Andreas Hecht 6. Juli 2016

Bloggen für Einsteiger: Die richtige Plattform und Domain [#1]

Heute starten wir eine neue, kleine Artikelserie speziell für die Menschen, die mit dem Bloggen anfangen möchten. Viele Dinge sind zu beachten und vielfach wissen Neueinsteiger nicht, was genau zu beachten ist. Daher bringen wir Licht ins Dunkel des Bloggens und gehen Schritt für Schritt auf dem Weg zu einem eigenen Blog vor.

Bloggen für Einsteiger: Die richtige Plattform und Domain [#1]

Welche Plattform solltest Du wählen?

Angehende Blogger haben das Problem, dass sie nicht recht wissen, welche Plattform für ihre Zwecke die Beste ist. Greifen wir als Beispiel einfach mal die drei bekanntesten Plattformen heraus: Blogger, WordPress.com und WordPress.org. Die beiden Lösungen Blogger.com und WordPress.com sind kostenlos und bieten sich daher auf den ersten Blick für Einsteiger an.

Kostenlose Lösungen bieten jedoch auch eine Menge Nachteile für diejenigen, die nicht nur etwas herumspielen, sondern ernsthaft bloggen möchten. Doch dazu später mehr.

Blogger.com

Blogger.com ist die kostenlose Blog-Plattform von Google. Wenn du einen Google-Account besitzt, kannst du dich in Windeseile bei Blogger anmelden und einen eigenen Blog starten. Danach bestätigst du dein Profil, stellst die richtige Sprache ein, falls noch nicht geschehen und klickst auf »Weiter zu Blogger«. In nächsten Fenster musst Du nur auf den Button »Neuer Blog« klicken, um einen Blog zu starten.

Im darauffolgenden Fenster wählst du deinen Blognamen und die Blog-Adresse, die eine Subdomain von Blogger ist.

Beipiel: meintestblogistcool.blogspot.com.

Aus nur sieben Designs kannst du jetzt noch auswählen, wie dein Blog aussehen soll. Danach braucht es noch einen Klick auf »Blog erstellen« und du bist bereits fertig. Ein Artikel sieht dann so aus, mit meinen Einstellungen:

Ein Blog mit Artikel bei Blogger.com

Ein Blog mit Artikel bei Blogger.com

Fazit zu Blogger.com

Blogger.com ist sehr rudimentär ausgelegt. Man bekommt kaum einfache Möglichkeiten, um auf das Design Einfluss nehmen zu können, doch gerade das wäre wichtig. Die Benutzerfreundlichkeit ist groß, aber das optische Ergebnis ist keinesfalls zufriedenstellend. Fazit: zum Herumspielen geeignet, für das mehr oder weniger ernsthafte Bloggen jedoch völlig ungeeignet.

WordPress.com

WordPress gibt es ebenfalls in einer kostenlosen Variante, WordPress.com genannt. Auch hier kannst du dir in Nullkommanichts einen Blog anlegen. Nachdem du dich bei WordPress.com registriert hast, kannst du in nur 5 Schritten einen neuen Blog erstellen.

Du wählst zuerst eine Kategorie, in die dein Blog passen würde (Gesundheit und Wellness und so weiter), gehst danach in die Tiefe und suchst dir etwas genauer aus, worum es geht. Im Anschluss wählst du, wie deine Startseite aufgeteilt wird. Danach folgt die Auswahl eines Themes – des eigentlichen Designs – auf Basis der von dir ausgesuchten Aufteilung der Startseite.

Das Theme lässt sich jederzeit wechseln, wenn es dir nicht mehr zusagen sollte.

Ein Theme finden

Jetzt kannst du dir eine Domain aussuchen. Du hast zwei Möglichkeiten: zum einen kannst du eine kostenlose Subdomain von WordPress nehmen, zum anderen eine eigene Domain wählen, die dich dann ab 18 Euro jährlich kosten wird.

Eine Domain wählen

Wenn du die Domain gewählt hast, kannst du unter den Tarifen wählen, die dir zur Auswahl stehen. Kostenlos ist nur der Tarif ohne jegliche Extras und sehr wenig Anpassungsmöglichkeiten. Wenn ein vernünftiger Tarif gewählt wird, zahlt man schnell 25 Euro monatlich. Das ist heftig viel – zu viel!

