Grundausstattung: Diese vier Seiten braucht Dein Blog

Grundausstattung: Diese vier Seiten braucht Dein Blog

Andreas Hecht

ist WordPress-Entwickler und bietet dir WordPress-Sicherheit für deine Website. Zudem entwickelt er...

Content is King, wie man so schön sagt. Allerdings wird zu leicht vergessen, dass nicht nur die normalen Beiträge Content sind, sondern auch die Seiten. Wenn du einen wirklich professionellen Blog aufbauen möchtest, dann sollten die folgenden Seiten vorhanden sein. Denn durch sie wirkt Deine Website wirklich professionell, und das ist es ja, was du erreichen willst. Hier lernst du, welche Seiten wichtig sind und was sie enthalten sollten.

Grundausstattung: Diese vier Seiten braucht Dein Blog

Professionelle Blogs wirken in sich stimmig und professionell, weil sich die Besitzer Gedanken und Mühe mit ihrer Website gemacht haben. Sie haben ebenfalls begriffen, wie wichtig die (wenigen) Seiten sind, die ein Blog einfach braucht.

1 – Die Über mich (uns) Seite

Leser wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Diese Seite ist wirklich wichtig.

Leser wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Diese Seite ist definitiv wichtig.

Diese Seite ist in der Tat neben dem Impressum die wichtigste Seite, denn sie zählt zu den Seiten deiner Website, die am meisten aufgerufen werden wird. Hier sollte dein ganzes Können, deine ganze Mühe einfließen. Dabei ist es völlig egal, welche Art von Website du betreibst. Corporate Website, Experten-Blog – völlig egal. Deine Leser wollen einfach wissen, mit wem sie es zu tun haben. Doch was gehört auf eine gute »Über uns oder Über mich« Seite?

  • Zuerst einmal ein wirklich gutes Foto von dir. Hier darfst du gerne Aufwand betreiben. Gehe zum professionellen Fotografen und lasse dich das Foto etwas kosten.
  • Was treibt dich an, was ist deine Motivation, die Website oder den Blog zu betreiben? Warum bloggst du, warum geht es gerade um diese Themen? Schreibe bitte auf den Punkt und fasse Dich kurz.
  • Die Expertise. Was befähigt dich dazu, über genau dieses Thema zu schreiben? Warum bist du gerade in diesem Thema gut?
  • Dein Werdegang ist auch interessant. Schreibe Eckdaten auf, keinen Lebenslauf.
  • Gib deinen Lesern Kontaktmöglichkeiten an die Hand. Wo und wann kann man dich erreichen? Eine E-Mail-Adresse und die sozialen Netzwerke sind hier angebracht. Ein Kontaktformular würde eher zu viel Platz einnehmen.
  • Erwähne deinen Newsletter. Ein Formular zum Abonnieren gehört definitiv auf diese Seite.
  • Du verkaufst ein Produkt? Erwähne es hier ruhig. Solltest du Autor eines E-Books sein, so gehört das E-Book mit guter, kurzer Beschreibung ebenfalls auf diese Seite.
  • Lasse deine Persönlichkeit zur Geltung kommen. Auf anderen Seiten oder in deinen Beiträgen darfst du das. Hier musst Du es tun. Firmen können hier ihr Team vorstellen. Das schafft Vertrauen.
  • Deine besten Artikel sollen auf dieser Seite ihre Heimat finden. Hier ist auch der richtige Platz zum Verlinken deiner Themenschwerpunkte. Gib deinen neuen Besuchern einen Rat, welche Artikel sie zuerst auf Deinem Blog lesen sollten. Verlinke also die Artikel, auf die du besonders stolz bist, etwa weil sie am meisten Seitenaufrufe generieren.

Bei der Benennung des Menüpunkts in der Navigation bist du nicht unbedingt auf »Über mich« festgelegt, du kannst zum Beispiel auch »About« verwenden, wie es Sven Lennartz macht. Natürlich kannst du auch den Namen deines Blog mit integrieren, wie ich es auf einer meiner Websites mache. Dort steht dann »Über TechBrain«.

