intranet;-). Das flächige Fliesendesign mit der horizontalen Navigation in die Tiefe hinein erscheint mir für Websites eher ungeeignet, zumal man sich aufgrund dessen gerade in umfangreicheren Web-Projekten schnell verlaufen kann. Die große Resonanz auf die Vorstellung des Metro UI CSS vor einigen Wochen jedoch zeigt, dass es etliche Tausend Webdeveloper zu geben scheint, die das ganz anders sehen.

Wie ist Ihre Meinung? Können Sie sich vorstellen, Websites in der Optik von Windows 8 zu gestalten?

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Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

4 Kommentare

  1. Mir kommen große Zweifel, ob man derartige Projekte als „CSS Frameworks“ bezeichnen sollte. Es ist nicht die Aufgabe eines Framework, eine starre Optik vorzudefinieren. Sowas macht man mit einem Theme.

    Und deshalb denke ich, der Autor hätte gut daran getan, sein Projekt als optischen Aufsatz auf Bootstrap zu verstehen und entsprechend umzusetzen. So, wie es sich jetzt darstellt, ist es eine unübersichtliche Vermenung verschiedener Projekte, wobei kaum zu erwarten ist, dass der Autor sein Projekt dauerhaft mit der Weiterenticklung von z.B. Bootstrap synchron halten kann. Für den Anwender hält dieser Weg somit einige gravierende Nachteile bereit.

  2. Nachbauen würde unter der Überschrift laufen „Wie laufe ich jedem Microsoft-Trend nach und zerstöre damit jede Usability?“.

    Ich kann nach wie vor nicht verstehen, was sich die Designer dabei gedacht haben.
    Das Auge sucht verzweifelt nach Ankern, findet aber nur gleichartige Kacheln. Dann hofft man auf die Farbunterscheidung, stellt dann jedoch fest, daß diese aber nicht zur Unterscheidung taugt, weil es kein passendes System gibt. Auf den Kacheln sind zudem mal Icons mal Text und mal beides. Meist einfarbig, manchmal mehrfarbig. Vom Kontrast her bedenklich (weiß auf gelb?). Und letztlich liest man sich jedesmal den winzigen Text auf jeder Kachel durch, um zu wissen, was das alles überhaupt soll und wohin man klicken muß. Und allen denen das nicht paßt zeigt MS den Finger, weil andere Optionen deaktiviert sind.
    Usability geht irgendwie anders.

  3. „Wie ist Ihre Meinung? Können Sie sich vorstellen, Websites in der Optik von Windows 8 zu gestalten?“

    Windows? Nein, Danke! 8? Schon mal gar nicht! Prinzipiell finde ich neue Ansätze zur GUI/Menü-Gestaltung sehr interessant und vielleicht sogar notwendig. Überzeugen können mich die aktuellen Konzepte (Win8, Unity, Gnome3, etc.) leider nicht. Nachbauen muss ich den Käse auch nicht …

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