
Eigene Schriftart erstellen: 6 Tools im Vergleich. Geht das kostenlos?

Markus Seyfferth
Autor Dr. WebGoogle Fonts listet über 1.800 Schriftfamilien. Trotzdem sieht jede dritte Website gleich aus.
Eine eigene Schriftart erstellen klingt nach Grafikstudium und teurer Software. Sechs kostenlose Programme beweisen 2026 das Gegenteil: vom schnellen Handschriftscan bis zum professionellen Vektoreditor decken sie jeden Anwendungsfall ab. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen den kürzesten Weg zum eigenen Font und klärt, was Sie dabei über Lizenzen, Dateiformate und Werkzeuge wissen müssen.
Das Wichtigste in Kürze
- Calligraphr digitalisiert Ihre Handschrift in wenigen Minuten, kostenlos bis 75 Zeichen
- FontForge und Glyphr Studio bieten professionelles Schriftdesign ohne Lizenzkosten
- Selbst erstellte Schriften gehören Ihnen; die kommerzielle Nutzung hängt vom gewählten Tool ab
- Die Formate TTF und OTF funktionieren auf allen Betriebssystemen und in allen Designprogrammen
Was unterscheidet Schriftzug, Schriftart und Hausschrift?

Drei Begriffe tauchen bei der Recherche ständig auf, meinen aber Verschiedenes. Eine Schriftart (englisch: Font) ist ein vollständiger Zeichensatz mit Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen und Sonderzeichen. Sie installieren sie auf Ihrem Rechner und tippen damit beliebige Texte. Arial, Helvetica und Times New Roman sind Schriftarten.
Ein Schriftzug ist dagegen ein einzelnes gestaltetes Wort oder eine kurze Phrase. Firmenlogos bestehen häufig aus Schriftzügen. Coca Cola und Google nutzen individuelle Schriftzüge, keine frei verfügbaren Schriftarten. Für einen Schriftzug brauchen Sie kein Fontdesign Programm, sondern ein Vektortool wie Inkscape oder Illustrator.
Eine Hausschrift (Corporate Font) ist eine Schriftart, die exklusiv für ein Unternehmen entwickelt oder lizenziert wurde. Große Konzerne investieren fünfstellige Beträge in Hausschriften. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Tools erstellen Sie Ihre eigene Schriftart kostenlos und verwenden sie als Hausschrift. Mehr zu den Grundlagen der Typografie im Alltag finden Sie in unserem Leitfaden.
Welche kostenlosen Programme erstellen eigene Schriftarten?

Sechs Programme decken 2026 die gesamte Bandbreite ab. Die folgende Übersicht zeigt auf einen Blick, welches Schriftdesign Programm zu welchem Anwendungsfall passt.
| Tool | Typ | Plattform | Export | Handschrift | Kommerziell kostenlos | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Calligraphr | Webapp | Browser | TTF, OTF | Ja | Nein (Pro ab 8 €/Monat) | Handschrift als Font |
| FontForge | Desktop | Win, Mac, Linux | TTF, OTF, SVG, WOFF | Ja (Import) | Ja (Open Source) | Professionelles Schriftdesign |
| BirdFont | Desktop | Win, Mac, Linux | TTF, OTF, EOT, SVG | Ja (Hintergrundbild) | Nein (ab 5 USD) | Einsteiger mit Vektorkenntnissen |
| Glyphr Studio | Webapp | Browser | OTF, SVG | Nein | Ja (Open Source) | Browserbasiertes Arbeiten |
| FontStruct | Webapp | Browser | TTF | Nein | Ja (eigene Fonts) | Geometrische Schriften |
| BitFontMaker2 | Webapp | Browser | TTF | Nein | Ja | Pixelschriften |
Calligraphr: Handschrift in Minuten digitalisieren

Calligraphr ist die schnellste Methode, um Ihre Handschrift in einen installierbaren Font zu verwandeln. Sie drucken eine Vorlage aus, füllen die Buchstabenfelder per Hand, scannen das Blatt ein und laden es hoch. Die Software erkennt die Zeichen und generiert eine TTF oder OTF Datei.
Die kostenlose Version erlaubt 75 Zeichen pro Font. Für das deutsche Alphabet inklusive Umlaute, Zahlen und Satzzeichen reicht das knapp. Brauchen Sie mehr Zeichen oder mehrere Schriftvarianten, kostet die Pro Version 8 € pro Monat. Tipp: Buchen Sie einen Monat, erstellen Sie alle gewünschten Fonts, kündigen Sie danach. Die Schriftdateien gehören Ihnen dauerhaft.
FontForge: der Profi unter den kostenlosen Editoren