Der Tarif bei WordPress.com

Einen Artikel zu veröffentlichen, geht schnell und einfach. Die Oberfläche ist sehr aufgeräumt.

neuer-beitrag

Das Ergebnis ist schon wesentlich angenehmer anzusehen als beim Konkurrenten Blogger.

Ein Testartikel

Fazit zu WordPress.com

WordPress.com ist eine gute Wahl, um das Bloggen zu üben und einen kleinen Anfang zu wagen. Allerdings ist es nicht geeignet für diejenigen, die nicht nur alle paar Wochen einen Beitrag für ihre Arbeitskollegen (oder ähnliche) schreiben wollen. Man hat fast keine Einflussmöglichkeiten, kann das Theme nicht »tunen und anpassen«, kann keine Plugins installieren, um die Funktionen zu erweitern. Kurzum, entweder zahlst du für mehr Optionen, oder wählst etwas anderes.

Wenn du wirklich ernsthaft bloggen möchtest, dann kommst du schlecht um eine kostenpflichtige Lösung herum.

WordPress.org

WordPress

WordPress Original: Es kann nur Einen geben.

Dies ist das »richtige« WordPress. Die Version, die den Siegeszug um die ganze Welt angetreten hat. Die Software ist ebenfalls kostenlos, benötigt aber einen Speicherplatz im Internet. Um WordPress einsetzen zu können, musst du also entweder ein Webhosting-Paket oder einen Server mieten.

Innerhalb dieses Speicherplatzes kann WordPress dann installiert werden, was wirklich einfach ist. Die meisten Webhosting-Anbieter stellen dir einen Auto-Installer zur Verfügung. So hast du dein WordPress innerhalb von nur wenigen Minuten ganz easy installiert.

Ein brauchbares Webhosting-Paket bekommst du bereits für ab fünf Euro im Monat. Du solltest darauf achten, dass du für dein Geld eine SSD-Festplatte anstatt einer HDD bekommst, und sich die neue PHP-Version 7 einstellen lässt. Beides macht deinen Blog schneller. Ein solches Webhosting beinhaltet auch immer mindestens eine Domain-Adresse.

Ich habe mit dem Hoster Alfahosting.de gute Erfahrungen gemacht. Sie sind preislich okay und bieten einen Ticket-Support, der zumeist innerhalb von 20 Minuten hilft.

Alfahosting – MultiXL Paket mit SSD-Option für 5,99 € im Monat.

Warum du das »richtige« WordPress wählen solltest

Wenn du wirklich und wahrhaftig bloggen möchtest, dann wähle WordPress.org und ein Webhosting-Paket. Du bekommst eine Menge Vorteile für dein Geld.

  • Themes lassen sich direkt aus WordPress heraus suchen und mit zwei Klicks installieren
  • Du kannst aus fast 4.000 kostenlosen Themes dein Design auswählen.
  • Du kannst auch professionelle, kostenpflichtige Themes installieren.
  • Du kannst aus kostenfreien 45.000 Plugins die von dir gesuchte Funktionserweiterung wählen.
  • Du kannst dein WordPress unendlich anpassen, bis es dir gefällt.
  • Jede denkbare Funktion ist nur eine Plugin-Installation entfernt.
  • Du hast die volle Kontrolle über jeden Aspekt deiner Website.

Ich empfehle dir also dringend, Butter bei die Fische zu tun und WordPress zu installieren. Die deutsche Community ist groß, du bekommst immer einen Rat. Für jedes Problem existiert mindestens ein Tutorial und ein Plugin.

