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Dirk Metzmacher 25. April 2019

Schönheitsoperation mit Photoshop: So arbeitest du wie eine Model-Agentur

Photoshop kann leicht für das nächs­te Topmodel sor­gen. So rei­chen weni­ge Werkzeuge aus, um die Augen zu ver­schö­nern, die­se neu zu posi­tio­nie­ren und Augenbrauen und Wimpern nach­zu­zie­hen. Unzählige Techniken gibt es im Bereich der Hautretusche. Wir stel­len die wich­tigs­ten Methoden vor, die in Kombination zur per­fek­ten Haut füh­ren – natür­lich nur auf dem Bild. Heute will ich dich mit den Vorgehensweisen ver­traut machen, die auch die Agenturen anwen­den. Das bild­hüb­sche Mädel auf dem Zeitschriftencover sieht näm­lich in Wirklichkeit sehr häu­fig ganz anders aus…

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Schönere Augen leicht gemacht

Generelle Retusche

In die­sem ers­ten Schritt geht es um Rötungen und Adern im Auge, die redu­ziert wer­den sol­len. Auch feins­te Haare, die über den Augen lie­gen, kön­nen stö­ren, wes­halb wir die­se schnell ent­fer­nen.

Rufe dazu den Bereich des Auges mit dem Zoom-Werkzeug groß auf und akti­vie­re den Reparatur-Pinsel. Stelle in der Optionsleiste eine recht klei­ne Pinselgröße ein, die nur leicht den Durchmesser des Haares über­schrei­ten soll­te. Klicke wei­ter rechts in der Optionsleiste auf Aktuelle Ebene und wäh­le da Alle Ebenen an. Hier soll die Wimper ent­fernt wer­den, die über dem Auge liegt.

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Damit wir nicht-destruk­tiv arbei­ten (also das Originalfoto unbe­rührt las­sen) erstel­le eine neue Ebene, etwa über Umschalt+Strg+N. Der Reparatur-Pinsel benö­tigt eine Quelle, die wäh­rend der Bearbeitung als Grundlage der Retusche dient. Klicke mit gedrück­ter Alt-Taste ganz in der Nähe des Haares und lass die Alt-Taste dann los. Du hast so die Quelle defi­niert und kannst nun über das Haar malen. Wähle öfters eine neue Quelle an, um das Haar so gänz­lich ver­schwin­den zu las­sen.

An har­ten Kanten und kon­trast­rei­chen Übergängen kommt es zu unge­woll­ten Unschärfen. Da nutzt du den Kopierstempel, der genau wie der Reparatur-Pinsel eine Quelle benö­tigt. Diese Quelle wird dabei jedoch kopiert, ohne die anschlie­ßen­de Anpassung an die Umgebung, die nicht immer klap­pen mag.

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Möchtest du die Äderchen abschwä­chen, so wäh­le den Bereich im Weiß des Auges mit dem Polygon-Lasso-Werkzeug aus und drü­cke Umschalt+Strg+Alt+E, um den Inhalt der Selektion auf eine neue Ebene zu kopie­ren. Wer mag, kann zuvor die Auswahl über Umschalt+F6 noch etwas wei­cher gestal­ten. Liegt die neue Ebene vor, so gehe im Hauptmenü auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Matter machen. Spiele da mit den Reglern Radius und Schwellenwert, bis die Adern aus­rei­chend abge­schwächt sind. Über die Ebenendeckkraft steu­erst du auch nach­träg­lich die Stärke der Umsetzung.

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Trotz der Abschwächung bleibt ein roter Schimmer erhal­ten. Um die­sen wei­ter zu mini­mie­ren, gehe im Menü auf Bild > Korrekturen > Farbton/Sättigung. Wähle statt Standard die Rottöne an und redu­zie­re die Sättigung.

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Augen aufhellen

Wähle das Auswahlellipse-Werkzeug an und kli­cke in die Mitte der Iris. Halte dabei Umschalt+Alt gedrückt und zie­he die Kreisform auf. Benutze die Pfeiltasten, um die Auswahl zu posi­tio­nie­ren.

Halte die Alt-Taste gedrückt: Du siehst, dass nun am Werkzeug ein Minussymbol erscheint. Ziehe den Kreis so auf, dass in der unte­ren Hälfte der Iris eine „Halbmondform“ ste­hen bleibt.