FontForge ist seit über 20 Jahren die leistungsstärkste kostenlose Software für Schriftdesign. Das Open Source Programm läuft auf Windows, Mac und Linux. Buchstaben zeichnen Sie über Bézierkurven, vergleichbar mit dem Pfadwerkzeug in Illustrator oder Inkscape. SVG und EPS Dateien lassen sich direkt importieren.
Der Funktionsumfang entspricht dem kommerzieller Programme wie FontLab oder Glyphs. Sie bearbeiten Kerning, Ligaturen, OpenType Features und exportieren als TTF, OTF, SVG oder WOFF. Eine Validierungsfunktion prüft Ihre Schrift vor dem Export auf technische Fehler. Die Lernkurve ist steil; dafür gibt es ein umfangreiches Handbuch und eine aktive Community.
BirdFont: Vektoren zeichnen ohne Lernschock

BirdFont schließt die Lücke zwischen dem einfachen Calligraphr und dem komplexen FontForge. Die Desktopanwendung bietet Vektorwerkzeuge zum Freihandzeichnen, geometrische Formen, SVG Import und die Möglichkeit, eingescannte Handschriften als Hintergrund zu laden und nachzuzeichnen.
Die Freeware Version steht unter der SIL Open Font License: Ihre Schriften sind frei verwendbar, auch für andere. Möchten Sie Ihre Schriftart exklusiv und kommerziell nutzen, kostet die Freischaltung ab 5 USD. Version 6.15 (Anfang 2026) brachte Variable Font Support und einen verbesserten SVG Parser.
Glyphr Studio: Schriftdesign direkt im Browser

Glyphr Studio ist ein Open Source Fonteditor, der vollständig im Browser läuft. Sie installieren nichts, öffnen die Webapp und legen los. Die Oberfläche ist aufgeräumter als bei FontForge und richtet sich an Einsteiger und Hobbyisten. Buchstaben zeichnen Sie mit Bézierkurven, Kerning und Ligaturen passen Sie visuell an.
SVG Dateien und ganze SVG Fonts lassen sich importieren. Eine Livevorschau zeigt Ihren Font während des Arbeitens in einem Testfeld an. Exportiert wird als OTF oder SVG. Glyphr Studio funktioniert in allen modernen Browsern; die besten Ergebnisse erzielen Sie in Chrome.
FontStruct: Buchstaben aus geometrischen Formen

FontStruct verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz. Statt Kurven zu zeichnen, setzen Sie Buchstaben aus geometrischen Formen auf einem Gitter zusammen. Sie wählen einen Baustein (Quadrat, Kreis, Dreieck), klicken auf die Gitterzelle und formen so jeden Buchstaben Stück für Stück.
Die Ergebnisse eignen sich besonders für Displayschriften, Überschriften und experimentelle Typografie. Für Fließtextschriften mit feinen Kurven stoßen Sie an Grenzen. Exportiert wird als TTF. Eine Community Galerie bietet tausende Fonts zur Inspiration. Zur Nutzung ist eine kostenlose Registrierung nötig.
BitFontMaker2: Pixelschriften im Retrostil

BitFontMaker2 bedient eine Nische: Pixelschriften, wie Sie sie von klassischen Videospielen kennen. Die Webapp braucht keine Registrierung. Sie klicken Pixel für Pixel auf ein Raster und formen so jeden Buchstaben. Das fertige Ergebnis exportieren Sie als TTF Datei. Für Retro Designs, Spieleprojekte und kreative Experimente liefert BitFontMaker2 in wenigen Minuten einen einsatzfertigen Pixelfont.
Wie digitalisieren Sie Ihre Handschrift als Font?