Weiterführende Informationen:

2 – Ein Impressum

Das Impressum ist rechtlich vorgeschrieben in Deutschland.

Das Impressum ist rechtlich vorgeschrieben in Deutschland.

Diese Seite ist rechtlich sogar vorgeschrieben. Hast du sie noch nicht, dann lege sie schnell an. Du kannst in Teufels Küche kommen, wenn sie nicht vorhanden ist. Anwälte können dich deshalb abmahnen, was Dich viel Geld kosten würde. Ebenfalls benötigen alle deine Social-Media-Accounts ein Impressum. Hier reicht es, wenn du sofort und deutlich ersichtlich einen Link auf das Impressum deiner Website setzt.

Die Mindestangaben im Impressum müssen deine vollständige Anschrift, deine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse sein. Doch verlasse dich nicht auf mich, ich bin kein Rechtsexperte. Es gibt viele Dinge, die eventuell in einem Impressum behandelt werden müssen. Das können unter anderen folgende Punkte sein:

  • Datenschutzerklärung (Extraseite)
  • Jugendschutz
  • Die Verwendung von Facebook Like-Buttons und ähnlichem
  • Die Verwendung von Google Analytics oder Adsense
  • Eine Ausführung zur Haftung von Links und Inhalten und zum Urheberrecht
  • Affiliate Programme
  • Cookies
  • Newsletter
  • Shop & Versand
  • Behördliche Zulassungen
  • Bildnachweise
  • Umsatzsteuer-ID
  • Rechtsform bei Firmen
  • Registereintrag

Wie du siehst, kann das ganz schön umfangreich werden. Auf e-recht24.de gibt es einen Impressum-Generator. Dieser hilft Dir vielleicht schon weiter bei der Erstellung eines rechtssicheren Impressums.

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Weiterführende Informationen:

3 – Das Inhaltsverzeichnis (Sitemap)

Die Sitemap meint in diesem Fall ein Inhaltsverzeichnis für den Leser.

Die Sitemap meint in diesem Fall ein Inhaltsverzeichnis für den Leser.

Eine Sitemap ist ein Inhaltsverzeichnis. Es gibt grundsätzlich gleich zwei Typen einer Sitemap. Einmal eine Sitemap.xml für die leichtere Indexierung deiner Seiten im Google-Suchverzeichnis. Diese Sitemap meine ich jedoch nicht. Ich spreche hier von einer Sitemap für deine Leser.

Diese Art der Sitemap ist ein Inhaltsverzeichnis, in dem sich die Besucher deiner Website leicht zurechtfinden sollen und das einen guten Überblick über all deine Beiträge und Seiten gibt. Im besten Fall ist sie alphabetisch nach Kategorien geordnet und listet dementsprechend alle Artikel einer Kategorie auf.

Auf diese Weise gewährst du deinen Besuchern eine gute Möglichkeit, sich zurechtzufinden und zielgerichtet nach Informationen zu suchen. Auch deine Themenschwerpunkte gehören hier hinein. Für WordPress existiert ein wirklich gutes Plugin (List category posts), mit welchem du eine solche Seite per Shortcode einfach realisieren kannst.

Weiterführende Informationen:

4 – Die Kontaktseite

Erleichtere deinen Besuchern die Kontaktaufnahme mit dir.

Erleichtere deinen Besuchern die Kontaktaufnahme mit dir.

Vielleicht bist du der Meinung, dass eine E-Mail-Adresse im Impressum doch ausreichend erscheinen sollte. Doch das ist sie nicht. Der kontaktfreudige Besucher sollte sofort eine Möglichkeit finden können, mit dir in Kontakt treten zu können. Also lege bitte eine neue Seite mit dem Namen »Kontakt« an. Mach keine Namens-Experimente, Kontakt ist der einzige Name, der für eine optimale Auffindbarkeit dieser Seite sorgt. Die Elemente, die sich innerhalb einer Kontakt-Seite befinden sollten, variieren nach Verwendungszweck der Website.