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Passt die Selektion noch nicht so ganz, so kli­cke die­se mit der rech­ten Maustaste an und wäh­le aus der Liste Auswahl trans­for­mie­ren aus. So kannst du die Form noch etwas kor­ri­gie­ren. Über die Eingabetaste (Enter) bestä­tigst du die­sen Vorgang. Noch ein­mal über die rech­te Maustaste spen­dierst du der Auswahl eine Weiche Kante. Es folgt Ebene > Neue Einstellungsebene > Gradationskurven. Setze einen Punkt in die Mitte und zie­he die­sen nach oben. So hast du dem Auge einen schö­nen Glanz geschenkt.

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Positionieren und Transformieren

Zur Neupositionierung der Augen benö­tigst du eine gute Selektion. Aktiviere das Lasso-Werkzeug und fah­re damit um ein Auge her­um. Achte dar­auf, die Schatten und Falten des Auges mit ein­zu­be­zie­hen, aber komm nicht zu nah an die Augenbraue ran. Drücke die Taste Q auf dei­ner Tastatur, um in den Maskierungsmodus zu wech­seln. Die rote Farbe steht nun für den Bereich, der nicht selek­tiert, also prak­tisch mas­kiert wur­de. Nutze den Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner, um der Kante einen wei­chen Übergang zu spen­die­ren.

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Drücke wie­der Q und dann Strg+J zum Kopieren. Strg+T ermög­licht nun die Vergrößerung oder Verkleinerung des Auges, bei Bedarf. Klicke eine der Ecken an, hal­te dabei Umschalt+Alt gedrückt, um die Seiten gleich­mä­ßig zu bewe­gen. Auch eine Drehung ist leicht mög­lich. Am Seitenrand taucht dazu ein ent­spre­chen­der Pfeil auf. Generell kann das Auge auch mit dem Verschieben-Werkzeug posi­tio­niert wer­den.

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Wimpern nachzeichnen

Erstelle eine neue Ebene und wäh­le den Kopierstempel an. In der Optionsleiste soll­te Alle Ebenen zum Aufnehmen akti­viert sein. Um nun Lücken in den Wimpern auf­zu­fül­len, wäh­le mit gedrück­ter Alt-Taste eine Wimper als Quelle an. Die Werkzeugspitze soll­te die Größe der Wimper leicht über­schrei­ten. Male nun die aus­ge­wähl­te Wimper nach. Es gibt hier einen sehr guten Trick, um den Hintergrund schnell zu ent­fer­nen. Kopiere von hel­lem hin zu dunk­lem Hintergrund. Dann kannst du ein­fach im Ebenenbedienfeld die Füllmethode von Normal auf Abdunkeln umstel­len.

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Gehe im Menü auf Ebene > Ebenenmaske > Alle ein­blen­den, um inner­halb der Maske mit schwar­zer Vordergrundfarbe und dem Pinsel mit sehr klei­ner Spitze Bereiche von Hand zu opti­mie­ren. Dazu malst du ein­fach über die Bereiche, die ent­fernt wer­den sol­len. Mit glei­cher Technik kön­nen auch Augenbrauen ver­dich­tet wer­den.

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Da wir eine Kopie einer Wimper erzeugt haben, ist die­se dem Original noch zu ähn­lich. Drücke des­halb Strg+T zum Transformieren. Aktiviere in der Optionsleiste auf der rech­ten Seite die Schaltfläche zum Verformen und ver­bie­ge das Haar, bis es sich weit genug vom Original unter­schei­det.

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Zuletzt: Augen schärfen

Bist du mit der Retusche der Augen zufrie­den, so wäh­le die Augen jeweils mit einer Umkreisung des Lasso-Werkzeuges aus. Halte beim zwei­ten Auge dabei die Umschalttaste gedrückt, um der aktu­el­len Auswahl etwas hin­zu­fü­gen zu kön­nen. Wechsele über Q in den Maskierungsmodus und nut­ze den Gaußschen Weichzeichner, um den Übergang wei­cher zu gestal­ten.

Noch ein­mal Q gedrückt, folgt nach Umschalt+Strg+C das Tastenkürzel Strg+V. Wähle nun das Scharfzeichner-Werkzeug an und stel­le in der Optionsleiste die Stärke auf 15% bis 20%. Details bei­be­hal­ten soll­te akti­viert sein. Male vor­sich­tig (auch mehr­fach) über die Bereiche, die noch etwas Schärfung ver­tra­gen könn­ten. Über die Ebenendeckkraft lässt sich die all­ge­mei­ne Stärke regeln.

Makellose Haut per Mausklick

Der Gelb-Kanal-Trick

Für die­se Technik gehst du zunächst im Hauptmenü auf Bild > Modus > CMYK-Farbe. Wechsele zum Kanäle-Bedienfeld und wäh­le den Gelb-Kanal an. Nach Strg+A zum Auswählen, drü­cke Strg+C zum Kopieren. Gehe im Menü auf Bild > Modus > RGB-Farbe und wech­se­le wie­der zur Ebenenansicht. Dort drückst du Strg+V zum Einfügen. Strg+I inver­tiert den Ebeneninhalt.