Die Handschrift als Font zu nutzen ist der häufigste Einstieg ins Schriftdesign. Calligraphr macht den Vorgang in fünf Schritten möglich.
Schritt 1: Erstellen Sie ein kostenloses Konto bei Calligraphr und wählen Sie die Vorlage „Minimal Deutsch“. Diese enthält alle Buchstaben, Zahlen und die wichtigsten Satzzeichen.
Schritt 2: Laden Sie die Vorlage als PDF herunter und drucken Sie sie aus. Alternativ öffnen Sie das PDF auf einem Tablet und zeichnen direkt mit einem Stift.
Schritt 3: Füllen Sie jedes Feld sorgfältig aus. Schreiben Sie jeden Buchstaben in der Größe und dem Stil, den Sie als Schriftart verwenden möchten. Die vier Eckmarkierungen auf dem Blatt müssen sichtbar bleiben.
Schritt 4: Scannen oder fotografieren Sie die ausgefüllte Vorlage und laden Sie sie bei Calligraphr hoch. Die Software erkennt jeden Buchstaben automatisch.
Schritt 5: Klicken Sie auf „Font erstellen“, vergeben Sie einen Namen und laden Sie die fertige Fontdatei als TTF oder OTF herunter. Nach der Installation steht Ihre Handschrift in jedem Textprogramm als Schriftart zur Verfügung.
Calligraphr bietet zusätzlich eine Zufallsgenerierung: Sie zeichnen mehrere Varianten desselben Buchstabens, und das Programm wählt beim Tippen zufällig zwischen ihnen. Das erzeugt einen natürlicheren Schriftfluss, weil echte Handschriften nie zweimal identisch aussehen.
Dürfen Sie selbst erstellte Schriften kommerziell nutzen?

Die Lizenzfrage hängt vom verwendeten Tool ab. Nicht jede kostenlos erstellte Schriftart dürfen Sie automatisch auf Visitenkarten, Websites oder Produktverpackungen einsetzen.
Calligraphr überträgt Ihnen das volle Eigentum an der erstellten Schrift. Sie dürfen den Font kommerziell nutzen, auf beliebig vielen Rechnern installieren und an Kunden weitergeben.
FontForge und Glyphr Studio sind Open Source. Die Programme selbst stehen unter freien Lizenzen. Ihre damit erstellten Schriftarten gehören Ihnen und unterliegen keiner Einschränkung durch die Software.
BirdFont verknüpft die Freeware Version mit der SIL Open Font License. Ihre Schrift ist damit frei nutzbar, auch kommerziell, allerdings auch frei weitergebbar durch Dritte. Möchten Sie eine exklusive Hausschrift erstellen, die nur Ihr Unternehmen verwenden darf, brauchen Sie die kostenpflichtige Version ab 5 USD.
FontStruct und BitFontMaker2 erlauben die kommerzielle Nutzung selbst erstellter Fonts. Lesen Sie vor dem Einsatz trotzdem die jeweiligen Nutzungsbedingungen, denn Detailregelungen können sich ändern.
„Eine eigene Schriftart kostet kein Geld, nur ein freies Wochenende. Trotzdem trennt sie Ihre Marke visuell von allen, die bei Google Fonts einkaufen.“ Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Grundsätzlich gilt: Sobald Sie einen Font vollständig selbst gestaltet haben, liegt das Urheberrecht bei Ihnen. Problematisch wird es nur, falls Sie bestehende Schriften als Ausgangsbasis nutzen, die unter restriktiven Lizenzen stehen. Erstellen Sie im Zweifel immer von Grund auf. Mehr zu Grafikdesign Grundlagen und visueller Markenbildung finden Sie in unserem Ratgeber.
Welche Dateiformate brauchen Sie: TTF, OTF oder WOFF?