Wenn du ein Geschäft besitzt – vielleicht ein Café – dann sollte unbedingt eine Karte hinein, damit jedermann dein Café auch gut finden kann. Es existieren viele gute und kostenfreie WordPress-Plugins, die Karten erstellen können. Auf jeden Fall sollten auch hier deine Anschrift und die Telefonnummer hinein, eine E-Mail-Adresse und ein Kontaktformular, mit Hilfe dessen man dich sofort und ohne Umstände kontaktieren kann.

Beachte bitte, dass Fehler- oder Erfolgsmeldungen deutlich gekennzeichnet sind, sofort ins Auge fallen sollen und in deutscher Sprache verfasst sind. Eventuell musst du dein WordPress-Plugin dazu noch weiter übersetzen. Die Mühe lohnt sich auf jeden Fall. Englischsprachige Meldungen wirken einfach nicht professionell. Noch einmal zusammengefasst gehören folgende Inhalte in diese Seite:

  • Deine Anschrift und die Telefonnummer
  • Eine E-Mail-Adresse für Menschen, die keine Kontaktformulare mögen
  • Eine Karte für Unternehmen
  • Ein Kontaktformular – auf deutsche Übersetzung achten

Fazit

Diese vier Seiten erwecken einen wesentlich professionelleren Eindruck bei den Besuchern deines Blogs, wenn sie gut gemacht worden sind. Stecke viel Mühe hinein, ein Profi-Blog ist sehr viel Arbeit. Allerdings zahlt sich diese Arbeit irgendwann aus, wenn du am Ball bleibst.

(dpe)

Andreas Hecht

ist WordPress-Entwickler und bietet dir WordPress-Sicherheit für deine Website. Zudem entwickelt er WooCommerce Shops mit Ladezeiten von unter einer Sekunde. Er schreibt seit 2012 für Dr. Web. Auf seinem Blog veröffentlicht er unter anderem nützliche WordPress-Snippets.

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5 Kommentare auf "Grundausstattung: Diese vier Seiten braucht Dein Blog"

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Sebastian
Gast

Mir fehlt in der Liste eine “Datenschutz-Seite”… Bei dem was man den ganzen Tag so hört und liest, sollte diese dabei sein..!

Grüße aus Cottbus

Andreas Hecht
Gast

Ja, stimmt eigentlich. Obwohl die Erklärung auch ein Teil des Impressums sein kann. Man kann schließlich mit Sprungmarken arbeiten.

Stefan Steinbach
Dr. Web Crew

Hi Andreas,
sehr cooler Artikel, nicht unbedingt neues, aber das mit dem Inhaltsverzeichnis kannte ich jetzt so z.B. auch noch nicht. Werde ich definitiv mal testen.
Die Über Seite halte ich für eine sehr wichtige.
Diese wird bei mir auch am meisten angeschaut.
Gerade bei Blogs wollen die Leute ja mehr über einen erfahren, dass ist die beste Option.

Danke für den Artikel und die Tipps.
LG
Stefan

Andreas Hecht
Gast

Gern geschehen! Ab und an finden auch erfahrene Blogger noch Neuigkeiten. Und das ist gut so.

Ronny Schäfer
Gast

Die Idee mit einer Sitemap für die Besucher finde ich richtig gut. Die für Google habe ich natürlich auch, habe aber nie daran gedacht mal ein vernünftiges Inhaltsverzeichnis anzulegen. Gerade wenn sich im Laufe der Zeit die Inhalte auf der Webseite häufen, kann der Besucher schnell den Überblick verlieren. Hiermit findet er dann ganz einfach noch andere themenrelevante Inhalte ohne lange rumsuchen zu müssen.

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