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Ändere die Füllmethode auf Weiches Licht ab. Halte die Alt-Taste gedrückt und kli­cke im Ebenenbedienfeld den Button Ebenenmaske hin­zu­fü­gen an. Die Maske ist so mit schwar­zer Farbe gefüllt und alle Ebeneninhalte aus­ge­blen­det. Male mit dem Pinsel (in der Optionsleiste Deckkraft: 50% aus­ge­wählt!) und wei­ßer Vordergrundfarbe über die Bereiche, die eine wei­che­re Oberfläche benö­ti­gen. So puderst du die Haut vir­tu­ell ab. Auch ein zu star­kes Glänzen der Haut kann so redu­ziert wer­den.

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Klassiker: Die Airbrushing-Technik

Drücke zwei­mal Strg+J, um das Foto gleich dop­pelt zu kopie­ren. Blende die obe­re Ebene durch einen Klick auf das Augensymbol aus und akti­vie­re die dar­un­ter lie­gen­de Kopie. Gehe auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Matter machen und ver­schie­be die Regler so, dass die Haut sehr weich, die Augen und Haare aber deut­li­cher zu sehen sind.

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Rufe die obe­re Ebene auf und gehe auf Filter > Sonstige Filter > Hochpass. Verschiebe den Radius, bis die Details der Haut zu sehen sind. Bestätige über OK und ände­re die Füllmethode auf Hartes Licht. Der Effekt ist noch zu stark und wirkt sich auch auf alle Bereiche aus, wes­halb du bei­de Ebenen mit gedrück­ter Strg-Taste aus­wählst und Strg+G drückst, um die­se zu grup­pie­ren.

Halte die Alt-Taste gedrückt und kli­cke im Ebenenbedienfeld den Button Ebenenmaske hin­zu­fü­gen an. Male mit dem Pinsel, einer Deckkraft von 50% und wei­ßer Vordergrundfarbe über die Bereiche, die eine wei­che­re Oberfläche benö­ti­gen.

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Ist die Nase etwas zu groß, soll­te der Weg nicht gleich zum Schönheitschirurgen füh­ren. Mit Photoshop musst du nur einen Filter ein­set­zen, um die Nase zu ver­klei­nern. Und auch das Geraderücken ist dabei kein Problem. Bist du mit der Nase zufrie­den, so könn­test du noch eine ande­re Augenfarbe pro­bie­ren. Selbst wei­ße Zähne sind mit Beautyretusche und etwas Photoshop-Magie ein Kinderspiel.

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Haut

Hautfarben schnell und gezielt angepasst

Im Sommer hat­ten wir wohl alle schon ein­mal einen klei­nen Sonnenbrand. Hier sehen wir eine beson­ders schlim­me Verbrennung, die sich dank Photoshop aber recht schnell erle­digt hat.

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Dazu kopierst du die Ebene über Strg+J und opti­mierst zunächst die Hautstruktur. Bei leich­te­ren Rötungen reicht der kom­men­de Schritt der Neufärbung aus, doch hier ist der Sonnenbrand schon so stark, dass die Haut eine grö­be­re Struktur zeigt, als die dar­über­lie­gen­de.

Stelle die Ebenendeckkraft auf 60% ein und akti­vie­re das Ausbessern-Werkzeug. Umkreise bei gedrück­ter Maustaste Bereiche der Haut mit Sonnenbrand und zie­he die Auswahl (durch Anklicken, gedrückt Halten und Ziehen) auf ein Stück gesun­der Haut.

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Am Rand arbei­test du mit dem Reparatur-Pinsel wei­ter. Dazu nimmst du zunächst bei gedrück­ter Alt-Taste und einem Klick auf gesun­de Haut eine Quelle auf. Male dann wie vom Pinsel gewohnt (und ohne Alt-Taste) über den Sonnenbrand. Besonders den Übergang der gesun­den zur ver­brann­ten Haut soll­test du wei­cher gestal­ten.

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Sieht die Haut nun gleich­mä­ßi­ger aus, sorgst du für eine ange­neh­me Tönung. Klicke dazu im Hauptmenü auf Ebene > Neue Füllebene > Farbfläche und nimm mit der Pipette einen schö­nen Hautton auf. Die Füllmethode der Ebene wird im Ebenenbedienfeld von Normal auf Farbe umge­stellt.