Drei Fontformate begegnen Ihnen beim Erstellen eigener Schriftarten. Jedes hat seinen Einsatzbereich.
| Format | Name | Einsatz | Vorteile |
|---|---|---|---|
| TTF | TrueType Font | Desktop, Print, Web | Universell kompatibel, funktioniert überall |
| OTF | OpenType Font | Desktop, Print, Web | Mehr typografische Features (Ligaturen, Alternates) |
| WOFF/WOFF2 | Web Open Font Format | Websites | Komprimiert, schnelle Ladezeiten im Browser |
Für den Alltagseinsatz auf dem Rechner (Office, Designprogramme, Präsentationen) reicht eine TTF Datei. OTF bietet zusätzliche typografische Feinheiten wie kontextbezogene Alternates und erweiterte Ligaturen. Professionelle Schriftdesigner liefern ihre Fonts deshalb meist als OTF.
Für Websites konvertieren Sie Ihren TTF oder OTF Font in WOFF2. Das Format komprimiert die Datei um bis zu 30 % und beschleunigt die Ladezeit. FontForge exportiert direkt als WOFF; bei anderen Tools nutzen Sie einen kostenlosen Online Konverter. Kennen Sie bereits alle relevanten Schriftarten auf einer Website? Unser Ratgeber zum Thema Schriftarten erkennen zeigt die besten Tools dafür.
Glossar: 15 wichtige Fachbegriffe zum Schriftdesign
Bézierkurve
Bézierkurve bezeichnet eine mathematisch definierte Kurvenform, die in Vektorprogrammen und Fonteditoren zum Zeichnen von Buchstabenkonturen dient. Zwei Ankerpunkte bestimmen Start und Ende, zwei Anfasser steuern die Krümmung. FontForge, BirdFont und Glyphr Studio nutzen Bézierkurven als Grundwerkzeug.
Displayschrift
Displayschrift (auch Akzidenzschrift) ist eine Schriftart, die für große Darstellungen wie Überschriften, Plakate oder Logos entworfen wurde. Displayschriften dürfen auffällig und dekorativ sein, eignen sich aber selten für längere Fließtexte. FontStruct produziert besonders gut geometrische Displayschriften.
Font
Font ist der englische Begriff für Schriftart und bezeichnet einen vollständigen Zeichensatz mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen in einem bestimmten Stil. Im digitalen Kontext meint Font die installierbare Datei (TTF, OTF), die das Betriebssystem zum Rendern von Text nutzt.
Glyphe
Glyphe bezeichnet die visuelle Darstellung eines einzelnen Zeichens innerhalb einer Schriftart. Der Buchstabe A ist ein Zeichen; die konkrete Form, in der A in einer bestimmten Schriftart erscheint, ist die Glyphe. Professionelle Fonts enthalten hunderte Glyphen inklusive Ligaturen und Alternates.
Hausschrift
Hausschrift (Corporate Font) ist eine Schriftart, die exklusiv für ein Unternehmen lizenziert oder entwickelt wurde. Sie stärkt die visuelle Wiedererkennung der Marke und sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild über alle Medien hinweg. Mit kostenlosen Tools lässt sich eine eigene Hausschrift ohne Budget erstellen.
Kerning
Kerning beschreibt die Anpassung des Abstands zwischen zwei bestimmten Buchstabenpaaren. Ohne Kerning wirken manche Kombinationen (z. B. AV oder To) optisch zu weit auseinander. FontForge und Glyphr Studio bieten visuelle Kerning Werkzeuge, die den Abstand pro Buchstabenpaar individuell justieren.
Ligatur
Ligatur ist eine gestalterische Verschmelzung zweier Buchstaben zu einem einzigen Zeichen. Klassische Ligaturen verbinden Buchstabenpaare wie fi, fl oder ff, um optisch störende Lücken zu vermeiden. OpenType Fonts können kontextbezogene Ligaturen automatisch aktivieren.
Open Source
Open Source bezeichnet Software, deren Quellcode öffentlich zugänglich ist und von jedem eingesehen, verändert und weiterverbreitet werden darf. FontForge und Glyphr Studio stehen unter Open Source Lizenzen. Die damit erstellten Schriftarten unterliegen keiner Einschränkung durch die Software selbst.
Pixelschrift
Pixelschrift (Bitmap Font) ist eine Schriftart, die aus einzelnen Bildpunkten auf einem festen Raster aufgebaut ist. Pixelschriften stammen ursprünglich aus der Ära der Heimcomputer und Arcade Spiele. BitFontMaker2 erstellt solche Fonts direkt im Browser durch Klicken auf ein Pixelgitter.
SIL Open Font License
SIL Open Font License (OFL) ist eine weit verbreitete freie Lizenz für Schriftarten. Sie erlaubt die kostenlose Nutzung, Veränderung und Weitergabe von Fonts, auch für kommerzielle Zwecke. BirdFont veröffentlicht Fonts in der Freeware Version automatisch unter dieser Lizenz.
Typografie
Typografie ist die Kunst und Technik, Schrift so anzuordnen, dass geschriebene Sprache lesbar, verständlich und visuell ansprechend wirkt. Schriftdesign ist ein Teilgebiet der Typografie und befasst sich mit der Gestaltung einzelner Schriftarten, nicht mit deren Anwendung in Layouts.
Variable Font
Variable Font ist ein Fontformat, das mehrere Schriftschnitte (Stärken, Breiten, Neigungen) in einer einzigen Datei vereint. Statt fünf separate Dateien für Light, Regular, Medium, Bold und Black zu laden, enthält ein Variable Font eine stufenlos interpolierbare Achse. BirdFont unterstützt seit Version 6.15 den Export als Variable TTF.
Vektorgrafik
Vektorgrafik beschreibt ein Bildformat, das Formen durch mathematische Kurven statt durch Pixel definiert. Schriftarten basieren auf Vektoren, deshalb lassen sie sich verlustfrei in jeder Größe darstellen. SVG Dateien aus Illustrator oder Inkscape können in FontForge und BirdFont als Ausgangsmaterial für Glyphen importiert werden.
WOFF
WOFF (Web Open Font Format) ist ein komprimiertes Fontformat, das speziell für den Einsatz auf Websites entwickelt wurde. WOFF2, die aktuelle Version, reduziert die Dateigröße eines TTF Fonts um bis zu 30 %. Alle modernen Browser unterstützen WOFF2. FontForge exportiert direkt in dieses Format.
Zeichensatz
Zeichensatz (Character Set) bezeichnet die Gesamtheit aller Zeichen, die eine Schriftart enthält. Ein vollständiger lateinischer Zeichensatz umfasst Groß und Kleinbuchstaben, Zahlen, Satzzeichen, diakritische Zeichen (Umlaute, Akzente) und Sonderzeichen. Calligraphrs kostenlose Version begrenzt den Zeichensatz auf 75 Zeichen.
FAQ: Eigene Schriftart erstellen

