Dieter Petereit 8. Februar 2018

Bilder-Burnout: Landscape rettet dich vor Social-Media-Überarbeitung

Mit der kostenlosen Web-App Landscape bereitest du Bilder für verschiedene soziale Netzwerke so auf, dass sie den jeweiligen Konventionen genügen. Das spart Zeit und Nerven.

Bilder und Social Media gehören zusammen. Ohne BIld erhält selbst der inhaltlich stärkste Post keine Aufmerksamkeit. Dummerweise gibt es weit über 30 verschiedene Bildgrößen in den diversen Netzwerken. Da kannst du schon mal ein/zwei Stündchen pro Tag nur für das Aufbereiten deiner Bilder einplanen. Das indes dürfte Zeit sein, die du nicht hast. Du brauchst Hilfe.

Bilder und Social Media: Untrennbar verbunden

„Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte”. Fünf Euro ins Phrasenschwein, rufts du. Geschenkt. Denn es gibt Studien über Studien, die allesamt belegen, dass visueller Content, also Bilder und Videos, weit häufiger konsumiert werden, bessere Klickraten erzeugen und insgesamt besser erinnert werden als rein textbasierte Inhalte. Hier kannst du mehr darüber erfahren.

Diese Erkenntnisse gelten ebenso auf deiner Website oder deinem Blog. Noch mehr Bedeutung entwickeln sie allerdings für die sozialen Medien. Denn hier bist du mit deinen Inhalten bloß Teil eines steten Stroms an News. Schaffst du keinen visuellen Anker, wird dein bahnbrechender Beitrag wohlmöglich nicht einmal bemerkt.

Deshalb muss es Teil deiner Social-Media-Strategie sein, alle Beiträge zu bebildern. Das ist im Grunde gar nicht so schwer. Immerhin gibt es Dutzende Anbieter hochwertigen Bildmaterials, teils kostenpflichtig, aber ebenso häufig kostenlos. Die Top 50 der kostenlosen Bilderdienste haben wir bei Dr. Web für dich zusammengestellt.

An aufmerksamkeitsstarke Bilder für Social Media zu kommen, ist demnach kein Problem. Was sich aber ganz schnell zu einem Problem ausweiten kann, sind die unterschiedlichen Größenkonventionen, mit denen dich die sozialen Netzwerke konfrontieren. Wenn du dein Bild in der größtmöglichen Formatvielfalt teilen willst, kannst du dich auf mindestens drei Dutzend verschiedene Auflösungen einstellen, die alle vorbereitet werden wollen. Einfaches Zuschneiden reicht da nicht, denn je nach Seitenverhältnis musst du auch noch darauf achten, dass keine bildwichtigen Bestandteile weggeschnitten werden.

Alles in allem kommt eine Heidenarbeit auf dich zu, wenn du eine breite Vielfalt sozialer Netzwerke bedienen willst. Dabei ist es durchaus diskussionswürdig, ob es Sinn ergibt, auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Vielleicht wäre eine gezielte Beschränkung deiner Aktivitäten auf einige wenige Netzwerke gar keine schlechte Idee. Das aber ist ein Thema für einen eigenen Beitrag.

Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe nützlicher Tools, die dich in unterschiedlichem Ausmaß bei dieser Arbeit unterstützen. Heute möchte ich dir ein Werkzeug vorstellen, dass sich ausschließlich damit beschäftigt, dir schnell und einfach alle benötigten Auflösungen für die sieben größten sozialen Netzwerke bereitzustellen.

Landscape bereitet dein Bild für sieben Netzwerke auf

Landscape von Sprout Social ist eine kostenlos verwendbare Web-App, die sich einzig und allein mit der Aufgabe beschäftigt, ein Bild in das richtige Format zu bringen, ohne dass dich diese Arbeit Stunden kosten muss.

Landscape: Landing Page und gleichzeitig Startpunkt deiner Bildbearbeitung. (Screenshot: D. Petereit)

Landscape unterstützt alle Bildformate und -auflösungen der Netzwerke Twitter, Facebook, Instagram, Linkedin, Google+, Pinterest und Youtube. Zusätzlich bietet Landscape eine Möglichkeit, ein etwa von dir gewünschtes Spezialformat, vielleicht für deinen Blog, gleich mit zu generieren. Dafür musst du dann selber die Pixelangaben machen, für die anderen Netzwerke kennt Landscape die erforderlichen Werte bereits.

So einfach erstellst du mit Landscape deine Social-Media-Bilder

Landscape ist quasi selbsterklärend. Assistentengestützt wirst du durch die einzelnen Schritte geführt. Vergessen kannst du nichts.

Du startest mit dem Upload deines Bildes. Dein Bild kann in den Formaten JPG, PNG oder GIF vorliegen und darf maximal zehn MB groß sein. Animierte GIFs werden nicht unterstützt.

Such dir ein Bild aus, das in hoher Auflösung vorliegt und einen breiten Rahmen im Zweifel überflüssiger Bildbestandteile hat. Du wirst nämlich in den weiteren Schritten feststellen, dass du viel schieben und zoomen musst, um deine bildwichtigen Bestandteile zu erhalten. Alternativ verwende einfach ein Bild, bei dem es egal ist, was wo abgeschnitten wird.

Landscape: Nach dem Upload gilt es festzulegen, welche Netzwerke bedient werden sollen. (Screenshot: D. Petereit)

Nach dem Upload des Bildes legst du fest, für welche Plattformen du dein Bild bearbeiten willst. In den folgenden Schritten konkretisierst du diese Auswahl hinsichtlich einzelner Formate des jeweiligen Netzwerks. Benötigst du keinen weiteren Einfluss auf den Bildzuschnitt, kannst du auch Landscapes Angebot annehmen, ein Auto-Crop durchzuführen.

Auto-Crop führt natürlich am schnellsten zum Ergebnis, da Landscape dir in diesem Falle automatisch alle Größen und Formate zur Verfügung stellt, die es kennt. Bei Bildern, bei denen der Bildausschnitt nicht egal ist, empfiehlt sich dieser Weg nicht. Landscape schneidet nämlich starr drauf los und kümmert sich nicht um bildwichtige Elemente.

Landscape: Nachdem du dich für einige Netzwerke entschieden hast, konkretisierst du, welches Format du jeweils benötigst. (Screenshot: D. Petereit)

Verzichtest du auf Auto-Crop, wirst du in den folgenden Schritten durch die Optionen für die einzelnen sozialen Netzwerke geführt. Hier legst du fest, welche individuellen Bildformate des jeweiligen Dienstes du bedienen willst.

Landscape: Jedes Format kannst du bei Bedarf manuell anpassen. (Screenshot: D. Petereit)

Am Ende dieses Prozesses klickst du schlicht auf den Download-Button. Landscape führt jetzt die beauftragten Arbeiten aus und sendet dir ein Zip-Archiv auf die heimische Festplatte. In diesem Zip-Archiv findest du alle gewünschten Bilddateien, die Landscape für dich nach Name und Verwendungszweck des jeweiligen Netzwerks sortiert hat.

Jetzt sind sie für die Verwendung in den sozialen Medien bereit. Und? Wie hoch ist deine Zeitersparnis ausgefallen?

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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Ein Kommentar

  1. Danke für den Hinweis auf das Tool. Das werde ich mir bei Gelegenheit noch einmal genau ansehen – Potential zur Zeitersparnis hat es ja. >> Ab in die Lesezeichen!

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