Klicke die Ebenenmaske an und Strg+I zum Invertieren auf der Tastatur. Male nun mit dem Pinsel, wei­ßer Vordergrundfarbe und einer wei­chen Spitze die Farbe gezielt über der Haut ein. Reduziere bei Bedarf noch die Ebenendeckkraft. Jederzeit lässt sich die Farbe durch einen Doppelklick auf die Ebenenminiatur anpas­sen. So ist die Haut schnell geheilt und wirkt trotz­dem gebräun­ter.

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Neue Retusche: Die Frequenztrennung

Viele Retuschen zer­stö­ren die Hauttextur, bis wirk­lich nur noch eine “aal­glat­te” Oberfläche zurück bleibt. Bei der Retusche mit Frequenztrennung geht es eher dar­um, die Haut zu ver­fei­nern, ohne die typi­sche Struktur der Poren ganz ver­schwin­den zu las­sen.

Drücke dazu gleich zwei­mal Strg+J, um zwei Kopien dei­nes Fotos zu erhal­ten. Die obers­te Kopie wird aus­ge­blen­det und die dar­un­ter lie­gen­de Kopie ange­klickt, so dass die­se Ebene blau hin­ter­legt ist. Ich habe den Ebenen schon Namen spen­diert, die andeu­ten, wohin die Reise gehen wird.

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Gehe im Menü auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner und stel­le die Stärke so ein, dass die Hautstruktur gera­de eben zu sehen ist. Aktiviere nun die obers­te Ebene und mache die­se wie­der sicht­bar.

Hier wol­len wir nun die Differenz zur unte­ren Ebene berech­nen las­sen. Gehe dazu auf Bild > Bildberechnungen und wäh­le bei Ebene die weich gezeich­ne­te Ebene aus. Bei Mischmodus wählst du Subtrahieren an. Stelle noch Skalieren auf 2 und Versatz auf 128. Das sind die Standardwerte, damit nur noch die Unterschiede zur dar­un­ter­lie­gen­den, weich gezeich­ne­ten Ebene ste­hen blei­ben, wie hier zu sehen.

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Die Ebene wirkt nun wie nach einem Hochpassfilter, doch sehen wir hier die per­fek­te Trennung der Unterschiede zwei­er Ebenen.

Beweis: Stelle die Füllmethode im Ebenenbedienfeld auf Lineares Licht um. So erhältst du wie­der das Originalbild.

Wie kommt es nun nach die­ser etwas lan­gen Vorbereitung zu der Hautretusche? Aktiviere die Ebene mit dem weich gezeich­ne­ten Inhalt. Wir wer­den auf die­ser Ebene nun gezielt Bereiche wei­ter weich zeich­nen, wäh­rend auf der dar­über lie­gen­den Ebene die Textur erhal­ten bleibt.

Wähle dazu mit dem Lasso-Werkzeug Bereiche aus. Zuvor stellst du in der Optionsleiste eine Weiche Kante von etwa 10 bis 20 Pixeln ein (spä­ter ja nicht ver­ges­sen wie­der umzu­stel­len!), damit der Rand nicht zu hart ver­läuft.

Gehe wie­der auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner und stel­le die Stärke nach Bedarf ein. Strg+D hebt die Auswahl auf. Diesen Schritt wie­der­holst du, bis die Haut nach dei­nen Vorstellungen retu­schiert wur­de. Diese Technik wird dich beein­dru­cken.

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Extra-Tipp: Du kannst auch auf der Ebene mit der Textur arbei­ten. Wähle die Ebene an und das Werkzeug Ausbessern-Pinsel aus. Dabei muss in der Optionsleiste Aktuelle Ebene (statt Aktuelle und dar­un­ter oder Alle Ebenen) akti­viert sein. Bestimme mit gedrück­ter Alt-Taste und einem Klick die Quelle und male dann über Muttermale, Narben und ähn­li­che Strukturen.

Nase

Nasenverkleinerung dank Verflüssigen

Möchtest du die Nase ver­klei­nern oder ver­grö­ßern, so nut­ze das Lasso-Werkzeug, um die Nase grob zu umfah­ren. Die Selektion soll­te eine wei­che Kante erhal­ten (etwa über Umschalt+F6), um dann über Strg+J den Inhalt der Auswahl auf eine neue Ebene zu kopie­ren.

Jetzt könn­test du über Strg+T die­se Nase leicht dre­hen oder gar über Bearbeiten > Formgitter dafür sor­gen, dass die­se noch etwas gera­der ver­läuft.