Kostenlose Themes und Plugins:

Ratgeber zur Auswahl des richtigen Hosters für dich:

Die Wahl der richtigen Domain

Du hast deinen favorisierten Webhoster ausgewählt. Das ist gut. Nun stellt sich zumeist bereits bei der Bestellung deines Hosting-Pakets die Frage nach der Domain-Adresse. Die Domain ist eine wirklich wichtige Sache, denn sie ist sozusagen die »Anschrift« deines Blogs. Dr. Web hat zum Beispiel die Domain drweb.de. Eingestellt ist zudem noch die Anzeige von »www«. Die vollständige Domain lautet also www.drweb.de. Auf folgendes kommt es bei einer guten Domain an:

  • Eine gute Domain sollte so kurz und einprägsam wie möglich sein
  • Sie sollte bereits dein Thema im Namen tragen. Schreibst du über Gesundheit, sollte sich das in der Domain wiederfinden.
  • Deine optimale Domain sollte nur einen Bindestrich beinhalten, wenn es wirklich nötig ist.
  • Wähle als Domainendung ein .de aus, wenn du auf Deutsch schreiben möchtest.

Finde deine Nische

Überlege vor der Auswahl genau, was deine Nische werden soll, in der du dich bewegen wirst. Worüber möchtest du schreiben, was ist dein Thema? Diese Überlegung entscheidet über die spätere Domain. Bedenke, dass ein eventueller Themenwechsel nicht immer zur bestehenden Domain passen wird, daher suche dir ein Thema, über das du jahrelang schreiben kannst, weil du genügend Fachwissen besitzt, um immer neue Beiträge darüber verfassen zu können.

Wenn du das getan hast, dann hast du einen wirklich guten Anhaltspunkt für eine Domain. Mit diesem Tool kannst du übrigens vor der Bestellung prüfen, ob die von dir gewünschte Domain noch frei ist:

Die Domain auf Verfügbarkeit prüfen

Die gewünschte Domain auf Verfügbarkeit prüfen.

Wenn die von dir ausgesuchte Domain noch frei ist, kannst du dein Webhosting-Paket bestellen, denn eine Domain ist kostenlos mit im Paket enthalten.

Fazit

Nun bist du stolzer Besitzer eines Webhosting-Pakets, einer guten Domain und kannst Dein WordPress installieren. Bei Alfahosting kannst du das leicht über den Installer bewältigen:

WP istallieren. Mein altes, nicht mehr genutztes Hosting-Paket bei Alfahosting.

WP istallieren. Mein altes, nicht mehr genutztes Hosting-Paket bei Alfahosting.

Als nächstes musst du ein Theme auswählen und die Grundausstattung nützlicher Plugins installieren. Doch davon mehr im zweiten Teil unserer Serie.

Übrigens: Alfahosting ist hier das Beispiel, weil ich selber dort hosten lasse und Screenshots daher unproblematisch zu machen sind. Du kannst auch andere Anbieter, wie z.B. Domain Factory, Hetzner, Mittwald, All-Inkl oder die Riesen 1&1 oder Strato wählen.

(dpe)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.
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6 Kommentare

  1. Ich finde die Webseite von Alfahosting für einen Anfänger total unübersichtlich. Bin seit vielen Jahren bei bytecamp.net und sehr zufrieden.
    LG – Elke

  2. Hallo,
    toller Artikel!
    …Aber allgemein ist mir euer Blog etwas zu sehr WordPress-lastig – etwas mehr Flat-File Systeme o.ä. „neues“ wie zb SMVI oder Grav die ihr beide vorgestellt habt wären wünschenswert :) Mir steht WordPress nicht, ist mir einfach zu überladen…
    Ich würde für einen Blog Ghost oder ein Flat-File System nehmen und selbst hosten.

  3. Hey Andreas,
    sehr schöner Artikel.

    Ein wichtigen Punkt hast du vergessen, der gleich am Anfang im Kopf sein muss – „Bleib dran und halte durch!“ :-D

    Denn gerade die ersten Monate oder Jahre werden sehr zäh und die Besucher tröpfeln nur vor sich hin.
    Motivierende Worte werden aber wahrscheinlich in späteren Artikel noch kommen ;-)

    LG
    Stefan

    • Okay! Motivierende Worte :-) Kommt noch, versprochen!

    • Ja, seh ich auch so. Meinstens gibt man am Anfang relativ schnell auf, weil man nicht die Resonanz bekommt, die man erwartet hat. Aber dazu braucht man erst mal Leute und die kommen eben erst mit der Zeit und nicht gleich, sobald die Seite offen zugänglich ist. :-) Motivierende Worte sind schon sehr wichtig.

      Grüße und viel Erfolg an die Neublogger!

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