Wie erstelle ich eine eigene Schriftart am Computer?
Sie brauchen ein kostenloses Programm wie Calligraphr, FontForge oder Glyphr Studio. Bei Calligraphr drucken Sie eine Vorlage aus, füllen die Buchstabenfelder per Hand aus und laden das eingescannte Blatt hoch. Die Software generiert daraus eine installierbare Fontdatei im TTF oder OTF Format.
Gibt es gute kostenlose Programme für Schriftdesign?
Ja. FontForge ist das leistungsstärkste kostenlose Schriftdesign Programm und wird seit über 20 Jahren von Profis genutzt. Glyphr Studio läuft direkt im Browser ohne Installation. Calligraphr digitalisiert Handschriften kostenlos bis 75 Zeichen. Alle drei liefern professionelle Ergebnisse.
Kann ich meine eigene Handschrift als Schriftart verwenden?
Ja. Calligraphr macht den Vorgang besonders einfach: Vorlage herunterladen, Buchstaben per Hand ausfüllen, einscannen, hochladen. Die Software erkennt die Zeichen automatisch und erzeugt eine Fontdatei, die Sie in jedem Textprogramm nutzen können. Die kostenlose Version reicht für das deutsche Alphabet.
Welches Programm eignet sich am besten für Anfänger?
Calligraphr eignet sich am besten für den Einstieg, weil Sie keine Designkenntnisse brauchen. FontStruct bietet einen spielerischen Zugang über geometrische Formen auf einem Gitter. Glyphr Studio ist der ideale nächste Schritt, sobald Sie mit Bézierkurven arbeiten möchten.
Darf ich selbst erstellte Schriftarten kommerziell nutzen?
Das hängt vom Tool ab. Bei Calligraphr, FontForge und Glyphr Studio gehören Ihre Fonts Ihnen und dürfen kommerziell genutzt werden. BirdFont verknüpft die Freeware Version mit der SIL Open Font License, die kommerzielle Nutzung erlaubt, aber auch Weitergabe durch Dritte. Die kostenpflichtige Version (ab 5 USD) ermöglicht exklusive Lizenzen.
Was ist der Unterschied zwischen TTF und OTF?
TTF (TrueType) ist das universell kompatible Standardformat, das überall funktioniert. OTF (OpenType) bietet zusätzliche typografische Features wie kontextbezogene Alternates und erweiterte Ligaturen. Für den Alltagseinsatz reicht TTF. Professionelle Schriftdesigner bevorzugen OTF wegen der erweiterten Möglichkeiten.
Quellen
Calligraphr | Offizielle Website und Dokumentation | calligraphr.com | besucht am 15.04.2026
FontForge | Open Source Font Editor, Dokumentation und Tutorials | fontforge.org | besucht am 15.04.2026
BirdFont | Changelog und Feature Dokumentation, Version 6.15 | birdfont.org | besucht am 15.04.2026
Glyphr Studio | Offizielle Website und Hilfeseiten | glyphrstudio.com | besucht am 15.04.2026
FontStruct | Webapp und Community Galerie | fontstruct.com | besucht am 15.04.2026
Google Fonts | Verzeichnis mit über 1.800 Schriftfamilien (Stand Q1 2026) | fonts.google.com | besucht am 15.04.2026
Artikelhistorie
| Version | Datum | Änderungen |
|---|---|---|
