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  • CMS
Jan Bojaryn 4. April 2007

Blogsoftware Teil 1 – Der Überblick

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Sie planen ein Weblog. Vielleicht wollen Sie ihre Arbeit dokumentieren, oder mit Kollegen netzwerken. Welches Content Management System kommt in Frage? Hunderte. Aber welches ist am sinnvollsten? Wir riskieren einen Blick.

Sich für ein CMS zu entscheiden, kann lange dauern. Viele Datenbanken, Infoseiten, Überblickstabellen zum Thema kann man in Minuten finden. So viele, dass man den Überblick verliert. Wer nicht klare Vorbedingungen formuliert, ein festes Ziel vor Augen hat und damit leben kann, Einiges zu übersehen, der wird Wochen und Monate nur mit Suchen verbringen. Dieser mehrteilige Artikel ist der Beginn einer Reihe, in der für spezifische Aufgaben geeignete CMS gefunden werden sollen. Natürlich nicht mit Anspruch auf Vollständigkeit – lieber eine gute Auswahl, als ein endloser Waschzettel.

Das Ziel: Bloggen
Blogs sind schon lange kein festgelegtes Format mehr. Zwischen dem Moblog eines Teenagers, der kommentarlos Partyfotos veröffentlicht, und einem professionell betriebenen Testblog, an dem mehrere Autoren arbeiten, kann man kaum noch Gemeinsamkeiten finden. Ebenso sind die Bedürfnisse äußerst verschieden. Also müssen Kriterien her, um überhaupt zu einer brauchbaren Kandidatenliste zu kommen. Was spielt bei der Entscheidung für Blogsoftware eine Rolle?

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  • Nutzerfreundlichkeit: Einfache Bedienbarkeit ist eine Tugend – aber zu welchem Preis bekommt man die? Selten gehen ein mächtiges, schnell bedienbares System mit vielen Funktionen und intuitiver Nutzerführung Hand in Hand.
  • Ausstattung: Sind Grafiken ein Schwerpunkt, kommt ein Podcast dazu? Müssen Zusatzinhalte in die Sidebar eingebaut werden? Schreibt ein Autor an dem Weblog, oder soll eine Gruppe daran arbeiten? Oder sollen gleich mehrere Blogs unter einem Dach leben? Was muss und was kann bei einem Projekt, das muss sorgfältig überlegt werden, bevor eine Auswahl möglich ist.
  • Wartung: Installiert in fünf Minuten! Das hilft wenig, wenn alle zwei Wochen ein Sicherheitsupdate fällig wird und jedes zweite davon die zugrunde liegende Datenbank zerstört. Können unerfahrene Nutzer im Backend Schäden anrichten? Lassen sich die reparieren? Oder bricht ohnehin alles zusammen, wenn fünfstellige Besucherzahlen erreicht werden? Informationen über den Zeitaufwand der technischen Betreuung sind ebenso schwer zu erhalten wie notwendig.
  • Sicherheit: Natürlich muss jedes System sicher sein. Aber je nach Zielgruppe schwankt die Priorität dieses Faktors. Wird mit dem Weblog Geld verdient? Welchen Schaden können Imageschäden anrichten? Wird das Blog einer Webdesignagentur gehackt, schütteln potenzielle Kunden entsetzt den Kopf. Vor allem stark verbreitete Systeme rücken immer wieder ins Visier von Angriffen.
  • Preis: Viele gute Systeme gibt es gratis. Guten Support oft nicht. Und wenn das Gratissystem nicht performant läuft, dann könnten Serverkosten den Preisvorteil auffrssen.
  • Systemvoraussetzungen: Glücklich ist, wer Server und Service Provider frei wählen kann. Viele können es nicht und sollten deswegen vorher genau schauen, welches Betriebsystem, welche Programme und welche Rahmenbedingungen sich die Blogsoftware wünscht.
  • Community: Nicht nur als nie versiegende Quelle kostenlosen Supports ist eine große Community wünschenswert. Mit vielen Nutzern kommen oft auch mehr Plugins und bessere Designvorlagen; für viele Projekte ein wichtiger Faktor.

Diese Punkte wollen wir berücksichtigen, um Ihnen die Entscheidung für einen der Kandidaten zu erleichtern. Manches davon ist keine Geschmacksache, sondern lebensnotwendig. Dazu gehören:

  • Aktive Entwicklung: Auch, wenn ein CMS noch aktuell wirkt, bleibt es das nie lang. Ist die Entwicklung eingestellt, oder schläft sie seit langem, dann ist das System nicht mehr zukunftssicher.
  • Erweiterbarkeit: Nichts ist ärgerlicher, als mit einer einfachen Anforderung im laufenden Betrieb vor die Wand zu fahren. Zusätzliche Funktionen sollten über Plugins, oder zumindest schnelle Workarounds einsetzbar sein.
  • Bekanntheit: Zu bekannt zu sein, kann auch schaden. Spätestens, wenn die Spambots zuschlagen oder wenn ein Exploit Stunden nach seiner Veröffentlichung auf das eigene Weblog angewendet wird, wird das jedem klar. Aber allzu unbekannte Systeme sollen hier nicht vorgestellt werden. Es muss sich schon einen Namen gemacht haben und sollte auch nicht in einer frühen Betaversion vorliegen.

Im zweiten Teil untersuchen wir die Spezialisten: Blogsoftware, die zum Bloggen und für nichts anderes gedacht ist. ™

Erstveröffentlichung 04.04.2007

Jan Bojaryn

Sprachwissenschaftler, freier Autor und Texter. Befasst sich seit fast 20 Jahren professionell mit Sprache, Webdesign, Usability und Kommunikation im Netz. Schreibt Artikel und Ratgebertexte zu verschiedenen Themen. Liebt guten Text, nutzerfreundliches Design und Currywurst.

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