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Gehe dann auf Filter > Verflüssigen und nut­ze die Werkzeuge aus der Palette, wie etwa das Zusammenziehen-Werkzeug oder das Mitziehen-Werkzeug, um die Nase zu ver­klei­nern. Auf der rech­ten Seite stellst du die Eigenschaften des Werkzeuges ein. Nach dem Bestätigen über OK posi­tio­nierst du die klei­ne Version mit dem Verschieben-Werkzeug.

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Augen

Augenfarbe verändern

Möchtest du die Augenfarbe dei­nes Models ver­än­dern (oder auch die Haarfarbe, die Farbe des Lippenstifts, etc.), so wählst du nach Ebene > Neue Füllebene > Farbfläche den gewünsch­ten Farbton aus. Ändere die Füllmethode von Normal auf Farbe ab, akti­vie­re die Ebenenmaske und drü­cke Strg+I zum Invertieren.

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Male nun mit dem Pinsel, einer wei­chen Werkzeugspitze und wei­ßer Vordergrundfarbe über die ursprüng­li­che Farbe des Auges. Reduziere leicht die Ebenendeckkraft und stel­le die Wunschfarbe über einen Doppelklick auf die Ebenenminiatur noch genau­er ein.

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Zähne

Schöne, weiße Zähne

Um Zähne auf­zu­hel­len, wer­den die­se zunächst selek­tiert. Nutze dazu das Schnellauswahl-Werkzeug. Mit gedrück­ter Alt-Taste kön­nen dabei Bereiche auch wie­der sub­tra­hiert wer­den. Gehe dann im Menü auf Ebene > Neue Einstellungsebene > Farbton/Sättigung und wäh­le statt Standard die Gelbtöne aus. Reduziere die Sättigung und erhö­he die Helligkeit.

Auch die wei­te­ren Farbbereiche könn­test du noch bear­bei­ten, wie etwa die Rottöne. Möchtest du die Zähne wei­ter zum Strahlen brin­gen, so akti­vie­re noch eine Neue Einstellungsebene > Helligkeit/Kontrast. Kopiere die Maske der unte­ren Ebene per Ziehen bei gedrück­ter Alt-Taste auf die­se neue Ebene. Erhöhe nun die Helligkeit.

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Und nun viel Spaß beim Korrigieren der Makel, die dir dein Kunde unter­ge­ju­belt hat ;-)

Beitragsbild: Bessi auf Pixabay

(Der Beitrag erschien zuerst im August 2014 und wird seit­dem aktu­ell gehal­ten. Das letz­te Update erfolg­te im April 2019.)

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

7 Kommentare

  1. Sollten Hautfarben abwei­chen, emp­feh­le ich statt dem Korrekturwerkzeug eher eine selek­ti­ve Farbkorrektur und / oder Gradationskurve als ers­ten Schritt ein­zu­mas­kie­ren.
    Da die ver­brann­te Haut danach (wenn über­haupt) nur noch ein Luminanzproblem hat, kann ich das dann über dodge & burn (50% grau in Modus wei­ches Licht, oder per Gradationskurven) anpas­sen ohne die Hautstrukturen zu ver­än­dern.

  2. Interessanter Artikel auch nach eini­ger Zeit noch sehr Informativ, dan­ke

  3. Man lernt immer wie­der etwas Neues in Photoshop. Vielen Dank

  4. Immer wie­der toll zu hören, dass auch Models nach dem Aufstehen genau­so aus­se­hen wie Du und ich. Ob eine per­fek­te Bildbearbeitung immer das Ideal ist, wage ich zu bezwei­feln. Aber im gewis­sen Rahmen sind die Effekte ein­fach zau­ber­haft.

  5. Wow, das sind ja mal eine Menge genia­ler Tipps. Ich habe es gleich mal ver­sucht. Im Bereich “Klassiker: Die Airbrushing-Technik” steht

    > Malen Sie mit dem Pinsel, einer Deckkraft von 50% und wei­ßer Vordergrundfarbe über die Bereiche, die eine wei­che­re Oberfläche benö­ti­gen.

    Wenn ich das mache, malei ich einen wei­ßen, halb­trans­pa­ren­ten Pinselstrich über das Bild. Ist hier noch eine bestimm­te Füllmethode nötig? Was soll das Gedrückthalten der Alt-Taste bewir­ken?

    • Durch das Halten der Alt-Taste + Klick auf den Button Ebenenmaske hin­zu­fü­gen (ganz unten in der Ebenenpalette) ent­steht eine Maske, die Ihnen mei­ne ich noch fehlt. Dann macht plötz­lich auch die Arbeit mit dem Pinsel Sinn! ;-)

  6. Faszinierend und gaga zugleich.

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