| v1.0 | 04.03.2015 | Erstveröffentlichung. 8 Tools für Schriftdesign vorgestellt: PaintFont, FontForge, FontStruct, Glyphr Studio, BitFontMaker, Fontastic, FontArk, TTFEdit. |
| v1.1 | 17.07.2018 | PaintFont durch Calligraphr ersetzt (Übernahme durch Calligraphr). BirdFont ergänzt. Fontastic und FontArk entfernt (eingestellt). Screenshots und Beschreibungen aktualisiert. |
| v1.2 | 10.06.2020 | Kleinere Textaktualisierungen. Google Fonts Zahl aktualisiert (977 Schriftfamilien). |
| v1.3 | 31.01.2026 | FAQ Bereich ergänzt (6 Fragen). Titel auf 9 Tools angepasst (Diskrepanz: Breadcrumb zeigt 8, H1 zeigt 8, Meta zeigt 9). |
| v2.0 | 15.04.2026 | Komplettüberarbeitung (Pfad B). Fokuskeyword gewechselt auf „eigene schriftart erstellen“ (GSC Analyse: 1.391 Imp., größter Longtail Cluster). Neuer Titel in Frageform. Artikelstruktur komplett neu aufgebaut: 5 inhaltliche H2 Kapitel statt reiner Toolliste. Neue Kapitel: Begriffsdefinition (Schriftzug vs. Schriftart vs. Hausschrift), Handschrift digitalisieren (Step by Step), Lizenzübersicht pro Tool, Dateiformate (TTF, OTF, WOFF). TTFEdit entfernt (veraltet, Java basiert, keine aktive Entwicklung). Fontastic und FontArk bereits in v1.1 entfernt. Verbleibende 6 Tools mit aktuellen Informationen (BirdFont 6.15, Glyphr Studio v2). Vergleichstabelle ergänzt. Du/Sie Inkonsistenz bereinigt (durchgängig Sie). AI generierter FAQ Block durch redaktionell erstellten Rank Math FAQ Block ersetzt (6 Fragen). Chefredakteurzitat ergänzt. 3 YouTube Platzhalter eingefügt. 3 interne Dr. Web Links kontextuell platziert. Quellenverzeichnis ergänzt. Screenshots aller 6 Tools via Microlink API erstellt und eingebettet. Bildprompts für Gemini (Beitragsbild + 5 Kapitelbilder) erstellt. SEO Felder neu geschrieben. Social Media Posts (3 Varianten) erstellt. Glossar mit 15 Fachbegriffen vorbereitet (separate Einfügung). Keyword Density Ziel: 1,4 % für „eigene schriftart erstellen“. |
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3 Kommentare zu „Eigene Schriftart erstellen: 6 Tools im Vergleich. Geht das kostenlos?“
Wow, ich wusste gar nicht, dass solche Typographie-Editoren existieren. Ich habe mir bisher das Lettering für Logos in Illustrator zusammengeschnipselt. Das ja ganz wunderbar. Und es erklärt die Fülle an günstigen Schriften auf Seiten wie creative market.
Merci Dr. Web!
Danke für die Zusammenstellung, PaintFont gibt es nicht mehr, wurde von Calligraphr.com übernommen. Kostenlose Fonts sind relativ eingeschränkt.
Schöne Zusammenstellung. Hätte ich vor einiger Zeit gut gebrauchen können.
FontForge benötigt wirklich einige Einarbeitungszeit und Wissen über Fonts und Fonterstellung.
Hinweis zu ttfedit: ist ein Java-Programm, das auch unter Linux läuft. Einzig das Shell-Skript zum Starten muss noch auf Unix-Zeilenenden umgestellt werden.